Schlagwort-Archive: Nr. 079

Dunkle Ecken schaffen …

Egal ob du dich trotz Kontaktverbot auch weiterhin mit Freunden treffen willst, ob du ohne einen triftigen Grund oder während einer möglichen, nächtlichen Ausgangssperre draußen unterwegs sein willst. Immer sind umherstreifende Bullen deine natürlichen Feinde. Sie haben nun wieder die Erlaubnis, dich jederzeit zu kontrollieren und zu schikanieren. Während bei Tageslicht meist zu viele Menschen unterwegs sind, als dass die Bullen hier jede*n kontrollieren könnten, ändert sich die Situation am späteren Abend schlagartig. Schnell sind du und andere zwielichtige Gestalten die einzigen, die auf den Straßen sind. Und das bedeutet, dass ihr leichte Beute für unterbeschäftigte und übermotivierte Cops seid. Aber selbst wenn die Schweine sicherlich wieder vermehrt Streife fahren werden, ist es einfach unmöglich, dass sie die ganze Stadt unter Kontrolle halten. Jede dunkle, unausgeleuchtete Ecke lässt sich nicht ohne weiteres beim Streifefahren kontrollieren.

Das Problem ist nur: In der Stadt gibt es immer zu wenige dunkle Ecken. Überall stehen Straßenlaternen und werfen ihr Licht auf diejenigen, die sich auch trotz Verbot weiterhin draußen herumtreiben. Könnte man die doch nur abschalten …

Aber das kann man ja: Dafür brauchst du nur einen Dreikantschlüssel (manchmal auch Schaltschrank- oder Universalschlüssel genannt) und einen für bis zu 1000 Volt geprüften Seitenschneider (beides kannst du recht einfach im Baumarkt klauen).

So gut wie alle Straßenlaternen haben auf Höhe von ca. 50cm bis 1m eine Zugangsklappe, über die die Lampe mit dem Stromnetz verbunden ist. Die Abdeckung dieses Zugangs kann in der Regel am oberen Ende mit einem Dreikantschlüssel geöffnet werden. Daraufhin lässt sich die Abdeckung entfernen und du hast Zugang zum Innenteil.

Hier befinden sich vor allem einmal verschiedene Kabel. Dickere, in der Regel schwarz ummantelte Kabel führen nach unten und oben zu Stromverteiler bzw. Lampe. Dünnere, braun und blau ummantelte Kabel, sowie gelb-grün gestreifte Kabel sind die einzelnen Fasern dieser schwarzen Kabel und sind mithilfe einer fest installierten Platine oder irgendwelchen Klemmen mit den Fasern des jeweils anderen Kabels verbunden. Die gelb-grün gestreifen Kabel sind die Erdung, sie sind für die Funktion der Lampe nicht unbedingt erforderlich, durch die braunen und blauen Kabel fließt der Strom. Im Grunde brauchst du nur eines dieser Kabel (blau oder braun) durchtrennen, um den Stromkreis zu unterbrechen. (Du kannst natürlich auch eines der dickeren, schwarzen Kabel durchtrennen, allerdings kann es dabei zu einem Kurzschluss kommen, wenn sich die Enden der unisolierten Fasern dabei berühren oder durch die Schneide deines Seitenschneiders verbunden werden, was meist zu Funkenbildung und einem kleinen Knall führt.) Dafür benutzt du am besten einen Seitenschneider. Aber nimm dir selbst zuliebe besser einen, der entsprechend isoliert ist. Er sollte möglichst für bis zu 1000 Volt geprüft sein. Meist steht das dann auf der Gummiummantelung der Griffe. Ansonsten riskierst du einen Stromschlag, der hier bei möglicherweise schlecht gesichertem Stromnetz auch tödlich verlaufen kann! Entsprechend solltest du auch möglichst keine unisolierten Kabel, irgendwelche Schrauben mit denen diese befestigt sind, usw. berühren. Am besten du fasst die Kabel gar nicht erst an.

Wenn du alles richtig gemacht hat, sollte die Lampe direkt ausgehen und du hast dir eine neue dunkle Ecke geschaffen.

Um bei all dieser Sabotage möglichst keine Spuren zu hinterlassen empfiehlt es sich, zumindest Handschuhe zu tragen, damit deine Fingerabdrücke nirgendwo zurückbleiben und ggf. sauberes Werkzeug (von DNA befreit) zu benutzen. Achte außerdem auch auf Kameras, die dich bei deinem Treiben filmen könnten.

