Tag Archives: Glasbruch

[Hannover] Bullenwache angegriffen

In der Nacht vom 26.07 haben wir die Bullenwache in Hannover Davenstedt angegriffen. Wir haben ihre Scheiben eingeschlagen und ihre Fassade mit Bitumen beschmiert.

Diese Tat soll dem Hass und der Verachtung Ausdruck verleihen, die wir für die Polizei empfinden.

Grund dafür sind nicht nur die rassistischen Morde (Oury Jalloh, Halim Dener, Yaya Jabbi, Aman Alizada…), Grund dafür sind nicht nur die rechten Netwerke, wie sie bspw. als NSU 2.0 innerhalb der hessischen Polizei sichtbar werden, Grund dafür sind nicht nur Racial Profiling oder die alltäglichen Schikanen gegenüber Wohnungslosen oder Menschen, die irgendwie aus dem Raster fallen.
Grund dafür ist, dass die Polizei ganz einfach ihre Arbeit tut: Gesetze durchsetzen, die die Welt der Herrschaft stützen. Sei es in der Verteidigung von Eigentum oder in der Ausführung rassistischer Gesetze. Die Gewalt, die die Bullen dabei anwenden wird nicht einmal formal verschleiert. Sie haben das Gewaltmonopol in einem Staat, der auf patriarchalen Prinzipien beruht, kapitalistische Ausbeutung stützt und koloniale Kontinuitäten fortführt.

Wir wollen ein freies Leben für alle! Ein Leben ohne Staat, Sexismus, Kapitalismus und Rassismus. Ein Leben ohne die Zerstörung der Natur und ohne Knäste und Bullen.

Wir freuen uns, dass die rebellische Gefangene Hülya wieder aus dem Knast ist und sind mit unseren Gedanken bei den Gefährt*innen von der Parkbank, von denen zwei seit mittlerweile über einem Jahr in U-Haft sitzen. Den drei wird die Planung militanter Aktionen im Kontext von Gentrifizierung vorgeworfen. Liebste Grüße und eine feste Umarmung.

Glück und Freiheit für alle!

[Hamburg] Kaputte Scheiben bei Telio

„In der Nacht auf den 17.8.20 hat es bei Telio in der Holstenstraße 205 gescheppert.

Telio ist der Monopolanbieter in der Gefängnistelefonie und präsentiert sich auch selbst gerne als den europaweiten Marktführer. Dank dieser Stellung kann Telio Preise festlegen, die man durchaus als Wucher verbuchen kann. Vor 2014 berechnete Telio in der JVA Burg für Ortsgespräche 0,10€, für Ferngespräche 0,20€, für Gespräche ins Mobilfunknetz 0,70€ und für Auslandsgespräche bis zu 2,60€/Minute. Von dem wenigen Geld, was den Gefangenen zur Verfügung steht, streicht Telio einen beträchtlichen Anteil ein, bereichert sich also auf Kosten der Gefangenen, die offensichtlich keine andere Wahl haben, als telio zu nutzen. Das betrifft auch die Angehörigen, Freund*innen und Unterstützer*innen von Gefangenen, die oft deren Telio-Konten aufladen und dafür auch noch eine Gebühr zahlen müssen.

Komplizenhafte Grüße an die 3 von der Parkbank und alle rebellischen Gefangenen.“

Brennende Mülltonnen und Angriff auf Immobilienbüro

Bereits am vergangenen Wochenende, in der Nacht auf Sonntag, den 26. Juli, zündeten Personen in Haidhausen zwei Mülltonnen an und smashten die Scheiben eines nahe gelegenen Immobilienbüros. Laut den Schweinen verursachten die Personen dabei mehrere tausend Euro Sachschaden. Tja, die Wut auf Immobilienbüros wird wohl jeder*m verständlich sein, die*der schon mal versucht hat in München eine Bleibe zu finden…

[Leipzig] Bitumen und Steine gegen Bullenwache

Gleich zweimal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurde der Außenposten der Polizei in Leipzig-Connewitz vergangenes Wochenende angegriffen. Am Freitag, den 17. Juli 2020 warfen einige Angreifer*innen mit Bitumen gefüllte Farbgläser an Fassade und Scheiben der Wache, am Samstag, den 18. Juli 2020 bombadierten mehrere Personen den gleichen Außenposten der Bullen mit Steinen.

