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Brenn, Funkmast, brenn! – Eine kleine (unvollständige) Chronik

Viel Hoffnung setzen Technofaschist*innen und sonstige Verfechter*innen des sogenannten „Fortschritts“ auf die Digitalisierung, damit Menschen die Maßnahmen akzeptieren, die ihnen im Zuge der „Coronakrise“ auferlegt wurden, denn digital sei doch genauso gut wie das echte Leben. Zum massiven Ausbau des digitalen Angebots gehört auch die Errichtung tausender neuer Mobilfunkmasten, die mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G die digitale Welt revolutionieren sollen und die feuchten Träume einer vernetzten, smarten und vollständig kontrollierbaren Welt wahr werden lassen sollen. Doch wo Funkmasten errichtet werden, finden sich auch immer Leute, die nur darauf warten sie wieder abzufackeln. Und so breitet sich gerade wie ein Lauffeuer in vielen Ländern der Widerstand gegen die neuen 5G-Masten ebenso wie gegen andere Phallussymbole der Techherrschaft aus. Als „Verschwörungstheoretiker*innen“ werden diese Widerständler*innen verschrieen, und auch wenn einige wohl wilde Theorien bezüglich 5G haben, so ist ein wärmendes Feuerchen gegen die kalte Techwelt doch nie verkehrt. Hier eine kleine unvollständige Chronik:

Belgien

  • In Pelt brannte spät am Abend des 18. April eine Antenne des Anbieters Telenet in Pelt, kleine Gemeinde in Limburg einige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt. Dass es sich um einen mutwilligen Akt handle scheint unbezweifelbar, denn der Zaun, der den Mast beschützte, wurde aufgeschnitten und Reste eines Brandbeschleunigers seien aufgefunden worden. In Reaktion auf diesen Anschlag wurde die Webseite, auf der öffentlich zugänglich der genaue Standort jedes Funkmastes verzeichnet war, mit einem passwortgesicherten Login versehen.

Chile

  • In den frühen Morgenstunden des 27. März erschütterten starke Explosionen die Gemeinde Contulmo, welche sich in der Provinz von Arauco in Wallmapu [1] befindet. Anonyme Hände platzierten Sprengstoff am Fuß einer Telekommunikationsantenne, welche daraufhin in die Luft flog und lautstark in einen zweiten Funkturm krachte, der teilweise beschädigt wurde. Der Angriff ereignete sich entlang der Strecke p-80r, die die Gemeinde Contulmo mit Purén verbindet. Vor allem im Sektor Pata de Gallinas sind fast alle Telekommunikationsnetze betroffen. Auf derselben Strecke, ein Stück weiter entfernt, waren drei Bäume gefällt worden, um den schnellen Zugang der Polizei zu verhindern, inmitten der nationalen Ausgangssperre, die auf die Corona-Situation und das Fortschreiten der sozialen Kontrolle folgte. Zum Ort des Geschehens eilten schliesslich die GOPE, Labocar und OS-9 herbei. [2][1] Gebiet im Süden Chiles, bekannt für den anhaltenden Konflikt der Mapuche (Indigene) mit dem chilenischen Staat
    [2] GOPE ist eine Spezialeinheit der Polizei, Labocar ist die
    Spurensicherung und OS-9 ist zuständig für die Ermittlungen.