Außerdem empfiehlt es sich gerade wenn du dich später länger im neu entstandenen Dunkel aufhalten willst, zwischendurch das Werkzeug wegzubringen, sodass du im Falle einer Kontrolle durch die Cops keine Beweismittel für diesen kleinen Eingriff bei dir trägst.

Die „groß angelegte Durchimpfung“ der Bevölkerung

von Impfzentren, mobilen Impfteams, militärisch bewachten Impfstoffen und Gentechnik

Es sind martialische Worte mit denen der bayerische möchtegern Monarch da auf einer Pressekonferenz diesen Sonntag von dem sprach, was er in den kommenden Wochen der bayerischen Bevölkerung so alles antun will. Einsperren will er uns alle sowieso, das ist dieser Tage ja sowieso gar keine Frage mehr, aber darum soll es hier nicht gehen. Ich spreche von den Impfplänen, die nicht nur Bayern, sondern ganz Deutschland dieser Tage verfolgt. Es geht um nichts weniger, als um die „groß angelegte Durchimpfung“ der Bevölkerung, um es mit Söders Worten zu sagen. Was das genau bedeuten soll, darüber schweigen sich die Verantwortlichen bislang weitestgehend aus, aber obwohl bislang kein Impfstoff die Zulassung erlangt hat, werden überall in Deutschland bereits allerhand Vorbereitungen getroffen. Es werden sogenannte Impfzentren eingerichtet, mobile Impfteams aufgestellt, das Militär wird zur „Sicherung“ und Auslieferung der Impfstoffe mobil gemacht. Es soll schließlich schnell gehen, das „Durchimpfen“, wenn es soweit ist.

Dabei dürfte sich doch für Viele die dringende Frage stellen, ob sie sich überhaupt impfen lassen wollen. Noch wird die Zulassung der zur Debatte stehenden Impfstoffe für die EU geprüft, sowieso wären diese erst einmal nur bedingt zugelassen. Sonst übliche, ausführliche medizinische Tests mit einer größeren Beobachtungsspanne entfallen entweder oder wurden nur im Eilverfahren durchgeführt. Wer mit diesem Impfstoff geimpft wird, dem muss klar sein, dass er hier vorrangig als menschliches Versuchskaninchen dient. Gerade Angehörige von „Risikogruppen“ sollen den Plänen der Regierung zufolge zuerst geimpft werden. „Mobile Impfteams“ (Pressemitteilung der Stadt München vom 02.12.2020) – klingt wie eine polizeiliche Spezialeinheit mit Spritze, oder? – sollen dafür sorgen, dass die Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen ihre Dosis auch dann bekommen, wenn sie nicht ins regionale Impfzentrum gelangen können. Ob bei all dieser Massenabfertigung überhaupt Zeit für ein Beratungsgespräch zwischen Ärztin und Patient bleibt? Ein Gespräch, in dem nicht nur die allgemeinen Risiken besprochen werden können, sondern eben auch individuelle, denn wie bei jedem anderen Medikament ist eben auch hier nicht davon auszugehen, dass das alle Menschen gleich gut vertragen. Vielleicht erübrigt sich dieses Gespräch ja auch ohnehin: Seit März 2020 ist im sogenannten Infektionsschutzgesetz der Bundesrepublik Deutschland eine Impfpflicht festgelegt, die natürlich auch auf eine Coronaimpfung übertragen werden könnte, auch wenn die Regierung bislang versichert, dass es keine Impfpflicht geben werde – aber das Gleiche hat man ja auch schon von Lockdown und dergleichen gesagt, bevor all das dann irgendwann doch verordnet wurde. Jedenfalls hat man sich Anfang dieses Jahres die Möglichkeiten geschaffen, eine Zwangsimpfung juristisch durchsetzen zu können.

