Tag Archives: Brandstiftung

Brennende Mülltonnen und Angriff auf Immobilienbüro

Bereits am vergangenen Wochenende, in der Nacht auf Sonntag, den 26. Juli, zündeten Personen in Haidhausen zwei Mülltonnen an und smashten die Scheiben eines nahe gelegenen Immobilienbüros. Laut den Schweinen verursachten die Personen dabei mehrere tausend Euro Sachschaden. Tja, die Wut auf Immobilienbüros wird wohl jeder*m verständlich sein, die*der schon mal versucht hat in München eine Bleibe zu finden…

[Montreal] 7 Bullenkarren auf dem Parkplatz der Wartungswerkstadt der Polizei abgefackelt

Bullen sind Mörder. Wir haben ihre Fahrzeuge abgefackelt. Das kannst du auch.

Wir haben drei Brandsätze genutzt: quaderförmige Plastikflaschen, die zu 3/4 mit einer Mischung aus Benzin und Motoröl gefüllt sind. Wir nutzten Kraftkleber, um zwei einzeln verpackte Grillanzünder-Würfel (die du im Campingbedarfsladen, Baumärkten und Lebensmittelläden findest) an die Seite jeder Flasche zu kleben.

Unter jedem Auto platzierten wir eine Flasche (mit den Grillanzündern nach oben), schoben sie unter den Reifen und entzündeten den Anzünder.

Wir haben Brandsätze gewählt, die ungefähr eine Minute nachdem wir sie platziert haben, vollständig zünden. Dadurch wollten wir uns mehr Zeit zum Wegkommen verschaffen und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass die Brandsätze gelöscht werden, bevor sie zünden.

Für eine Welt ohne die Polizei und die rassistische Ordnung, die sie schützen. Solidarität mit den schwarzen Aufständischen und allen anderen, die sich zur Wehr setzen.

– Anarchist*innen –

Quelle: Montreal Counter-Information, 22. Juli 2020

[Würzburg] Bullenkarre brennt nach vereiteltem Rave

Als in Würzburg am Freitag, den 10. Juli 2020 die Besatzung eines Streifenwagens damit beschäftigt war, einen Rave zu unterbinden, entschloss(en) sich kurzerhand eine/einige in der Nähe befindliche Person(en), den abgestellten Streifenwagen in Brand zu setzen. Zwar konnte dieser von anderen Cops gelöscht werden, bevor er vollständig ausbrannte, fahruntüchtig war er jedoch trotzdem und einen Schaden von mehreren tausend Euro hat das kleine Feuerchen zudem verursacht.

Für die unterfränkische Polizeigewerkschaft ist dies ein “Feiger und schwerer Angriff gegen den Rechtsstaat”. Hoffen wir, dass sie Recht behält.

Und wieder brennt ein Mobilfunkmast

Diesmal in Neuperlach am Theodor-Heuss-Platz. In der Nacht auf Mittwoch, den 08. Juli 2020 war dort ein Knall zu hören und ein im Vollbrand stehender Mobilfunkmast zu bewundern. Der Schaden liegt laut Cops bei rund einer Million Euro!

In den letzten Monaten brannten in München vermehrt Funkmasten, zuletzt Ende Mai auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks. Auch hier war Brandstiftung die Ursache für den Brand.

Die durch zahlreiche Funkmasten im Stadtgebiet aufgespannten Funknetze für mobiles Internet, Telefonie, aber auch polizeilichen, militärischen und geheimdienstlichen Rundfunk, bilden in gewisser Hinsicht zusammen mit dem Glasfasernetzes das Nervensystem einer zunehmend überwachteren und kontrollierteren »Smart City«. Wenn alle Gegenstände in der Stadt Augen und Ohren haben und intelligent auf ihre Umgebung, d.h. vor allem passierende Menschen, reagieren, ist es möglich, die urbane Umgebung vollständig zu kontrollieren. Das liegt längst nicht mehr nur im Interesse von Staat und Polizei, sondern ist vor allem Teil einer weltweiten Technologisierung, in der das (menschliche) Individuum zunehmend mehr bloß als Teil einer gigantischen vernetzten Maschine gesehen wird. Tech-Konzerne wie Google, Tesla, Amazon, usw. treiben diese Vorstellung massiv mit voran. Die ersten Resultate sind dabei längst auf unseren Straßen sichtbar: smarte Paketboxen, E-Scooter, smarte Straßenlaternen, Überwachungskameras und Menschen, die die Welt bloß noch durch den Bildschirm ihrer Smartphones wahrnehmen …

Dass wir all das nicht einfach hinnehmen müssen, das zeigt dieser Angriff ebenso wie frühere Angriffe auf Glasfaserkabel oder Funkmasten. Einen Funkmasten abzufackeln ist dabei oft einfacher als gedacht. Ein paar Benzingetränkte Stofffetzen und etwas Gummi wie ein Reifen als weiteres Brennmaterial, ein Funke und dann auf und davon in die durch den Feuerschein erhellte Nacht.

