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Funkmast des Bayerischen Rundfunks abgefackelt

In der Nacht auf Freitag, den 22. Mai 2020 wurde in München Freimann ein Sendemast auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks abgefackelt. Gegen 03:00 Uhr morgens schlug ein Rauchmelder, der am Funkmast angebracht war, Alarm. Zahlreiche Feuerwehrkräfte rückten zum Brandherd aus und brachten auch gleich die Bullen mit, die mit 20 Streifenfahrzeugen und einem Hubschrauber die Gegend auf der Suche nach den Brandstifter*innen absuchte. Zu unserer Freude ohne auch nur den geringsten Erfolg.

Auch wenn die Feuerwehrkräfte gemeinsam mit Techniker*innen vom BR und Vodafone ihr Bestes gaben, um das Feuer in über 30 Metern Höhe zu löschen und Funkmast und darauf befindliche Technik zu retten, waren die Kabelstränge am Ende vollständig verkohlt und der Funkturm musste vom Betrieb genommen werden. Über den Zustand der Sendeanlagen ist bislang nichts bekannt, Störungen habe es laut BR lediglich beim Empfang von DAB im Norden Münchens gegeben.

Brenn, Funkmast, brenn! – Eine kleine (unvollständige) Chronik

Viel Hoffnung setzen Technofaschist*innen und sonstige Verfechter*innen des sogenannten „Fortschritts“ auf die Digitalisierung, damit Menschen die Maßnahmen akzeptieren, die ihnen im Zuge der „Coronakrise“ auferlegt wurden, denn digital sei doch genauso gut wie das echte Leben. Zum massiven Ausbau des digitalen Angebots gehört auch die Errichtung tausender neuer Mobilfunkmasten, die mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G die digitale Welt revolutionieren sollen und die feuchten Träume einer vernetzten, smarten und vollständig kontrollierbaren Welt wahr werden lassen sollen. Doch wo Funkmasten errichtet werden, finden sich auch immer Leute, die nur darauf warten sie wieder abzufackeln. Und so breitet sich gerade wie ein Lauffeuer in vielen Ländern der Widerstand gegen die neuen 5G-Masten ebenso wie gegen andere Phallussymbole der Techherrschaft aus. Als „Verschwörungstheoretiker*innen“ werden diese Widerständler*innen verschrieen, und auch wenn einige wohl wilde Theorien bezüglich 5G haben, so ist ein wärmendes Feuerchen gegen die kalte Techwelt doch nie verkehrt. Hier eine kleine unvollständige Chronik:

Belgien

  • In Pelt brannte spät am Abend des 18. April eine Antenne des Anbieters Telenet in Pelt, kleine Gemeinde in Limburg einige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt. Dass es sich um einen mutwilligen Akt handle scheint unbezweifelbar, denn der Zaun, der den Mast beschützte, wurde aufgeschnitten und Reste eines Brandbeschleunigers seien aufgefunden worden. In Reaktion auf diesen Anschlag wurde die Webseite, auf der öffentlich zugänglich der genaue Standort jedes Funkmastes verzeichnet war, mit einem passwortgesicherten Login versehen.

Chile

  • In den frühen Morgenstunden des 27. März erschütterten starke Explosionen die Gemeinde Contulmo, welche sich in der Provinz von Arauco in Wallmapu [1] befindet. Anonyme Hände platzierten Sprengstoff am Fuß einer Telekommunikationsantenne, welche daraufhin in die Luft flog und lautstark in einen zweiten Funkturm krachte, der teilweise beschädigt wurde. Der Angriff ereignete sich entlang der Strecke p-80r, die die Gemeinde Contulmo mit Purén verbindet. Vor allem im Sektor Pata de Gallinas sind fast alle Telekommunikationsnetze betroffen. Auf derselben Strecke, ein Stück weiter entfernt, waren drei Bäume gefällt worden, um den schnellen Zugang der Polizei zu verhindern, inmitten der nationalen Ausgangssperre, die auf die Corona-Situation und das Fortschreiten der sozialen Kontrolle folgte. Zum Ort des Geschehens eilten schliesslich die GOPE, Labocar und OS-9 herbei. [2][1] Gebiet im Süden Chiles, bekannt für den anhaltenden Konflikt der Mapuche (Indigene) mit dem chilenischen Staat
    [2] GOPE ist eine Spezialeinheit der Polizei, Labocar ist die
    Spurensicherung und OS-9 ist zuständig für die Ermittlungen.