Ohnehin scheint man im Hinblick auf den Impfstoff merkwürdige Allianzen einzugehen. Medienberichten zufolge soll die Bundeswehr die Auslieferung und Lagerung der Impfstoffe übernehmen. Auch weil man sich davor fürchtet, dass die Bevölkerung diese Impfstoffe vernichten könnte. Man greift also auf eine Praxis zurück, die wiederholt bei Impfstofftests gegen den Willen der Bevölkerung in afrikanischen Ländern und Indien erprobt wurde (siehe auch Eingeimpft in Zündlumpen #078). Und das Szenario ist vielleicht gar nicht so weit hergeholt. Immerhin handelt es sich bei den beiden Impfstoffen, deren Zulassung geprüft wird, um sogenannte mRNA-Impfstoffe. Impfstoffe also, die mithilfe von Genetik arbeiten und in die inneren Prozesse menschlicher Zellen eingreifen. Das Unternehmen Moderna, das einen dieser Impfstoffe entwickelt, macht etwa offen Werbung damit, „die Software des Lebens umschreiben“ zu wollen und das Mainzer Unternehmen BioNTech, das andere, steht dem in nichts nach. Wird einer dieser Impfstoffe zugelassen, wäre das der erste Impfstoff, der nach dieser Methode arbeitet. Zufällig? Oder sehen die Unternehmen hier nicht vielmehr eine Möglichkeit, die Zulassung für ein Verfahren zu bekommen, dessen Konsequenzen noch schwer abzuschätzen sind? Jedenfalls drängt sich einem dieser Verdacht förmlich auf.

In München soll auf dem Messegelände ein solches Massenabfertigungs-Impfzentrum errichtet werden. Bis zum 15. Dezember soll es einsatzbereit sein, auch wenn ein Impfstoff wohl zumindest erst Anfang nächstes Jahr zur Verfügung stehen wird. Dann jedoch scheint Söders Plänen zur „groß angelegten Durchimpfung“ der Bevölkerung nichts mehr im Wege zu stehen. Außer natürlich es kommt zu unvorhergesehenen Pannen bei der Einrichtung des Impfzentrums …

Der Mensch ist dem Menschen ein Virus?! – Ein Wutanfall über den erneuten Lockdown und seine Verteidiger

Papa erteilt mal wieder Hausarrest

Papa ist alles mal wieder nicht streng genug, und zu unserem Besten muss er halt mal wieder hart durchgreifen: Deutschlands Vorzeige-Elter Markus Söder schickt seine Kinder mal wieder (natürlich als Erster) in Hausarrest. Ab Mittwoch dürfen Leute wieder einmal nur „mit triftigem Grund“ ihr Zuhause verlassen, teilweise – bei entsprechendem Inzidenzwert – sogar zwischen 21 Uhr und 5 Uhr gar nicht mehr. Außerdem gilt allgemein ein Alkoholverbot (damit übrigens auch ein Glühwein-Verbot) auf öffentlichen Plätzen. Nur an den Weihnachtsfeiertagen sollen die neuen Maßnahmen im „christlichen Familienland Bayern“ gelockert werden, insbesondere für „den Besuch der Christmette“. An Sylvester jedoch, dem „Fest der Freunde“, soll es keine Ausnahme geben. Eigentlich alles wie beim ersten Lockdown, außer dass dieses Mal die Geschäfte geöffnet bleiben. Klar, denn das Weihnachtsgeschäft will man nicht gefährden und was sicher eine Lektion aus dem ersten Lockdown ist, ist, dass man den Leuten die Möglichkeit lassen muss, sich zuhause durch den Konsum von unterschiedlichsten Gütern zu beschäftigen, damit sie nicht komplett durchdrehen. Lediglich strengere Kontrollen der Kundenanzahl in größeren Geschäften soll es geben, zum Leidwesen aller Ladendiebe. Zwar müssen diese Pläne am Dienstag noch vom Landtag abgesegnet werden, doch das sollte wohl nur eine Formsache sein. Denn selbst die Opposition – wie auch schon beim ersten Lockdown – steht hinter der Regierung, auch wenn sie, wäre sie selbst an der Macht, gerne noch strengere Maßnahmen durchsetzen würde: So schwebt beispielsweise irgendeiner SPD-Schnepfe eine „generelle Maskenpflicht“ auf der Straße vor, eine andere forderte Betriebsschließungen über die Weihnachtsferien und wies darauf hin, dass sie all das, was Söder jetzt verkündet hat, bereits früher durchgesetzt hätte.

Die Digitalisierung als Basis für den Umbau zum permanenten Lockdown

Wieder einmal werden wir „zu unserem Besten“ eingesperrt. Doch auch wenn wir damit nun zum zweiten Mal ganz offiziell das Haus  nicht mehr verlassen dürfen (außer in dringenden Fällen) und uns auch sonst alles verboten wurde, das Spaß macht, wurde nun bereits das ganze letzte Jahr, seit Beginn der „Krise“, damit begonnen, ein ganzes soziales Miteinander nachhaltig umzubauen. Angesichts einer Pandemie scheint es für die diejenigen, die über uns herrschen, nur eine Antwort zu geben: sich in autoritären Maßnahmen gegenseitig zu überbieten. Und jeden Menschen so weit wie möglich voneinander zu trennen, sodass eine Ansteckung minimiert werden kann.

