Tag Archives: Die 3 von der Parkbank

[Hannover] Bullenwache angegriffen

In der Nacht vom 26.07 haben wir die Bullenwache in Hannover Davenstedt angegriffen. Wir haben ihre Scheiben eingeschlagen und ihre Fassade mit Bitumen beschmiert.

Diese Tat soll dem Hass und der Verachtung Ausdruck verleihen, die wir für die Polizei empfinden.

Grund dafür sind nicht nur die rassistischen Morde (Oury Jalloh, Halim Dener, Yaya Jabbi, Aman Alizada…), Grund dafür sind nicht nur die rechten Netwerke, wie sie bspw. als NSU 2.0 innerhalb der hessischen Polizei sichtbar werden, Grund dafür sind nicht nur Racial Profiling oder die alltäglichen Schikanen gegenüber Wohnungslosen oder Menschen, die irgendwie aus dem Raster fallen.
Grund dafür ist, dass die Polizei ganz einfach ihre Arbeit tut: Gesetze durchsetzen, die die Welt der Herrschaft stützen. Sei es in der Verteidigung von Eigentum oder in der Ausführung rassistischer Gesetze. Die Gewalt, die die Bullen dabei anwenden wird nicht einmal formal verschleiert. Sie haben das Gewaltmonopol in einem Staat, der auf patriarchalen Prinzipien beruht, kapitalistische Ausbeutung stützt und koloniale Kontinuitäten fortführt.

Wir wollen ein freies Leben für alle! Ein Leben ohne Staat, Sexismus, Kapitalismus und Rassismus. Ein Leben ohne die Zerstörung der Natur und ohne Knäste und Bullen.

Wir freuen uns, dass die rebellische Gefangene Hülya wieder aus dem Knast ist und sind mit unseren Gedanken bei den Gefährt*innen von der Parkbank, von denen zwei seit mittlerweile über einem Jahr in U-Haft sitzen. Den drei wird die Planung militanter Aktionen im Kontext von Gentrifizierung vorgeworfen. Liebste Grüße und eine feste Umarmung.

Glück und Freiheit für alle!

[Berlin] Eurovia-Vinci Bagger angezündet

„Wir haben in der Nacht auf Sonntag, den 9. August, in der Alexandrinenstraße in Berlin-Mitte einen Bagger des französischen Baugiganten Eurovia-Vinci in Brand gesetzt. Dieser Konzern verdient sein Geld unter anderem mit dem Geschäft der Einsperrung in Form von Knastbauprojekten, der Errichtung von Internierungslagern für Geflüchtete oder Grenzsicherungsanlagen. Aber auch bei Infrastrukturprojekten wie Autobahnen oder Flughäfen gehört Eurovia-Vinci zu den großen Playern und profitiert von der massiven Zerstörung des Planeten und der Umwandlung unserer Umwelt in die Ödnis einer Betonwüste.

Ein geeignetes Ziel also, um unserer Wut über die bestehenden Verhältnisse und aktuell über die Räumung von kollektiven, selbstorganisierten Räumen wie dem Syndikat letzten Freitag, Ausdruck zu verleihen. Dieser Angriff soll aber auch als Geste der Solidarität mit den Gefangenen und im Speziellen mit den Angeklagten im Parkbank-Verfahren in Hamburg verstanden werden. Auch wenn es in letzter Zeit etwas ruhiger darum wurde, vergessen haben wir euch sicher nicht! Feurige Grüße und ganz viel Kraft!“

[Hamburg] Kaputte Scheiben bei Telio

„In der Nacht auf den 17.8.20 hat es bei Telio in der Holstenstraße 205 gescheppert.

Telio ist der Monopolanbieter in der Gefängnistelefonie und präsentiert sich auch selbst gerne als den europaweiten Marktführer. Dank dieser Stellung kann Telio Preise festlegen, die man durchaus als Wucher verbuchen kann. Vor 2014 berechnete Telio in der JVA Burg für Ortsgespräche 0,10€, für Ferngespräche 0,20€, für Gespräche ins Mobilfunknetz 0,70€ und für Auslandsgespräche bis zu 2,60€/Minute. Von dem wenigen Geld, was den Gefangenen zur Verfügung steht, streicht Telio einen beträchtlichen Anteil ein, bereichert sich also auf Kosten der Gefangenen, die offensichtlich keine andere Wahl haben, als telio zu nutzen. Das betrifft auch die Angehörigen, Freund*innen und Unterstützer*innen von Gefangenen, die oft deren Telio-Konten aufladen und dafür auch noch eine Gebühr zahlen müssen.

