Schlagwort-Archive: Farbangriff

[Nürnberg] Bitumen gegen die Commerzbank

In der Nacht auf Sonntag wurde in Nürnberg die Commerzbankfiliale in der Fürther Straße angegriffen, indem großflächig mit Bitumen gefüllte Feuerlöscher gegen die Fassade entleert wurden.

„in den letzten jahren hat die commerzbank über eine milliarde euro für rüstungsgeschäfte ausgegeben. zu ihren kunden zählen thyssenkrupp, krauss-maffei wegmann, rheinmetall, heckler-und koch, boeing, bae systems, northop grumman und die airbus group. außerdem engagiert sich die commerzbank beim „förderkreis deutsches heer“ der lobby der deutschen rüstungsindustrie.“

„Bullenschweine“ und „ACAB“ – Angriffe auf die Polizei

Schmeiße gleich Steine auf Scheißschweine
Sie erwarten dass ich gleich bleibe
wo einschreibe und einen Beweis zeige
für meine Produktivität für Diskussion schon zu spät
Und ich schreibe es an die Wände
bis ihr Hurensöhne seht
Was erlaubst du dir?
Es steht ein grüner Mann an deiner Tür
Kein Freund, kein Helfer, nur ein Bastard mit ner Knarre
Ja, was denkst du dir? Jeder Cop hat das Verlangen
dich zu catchen für die Sterne auf der Jacke
Und sie sind dran interessiert
was für Sachen ich so mache
wenn ich nicht gerade im Winkel ihrer Kamera steh
Ein Mensch ohne Persönlichkeit
ein Rädchen im System

Das Leben ist ein offener Vollzug
und ein Freistaat
Ein Widerspruch in sich
Der Versuch das zu verschleiern
dass man meine Freiheit bricht
Schon wieder vor Gericht
Doch ich hab nichts zu sagen
verdammt in Gedanken
bin ich aufgestanden
und den Krawattenträgern
an den Kragen gegangen

Auf was sollten wir warten?
Wir bleiben unkontrollierbar
für immer Partners in Crime
Spucke auf die Streifenwagen
kein Wort an die Polizei…

ATP Crew „089*1312“

Recklinghausen, 25. Februar Die Innenräume von drei Streifenwägen, die auf dem Wachhof der freiwilligen Feuerwehr Süd abgestellt waren, werden angezündet. Erst durch Notrufe rückt die Feuerwehr aus, aufgrund der räumlichen Nähe (sie muss lediglich aus der Halle fahren) werden zwei weitere Streifenwägen, die ebenfalls dort abgestellt waren, „vor Brandschaden bewahrt“.

Mamoudzou (Mayotte), 20. Februar In der Hauptstadt der französischen Kolonie Mayotte (einer Inselgruppe zwischen Madagaskar und Mosambik) wird in der Nacht auf Freitag, den 20. Februar, eine Bullenzivikarre angezündet. Nachdem ein Cop den Wagen am Straßenrand geparkt hatte, um das Büro des GELIC (Ermittlungsgruppe gegen illegale Immigration) aufzusuchen, wurde dieses kurzerhand in Brand gesetzt. Offenbar ist es das erste Mal, das in Mayotte eine Bullenkarre angezündet wurde.

Innsbruck, 05. Februar Eine vor der Polizeiinspektion Innsbruck-Hötting abgestellte Bullenkarre brennt gegen 3:45 Uhr ab. Einige Schweine des Postens versuchen das Feuer mit Handfeuerlöschern zu löschen, ziehen sich aber lediglich eine Rachvergiftung zu (HAHA). Auch die Wache musste hinterher aufgrund der starken Rauchentwicklung erst einmal belüftet werden.

Essen, 18. Januar Unter einen vor der Polizeiwache Essen-Rellinghausen geparkten Streifenwagen wird ein Brandsatz platziert. In derselben Nacht wird die Wache in Essen-Kettwig mit Steinen und Farbe angegriffen.

Leipzig, 17. Januar In der Nacht zu Sonntag wird der Copposten in Leipzig-Connewitz angegriffen. Gegen 2:45 Uhr fliegen Pflastersteine, Böller und Farbbomben gegen den Eingangsbereich. Bereits einige Stunden vorher solle jemand eine leere Flasche gegen die Scheibe des Eingangs geworfen haben. Bereits am Vortag war die Bullenwache in Leipzig-Plagwitz übrigens mit dem Schriftzug „ACAB“ versehen worden.