Die Bullen, die Isar und der Tropfen, der alles zum Überlaufen bringt

Dass es an der Isar so nicht weitergehen könne und dass das Konsequenzen haben werde, verkündete Bayerns Oberpatriarch vor einer Woche. Denn trotz Panikschürerei und massiver Repression lassen es sich die Leute nicht nehmen gemeinsam an der Isar zu chillen und Spaß zu haben. Nach den Krawallen in Stuttgart vor zwei Wochen und den oben erwähnten mahnenden Worten unseres so um unsere Gesundheit besorgten Obermackers haben an der Isar (und anderen Orten, an denen Menschen gemeinsam Spaß haben) die Gängeleien durch die Schweine eine neue Dimension angenommen. Massive Polizeipräsenz, (häufig nur mit einer oder zwei Personen besetzte) Wannen mit Flutscheinwerfern, die Patrouille fahren oder „Hotspots“ wie die Wiese am Monopteros vollständig umstellen, Taschenlampenterror, Personalienkontrollen von jeder kleinsten Personengruppe, Räumungen, Kessel, Festnahmen. Gleichzeitig üben sich die Bereitschafts- und USK [1]-Bullen in bisher ungekanntem Ausmaß im „Good Cop“-Spiel, was unter diesen Voraussetzungen immer wieder zu äußerst skurrilen Situationen führt(e).

Dass die Bullen Angst vor einem Krawall nach Stuttgarter Vorbild haben, ist klar. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einige gibt, die das auch in München probieren wollen. In der gewaltbereiten Szene kann Stuttgart einen Vorbild-Charakter haben. Nach dem Motto: Wenn die das im Südwesten schaffen, dann vielleicht auch wir in München“, meinte auch Bayerns Fast-Oberbulle Wilhelm Schmidbauer. Das hat er gut erkannt. Gründe die Schweine und den Staat zu hassen gibt es genug und mit Beginn der „Corona-Krise“ hat der Staat so deutlich wie lange nicht gezeigt, wie es um unsere angebliche Freiheit steht und bei vielen den Hass und die Wut geschürt.

Auch am Baldeplatz kam es letzte Freitag- und Samstagnacht zu Gängeleien durch die Schweine. Dieses Mal blieb dies allerdings nicht unbeantwortet. Während am Freitag die Cops gegen 1 Uhr morgens die am Baldeplatz chillenden Personen kesselten und gegen teils erfolgreiche Ausbruchsversuche zu kämpfen hatten, nutzten eine oder mehrere findige Personen die Ablenkung, um die Scheiben einer der vielen Copkarren, die überwiegend unbewacht in der Nähe standen, zu zerschlagen. Als am Samstag dann nach stundenlangem „Good Cop“-Theater am Baldeplatz eine Person festgenommen wurde, was Auseinandersetzungen mit der Bullerei zur Folge hatte, wurden an der Wittelsbacherbrücke sowie an mehreren anderen Orten in unmittelbarer Nähe zur Isar und dem Englischen Garten mehrere Mülltonnen angezündet. Trotz stundenlanger Fahndung im Anschluss daran konnten die Schweine wohl niemanden für die Taten verantwortlich machen.

Zwei einfache Handlungen des Widerstands haben die Bullen bereits massiv in Stress versetzt. Sie scheuen sich sogar davor selbst davon zu berichten [2]. Aus gutem Grund, denn was würde wohl passieren, wenn sich diese einfachen Handlungen multiplizieren würden? Wenn man sich nichts mehr gefallen lassen würde, wenn man sich nicht als unschuldiges und unrechtmäßiges Opfer von Polizeigewalt betrachtet, der man einfach ausgeliefert ist und wo man nur an die Politik appellieren kann, das doch nicht so weit zu treiben, dass das „unverhältnismäßig“ sei? Was würde passieren, wenn man stattdessen die Polizei und den Staat als den Feind identifiziert, der einem das Leben immer wieder zur Hölle macht und den man gezielt angreifen kann? Bullen haben Autos, Bullen haben Namen und Adressen. Ein Schal oder eine Maske, ein paar Handschuhe (dank Corona jetzt meist eh bereits massenhaft vorhanden und zur Hand), ein Blick auf potenzielle Kameras oder Denunzianten, ein Stein oder ein Feuerzeug und den Willen sich zu wehren, mehr braucht es eigentlich nicht. Schluss mit der Schikane! Schluss mit zivilem (Un-)Gehorsam! Angriff ist die beste Verteidigung.

Endnoten

[1] USK ist die Prügeleinheit der bayerischen Polizei, die dazu ausgebildet ist Massen von Menschen zu kontrollieren und die viel bei Demonstrationen und Fußballspielen eingesetzt wird.

[2] Mittlerweile haben sie das mit einiger Verspätung dann doch noch getan. Sie berichten, dass sie „massiv beleidigt“ und angespuckt wurden. Hoffen wir, dass sie nächstes Mal massiv eins in die Fresse kriegen.

Solidaritätsangriff mit der Rebellion in den USA!

Wir haben vor ein paar Tagen die Scheiben einer Targobank in München eingeschlagen.

Wir wollen mit diesem Angriff unsere Solidarität mit der in den USA stattfindenden Rebellion ausdrücken.

Die Jugend von Stuttgart hat vergangenes Wochenende gezeigt, was die beste Antwort auf staatliche Einschränkungen und Polizeikontrollen ist: Krawall.

Solidarität heißt Angriff!