Frankreich

  • In der Nacht vom 09. auf den 10. April wurden auf dem Mont-Poupet, in der Umgebung von Salins-les-Bains (Jura), zwei Mobilfunkmasten, die im Abstand von nur wenigen dutzend Metern aufgestellt waren, angezündet. Sie wurden unter anderen von Orange und SFR genutzt. Die Telefon- und Internetverbindungen waren mehrere Tage lang in mehreren Gemeiden unterbrochen. Außerdem mussten über 50 Meter Kabel an acht Antennen ersetzt werden. „Diese Zerstörung erinnert an die drei Antennen in Au Belu in Aiglepierre. Diese Brandstiftung hatte vom 07. auf den 08. April 2019 stattgefunden, gegen 2 Uhr 30, fast genau vor einem Jahr. Kurz davor, im Februar 2019, wurden innerhalb weniger Wochen mehrere Mobilfunkmasten um Besançon herum angezündet“, erzählt der Staatsanwalt vom Jura.
  • Am Wochenende vom 11. und 12. April wurden die Aufbauten des Telefonanbieters Orange, die auf der Höhe des Kreisverkehrs auf der Straße von Rochelongue aufgebaut sind, Opfer von Vandalismus: Brandstiftungsversuch, abgerissene Türen, abgerissene ADSL-Regler und in einem Radius von 500 m um diese Vermittlungsstelle massig durchgeschnittene Kabel führten dazu, dass die 257 Kund*innen dieser Vermittlungsstelle keinen Zugang zu Internet und Telefon hatten, egal, welchen Anbieter sie nutzten. Die Dauer der Reparatur der Schäden wurde auf circa zwei Wochen geschätzt.
  • „In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen haben einige nicht mehr genug zu essen. Dieses insbesondere durch die Schließung zahlreicher Gastronomiebetriebe. Aber um ihren quälenden Hunger zu befriedigen haben unsere Nagetierfreunde, die mit den entwickelsten Geruchssinn unter den Spezies besitzen, die diesen Planeten bevölkern, ein ebenso köstliches wie im Überfluss vorhandenes Mahl gefunden. […] In Poitiers, in der Vienne, haben unsere Feinschmecker [die schwarze Ratte], in der Nacht vom 11. auf den 12. April, sich ein Festmahl gegönnt, das sich unter dem Beton zwischen dem Rathaus und der Mediathek befand. Aber was befindet sich nur wenige Meter unter unseren Füßen, das die Nager für ihren wahren Wert schätzen? Glasfaserkabel, deren Umhüllungen reich an Stärke sind. Diese könnten nebenbei eine ihrer Lieblingsmahlzeiten in den kommenden Jahren werden, so wie diese sich überall ausbreiten. Ihre Mahlzeit entsprach nicht dem Geschmack der Herrschaft, denn sie unterbrach mehrere Server, die in der Nähe eingerichtet waren.“
  • In der Nacht vom 14. auf den 15. April wurde erneut im Jura ein Funkmast des Anbieters Orange, der oberhalb des kleinen Dorfes Ruines, in Foncine-le-Haut, angebracht war, angezündet. Nicht weniger als 1500 Telefonlinien wurden dadurch für rund ein Dutzend Tage unterbrochen. Es sind insbesondere die Energiezufuhr und die Koxialkabel durch das Feuer zerstört worden. Es kam außerdem zu Batteriediebstahl und Diebstahl von Material des Mastes, das zur Verbreitung des Mobilfunknetzes (2G, 3G, 4G) dient, in Foncine-le-Haut, aber auch in Foncine-le-Bas, les Planches-en-Montagne, als auch in Chaux des Crotenay. Laut dem Anbieter Orange kommt es „seit mehreren Wochen, und zwar überall, zu zahlreichen Akten des Vandalismus gegen Infrastrukturen von Orange.“
  • In der Nacht vom 23. auf den 24. April wurde in Belfort ein Lieferwagen einer Firma, die Glasfaserkabel verlegt, den Flammen übergeben. Die Gesamtheit des Materials und der Werkzeuge, die sich im Inneren des Wagens befanden, wurden karbonisiert.
  • Am 26. April wird ein Funkmast von Orange in Plaintel an den Côtes d’Armor angezündet und wird dabei erheblich beschädigt. 1000 bis 2000 Bewohner*innen von Plaintel und Quintin sind von Einschränkungen des Netzes betroffen.
  • In der Nacht vom 29. auf den 30. April wurde eine Antenne des Anbieters Free in Provins, auf Höhe von Anney-le-Vieux in der Haute-Savoie angezündet. Brennende Reifen seien an den Fuß des Mastes geworfen worden.
  • In Douai (Norden) wurde in der Nacht vom 02. auf den 03. Mai eine Antenne von Orange angezündet. Die Schäden sind groß.
  • „Um es einfach zu halten: dieses neue Level an Kontrolle hat in uns noch mehr die Wut geweckt und uns Lust gegeben zu handeln. Nichts zu tun bedeutete in unseren Augen, es zu akzeptieren. Wie immer, dass die Kontrolle so gut funktioniert, liegt auch daran, dass die Leute, gut in ihrer virtuellen Blase eingerichtet, sie unterwürfig akzeptieren, um sich weiter unterhalten zu lassen und telezuarbeiten. Aber das ist mehr als je die Nabelschnur, die sie mit diesem bemitleidenswerten Leben verbindet. Das ist der Grund dafür, dass wir einen Mobilfunkmast in der Nacht vom 05. auf den 06. Mai in Toulouse, auf der Ostseite des Pont de l’Embouchure angezündet haben. Es war einfacher, als wir es uns vorgestellt hatten. Offensichtlich sind wir nicht die einzigen, die vor Wut kochen und wir freuen uns darüber. Totale Feindschaft gegenüber der Zivilisation und den Scheißhaufen, die sie errichten.“
  • Auch in Oriol-en-Royans (Drôme), Saint-Marcellin (Isère), Chatte (Isère) und Estrablin wurden Mobilfunkmasten angezündet.

Großbritannien

  • Großbritannien gilt als der Startpunkt für die Angriffe auf (5G-)Mobilfunk-Masten. Anfang April gab es die ersten Vorfälle, mittlerweile wurden wohl insgesamt 77 Masten angezündet – die Mehrheit davon unterstützte übrigens dabei kein 5G, was aber die Medien, Regierungsbeauftrage und „Expert*innen“ nicht davon abhält zu verbreiten, dass ausschließlich die Theorie, 5G verursache Corona, Grundlage dafür sei, dass Menschen Mobilfunkmasten abfackeln würden. Allein am Osterwochenende wurden im ganzen Land zwanzig Masten Opfer der Flammen. Inzwischen hätte sich das Tempo der Angriffe verlangsamt, sagte eine Sprecherin von Mobile UK, sie würden nicht mehr täglich stattfinden. Des Weiteren soll es 40 Vorfälle gegeben haben, in denen Menschen Mitarbeiter*innen von Mobile UK entweder physisch oder verbal angegriffen hätten.