Dresden, 08. Januar Während Cops Leute in ihren Wohnungen belästigen, weil diese eine „illegale Corona-Party“ feierten, werden zwei Bullenkarren mit den Aufschriften „ACAB“ und „Bullenschweine“ verziert. Ein Wagen musste daraufhin abgeschleppt werden, weil auch die Frontscheibe beschmiert war.

 

Angriffe auf die technologische Herrschaft

20.11. Provinz von Verona (Italien) Vier Funkmasten (Mobilfunk-, Rundfunk-, Fernsehen) werden mit Farbe attackiert.
30.11. Montreal Island (Kanada) Mehrere autonome Gruppen unterbrechen den Schienenverkehr in der Gegend von Montreal Island. Es werden „Jumper“-Kabel verwendet, die das Signal geben, dass gerade ein Güterzug vorbeifährt, wodurch das Schienennetz an mehreren Schlüsselverbindungen gestört wird. „Arterien, die den Fluss des Kapitals durch den Kontinent ermöglichen, Wege zum Transport von Bitumen und anderen Produkten der Ressourcenausbeutung, Kolonisierung und des Todes. Schienen sind schon immer das Instrument kolonialer Expansion gewesen.“
04.12. British Columbia (Kanada) Sabotage eines Strommastes durch das Lockern einiger Bolzen und das Durchtrennen eines Abspannseils, die Stromlinie dient u. a. auch dazu eine im Bau befindlichen Anlage von LNG Canada (Verflüssigung von Erdgas) mit Strom zu versorgen.
15.12. Narasapura (Indien) Ein Aufstand erschüttert die Wistron IPhone-Fabrik in Narasapura. Fast 2000 Arbeiter*innen begehren dagegen auf nicht den vereinbarten Lohn ausgezahlt bekommen zu haben. Arbeiter*innen legen Feuer, beschädigen Maschinen, werfen Fenster ein und Autos auf dem Parkplatz um. Autos werden angezündet und tausende IPhones entwendet. Der Aufstand zwingt die Fabrik dazu zwei Wochen lang ihre Produktion einzustellen.
31.12. Berlin Während eines nächtlichen Spaziergangs wird ein E-Scooter angezündet und die Fassade des Berliner Firmengebäudes des Software-Konzerns SAP mithilfe von Hammerschlägen zertrümmert.
04.01. Saint-Pierre-la-Palud (Frankreich) Ein Funkmast wird angezündet. Ironischerweise wird durch diesen Brandanschlag das Alarmsystem der lokalen Feuerwehr in acht Kasernen gestört. Die Polizei erklärt, dass das Kabel zwischen dem Mast und der technischen Basisstation Feuer gefangen hätte.

Grüne und Rote Farbkugeln für Living Isar

Das Großbauprojekt Living Isar in der Nähe des Candidplatzes in Untergiesing hat in der Nacht auf Freitag, den 04. Dezember 2020 Besuch bekommen. Über einen geöffneten Bauzaun gelangten unbekannte Angreifer*innen auf das Baustellengelände und bewarfen dort die Fassade eines noch nicht fertiggestellten Gebäudes mit Farbkugeln, die mit roter und grüner Farbe gefüllt waren. Das Gebäude wurde dabei auf einer Länge von rund 30 Metern beschädigt, der Schaden liegt laut Bullen bei mehreren Tausend Euro.

Das Bauprojekt Living Isar, das auf dem ehemaligen Osram-Gelände entsteht und rund 423 neue Wohnungen zu horrenden Preisen schafft, ist vielen Anwohner*innen ein Dorn im Auge. Nicht nur, dass mit den dort entstehenden Luxuswohnungen garantiert die*der eine oder andere unsympathische Bonze ins Viertel gelockt wird, Großprojekte wie dieses tragen auch maßgeblich zur Aufwertung eines Viertels bei und ziehen damit Spekulant*innen und andere Akteur*innen der Verdrängung an. Die Folge sind drastisch steigende Mieten im ganzen Viertel und somit die Verdrängung all derer, die sich das Wohnen dort dann nicht mehr leisten können.

Im August 2019 brannte auf dem Gelände von Living Isar ein Baucontainer, der wohl ebenfalls von Feind*innen des Bauvorhabens in Brand gesteckt wurde, im November 2019 klirrten mehrere Scheiben auf der selben Baustelle.