Frankreich

  • In der Nacht vom 09. auf den 10. April wurden auf dem Mont-Poupet, in der Umgebung von Salins-les-Bains (Jura), zwei Mobilfunkmasten, die im Abstand von nur wenigen dutzend Metern aufgestellt waren, angezündet. Sie wurden unter anderen von Orange und SFR genutzt. Die Telefon- und Internetverbindungen waren mehrere Tage lang in mehreren Gemeiden unterbrochen. Außerdem mussten über 50 Meter Kabel an acht Antennen ersetzt werden. „Diese Zerstörung erinnert an die drei Antennen in Au Belu in Aiglepierre. Diese Brandstiftung hatte vom 07. auf den 08. April 2019 stattgefunden, gegen 2 Uhr 30, fast genau vor einem Jahr. Kurz davor, im Februar 2019, wurden innerhalb weniger Wochen mehrere Mobilfunkmasten um Besançon herum angezündet“, erzählt der Staatsanwalt vom Jura.
  • Am Wochenende vom 11. und 12. April wurden die Aufbauten des Telefonanbieters Orange, die auf der Höhe des Kreisverkehrs auf der Straße von Rochelongue aufgebaut sind, Opfer von Vandalismus: Brandstiftungsversuch, abgerissene Türen, abgerissene ADSL-Regler und in einem Radius von 500 m um diese Vermittlungsstelle massig durchgeschnittene Kabel führten dazu, dass die 257 Kund*innen dieser Vermittlungsstelle keinen Zugang zu Internet und Telefon hatten, egal, welchen Anbieter sie nutzten. Die Dauer der Reparatur der Schäden wurde auf circa zwei Wochen geschätzt.
  • „In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen haben einige nicht mehr genug zu essen. Dieses insbesondere durch die Schließung zahlreicher Gastronomiebetriebe. Aber um ihren quälenden Hunger zu befriedigen haben unsere Nagetierfreunde, die mit den entwickelsten Geruchssinn unter den Spezies besitzen, die diesen Planeten bevölkern, ein ebenso köstliches wie im Überfluss vorhandenes Mahl gefunden. […] In Poitiers, in der Vienne, haben unsere Feinschmecker [die schwarze Ratte], in der Nacht vom 11. auf den 12. April, sich ein Festmahl gegönnt, das sich unter dem Beton zwischen dem Rathaus und der Mediathek befand. Aber was befindet sich nur wenige Meter unter unseren Füßen, das die Nager für ihren wahren Wert schätzen? Glasfaserkabel, deren Umhüllungen reich an Stärke sind. Diese könnten nebenbei eine ihrer Lieblingsmahlzeiten in den kommenden Jahren werden, so wie diese sich überall ausbreiten. Ihre Mahlzeit entsprach nicht dem Geschmack der Herrschaft, denn sie unterbrach mehrere Server, die in der Nähe eingerichtet waren.“
  • In der Nacht vom 14. auf den 15. April wurde erneut im Jura ein Funkmast des Anbieters Orange, der oberhalb des kleinen Dorfes Ruines, in Foncine-le-Haut, angebracht war, angezündet. Nicht weniger als 1500 Telefonlinien wurden dadurch für rund ein Dutzend Tage unterbrochen. Es sind insbesondere die Energiezufuhr und die Koxialkabel durch das Feuer zerstört worden. Es kam außerdem zu Batteriediebstahl und Diebstahl von Material des Mastes, das zur Verbreitung des Mobilfunknetzes (2G, 3G, 4G) dient, in Foncine-le-Haut, aber auch in Foncine-le-Bas, les Planches-en-Montagne, als auch in Chaux des Crotenay. Laut dem Anbieter Orange kommt es „seit mehreren Wochen, und zwar überall, zu zahlreichen Akten des Vandalismus gegen Infrastrukturen von Orange.“
  • In der Nacht vom 23. auf den 24. April wurde in Belfort ein Lieferwagen einer Firma, die Glasfaserkabel verlegt, den Flammen übergeben. Die Gesamtheit des Materials und der Werkzeuge, die sich im Inneren des Wagens befanden, wurden karbonisiert.
  • Am 26. April wird ein Funkmast von Orange in Plaintel an den Côtes d’Armor angezündet und wird dabei erheblich beschädigt. 1000 bis 2000 Bewohner*innen von Plaintel und Quintin sind von Einschränkungen des Netzes betroffen.
  • In der Nacht vom 29. auf den 30. April wurde eine Antenne des Anbieters Free in Provins, auf Höhe von Anney-le-Vieux in der Haute-Savoie angezündet. Brennende Reifen seien an den Fuß des Mastes geworfen worden.
  • In Douai (Norden) wurde in der Nacht vom 02. auf den 03. Mai eine Antenne von Orange angezündet. Die Schäden sind groß.
  • „Um es einfach zu halten: dieses neue Level an Kontrolle hat in uns noch mehr die Wut geweckt und uns Lust gegeben zu handeln. Nichts zu tun bedeutete in unseren Augen, es zu akzeptieren. Wie immer, dass die Kontrolle so gut funktioniert, liegt auch daran, dass die Leute, gut in ihrer virtuellen Blase eingerichtet, sie unterwürfig akzeptieren, um sich weiter unterhalten zu lassen und telezuarbeiten. Aber das ist mehr als je die Nabelschnur, die sie mit diesem bemitleidenswerten Leben verbindet. Das ist der Grund dafür, dass wir einen Mobilfunkmast in der Nacht vom 05. auf den 06. Mai in Toulouse, auf der Ostseite des Pont de l’Embouchure angezündet haben. Es war einfacher, als wir es uns vorgestellt hatten. Offensichtlich sind wir nicht die einzigen, die vor Wut kochen und wir freuen uns darüber. Totale Feindschaft gegenüber der Zivilisation und den Scheißhaufen, die sie errichten.“
  • Auch in Oriol-en-Royans (Drôme), Saint-Marcellin (Isère), Chatte (Isère) und Estrablin wurden Mobilfunkmasten angezündet.