In der Logik derjenigen, die die Art und Weise, auf die unsere Gesellschaft funktioniert, auf jeden Fall aufrechterhalten wollen, ist das durchaus nachvollziehbar. Denn in der heutigen Zivilisation kann eine Pandemie eine potenziell dramatische Wirkung entfalten. Wir leben in einer hochtechnologisierten, globalisierten Welt, in der Menschen in Megastädten, in Fabriken und Großraumbüros zusammengepfercht sind, in der wir in immer ähnlicheren, sterilen Lebensbedingungen leben, die für ein Virus ideal sind, und in der „wichtige Geschäftsleute“ durch die ganze Welt jetten, um ihre Geschäfte zu machen. Ein Virus kann sich da rasend schnell verbreiten. Die Lösung derjenigen, die maßgeblich dafür verantwortlich sind der Welt das Aussehen zu verpassen, das sie heute hat: die Flucht nach vorn. Beziehungsweise die Flucht in die virtuelle Realität. Digitalisierung gilt als Zauberformel zur Bekämpfung von Epidemien. Wer glaubt, dass Home Office und Zoom-Meetings nur vorübergehende Phänomene sind, die spätestens mit „Durchimpfung“ der Bevölkerung ein Ende nehmen werden, hat noch nicht verstanden, was sich hier gerade abspielt: „Daheim bleiben. Einfach daheim bleiben, Kontakte reduzieren, Kontakte vermeiden“ ist nicht nur die „Überschrift von allen“ Maßnahmen, die in Bayern vorerst bis zum 5. Januar gelten, sondern auch langfristig das Ziel, um künftige – eventuell auch tatsächlich fatale – Pandemien zu vermeiden. Wozu sich auch im Real Life treffen, wenn angeblich derselbe Spaß auch ohne Infektionsrisiko digital stattfinden kann?

Digitalisierung bedeutet auch eine Erleichterung sozialer Kontrolle. Corona-Warn-App, Drohnenüberwachung, Online-Meetings, etc. ermöglichen eine Überwachung der Menschen, ohne dass an jeder Straßenecke eine Straßensperre durch die Polizei oder das Militär aufgestellt werden muss. Dass diese Gesellschaft ein Knast ist, wurde einem in diesem Jahr eindrucksvoll vor Augen geführt, und es wurde noch nie so offen mit den Vorzügen einer generellen Einsperrung der Menschen geliebäugelt. „Das in sich geschlossene Knast-System hat in Zeiten der Krankheit durchaus Vorteile“, schämte sich beispielsweise die SZ nicht, im Mai in Hinblick auf Corona lobend zu bemerken. Und noch nie wurden autoritäre Regime wie beispielsweise China so positiv hervorgehoben.

Ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die sich an die Spielregeln halten

Aber warum so eine harte Verhaltenskontrolle? Wieso reicht ein „Appell an die Eigenverantwortung“ nicht, sondern braucht es auch „Leitplanken“, um Söders Worte zu gebrauchen? Weil es eben auch Uneinsichtige gibt, die nicht ohne Weiteres akzeptieren, zuhause eingesperrt zu werden (wenn sie denn überhaupt ein Zuhause haben), die verantwortungsloserweise lieber leben wollen und dabei eine Ansteckung riskieren, als sich zuhause lebendig zu begraben, die lieber im leidenschaftlichen Verkehr mit anderen Menschen, unkontrolliert und unhygienisch, den Tod riskieren als im goldenen Käfig der eigenen Wohnung Stück für Stück an Vereinsamung zu verenden. Die auch nicht das Problem darin sehen, dass Menschen einander nah sind, einander berühren und in körperlichen Austausch treten, sondern im Kapitalismus, im Staat, in der Zivilisation, in all diesen Institutionen, für die jedes Individuum nur eine zu verwaltende Fallzahl ist, die im Sinne der Mechanismen einer globalisierten und technologischen Welt kontrolliert werden muss, damit das ganze System funktioniert.  Die aktuellen Strukturen müssen sich in der Lage zeigen, mit einer Pandemie oder sonstigen Krisen umzugehen, damit die Leute nicht auf die Idee kommen, die Institutionen zu zerstören, die einen erst in eine solche Lage bringen.

