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Fahrzeugbrände in Schwabing und Untergiesing

In der Nacht auf Samstag, den 26. Dezember brannte in der Teutoburger Straße ein Lastwagen vollständig aus. Die Brandursache ist laut Medien unklar, ebenso wem dieser LKW gehörte. Bereits am 16. Dezember brannten in der Giselherstraße in Schwabing ebenfalls zwei PKW jeweils „im vorderen Bereich“ aus. Auch hier verschweigen die Medien, wem die Fahrzeuge gehörten. Spontane Selbstentfachung bei Münchner Fahrzeugen? Oder eher ein Hinweis darauf, dass diese Fahrzeuge die Wut motivierter Menschen traf?

Welche Firmen könnte eine solche Wut im wahrsten Sinne des Wortes entfachen? Tatsächlich wahrscheinlich fast jede, doch gibt es sicherlich einige, die da einen besonderen Stellenwert einnehmen. Logistikunternehmen etwa, die Kriegsgeräte transportieren wie DB Schenker. Das Technische Hilfswerk, das immer zur Stelle ist, um den Cops logistisch zur Seite zu stehen. Oder aber Firmen, die Überwachungstechnik und sonstige Technik zur gezielten Kontrolle und Unterwerfung von Menschen entwickeln und herstellen wie etwa Bosch oder Rohde & Schwarz. Firmen, die am Ausbau des technologischen Panoptikons beteiligt sind wie die Telekom, Vodafone und natürlich an vorderster Front Google, denen übrigens mal ein 15 Meter langer Truck im Juni 2019 in Frankfurt ausbrannte. Firmen, die direkt an der Überwachung und Kontrolle von Menschen arbeiten wie private Sicherheitsfirmen, wo einem*r natürlich sofort Securitas und Ehrl einfallen. Oder wie wäre es mit Firmen, die sich am Knastsystem bereichern, indem sie Gefangene zu Hungerlöhnen Akkordarbeit verrichten lassen wie BMW oder Siemens. Firmen, die Knäste bauen, wie es Züblin und VINCI tun. Oder auch große Immobilienfirmen, die für horrende Mieten und den besonders repressiven Umgang gegenüber Mieter*innen bekannt sind wie zum Beispiel Vonovia.  Wenn man etwas länger darüber nachdenkt und evtl. noch etwas recherchiert, gibt es tausende Firmen, die an der Verfeinerung der Unterwerfung des Menschen ihren Anteil haben. Und wie es der Zufall so will, ist deren Fuhrpark häufig vollkommen schutzlos all jenen ausgeliefert, die den Schutz der Dunkelheit und die dank nächtlicher Ausgangssperre menschenleeren Straßen dafür zu nutzen wissen, ihrer Wut für einen Moment etwas Linderung zu verschaffen. Häufig werden übrigens einfache Grillanzünder aus dem Supermarkt auf die Vorderreifen gelegt, um ein Fahrzeug in Brand zu setzen. Das Gummi eines Reifens brennt nämlich wie Sau! Bei LKWs (auch bei PKWs natürlich) ist es allerdings ratsam, vorher zu überprüfen, ob auch niemand darin schläft.

Update vom 23.01.2021: Bei den beiden Autos in Schwabing handelte es sich um Fahrzeuge der Firmen Dussmann und Vonovia, der brennende LKW in der Teutoburgerstraße gehörte einst zur Firma BauWatch, einem Anbieter für Videoüberwachung auf Baustellen.

Platte Reifen für die Knastprofiteur_innen von Dussmann, Bosch und Caverion

Wir haben eine riesen Wut im Bauch! In dieser Welt der Herrschaft werden immer mehr Menschen und Gefährt_innen mit Repression überzogen und eingesperrt. Wir fühlen uns denen nahe, die versuchen die Feinde der Freiheit anzugreifen. Denen, die sich selbstorganisieren und die Macht angreifen ohne sich auf Verhandllungen einzulassen. Als kleines Zeichen des Kampfes gegen die Knastgesellschaft haben wir Autos von folgenden Firmen die Reifen platt gestochen: Dussmann, die direkt von Gefängnissen profitieren. Bosch, die Sicherheits- und Grenztechnologie herstellen. Caverion, die sich an dem Bau von Gerichten und AKWs beteiligen. Auf dass diese Firmen und andere Profiteure von Knästen noch viele weitere Angriffe abkriegen!

Quelle: Indymedia

Und wieder brennt ein Auto in München

Der Sommer in München verspricht heiß zu werden, da entzündet sich schon einmal der ein oder andere Spritfresser. So zum Beispiel in der Nacht auf Montag, den 22. Juli 2019. Gegen halb drei Uhr nachts ist da in Neuperlach ein Auto ausgebrannt. Durch die starke Hitzeentwicklung wurde ein weiteres, vor dem vermutlich in Brand gesteckten Auto geparktes Fahrzeug ebenfalls beschädigt.

Der Gesamtschaden wird von den Bull*innen auf mehrere zehntausende Euro geschätzt.

UPDATE: Das Auto gehörte wohl dem Knastprofiteur Dussmann. Aufmerksame Beobachter*innen konnten auf dem hinteren Teil des ausgebrannten Fahrzeugs einen entsprechenden Firmenaufdruck erkennen (siehe auch hier).