Großbritannien

  • Großbritannien gilt als der Startpunkt für die Angriffe auf (5G-)Mobilfunk-Masten. Anfang April gab es die ersten Vorfälle, mittlerweile wurden wohl insgesamt 77 Masten angezündet – die Mehrheit davon unterstützte übrigens dabei kein 5G, was aber die Medien, Regierungsbeauftrage und „Expert*innen“ nicht davon abhält zu verbreiten, dass ausschließlich die Theorie, 5G verursache Corona, Grundlage dafür sei, dass Menschen Mobilfunkmasten abfackeln würden. Allein am Osterwochenende wurden im ganzen Land zwanzig Masten Opfer der Flammen. Inzwischen hätte sich das Tempo der Angriffe verlangsamt, sagte eine Sprecherin von Mobile UK, sie würden nicht mehr täglich stattfinden. Des Weiteren soll es 40 Vorfälle gegeben haben, in denen Menschen Mitarbeiter*innen von Mobile UK entweder physisch oder verbal angegriffen hätten.

Italien

  • Am 10. oder am 22. April (die Pressesprecher*innen der Präfektur konnten sich da nicht einigen!) gingen mehrere 3G- und 4G-Antennen von WindTre und Iliad bei Maddaloni in Flammen auf. Ein Teil der Bewohner*innen haben mitten in der Ausgangssperre weder Internet noch Telefon. Aber was interessiert eine*n das richtige Datum, wenn das Ergebnis doch da ist, klar und deutlich wie verglühte Kabel und Apparate. Wer weiß, ob nicht einige Einwohner*innen nicht wieder angefangen haben – durch die Umstände dazu gezwungen – wieder miteinander zu sprechen und sich in die Augen zu sehen? Wie es inzwischen in gewissen Ländern Usus geworden ist, haben sich die Aasgeier und die Papageien des Staates auf die These von verschwörungstheoretischen 5G-Opponent*innen gestürzt, auch wenn dieser Angriff anonym verübt wurde und es viele andere Gründe dafür gibt, um sich solcher technologischer Strukturen anzunehmen. Dieser Apparat trägt zur Entfremdung und zur Versorgung dieser techno-wissenschaftlichen Welt bei, die unser Leben entleert und die Ausübung von Herrschaft mithilfe der Kontrolle perfektioniert. Gegen jeden Virus, inklusive dem der technologischen Pandemie, das Feuer ist auf jeden Fall ein gutes Heilmittel. Auf zum Nächsten!
  • In der Nacht vom 29. April wird eine Antenne von Wind in Rom in der Nähe des Tiburtina-Bahnhofs angezündet. „Solidarität mit den Gefangenen, die kämpfen. Wir fühlen uns dem anarchistischen Gefangenen Davide Delogu nahe, der im Hungerstreik ist. Gegen den Staat und seine Maßnahmen. Gegen die Technologien der Kontrolle. Handeln ist immer möglich.“