Italien

  • Am 10. oder am 22. April (die Pressesprecher*innen der Präfektur konnten sich da nicht einigen!) gingen mehrere 3G- und 4G-Antennen von WindTre und Iliad bei Maddaloni in Flammen auf. Ein Teil der Bewohner*innen haben mitten in der Ausgangssperre weder Internet noch Telefon. Aber was interessiert eine*n das richtige Datum, wenn das Ergebnis doch da ist, klar und deutlich wie verglühte Kabel und Apparate. Wer weiß, ob nicht einige Einwohner*innen nicht wieder angefangen haben – durch die Umstände dazu gezwungen – wieder miteinander zu sprechen und sich in die Augen zu sehen? Wie es inzwischen in gewissen Ländern Usus geworden ist, haben sich die Aasgeier und die Papageien des Staates auf die These von verschwörungstheoretischen 5G-Opponent*innen gestürzt, auch wenn dieser Angriff anonym verübt wurde und es viele andere Gründe dafür gibt, um sich solcher technologischer Strukturen anzunehmen. Dieser Apparat trägt zur Entfremdung und zur Versorgung dieser techno-wissenschaftlichen Welt bei, die unser Leben entleert und die Ausübung von Herrschaft mithilfe der Kontrolle perfektioniert. Gegen jeden Virus, inklusive dem der technologischen Pandemie, das Feuer ist auf jeden Fall ein gutes Heilmittel. Auf zum Nächsten!
  • In der Nacht vom 29. April wird eine Antenne von Wind in Rom in der Nähe des Tiburtina-Bahnhofs angezündet. „Solidarität mit den Gefangenen, die kämpfen. Wir fühlen uns dem anarchistischen Gefangenen Davide Delogu nahe, der im Hungerstreik ist. Gegen den Staat und seine Maßnahmen. Gegen die Technologien der Kontrolle. Handeln ist immer möglich.“

Kanada

  • In der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai wurde ein Telekommunikationsturm, der mit 3G und 4G ausgestattet war, in Laval, im Norden von Montréal angezündet. Dabei wurden nicht nur die Verbindungen unterbrochen, das Feuer hat auch die Struktur schwer beschädigt, die insbesondere von Rogers und Telus genutzt wird. Das Feuer wurde gegen 2 Uhr morgens gelegt, an diesem Telefonmast, der sich im Gewerbegebiet im Westsektor von Chomedy befindet. Die Ermittler*innen vermuten, dass die Brandstifter*innen Brandbeschleuniger am Fuß des Turm verwendet haben, damit die Flammen anschließend entlang der Kabel nach oben wandern. Der Schaden wird auf mindestens eine Million Dollar geschätzt. Der Zustand des Turm ist so miserabel, dass er droht einzustürzen, was die Ermittlungen verkompliziert. Laut einer anderen Quelle soll das Feuer an der Spitze des Mastes, der um die zwanzig Meter hoch sein soll, gelegt worden sein. Übrigens hat das Unternehmen TELUS diesen Akt des Vandalismus verurteilt: „Wenn Leute an Telekommunikationsstrukturen Feuer legen, gefährden sie das Leben der Kanadier, die diese nutzen, um mit ihrer Arbeit, der Schule, in der medizinischen Hilfe, mit den Regierungsbehörden und ihren Nächsten in Verbindung zu bleiben„, schrieb das Unternehmen in einer Stellungnahme.

Niederlande

  • In der Nacht vom 03. auf den 04. Mai wurden zwei Telekommunikationsmasten in La Haye angezündet. Die erste Sabotage wurde an einem Mast in der Nähe von De Huihof gegen 1 Uhr 30 verübt, der ausschließlich für den Notruf und die Staatssicherheit genutzt wurde (insbesondere für Polizei und Armee), denn er war Teil des Netzes C2000. Die Verbindungen wurden unterbrochen und sie mussten auf andere Antennen umgeleitet werden. Eine halbe Stunde später wurde ein weiterer Mast in Brand gesetzt, nicht weit von Laan van Pont, der noch viel gravierendere Schäden verursachte. Es handelte sich um eine Antenne eines privaten Anbieters und war mit der 5G-Technologie ausgestattet. Außerdem erwähnen die Bull*innen noch einen weiteren Brand an einer Antenne am Vorabend, ohne aber mehr Details zu nennen. In einer Stellungnahme distanzierte sich die Organisation „Stop5GNL“ von diesen Sabotagen und bekräftigte ausschließlich legale Wege beschreiten zu wollen. In der Nacht vom 29. auf den 30. April war bereits ein Mast in Standdaarbuiten (Noord-Brabant) angezündet worden. Am vorigen Wochenende (25. auf 26. April) wurde eine Antenne im Waldgebiet in der Nähe von Swifterband in Flevoland Ziel eines Feuerangriffs, ebenso wie eine andere in Waddinxveen. Insgesamt sind mehr als zwanzig Mobilfunkmasten seit Anfang April in den Niederlanden das Ziel von Angriffen geworden, wovon eine in Dronten vollständig zerstört wurde. Bisher sind drei Personen in den Niederlanden mit dem Verdacht auf Brandstiftung an diversen Masten verhaftet worden. Der Koordinator für die Sicherheit und den antiterroristischen Kampf zog die Alarmglocke bezüglich der radikalen Opposition, die gerade dabei ist das Land zu erfassen. Er fürchtet sich insbesondere vor der Vervielfältigung von „extremistischen Protesten gegen die Ankunft von 5G“ und erinnerte an die Gefahr für den Staat und seine Behörden, wenn das Mobilfunk- und das Internetnetz gekappt würden.