Farbe für Immobilienbüro im Westend

In der Nacht auf Montag, den 26.10.2020 bekam ein Immobilienbüro in der Parkstraße im Münchner Westend den Unmut eines oder mehrerer Angreifer*innen über das Treiben seiner Eigentümer*innen zu spüren: Durch mehrere Farbkugeln wurde die Fassade des Büros besudelt. Bemerkt wurde der Schaden wohl erst am Morgen darauf, als ein übereifriger Anwohner, dem schmutzige Fassaden wohl ein Dorn im Auge sind, die Cops rief.

[Hannover] Bullenwache angegriffen

In der Nacht vom 26.07 haben wir die Bullenwache in Hannover Davenstedt angegriffen. Wir haben ihre Scheiben eingeschlagen und ihre Fassade mit Bitumen beschmiert.

Diese Tat soll dem Hass und der Verachtung Ausdruck verleihen, die wir für die Polizei empfinden.

Grund dafür sind nicht nur die rassistischen Morde (Oury Jalloh, Halim Dener, Yaya Jabbi, Aman Alizada…), Grund dafür sind nicht nur die rechten Netwerke, wie sie bspw. als NSU 2.0 innerhalb der hessischen Polizei sichtbar werden, Grund dafür sind nicht nur Racial Profiling oder die alltäglichen Schikanen gegenüber Wohnungslosen oder Menschen, die irgendwie aus dem Raster fallen.
Grund dafür ist, dass die Polizei ganz einfach ihre Arbeit tut: Gesetze durchsetzen, die die Welt der Herrschaft stützen. Sei es in der Verteidigung von Eigentum oder in der Ausführung rassistischer Gesetze. Die Gewalt, die die Bullen dabei anwenden wird nicht einmal formal verschleiert. Sie haben das Gewaltmonopol in einem Staat, der auf patriarchalen Prinzipien beruht, kapitalistische Ausbeutung stützt und koloniale Kontinuitäten fortführt.

Wir wollen ein freies Leben für alle! Ein Leben ohne Staat, Sexismus, Kapitalismus und Rassismus. Ein Leben ohne die Zerstörung der Natur und ohne Knäste und Bullen.

Wir freuen uns, dass die rebellische Gefangene Hülya wieder aus dem Knast ist und sind mit unseren Gedanken bei den Gefährt*innen von der Parkbank, von denen zwei seit mittlerweile über einem Jahr in U-Haft sitzen. Den drei wird die Planung militanter Aktionen im Kontext von Gentrifizierung vorgeworfen. Liebste Grüße und eine feste Umarmung.

Glück und Freiheit für alle!

[Bremen] Farbe gegen Polizeiwache

Wir haben in der Nacht auf den 03.08.20 die Bullenwache in Gröpelingen mit Farbe besucht. Wir wollen mit dieser Aktion ein kleines Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt hinzufügen.

Wir haben die Wache deswegen ausgewählt, weil die Menschen im Stadtteil gerade auch während Corona in besonderem Maße von den täglichen Schikanen und dem Drangsalieren durch Cops und Ordnungsamt betroffen sind. Ob Stuttgart, Frankfurt oder Bremen – Gründe und Anlässe sich gegen die Schweine zur Wehr zu setzten gibt es genug. All Cops Are Targets!

[Leipzig] Bitumen und Steine gegen Bullenwache

Gleich zweimal an zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurde der Außenposten der Polizei in Leipzig-Connewitz vergangenes Wochenende angegriffen. Am Freitag, den 17. Juli 2020 warfen einige Angreifer*innen mit Bitumen gefüllte Farbgläser an Fassade und Scheiben der Wache, am Samstag, den 18. Juli 2020 bombadierten mehrere Personen den gleichen Außenposten der Bullen mit Steinen.

Streifenwagen mit Farbe bespritzt

Als Cops am Montagabend (20. Juli 2020) gegen 21 Uhr ihren Streifenwagen am Mariahilfplatz abstellten, und unbeobachtet zurückließen, machte(n) sich dies eine oder mehrere Personen zunutze und besudelte(n) den Streifenwagen auf der „gesamten linken Seite“ mit weißem Lack. So harmlos das Ganze auch aussieht, so folgenreich war das Ganze wohl: „Da auch die Seitenfenster davon betroffen sind, kann das Fahrzeug nicht mehr eingesetzt werden bis die Schmiererei von einem Fachbetrieb entfernt wird.“ schreiben die Cops in ihrem Pressebericht. Hoffentlich wird’s teuer!