Kanada

  • In der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai wurde ein Telekommunikationsturm, der mit 3G und 4G ausgestattet war, in Laval, im Norden von Montréal angezündet. Dabei wurden nicht nur die Verbindungen unterbrochen, das Feuer hat auch die Struktur schwer beschädigt, die insbesondere von Rogers und Telus genutzt wird. Das Feuer wurde gegen 2 Uhr morgens gelegt, an diesem Telefonmast, der sich im Gewerbegebiet im Westsektor von Chomedy befindet. Die Ermittler*innen vermuten, dass die Brandstifter*innen Brandbeschleuniger am Fuß des Turm verwendet haben, damit die Flammen anschließend entlang der Kabel nach oben wandern. Der Schaden wird auf mindestens eine Million Dollar geschätzt. Der Zustand des Turm ist so miserabel, dass er droht einzustürzen, was die Ermittlungen verkompliziert. Laut einer anderen Quelle soll das Feuer an der Spitze des Mastes, der um die zwanzig Meter hoch sein soll, gelegt worden sein. Übrigens hat das Unternehmen TELUS diesen Akt des Vandalismus verurteilt: „Wenn Leute an Telekommunikationsstrukturen Feuer legen, gefährden sie das Leben der Kanadier, die diese nutzen, um mit ihrer Arbeit, der Schule, in der medizinischen Hilfe, mit den Regierungsbehörden und ihren Nächsten in Verbindung zu bleiben„, schrieb das Unternehmen in einer Stellungnahme.

Niederlande

  • In der Nacht vom 03. auf den 04. Mai wurden zwei Telekommunikationsmasten in La Haye angezündet. Die erste Sabotage wurde an einem Mast in der Nähe von De Huihof gegen 1 Uhr 30 verübt, der ausschließlich für den Notruf und die Staatssicherheit genutzt wurde (insbesondere für Polizei und Armee), denn er war Teil des Netzes C2000. Die Verbindungen wurden unterbrochen und sie mussten auf andere Antennen umgeleitet werden. Eine halbe Stunde später wurde ein weiterer Mast in Brand gesetzt, nicht weit von Laan van Pont, der noch viel gravierendere Schäden verursachte. Es handelte sich um eine Antenne eines privaten Anbieters und war mit der 5G-Technologie ausgestattet. Außerdem erwähnen die Bull*innen noch einen weiteren Brand an einer Antenne am Vorabend, ohne aber mehr Details zu nennen. In einer Stellungnahme distanzierte sich die Organisation „Stop5GNL“ von diesen Sabotagen und bekräftigte ausschließlich legale Wege beschreiten zu wollen. In der Nacht vom 29. auf den 30. April war bereits ein Mast in Standdaarbuiten (Noord-Brabant) angezündet worden. Am vorigen Wochenende (25. auf 26. April) wurde eine Antenne im Waldgebiet in der Nähe von Swifterband in Flevoland Ziel eines Feuerangriffs, ebenso wie eine andere in Waddinxveen. Insgesamt sind mehr als zwanzig Mobilfunkmasten seit Anfang April in den Niederlanden das Ziel von Angriffen geworden, wovon eine in Dronten vollständig zerstört wurde. Bisher sind drei Personen in den Niederlanden mit dem Verdacht auf Brandstiftung an diversen Masten verhaftet worden. Der Koordinator für die Sicherheit und den antiterroristischen Kampf zog die Alarmglocke bezüglich der radikalen Opposition, die gerade dabei ist das Land zu erfassen. Er fürchtet sich insbesondere vor der Vervielfältigung von „extremistischen Protesten gegen die Ankunft von 5G“ und erinnerte an die Gefahr für den Staat und seine Behörden, wenn das Mobilfunk- und das Internetnetz gekappt würden.