USA

  • „Ein neuer Maitag, ein neuer Funkturm in Flammen. Ein kleiner Akt in den frühen Morgenstunden, jedoch eine Eskalation jenseits der Norm. Und wir wollen nie zur „Normalität“ zurückkehren. Wir kennen den Unterschied zwischen 4G und 5G nicht. Alles, was wir wissen, ist, dass wir nichts davon wollen. Die Nähe des Turms zu einem Bahnhof, dem Büro eines Pharmaunternehmens und anderen Militär-/Söldnerunternehmen im Philadelphia Navy Yard hatte zum Ziel, ihre Operationen zu stören, egal wie klein die Auswirkungen auch sein mögen. Es soll auch eine Erinnerung sein, dass niemand unerreichbar ist, wenn du die entsprechende Entschlossenheit hast. Und dieser Akt speziell war relativ einfach. Die erste Flamme war eine warme Umarmung für den Gefährten Badger, vermeintlich auf der Flucht nach einer Serie von ähnlichen Vorfällen in Bristol. Bleib frei! Der anschließende Rauch ein Signal an die Gefährt*innen, die in Italien der Scripta Manent Verfolgung ausgesetzt sind… wir stehen an eurer Seite! Für Freiheit, für Anarchie!“ Bristling Badger Brigade

Auch in Zypern und Irland kam es zu Angriffen auf Mobilfunkmasten (aus Zeitgründen hier leider nur am Rand erwähnt).

Quellen: Sans Attendre Demain, Attaque, 325, Noticias de la Guerra Social, diverse bürgerliche Medien.

Wann, wenn nicht jetzt?

Zerschneiden wir das (Funk)netz der technologischen Herrschaft

In den letzten Jahren haben all die Geräte um uns herum damit begonnen, ein Eigenleben zu entwickeln. Moderne Fernsehgeräte zeichnen die Gespräche der sie umgebenden auf, moderne Kühlschränke übernehmen die Vorratsverwaltung gleich mit und selbst moderne Backöfen beschränken sich längst nicht mehr darauf, eine elektrische Feuerstelle zu sein: Sie haben Internetschnittstellen, mit denen sie es ermöglichen sollen, von „unterwegs“ eingeschaltet zu werden und über die sie nach Belieben Daten mit ihren Herrsteller*innen und anderen Neugierigen austauschen (können). Mit Smartphones haben sich die meisten Menschen sowieso längst freiwillig und auf all ihren Wegen verwanzt. Da ist es kaum verwunderlich, dass sich gar nicht einmal wenige Menschen auch noch frewillige das Alexa genannte Spionageprogramm des Konzerns Amazon ins Haus holen. Und während „Technikenthusiast*innen“ begeistert an ihrem „Smart Home“ genannten Käfig bauen, haben der Staat und eine Hand voll Technologiekonzerne noch viel umfangreichere Pläne und Visionen: Freiwillige (Selbst-)Überwachung in den eigenen vier Wänden war gestern: Die „Smart City“ von heute und morgen umfasst ein beeindruckendes Repertoire an Sensorik, um nicht nur penibel zu erfassen und zu überwachen wer sich gerade wo und mit wem aufhält, sondern auch um die Bewegungen und Handlungen der Bewohner*innen der Stadt mit subtilen und weniger subtilen Methoden zu kontrollieren, sie zu lenken und zu manipulieren. Das erscheint bei näherem Hinsehen auch bitter nötig, denn in den immer menschenfeindlicheren Umgebungen heutiger Städte, in denen der Beförderung des menschlichen Arbeitsmaterials in Büros, Läden und Fabriken, sowie dem Transport der Waren, mit denen zuvor meist gezielt geweckte, falsche Bedürfnisse befriedigt werden sollen, die höchste Priorität eingeräumt wird, muss jedwedes subversive Potenzial zum Schweigen gebracht – oder besser noch – in diese Illusion von Leben integriert werden, bevor es sich wie eine Epidemie ausbreitet und in dieser schönen, heilen Welt nicht wieder gutzumachenden Schaden anrichtet.

Aber wie lässt sich eine ganze Stadt kontrollieren? Wo herkömmliche Methoden der Architektur, der Polizeiarbeit, der Psychiatrie, der Knastgesellschaft, der Schule, der Erziehung im Allgemeinen, usw. an ihre Grenzen stoßen, da eröffnet die Informationstechnologie neue, bisher ungekannte Möglichkeiten. Und die Kontrollierten? Die lassen sich das (buchstäblich) als Fortschritt (was es ja vielleicht auch ist, nur wohnt dem Fortschritt an sich eben nichts positives inne), als Lösung für ihre Probleme verkaufen. Ist es nicht praktisch, dass Google Maps einer*m immer den schnellsten Weg zur Arbeit zeigt? Ist es nicht angenehm, für das letzte Stückchen Heimweg noch schnell diesen E-Scooter zu nutzen, der doch so praktischerweise auf meinem Weg liegt? Und wie ist das mit dem Bezahlen? Kontaktlos mit dem Smartphone in Raten, via Paypal die Rechnung teilen und schon kommt einer*m gar nicht mehr in den Sinn, die Einkäufe einfach zum Eingang wieder rauszutragen und Fersengeld zu geben. Wer würde bei all den Kameras auch auf eine solche Idee kommen?

