Tag Archives: Nr. 038

[Donetsk] Funkmast in die Luft gesprengt

In Donetsk wurde am Morgen des 27. Oktober ein Funkmast von Anarchist*innen in die Luft gesprengt. Laut einem (etwas seltsam anmutenden) Flugblatt wollen die Angreifer*innen damit Aufmerksamkeit für die Folterpraktiken des Staates erregen und die Bevölkerung zu Protesten „zwingen“.

Dies[er Anschlag] wurde verübt, um Aufmerksamkeit auf die unmenschlichen Folterpraktiken im Keller des MGB (Ministerium für Staatssicherheit) zu lenken. Misshandlungen und Folter mit Elektokabeln ist in der „Volks“republik zu einer Alltäglichkeit geworden. Die Menschen des Donbass sollten sich den Protesten gegen Folter anschließen oder diese faschistische Republik wird ohne Kommunikation sein.

Was wohl von Protesten aus dieser Motivation heraus zu halten wäre?

[Leipzig] Bull*innenschweine angegriffen

Nachdem sich in Connewitz am Freitagabend, dem 25. Oktober wiederholt Teile einer unerwünschten Baustelle entzündet hatten, rückten dort einige uniformierte Schweine an. Folgerichtig wurden sie mit Steinen und anderen wurftauglichen Gegenständen beworfen, bis sie sich nur noch durch den Einsatz von Tränengas, Schilden und Schlagstöcken zu helfen wussten. Leider gelang es ihnen, eine Person festzunehmen.

Google breitet sich aus

Google hat vor einigen Tagen den Postpalast in der Nähe der Hackerbrücke in der Arnulfstraße/Ecke Wredestraße gekauft, um seinen Standort in München zu vergrößern. Bereits jetzt beschäftigt Google 1000 Mitarbeiter*innen in München und ist Googles größter Standort in Deutschland, zukünftig sollen durch das Bauen von Büroflächen und Umbauen des Postpalastes noch einmal 1500 weitere Arbeitsplätze entstehen. “ „Wir freuen uns, dass wir in München ein so innovationsfreudiges Umfeld haben“, sagte ein Sprecher von Google. Das schmerzt. Leider hat Google in München bisher zu wenig Gegenwind bekommen, als dass Google sich hier unwohl fühlen würde. Vielleicht können wir ja aus dem Kampf gegen den Google-Campus in Berlin Inspiration ziehen, um München den Ruf eines „innovationsfreudigen Standorts“ zu vermiesen.

[Kayseri, Düzce, Konya] Brandanschläge auf Fabriken

Aus Rache für die Invasion türkischer Truppen in Rojava brannte die sogenannte „Kinder des Feuers-Initiative“ am 23. Oktober in Kayseri eine Fabrik für Haushaltswaren nieder, die dabei vollständig zerstört wurde. Am folgenden Tag, dem 24. Oktober fackelten sie außerdem eine Hefefabrik in Düzce ab, die dadurch teilweise zerstört wurde.

Am 27. Oktober brannten die „Kinder des Feuers“ dann auch noch eine Keksfabrik in der Provinz von Konya ab, die einem AKP-nahen Investor gehört und durch den Brand vollständig zerstört wurde.

[Hamburg] Glasbruch bei SPD und Grünen

Während ein Großaufgebot von Bullen den in Hamburg besetzten Vollhöfner Wald räumt, fliegen bei den Regierungsparteien SPD und Grünen die Scheiben ein.

[…] Von diesen Parteien und ihren untergebenen Bullen fordern wir nichts, weder den Erhalt des Waldes noch einen menschlicheren Umgang bei der Räumung. Wir sehen sie als Feinde an und bekämpfen sie, solange es Staaten gibt. Als klares Zeichen unserer Feindschaft und aus Solidarität mit der Waldbesetzung haben wir das Bezirksbüro der GRÜNEN und ein Büro der SPD in Harburg eingeschmissen.

Ihr könnt vielleicht das Baumhaus räumen, nicht aber brennende Herzen ersticken. Der Kampf um den Völli wird weiter gehen!

Quelle: Indymedia

[Berlin, Freiburg] Angriff auf Kriegsprofiteur Thyssen Krupp

In der Nacht auf Sonntag, den 17. Oktober gingen in einem Bürokomplex des Kriegsprofiteurs Thyssen Krupp in Berlin die Scheiben zu Bruch. Wenige Tage später, am Freitag, den 22. Oktober brannte in Freiburg ein Auto der Firma.

Thyssen Krupp stellt unter anderem Kriegsschiffe her und beliefert damit die Flotte des türkischen Armees. Beide Angriffe auf den Konzern wurden von den Angreifer*innen in den Kontext der derzeitigen Angriffe des türkischen Militärs auf die kurdischen Autonomiegebiete gestellt.