USA

  • „Ein neuer Maitag, ein neuer Funkturm in Flammen. Ein kleiner Akt in den frühen Morgenstunden, jedoch eine Eskalation jenseits der Norm. Und wir wollen nie zur „Normalität“ zurückkehren. Wir kennen den Unterschied zwischen 4G und 5G nicht. Alles, was wir wissen, ist, dass wir nichts davon wollen. Die Nähe des Turms zu einem Bahnhof, dem Büro eines Pharmaunternehmens und anderen Militär-/Söldnerunternehmen im Philadelphia Navy Yard hatte zum Ziel, ihre Operationen zu stören, egal wie klein die Auswirkungen auch sein mögen. Es soll auch eine Erinnerung sein, dass niemand unerreichbar ist, wenn du die entsprechende Entschlossenheit hast. Und dieser Akt speziell war relativ einfach. Die erste Flamme war eine warme Umarmung für den Gefährten Badger, vermeintlich auf der Flucht nach einer Serie von ähnlichen Vorfällen in Bristol. Bleib frei! Der anschließende Rauch ein Signal an die Gefährt*innen, die in Italien der Scripta Manent Verfolgung ausgesetzt sind… wir stehen an eurer Seite! Für Freiheit, für Anarchie!“ Bristling Badger Brigade

Auch in Zypern und Irland kam es zu Angriffen auf Mobilfunkmasten (aus Zeitgründen hier leider nur am Rand erwähnt).

Quellen: Sans Attendre Demain, Attaque, 325, Noticias de la Guerra Social, diverse bürgerliche Medien.

Tod den Statistikern!

„So viel haben sie schon gelernt, daß sie nur den Statistiken glauben, die sie selbst gefälscht haben.“ (1946)

Wo soll man anfangen bei diesem Wahn?

Die Tatsache dass wir alle sterben können und dass daraus von irgendwelchen Leuten, welche an unserer Verwaltung teilhaben, Statistiken gemacht werden können die wir – im Normalfall – nicht kennen, ist keine Neuigkeit. Die Neuigkeit ist, dass wenn solche Statistiker mit den Zahlen etwas wilder und schockierender herumfuchteln, scheinbar die Herde bereit ist, alles mit sich machen zu lassen…

Es wurde von anarchistischer Seite immer wieder darauf hingewiesen, dass die Welt mehr und mehr zu einem Freiluftgefängnis wird. Wem das heute nicht offenbar wird, der muss wohl taub und blind sein, wobei sogar dass noch keine ausreichende Ausrede wäre.