Dabei werden die meisten dieser „Angebote“ nur dann möglich, wenn überall und zu jeder Zeit Daten augetauscht werden können. Woher sollte Google auch sonst so genau wissen, an welchen Stellen sich gerade der Verkehr staut, wie sollten die viel zu vielen, aber letztlich doch recht wenigen E-Scooter dorthin gelangen, wo ihre Kund*innen auf sie warten? Wie sollte sichergestellt werden, dass für einen Zahlungsvorgang auch das nötige Guthaben bzw. der nötige Kreditrahmen auf dem Konto vorhanden ist? Ganz recht: All das funktioniert nur dann, wenn überall Internet verfügbar ist. Und wenn ich schon Zugang zum Internet habe, kann ich doch auch gleich all die anderen Angebote, die mir der Cyberspace zu bieten hat, nutzen. Nie wieder muss ich meine Zeit verschwenden. Wenn ich mit der U-Bahn zur Arbeit fahre, kostet mich das keine Zeit mehr: Ich kann Nachrichten lesen, die neueste Folge meiner Lieblingsserie streamen, über Whatsapp den Kontakt zu meinen Freund*innen pflegen, mich für Instagram ablichten, usw. Und weil das so einfach ist, muss ich nie wieder Langeweile empfinden. In jeder freien Minute kann ich auf mein Smartphone blicken, anstatt mich in meinen Gedanken zu verlieren. Manchmal scheint mir der Blick auf dieses Gerät sogar spannender, als ein Kontakt, der hier, in der Realität – zum anfassen quasi – stattfindet. Bloß keine Langeweile aufkommen lassen. Aber wenn ich dann am Ende des Tages zurückblicke, was von all dem bleibt, so ist es nur die Leere, die diese Beschäftigung zum Selbstzweck hinterlässt. Ich mag keine Langeweile verspürt haben, dafür habe ich aber ein ziemlich langweiliges Leben geführt. Mein Leben ist zum Innbegriff einer kontrollierten Existenz geworden. Meine Handlungen sind nicht nur vorhersehbar geworden, ja sie sind nichteinmal mehr die meinen: Ist es das, was ich mir einmal von meinem Leben erträumt habe? Den ganzen Tag arbeiten und zum ausspannen Netflix oder Pornos gucken? Eine Normalität, die höchstens durch die Dopaminausschüttung anlässlich eingehender Push-Notifications durchbrochen wird? Dafür aber regelmäßig, zeitweise gar im Minutentakt …

Dass diese Form des Dahinlebens nicht das „Wahre“ sein kann, das haben mittlerweile sogar die enthusiastischsten Verfechter*innen der neuen „Always-Online“-Ideologie begriffen. „Digital Detox“ nennt sich einer der neuesten Trends aus dem Silicon Valley und bezeichnet dabei eine Art „Erholungsurlaub“ von der Nutzung all der demzufolge toxischen Geräte. Ein paar Tage, eine Woche oder manchmal gar einen Monat sollen die überstrapazierten Nutzer*innen dabei eine Auszeit von Smartphone- und Computernutzung nehmen und so ihren Körper und ihren Geist von all dem Technologie-Schrott entgiften. Aber warum dann das Gift überhaupt erst einnehmen? Während Regierungen, Technologie-Konzerne und ihre Jünger*innen noch mit der richtigen Dosis dieses digitalen Gifts experimentieren, stellt sich für all die anderen vor allem eine Frage: Warum sollte ich mir dieses Gift verabreichen (lassen)?

Schließlich ist all das nicht meine Vision. Und doch: Sehe ich mich um, so kann ich deutlich erkennen, auf welche (Ab)arten diese Vision heute und in (naher) Zukunft mein Leben bestimmt/en und verändert/n hat und wird. Auch wenn ich keine eigene Wanze mit dem praktischen Touch-Display mit mir herumtrage, kann ich dank zahlloser Kameras und anderer Sensoren kaum mehr einen Schritt in dieser Stadt machen, ohne dass dabei erfasst wird, wohin ich mich bewege. Auch wenn ich das vermutlich bislang größte smartphoneunabhängige private Spionageprogramm „Alexa“ nicht in meinem Heim willkommen geheißen habe, keine „smarten“ Backöfen, Fernsehgeräte, Kühlschränke, usw. besitze, so genügt es doch bereits, dass mein*e Nachbar*in oder meine Freund*innen solche Geräte besitzt/en. Wer einem solchen Gerät gestattet, seine*ihre Umgebung zu bespitzeln, die*der ermöglicht es ihnen freilich auch nicht nur sich selbst, sondern auch andere zu überwachen. Das Kalkül der Technokrat*innen geht auf: Ist es ihnen gelungen, erst einmal eine gewisse Menge an spitzelnden Geräten in Umlauf zu bringen, sind sie in der Lage dazu, alle Menschen zu kontrollieren unabhängig davon, ob diese ihre Vision (frewillig) teilen oder nicht. In meinen Augen ist dieser Punkt längst überschritten. Immer schnellere Internetleitungen, immer bessere Funknetze haben in den letzten Jahren die Zahl der uns bespitzelnden Geräte (und Gegenstände) in die Höhe schnellen lassen: Von Straßenlaternen bis hin zu Backöfen. Alles scheint heutzutage Augen und Ohren zu haben. Und das Ganze hat gerade erst begonnen. Wer heute will oder nicht aufpasst kann seinen Herzschlag und andere Vital-Parameter von Uhren und Armbändern überwachen lassen. In Zukunft, das verkündet zumindest die Textilbranche, wird das unsere Kleidung von ganz alleine übernehmen. Und das ist nur ein Beispiel dafür, wie die Zahl der Dinge, die uns bespitzeln, explodieren wird. Da reichen herkömmliche Funknetzwerke, die heute ja vor allem die Smartphones der Menschen mit Internet versorgen, nicht mehr. Sie sind zu langsam und können gar nicht genügend Geräte gleichzeitig ansprechen.