Sollten die hier vorgeschlagenen Maßnahmen zur Eindämmung und Kontrolle der Covid-19-Epidemie nicht greifen, könnte im Sinne einer „Kernschmelze“ das gesamte System in Frage gestellt werden. Es droht, dass dies die Gemeinschaft in einen völlig anderen Grundzustand bis hin zur Anarchie verändert.

Diese Sorge drückte ein Strategiepapier des Bundesinnenministeriums aus, das bereits Mitte März verfasst wurde und das das Bundesinnenministerium Ende April, nachdem es bereits vorher geleakt worden war, selbst veröffentlichte.

Der Mensch ist dem Mensch ein Virus?

„Ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die sich an die Regeln halten“, sei das Verhalten derjenigen, die sich nicht zuhause einsperren lassen, rügte ein Kommentator in einer Münchner Lokalzeitung Leute, die eine Party gefeiert hatten. Wer sich nicht an die Regeln halte, töte mit jedem Atemzug ganz viele Menschen. Das versuchen mir die Institutionen zu verkaufen, die für den Tod so vieler Menschen verantwortlich sind, sei es durch Krieg, Umweltzerstörung und -verschmutzung, durch medizinische Experimente, durch Atomwaffen und Atomkraftwerke, durch Fabrikarbeit, durch Schließung von Grenzen (erinnert sich noch wer an das Massengrab Mittelmeer?), durch Bullen und Militär. Die Institutionen, die unterschiedlichste Lagersysteme zur Massenabfertigung und Verwaltung der Massen eingerichtet haben, die natürlich die Verbreitung eines jeden Virus, aber auch sonstiger potenziell tödlicher oder krank machender Übel befördern, seien es Schulen, Kasernen oder Knäste, seien es Alters- und Pflegeheime, Krankenhäuser, Großraumbüros und Fabriken, Abschiebelager und Asylunterkünfte, öffentliche Verkehrsmittel, Bahnhöfe und Flughäfen. Die bereit sind die Wirtschaft um jeden Preis am Laufen zu erhalten (logisch, denn sonst würde das aktuelle (Wirtschafts-)System auch zusammenbrechen), während sie gleichzeitig „zum Schutz der Menschheit“ bereit sind jegliche soziale Beziehung der Menschen zu zerstören. Denen zur Aufrechterhaltung von „Recht und Ordnung“ jedes Mittel recht ist.

Wenn selbst die Befürworter der Globalisierung, des Kapitalismus, der Technologie, der Zivilisation und des Staates der Meinung sind, dass all dies nur mithilfe von „Social Distancing“ aufrechterhalten werden kann, worauf warten wir dann noch, all diese Scheiße endlich zu zerstören? Und zwar nicht nur Home Office, die Corona-App und die „AHA-Regel“, sondern auch gleich die Institutionen, die uns auch schon „vor Corona“ das Leben zur Hölle gemacht haben?

 

Eine skurrile Floskel

Mir wär’s ja egal wenn ich’s krieg, aber…“ Diese skurrile Floskel ist heute wohl ein Gemeinplatz und in aller Munde… und beginnt langsam zu langweilen. Komisch dass sich die Leute andere Reaktionen erwarten als etwa, dass sie unterbrochen werden mit einem: „Ja: dann ist ja gut…“ oder auf ihr Ausreden die Antwort kriegen „Dann langweil‘ mich nicht und lass mich in Ruhe!“ Nein, dir ist es nicht egal! Tu doch nicht so. Angesteckt von Konformismus und in der Befürchtung, möglicherweise schuldig zu sein, jemand anderes anzustecken, ist es dir nicht egal. Wobei die Verdrehtheit des Zweiteren dir eben vielleicht sogar bewusst ist. Aber es wäre ja unhöflich, über die Irrationalität des Schuldgefühls zu diskutieren. So was tut man nicht! Man lässt den Leuten ihre Irrationalitäten, ist ja eine Privatsache… Nur doof, dass es gerade dieser Punkt ist, an dem Mobilmachung, Moralismus und Hervorbringung von Konformismus ansetzen. Vielleicht sogar Herrschaft überhaupt. Denn, zum Wesen von all dem gehört eben zuerst einmal die Produktion von Gefühlen, wobei das Schuldgefühl sich ganz ausgezeichnet eignet, um verunsicherte Leute zu manipulieren. Speziell auch, wenn man diesem Schuldgefühl den wohlklingenden Namen Verantwortung beilegt… es fühlt sich dann irgendwie so an, als betätige man mit seinem Konformismus die eigene Autonomie.

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