„Die Alten und Schwachen“ werden zu einer Ausrede für jegliche noch so faschistische Massnahme – wohlgemerkt: dass die Alten und Schwachen dabei nicht gefragt werden, dass es sich um abstrakte „Alte und Schwache“ handelt, sollte bemerkt werden. Wenn es bestimmt einer „Risikogruppe“ zugeordnete Leute gibt, welche ihr – real oder mögliches – gering statistisch erhöhtes Sterberisiko derart über sämtliche Bedürfnisse aller anderen stellen, dass sie denken, um dieses zu mindern, gehöre die halbe Menschheit, wenn nicht sogar die ganze, eingesperrt… nun, solche Leute mag es geben. Aber sie haben zumindest eins auf die Fresse verdient, auch wenn man davon absehen mag – angesichts ihres schwächelnden Zustands. Sie könnten doch auch einfach einfordern, von anderen bei ihrer Selbstquarantäne unterstützt zu werden. Aber ja, es gibt eben nicht nur solche, welche die leichte Verlängerung ihres wahrscheinlich ohnehin schon leidvollen Lebens über die Freiheit – und sei es nur die gestrige, lächerliche Freiheit in der Demokratie – aller anderen stellen. Es gibt zumindest auch kranke, schwache, lungengeschädigte, alte, etc. Menschen, welche nicht komplett spinnen und verstehen, dass ihr Sterben – wobei dieser Prozess ja bei den meisten „Risikogruppen“-Zugehörigen ohnehin schon begonnen hat – nicht dazu herhalten sollte, alle zuhause einzusperren und die menschliche Zivilisation in ein riesiges Lager zu verwandeln. Gerade diese viel als „Grund“ herhaltenden Alten können sich vielleicht ja auch noch an die 40er, 30er und teils auch 20er Jahre erinnern. Und wenn sie etwas Bewusstsein haben, und nicht schon damals Nazis oder ähnliches waren, so finden sie das wohl beängstigend, was jetzt gerade läuft. Bullen, die einem vorschreiben zuhause zu bleiben. Die in alle Wohnungen eindringen dürfen. Die sich alles herausnehmen dürfen. Die einem sämtliche Rechte absprechen. Dafür muss man ja noch nichtmal die Nazi- und Kriegszeit erlebt haben. Es reicht ja auch, wie eine nicht ganz unbedeutende Politikerin erklärte, an die DDR zu denken. Aber es geht nicht lange, und sie schwenkte ein. Es geht nicht lange, und alle schwenken ein.

Das Einschwenken in die Rolle passiert dabei schnell. Als „Risikogruppe“. Als normaler. Als Herdentier. Alle machen „Mäh“ und „Muh“ und finden sich ab mit ihrer Rolle als Zuschauer. Als Zuschauer und auf jeden Fall den Statistikern unterworfene.

Aber ja, wo bleiben denn die Demokraten? Das frag ich mich. Nichteinmal das demokratische Grundrecht ist ja mehr gewährt. Aber natürlich: das mit der Quarantäne steht ja im Grundgesetz. Seuchenschutz und sowieso. Aber, der gute Demokrat könnte ja immerhin noch seine „freie Meinung“ vertreten, und die Verhältnismässigkeit anzweifeln. Was ja auch getan wird. Von einer liberalen Ärzteopposition die allerdings dafür nicht schlecht diskriminiert und diffamiert wird. Zum Beispiel als verschwörungstheoretisch. Obwohl sie nicht im geringsten von einer Verschwörung reden. Aber, die Beleidigung „Verschwörungstheoretiker“ hält ja seit ihrem Aufkommen in der Post 911 Ära ohnehin schon für vieles her, was einfach dem gutgläubigen Schaf nicht ins Konzept passt… und weil Argumentieren und logisches Denken ohnehin nichts ist, was der allgemeine Medienkonsument und geschulbildete irgendwo gelernt hätte – wo auch? – ist eben sämtliches kritische Infragestellen an Identitäten gebunden, wobei „Verschwörungstheoretiker“ wohl die moderne Ketzerei wär, während der offizielle spektakuläre Diskurs die offizielle Religion darstellt. Es bleibt nur abzuwarten, wann die Inquisition kommt…

Aber eben, hier soll es mir nicht um solche Glaubensfragen gehen. Es macht natürlich vielleicht Sinn, sich die ärztliche Opposition, etwa einen Prof. Dr. Hockertz oder das berliner Praxiskollektiv u.Ä. mal anzuschauen, welche nüchtern und ganz im Verhältnis zu normalen demokratischen Werten argumentieren, und ziemlich offensichtlich besser argumentieren über das sogenannte Covid-19… Aber jenseits des Glaubens an die Spezialisten und Statistiker aller Sorte und ihre Diskussionen, bzw. Dogmatik und Abwendung jeglicher Diskussion, bleibt wohl die grundlegendere Frage, ob wir denn ein Virus, und sei es die Fiktion einer Zombieapokalypse, wie sie wohl im mehr oder weniger vom Fernseher weichgespülten Unbewussten der grossen Mehrheit herumspukt, als Argument für das Aufgeben sämtlicher noch zugestandener Freiheiten oder irgend einer Freiheit genügen würde…?