Komplizenhafte Grüße an die 3 von der Parkbank und alle rebellischen Gefangenen.“

[Tübingen] Bitumen für die Polizei

In Tübingen gab es in der Nacht auf den 23.01.2020 einen hässlichen Anstrich für die lokale Bull*innenstation in der Südstadt mit Bitumen.

Die Angreifer*innen richteten sich damit nicht nur gegen das neue Polizeigesetz für Baden-Württemberg sondern auch gegen die Polizei selbst. Außerdem grüßen sie die Drei von der Parkbank.

[Leipzig] Zwei Bagger der Firma Eurovia Vinci angezündet

Menschen haben in der Nacht auf den 11. Oktober zwei Bagger von Eurovia Vinci abgefackelt. „Vinci als weltweit tätiger Konzern hat in der Vergangenheit wie in der Gegenwart schon oft gezeigt, dass er sich für NICHTS zu schade und bereit ist, jeden noch so schmutzigen Auftrag anzunehmen. […] Feuer und Flamme der Repression!“

[HAMBURG] AKTION GEGEN DAS POLIZEIREVIER VOLKSDORF-HH

„Als Akt unserer Solidarität haben wir uns aufgemacht
und in der Nacht vom 08. auf den 09.10. alle Scheiben
des Polizeireviers Volksdorf-HH eingeschlagen. Gegen
die Schläger des Staates und für eine Welt, in der alles
anders ist. Für die soziale Revolution weltweit! Freiheit
für die Pankbank! Freiheit für Loic! Fröhliche Glaser_in-
nen-Innung Hamburg“

[Leipzig] Flammende Grüße an die drei von der Parkbank

„Liebe Leute von der Parkbank,

wir dachten an Euch, als wir am Abend des 18. September beobachten mussten, wie ein Secu seinen Dienstwagen unbedacht abstellte. Zufällig hatten wir einen Brandsatz dabei, von dem wir nicht wußten wohin, also stopften wir ihn unter die Secukarre. Jemand meinte dann noch, dass nur sicher entsorgt ist, was abgebrannt wird, also haben wir den Brandsatz kurzerhand entzündet. Eine Passantin wieß uns darauf hin, nun nicht länger herumzustehen, sondern bitteschön weiterzuspazieren, denn hier gäbe es wohl nichts zu sehen. So krabbelten wir also davon.

Haha, alles schön lustig und harmlos, aber ehrlich gesagt betrübt es uns zu sehen, dass zwei von euch immer noch eingekerkert sind und auch der dritte beschuldigte Mensch weitere repressive Maßnahmen über sich ergehen lassen muss. Wir können von hier aus kaum etwas für Eure Freilassung oder zur Abwehr weiterer Schikanen beitragen. So kommt zur Trübsal auch noch Frust hinzu.

Für uns war es befreiend ein passendes Stück fremden Eigentums zu zerstören. Wir fühlen uns mit Euch verbunden und hoffen, dass wir Euch mit dieser kleinen Geste eine Freude machen konnten – Ihr seid in unseren Gedanken und Gesprächen.

Getroffen hat es nun mal Euch, gemeint waren auch wir.“

Quelle: Indymedia

[Hamburg] Hausdurchsuchung

Nachdem am 08. Juli drei Menschen wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer Brandstiftung hochgenommen worden waren, sitzen zwei Personen in U- Haft, die dritte ist gegen Meldeauflagen und anderen Einschränkungen auf freiem Fuß. Bei dieser dritten
Person kam es nun am 09. Oktober zu einer Hausdurchsuchung, um Schriftproben der Beschuldigten zu beschlagnahmen, außerdem wurde ihr DNA abgenommen.

Farbangriff auf Siemens-Fahrzeug

In der Nacht auf Freitag, den 13. September wurde in München ein Auto des Knastprofiteurs Siemens mit Farbe angegriffen:

In Solidarität mit den 3 von der Parkbank haben wir diese Nacht ein Fahrzeug des Knastprofiteurs Siemens mit Farbe angegriffen.

Wir senden mit unserer Aktion Grüße an alle Gefangenen Gefährt*innen.

Für die Zerstörung aller Knäste.

Quelle: Indymedia