Das ist der Grund für die Entwicklung von 5G, aber auch dafür, dass Technik-Bonzen wie Elon Musk (der Spinner, der den Mars besiedeln will, um die Menschheit zu einer „transplanetaren Spezies“ zu machen – kein Witz, das ist sein Grund!) oder Amazon-Chef Bezos und weitere daran arbeiten, tausende Satelliten ins All zu schießen, die weltweit fläcehndeckendes, schnelles Internet bereitstellen sollen – und uns vermutlich nebenbei auch noch auf andere Arten und Weisen bespitzeln. Mehrere hundert dieser Weltraum-Spanner beobachten uns bereits heute.

Was die einen mit Satelliten im Weltraum realisieren wollen, das planen andere mit einem terrestrischen Funknetz auf dem Boden der Erde. 5G soll als neuer Mobilfunkstandard schnelleres Internet für eine Vielzahl von Geräten bringen. So soll 5G gleichzeitig bis zu rund 100 Milliarden Mobilgeräte ansprechen können. Das sind durchschnittlich 12,5 Geräte pro auf dieser Erde wandelndem Mensch. Und sie alle sollen mit 50 MBit/s bis 2 GBit/s Daten austauschen können. Warum? Der Vorwand, dass es den Architekt*innen unseres technologischen Gefängnisses darum ginge, uns die Freiheit und die Möglichkeiten schnellen Internets und den Segen der Technologie zu bringen, vermag uns nicht zu täuschen. Wenn es den Herrschaften der Techno-Branche so sehr um unser Wohlbefinden ginge, wie kommt es dann, dass etwa während des Standardisierungsprozesses von 5G ebenso wie seit der Einführung eines flächendeckenden Funknetzes sämtliche gesundheitlichen Bedenken einfach so zur Seite geschoben wurden? Stattdessen wurden und werden diejenigen, die gesundheitliche Aspekte zur Sprache brachten und bringen durchweg als Verschwörungstheoretiker*innen bezeichnet, auch wenn zugleich keine*r der Befürworter*innen von Funknetzen bisher einen Beweis erbringen konnte (wie denn auch?!), dass diese nicht schädlich seien. Während viele Länder beständig die Grenzwerte für die Radiowellenbelastung erhöht haben, um immer neuen Technologien den Weg zu bereiten, die diese dank diesen Anpassungen einhalten konnten, muss mensch sich doch zugleich die Frage stellen, warum solche Grenzwerte denn überhaupt existieren, wenn doch alle so überzeugt davon zu sein scheinen, dass Funktechnologie keine gesundheitlichen Belastungen mit sich bringt. Was für mich eigentlich eine Nebensache ist (denn schlimmer als jede gesundheitliche Belastung durch Radiowellen – sie sind für mich nur ein unbedeutender Faktor im Kontext der Schädlichkeit der Zivilisation – sind für mich die gesellschaftlichen Auswirkungen ihrer Technologie), scheint sich mir dennoch hervorragend als Beweis dafür zu eignen, wie egal den Akteur*innen, die den 5G-Ausbau und den Ausbau des Mobilfunknetzes oder eines Satelliten-Kommunikationsnetzes so sehr vorantreiben, das Heil der Menschen, das sie ansonsten so sehr in den Vordergrund stellen, tatsächlich ist.

Die Ironie des Ganzen – Vermutlich hätte ich sie ohne die Entwicklungen der letzten Wochen niemals so prägnant darstellen können – offenbart sich ganz besonders dort, wo der 5G-Ausbau gerade unter dem Vorwand eines „Kriegs“ gegen die Pandemie vorangetrieben wird. Während die Menschen im Namen ihrer eigenen oder einer beinahe faschistoid anmutenden „Volksgesundheit“ zuhause eingesperrt werden, werden in ihrer Nachbarschaft neue Funksendeanlagen errichtet, deren Einfluss auf die Gesundheit zumindest als unbekannt gelten muss und vor denen einige Mediziner*innen als immunschwächend warnen. Mit dem mehr oder weniger unverhohlenen Ziel die Einsperrung gewissermaßen „erträglicher“ und damit länger aufrechterhaltbar zu machen, denn wer durch (kostenlose) Netflix und Porno-Angebote befriedet wird, wer auf diese Art und Weise immer weiter von seinen*ihren eigentlichen Bedürfnissen und Sehnsüchten entfremdet und in die gewaltsamen Normen einer Gesellschaft der Produktion und Reproduktion gezwängt wird, die*der kommt schließlich viel weniger auf die Idee gegen Ausgangssperren, Kontaktverbote und Quarantänisierungen zu rebellieren. „The Revolution will not be televised“, das bleibt leider eine nur allzu wahre Feststellung einer meiner Meinung nach ansonsten viel zu überschätzten Periode und wenn das klassische Fernsehen nun auch durch Kommentarmöglichkeiten und Bewertungsfunktionen um einige lächerliche Interaktionsmöglichkeiten erweitert wurde, so perfektioniert das nur die befriedende Funktion des Ganzen: Wenn Social Media Trollings, wütende Postings und sogar „subversive“ Filme und Fernsehsendungen dazu dienen, dem eigenen Missfallen Ausdruck zu verleihen, warum sollte mensch dann überhaupt noch den Zorn darüber, dass wir mit einer lächerlichen Illusion von Freiheit abgespeist werden, auf die Straßen tragen? Sind wir dann nicht bereits ein Teil dieser Illusion geworden?