Quelle: Indymedia

[Amiens] Brandangriff gegen den Strafvollzug

In der Nacht auf den 1. April 2020, während der Ausgangssperre, wurden zwei Einrichtungen der Strafvollzugsverwaltung Ziel einer Brandattacke: fünf Autos des SPIP (Amt für Wiedereingliederung und Bewährungshilfe) und zwei Transportwägen für Gefangene wurden abgefackelt, genau gegenüber von der Justizvollzugsanstalt von Amiens (Avenue de la Défense Passive). Auf einer Mauer des Parkplatzes wurde mit schwarzer Farbe „Crève la justice, crève la taule, crève l’Etat et crève! (A)“ („Justiz verrecke, Knast verrecke, Staat verrecke und verrecke! (A)“) getaggt.

Mehrere Individuen haben sich gegen 3h30 Zugang zum Parkplatz des SPIP und des PREJ (Amt zur Verlegung von Gefangenen) verschafft, dabei sorgfältig darauf geachtet die Überwachungskameras zu vermeiden die sich auf seiten des Gefängnisses befinden. Drei Autos des SPIP sind vollständig abgebrannt, zwei weitere durch die Flammen beschädigt. Dann wurde an zwei Gefängnisbussen (des PREJ), die zum Transport von Gefangenen verwendet werden, Feuer gelegt. Die Büros dieser beiden Einrichtungen wurden anschließend angegriffen, ein Fenster wird eingeschlagen und ein Feuer entfacht, das sich (leider) nicht verbreitet hat. „Diese Individuen haben versucht das Gebäude mit einem Benzinkanister in Brand zu setzen, was ihnen aber nicht gelungen ist“, erklärt das SNP-FO (Nationale Gewerkschaft des Strafvollzugs der Arbeiter). „In diesem Moment sei ein Alarm losgegangen, der den oder die Täter*innen in die Flucht schlug, und der Wächter sei herbeigeeilt, der jedoch nur noch die Schäden feststellen konnte.“ Dieser Brandangriff interveniert, während seit dem Beginn der Gesundheitskrise in Verbindung mit der Verbreitung des Coronavirusses (Covid-19) Revolten in zahlreichen Gefängnissen in Frankreich und anderswo hart niedergeschlagen worden sind.

Quelle: Sans Attendre Demain

[Berlin] Streifenwagen mit Steinen angegriffen

In der Nacht auf Sonntag, den 02.02.2020 nahm eine Streifenfahrt eines Bullen durch Kreuzberg ein bitteres Ende: Wütende Angreifer*innen nahmen für den Mord an Maria und weitere kurz zurückliegende Angriffe Rache an den Cops und zerstörten Front- und Seitenscheiben des Streifenwagens, indem sie ihn mit einem Steinhagel eindeckten.

„[…] In einem könnt ihr euch sicher sein; dass wir immer Momente schaffen in dem das Kräfteverhältniss zu unseren Gunsten ausfällt und diese zu nutzen wissen.“

[Leipzig] Hör mal wer da hämmert

In der Nacht auf den 23. Januar 2020 haben einige Personen mehrere Scheiben einer Bull*innenwache im Westen der Stadt (Weißenfelser Straße) eingehämmert.

„Wir taten dies aus Solidarität mit den Leuten, die seit Silvester in U-haft sitzen. Außerdem wollten wir dem Hungerstreik von Néstro durch eine subversive Aktion außerhalb der Mauern Aufmerksamkeit verleihen. Nach der Blamage der Bullen zu Silvester wird der Staat versuchen an den Gefangenen ein Exempel zu statuieren. Deshalb ist es an uns, die kalten Nächte zu nutzen um ihnen Gehör zu verschaffen.

Erfreulicherweise ist Néstro inzwischen draussen, die anderen beiden sitzen aber noch.

Freiheit für die Gefangenen vom Kreuz,
Freiheit für die drei von der Parkbank,
Freiheit für alle Gefangenen!

Für die Anarchie!“

[Berlin] Keine Freunde, keine Helfer: GdP besucht

Die GdP [Gewerkschaft der Polizei] liefert mehr als genug gute Gründe für einen Besuch. Deswegen haben wir den Schweinen diese Nacht [vom 14. auf den 15. Januar] in der Tiefgarage der GdP (Kurfürstenstraße 112, Berlin-Tiergarten) ihr Auto mit ihren Propagandamaterialien demoliert. Dazu haben wir die Karre tiefergelegt, die Scheiben des Autos eingeschlagen und den Innenraum mit stinkender Flüssigkeit und einem Feuerlöscher aufgefüllt. Ihre politische Einflussnahme zielt zu guten Teilen darauf ab, oft unter Rückgriff auf stumpfen Rassismus, die Schläger in Uniform zu Opfern zu erklären und einen reaktionären law-and-order Diskurs zu befördern. […] Zusammengefasst ist die GdP genau das, was von einer Organisation zu erwarten ist, die sich fast ausschließlich aus Polizist*innen zusammensetzt: ein von Nazis durchsetzter, rassistischer Scheißverein.

Quelle: Indymedia