„Das Spektakel will es zu nichts anderem bringen als zu sich selbst“, behauptete Guy Debord…

Entmenschlichung ist nicht erst von gestern

Für den Statistiker bin ich nur eine Nummer, wie ich für den Staat nur eine Nummer bin, wie ich es für die Netzanbieter, Parteien, Kapitalisten und Politiker bin. Wie ich es für Bill Gates, Söder, WHO, Robert-Koch-Institut und ihre Handlanger bin. Nur eine Nummer. Eine Grösse die es zu verwalten gilt, aus der so und so viel Kapital gemacht werden kann, die ein Störfaktor ist oder nicht. Zumindest nur eine Nummer. Ein Mensch? Aber was ist ein Mensch? Ein Individuum? Aber was versteht denn ein Statistiker von Individualität? Eine Nummer, die Träger eines Virus sein könnte… wie alle. Die ein Risiko darstellen könnte für das normale Funktionieren der Gesellschaft oder jetzt halt der Quarantäne…

Eine Quarantäne, welche den Zusammenbruch des gesellschaftlichen Konsenses aufhalten soll. Welche benutzt wird, um Milliardenpakete in die Wirtschaft zu stecken… die Unternehmen zu retten, die Industrie zu retten… die Digitalisierung durchzusetzen…

Es ist naheliegend und vielleicht auch nötig, darauf hinzuweisen, dass dieses Geld nicht in den Aufbau eines Gesundheitssystems gesteckt werden soll, welches wirklich jede Pandemie aushalten könnte. Dass ein solches herzustellen für den Staat möglich wäre, ist ausser Frage. Zumindest gegenwärtig wäre es für alle, die jetzt wegen Corona paranoid werden, die einzige relevante Frage. Wenn Italien in den letzten 10 Jahren 150 Krankenhäuser geschlossen hat, ist es dann überraschend, wenn Corona dort ein grosser Sterbefaktor wird? In Deutschland wurde auch massivst privatisiert und „neoliberalisiert“, und auch das macht sich jetzt bemerkbar – im worst case Szenario zumindest. Aber ja, wir sind ja gar nicht deswegen im Gefängnis, denn dieses ist noch nicht ansatzweise eingetreten! Aber ja, zumindest mal präventiv alle einsperren.

Diese Argumentationslinien liessen sich alle weiter verfolgen, aber es bleibt das Gefühl, dass man damit dem grundlegenden Faktor dieses absurden Schauspiels nichteinmal nahekommt. Die Linken mögen nun fordern, dass der Staat künftig hunderte Krankenhäuser baut und die Reichen dafür bezahlen. Aber das würde nicht passieren ohne Revolution. Und eine Revolution in der die Linken (bzw. irgendwer) an die Macht kommt, wäre nicht besser als diese Ausgangssperre und an der Misere, eine verwaltete Nummer zu sein, würde sich nichts ändern…

Dieser Text wurde vor 1-2 Wochen geschrieben.

5G-Brandsabotagen, Verschwörungstheorien und das Vereinigte Königreich

Laut Massenmedien wurden in den letzten 24 Stunden nach den kürzlichen Brandangriffen auf 5G-Infrastruktur welche am 2. und 3. April stattfanden weitere vier Vodafone-Handymasten abgefackelt. 3G- und 4G-Türme waren auch unter den zerstörten, auch wenn es unklar ist ob diese unabsichtlich sabotiert wurden oder nicht. Informationen über die Angriffe selbst waren aufgrund der limitierten Informationen welche von den Massenmedien rausgegeben wurden und aufgrund der rapiden Zensur in den bekannten sozialen Medien schwer zu kriegen.