Nun, die gute Nachricht dabei ist, dass sich gerade viele Menschen dieser Situation bewusst zu werden scheinen, vielleicht war sie ihnen auch immer schon bewusst, doch nun scheinen viele nicht länger schweigen zu wollen, sich nicht länger herumschubsen lassen zu wollen und den Angriff zu wählen, anstatt ihr Nichteinverstandensein in die unendlichen Sphären des Digitalen hinauszuschreien, in denen es schließlich (ungehört) verhallt. Beinahe täglich erreichen mich Nachrichten davon, dass irgendwo auf der Welt ein 5G-Funkmast oder überhaupt irgendein Funkmast abgefackelt, in die Luft gesprengt, gefällt oder sonstwie zerstört wurde. Und auch wenn die (demokratische) Presse diese Angriffe entweder zu verschweigen oder als das Werk irgendwelcher Spinner*innen – was heißt das schon, lieber gelte ich als Spinner*in oder Wahnsinnige*r, als in dieser Welt als „Normal“ zu gelten – zu verleumden versucht, so lässt sich doch längst nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass sich hier der kompromisslose Widerspruch der Menschen ausdrückt, die ihr Leben nicht länger von Staaten, Unternehmen oder sonst irgendeiner*m bestimmen lassen wollen. Derjenigen, die es satt haben, zu produzieren und reproduzieren, die es satt haben, gezähmt zu werden, derjenigen, die leben wollen, anstatt zu vegetieren.

„Jede Gesellschaft […] wird ihre Grenzen haben. Und außerhalb der Grenzen jeder Gesellschaft werden unkontrollierbare […] Landstreicher*innen mit ihrem wilden und unberührten Denken umherstreifen – diejenigen, die nicht leben können, ohne immer neue und grässliche Ausbrüche der Revolte zu planen! Ich sollte unter ihnen sein!“ – Renzo Novatore

Angriff auf die technologische Herrschaft – Wie man Mobilfunkmasten zerstört

Die Auswertung von Mobilfunkdaten oder eine Spionage-App auf dem Handy, die alle andere Handys (sowie sonstige Buetooth-fähige Geräte) registrieren soll, werden als eine der zentralen Lösungen im Kampf gegen Corona gehandelt. So deutlich wie nie zuvor zeigt sich, wie das technologische Netz sich um uns schließt und uns auf eine nie dagewesene Art und Weise überwachbar macht. 5G als neuer Mobilfunkstandard ermöglicht dabei eine neue Stufe der smarten Einbettung und Überwachung. Doch gegen 5G regt sich bereits Widerstand. Insbesondere in Großbritannien, aber auch in anderen Teilen der Welt gehen 5G- sowie andere Moilfunkmasten in Flammen auf.

Wir müssen dem technologischen Umbau der Herrschaft nicht tatenlos zusehen. Denn Technologie benötigt eine fragile Infrastruktur, die mithilfe von Benzin und Kreativität leicht sabotiert werden kann. Hier ein kleines Rezept:

Dieses Rezept gibt es auch auf Englisch und Französisch.

[La Spezia (Italien)] Die Technikpolizei verliert eine neue Rundfunkantenne – 6. April 2020

Montag 6. April: bei Dämmerung wurde in der Pianazze-Gegend von La Spezia (Ligurien) eine Mobilfunkantenne angezündet. Sie beherbergte Equipment für GSM, UMTS und LTE, 2G, 3G und 4G der Anbieter Telecom und WindTre, bevor sie zu Asche reduziert wurde. Das Feuer verschlang auch Equipment welches in einem anliegenden Gebäude gelagert war.

Wenn die Zeitungen eifrig auf Anti-5G-Enthusiasten pochte, welche für diesen anonymen Angriff verantwortlich seien und sich beeilten dazu ein Video zu übermitteln (zuvor beschuldigten die Journolizisten meistens die Anarchisten, eine Frage der Präfekturmode), so gibt es doch offensichtlich genügend andere Gründe als Verschwörungsgerüchte, dazu,
so eine gewöhnliche Antenne wie diese anzugehen.

Noch vielmehr in diesen Zeiten der erweiterten technologischen Pandemie.

https://demesure.noblogs.org/archives/1078 / https://actforfree.nostate.net/?p=37161

[Limassol (Zypern)] Die Feuerepidemie gegen Rundfunkantennen verbreitet sich wild

Abend, Samstag, 11. April. Unbekannte legen Feuer an einer Mobiltelephon-Antenne in Limassol, die zweite Stadt von Zypern, und die Polizei kam unmittelbar zur Schlussfolgerung, dass dies Oponennten gegen das 5G-Netzwerk gewesen sein müssen, dabei ausführend das dessen Installation auf der Insel noch nicht vollendet wurde.

Da Prävention besser ist als Heilung, wie man in den Covid-19-Zeiten sagt, könnte das Feuer eine Frage der präventiven Behandlung bezüglich des Masten sein? Oder ziemlich einfach, dass es genügend andere Gründe gibt auf solche Telekommunikationsstrukturen loszugehen, und das Gerücht über den Zusammenhang von 5G und covid nichts damit zu tun hat. Eins ist sicher, Feuer ist ein gutes Heilmittel gegen alle Viren, die nächste technologische Pandemie eingeschlossen!

https://demesure.noblogs.org/archives/1394 / https://actforfree.nostate.net/?p=37165

[Birmingham, Merseyside, Belfast] Angriffe auf die 5G-Infrastruktur

Am Donnerstag, den 02. April und Freitag, den 03. April wurden in Sparkhill, Birmingham und Melling, Merseyside 5G-Mobilfunkmasten in Brand gesteckt.

Der 70 Fuß hohe Mobilfunkturm in Birmingham wurde kurz nach acht Uhr Abends abgefackelt. Die Feuerwehr wurde zu der „gut beleuchteten“ Einrichtung in der Spring Road in Tyseley gerufen. Die Polizei versuchte außerdem, die Straße zu sperren, während die Flammen über den Zeitraum von mehr als einer Stunde bekämpft wurden.

In Melling, Merseyside berichteten Feuerwehr und Rettungskräfte, dass sie einen 5G-Funkturm am M57 motorway spät am Freitagabend gelöscht hätten.

Bereits Ende September 2019 wurde ein EE/BT-Funkmast in Porth, Wales, durch einen Brandanschlag zerstört.

Gegen jede Schädlichkeit und Toxizität

Gegen die Techno-Gefängniswelt

Eine globale Karte der 5G-Infrastruktur findet sich unter https://www.speedtest.net/ookla-5g-map

Update von Sans Attendre Demain: Ebenfalls in der Nacht des 03. Aprils wurde in Belfast, Nordirland eine 5G-Antenne niedergebrannt: In einem im Internet veröffentlichten Video sieht mensch Flammen am Fuße eines Masts an der Antrim Road, einer Nachbarschaft im Norden der Stadt. Wir hören außerdem Stimmen, die sagen „Fick 5G!“ und „Lang lebe die Revolution!“. Ein Feuerwehrmann bestätigt, dass mehrere Brände am Fuß der Antenne gelegt worden seien, die Kabel und einen elektrischen Schaltkasten teilweise zerstörten.

Übersetzung des englischen Originals bei 325.

Anmerkung: In den deutschen Medien wird von diesen und weiteren Angriffen auf die 5G-Infrastruktur berichtet. Dabei werden die Angreifer*innen als Verschwörungstheoretiker*innen diffamiert, die angeblich glauben sollen, dass 5G entweder das Immunsystem schwäche oder dass der Coronavirus dazu diene, 5G schneller einzuführen und dabei die Risiken zu vertuschen. Aber wird hier nicht vielleicht das Pferd von der falschen Seite aufgezäumt? Ist die Essenz solcher Behauptungen wirklich so falsch? Fakt ist doch, dass die mit dem Coronavirus gerechtfertigten Ausgangssperren und Beschränkungen des Lebens weltweit dazu führen, dass 5G und andere technologische Neuerungen schneller etabliert werden. Neuerungen, die uns noch besser kontrollierbar machen werden. Es klingt absurd, dass das Coronavirus aus diesem Zweck von irgendwem in die Welt gesetzt worden sei, aber gelegen kommt es den 5G-Befürworter*innen, ebenso wie allen Protagonist*innen einer Digitalisierungsbewegung doch allemal.

[Berlin] Funkmast angezündet

Die Herrschenden besitzen die Macht, uns voneinander zu trennen, unsere Kommunikation zu unterbrechen, uns zu isolieren und weg zu sperren. Eine Armee von Bullen, Staatsanwält*innen und Richter*innen steht stets bereit, uns unserer Freiheit zu berauben. So auch passiert, kürzlich in Hamburg, als drei Gefährt*innen nach einer Kontrolle nachts auf die Wache verschleppt wurden und zwei davon seither in U-Haft sitzen.

Doch was für eine Freiheit ist das eigentlich, die wir haben? In einer Welt, in der uns technische Geräte durch den Tag peitschen. In der Facebook, Instagram und Unmengen anderer Apps auf dem Smartphone uns den Takt vorgeben und das Dauersenden Voraussetzung für soziale Teilhabe ist. Wo jede Regung, jedes Gefühl, jede Mitteilung und Handlung zur Ware wird, die es auszubeuten gilt. Wo Algorithmen und künstliche Intelligenz unsere Bedürfnisse bestimmen und Klicks und likes unsere Persönlichkeit definieren.

Sind wir nicht alle irgendwie Gefangene, dazu verdammt in dem technologischen Netz, das sich um uns spannt, unseren Platz einzunehmen?

Mögen es auch die Mauern sein, die uns von den Menschen in den Knästen trennen, so sind es die Funkantennen, Glasfaserkabel, Chips und Sensoren, die uns außerhalb dessen daran hindern, uns wirklich zu begegnen. Deshalb sollten wir alles daran setzen, diese Gefängnisse zu zerstören.

Als kleinen Beitrag dazu haben wir am 2.August in der Buschkrugallee in Neukölln mittels Brandsätze einen Funkmast angezündet. Auf das auch wir uns befähigen, ihre Kommunikation zu unterbrechen und den Waren- und Datenfluss, der die kapitalistische Herrschaft am Laufen hält und den technologischen Wahnsinn erst ermöglicht, zu sabotieren.

Unsere brennenden Herzen sind bei den Drei von der Parkbank und Loïc in Hamburg sowie den Anarchisten aus der Schweiz, welche aufgrund eines abgefackelten Funkmast im Knast sitzen oder sich auf der Flucht befinden. Ihr seid nicht allein!

Feuer und Flamme der Knastgesellschaft!

Freiheit für alle Gefangenen!

Quelle: Indymedia