Seit den ersten Angriffen letzte Woche wurde über mindestens 20 Angriffe welche im ganzen Land stattgefunden haben berichtet und es gibt Berichte von Ingenieuren, welche ebenso von Leuten, welche durch 5G bekümmert sind, mit Fragen gelöchert, drangsaliert und angegriffen wurden. Es ist klar, dass während Alles im Lockdown ist, die fortwährende Expansion und der Ausbau von 5G eine Priorität geblieben ist. Das Regime des Vereinigten Königreichs und Kommunikationsunternehmen waren gezwungen, ein Statement herauszugeben, welches die Risiken, welche 5G für die menschliche Gesundheit darstellt, als “bodenlos” darstellte und die Schuld für die Drangsalierungen und Angriffe “Verschwörungstheorien” zuschrieb. Das social media Unternehmen Facebook nahm einige Seiten, welche der Dokumentation von und scheinbar aufrufen zu anti-5G Angriffen gewidmet waren, vom Netz, und ließ auch ihr messaging-App-Unternehmen WhatsApp die Übertragungsfunktion von Nachrichten beschränken. Das ist Teil eines plattformübergreifenden Versuchs von Twitter, Google, Youtube, etc. in einer Anstrengung mit dem Staat das Zensieren und unauffindbar machen von dem zu koordinieren, was sie als “Desinformation” über die Ursprünge von Covid-19 beschreiben.

Die häufigste von diesen nichterlaubten Ideen ist, dass 5G eine direkt zusammenhängende Beziehung zur Coronavirus-Pandemie habe, insofern als dass 5G direkte negative Effekte auf Menschen habe, welche zu einer Schwächung des menschlichen Nerven- und Immunsystems führe.

Während es bereits bewiesen wurde, dass die Luftverschmutzungsstärke eine direkte Beziehung mit Covid-19-Fällen hat, und die Autoritäten für Jahre den Klimawandel als Mythos abtaten, müssen wir trotzdem ihre Behauptungen, so wie die Sache steht, akzeptieren, während eine kleine Erforschung der Hintergrundgeschichte von 5G die Tatsachen enthüllt.

Ohne 5G können die Regierungen und Unternehmen dieses Planeten ihre Technik-Gefängnis-Welt, die dazu dient uns alle zu kontrollieren, nicht aufbauen. Das “Internet der Dinge”, “Smart Cities”, Datenüberwachung, autonome Roboter, Fahrzeuge und Drohnen, all diese Sachen benötigen die totale Vorherrschaft der 5G-Technologie. Wenn du das nicht willst, dann hast du jeden Grund diese Technologie auf den Grund niedergebrannt zu sehen.

Durch den Fokus auf die hinterwäldlerischsten, reaktionärsten und faschistischsten Narrative darüber, was angeblich hinter der Coronavirus-Pandemie steckt (während sie ihrerseits auch dunkle Künste treiben), versucht das UK-Regime sich selbst zu verteidigen während eines Gipfelmoments der Verletzbarkeit der kritischen Infrastruktur und die Verweigerung der Leute, den wirklichen Coup der stattgefunden hat, zu akzeptieren.

Was nicht bezweifelt werden kann ist, dass andere staatliche und nichtstaatliche Akteure versuchen die Krise zu ihren Vorteil auszunutzen, um ihre eigenen Pläne durch eine unkonventionelle und stille Kriegsführung vorwärts zu bringen. Die ganze Welt ist auf Kriegsfuß um sich gegenseitig zu bekämpfen und ihre eigene Bevölkerung zu unterdrücken, über massive Truppen- und Waffenverschiebungen in und über alle wichtigen Territorien wird berichtet, alle Notfallpläne werden umgesetzt und 2 Milliarden Menschen bleiben im Lockdown.

Das ist die “Verschwörungstheorie” – dass die Reichen und Mächtigen sich zusammen verschwören um ihre eigenen Ziele zu erreichen, – es war schon immer so, und, solange wir nichts dagegen unternehmen, wird es auch immer so bleiben.

Sei gegrüßt Diskordia!

Quelle: The Plague and the Fire