Die Bullen, die Isar und der Tropfen, der alles zum Überlaufen bringt

Dass es an der Isar so nicht weitergehen könne und dass das Konsequenzen haben werde, verkündete Bayerns Oberpatriarch vor einer Woche. Denn trotz Panikschürerei und massiver Repression lassen es sich die Leute nicht nehmen gemeinsam an der Isar zu chillen und Spaß zu haben. Nach den Krawallen in Stuttgart vor zwei Wochen und den oben erwähnten mahnenden Worten unseres so um unsere Gesundheit besorgten Obermackers haben an der Isar (und anderen Orten, an denen Menschen gemeinsam Spaß haben) die Gängeleien durch die Schweine eine neue Dimension angenommen. Massive Polizeipräsenz, (häufig nur mit einer oder zwei Personen besetzte) Wannen mit Flutscheinwerfern, die Patrouille fahren oder „Hotspots“ wie die Wiese am Monopteros vollständig umstellen, Taschenlampenterror, Personalienkontrollen von jeder kleinsten Personengruppe, Räumungen, Kessel, Festnahmen. Gleichzeitig üben sich die Bereitschafts- und USK [1]-Bullen in bisher ungekanntem Ausmaß im „Good Cop“-Spiel, was unter diesen Voraussetzungen immer wieder zu äußerst skurrilen Situationen führt(e).

Dass die Bullen Angst vor einem Krawall nach Stuttgarter Vorbild haben, ist klar. „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es einige gibt, die das auch in München probieren wollen. In der gewaltbereiten Szene kann Stuttgart einen Vorbild-Charakter haben. Nach dem Motto: Wenn die das im Südwesten schaffen, dann vielleicht auch wir in München“, meinte auch Bayerns Fast-Oberbulle Wilhelm Schmidbauer. Das hat er gut erkannt. Gründe die Schweine und den Staat zu hassen gibt es genug und mit Beginn der „Corona-Krise“ hat der Staat so deutlich wie lange nicht gezeigt, wie es um unsere angebliche Freiheit steht und bei vielen den Hass und die Wut geschürt.

Auch am Baldeplatz kam es letzte Freitag- und Samstagnacht zu Gängeleien durch die Schweine. Dieses Mal blieb dies allerdings nicht unbeantwortet. Während am Freitag die Cops gegen 1 Uhr morgens die am Baldeplatz chillenden Personen kesselten und gegen teils erfolgreiche Ausbruchsversuche zu kämpfen hatten, nutzten eine oder mehrere findige Personen die Ablenkung, um die Scheiben einer der vielen Copkarren, die überwiegend unbewacht in der Nähe standen, zu zerschlagen. Als am Samstag dann nach stundenlangem „Good Cop“-Theater am Baldeplatz eine Person festgenommen wurde, was Auseinandersetzungen mit der Bullerei zur Folge hatte, wurden an der Wittelsbacherbrücke sowie an mehreren anderen Orten in unmittelbarer Nähe zur Isar und dem Englischen Garten mehrere Mülltonnen angezündet. Trotz stundenlanger Fahndung im Anschluss daran konnten die Schweine wohl niemanden für die Taten verantwortlich machen.

Zwei einfache Handlungen des Widerstands haben die Bullen bereits massiv in Stress versetzt. Sie scheuen sich sogar davor selbst davon zu berichten [2]. Aus gutem Grund, denn was würde wohl passieren, wenn sich diese einfachen Handlungen multiplizieren würden? Wenn man sich nichts mehr gefallen lassen würde, wenn man sich nicht als unschuldiges und unrechtmäßiges Opfer von Polizeigewalt betrachtet, der man einfach ausgeliefert ist und wo man nur an die Politik appellieren kann, das doch nicht so weit zu treiben, dass das „unverhältnismäßig“ sei? Was würde passieren, wenn man stattdessen die Polizei und den Staat als den Feind identifiziert, der einem das Leben immer wieder zur Hölle macht und den man gezielt angreifen kann? Bullen haben Autos, Bullen haben Namen und Adressen. Ein Schal oder eine Maske, ein paar Handschuhe (dank Corona jetzt meist eh bereits massenhaft vorhanden und zur Hand), ein Blick auf potenzielle Kameras oder Denunzianten, ein Stein oder ein Feuerzeug und den Willen sich zu wehren, mehr braucht es eigentlich nicht. Schluss mit der Schikane! Schluss mit zivilem (Un-)Gehorsam! Angriff ist die beste Verteidigung.

Endnoten

[1] USK ist die Prügeleinheit der bayerischen Polizei, die dazu ausgebildet ist Massen von Menschen zu kontrollieren und die viel bei Demonstrationen und Fußballspielen eingesetzt wird.

[2] Mittlerweile haben sie das mit einiger Verspätung dann doch noch getan. Sie berichten, dass sie „massiv beleidigt“ und angespuckt wurden. Hoffen wir, dass sie nächstes Mal massiv eins in die Fresse kriegen.

Funkmast des Bayerischen Rundfunks abgefackelt

In der Nacht auf Freitag, den 22. Mai 2020 wurde in München Freimann ein Sendemast auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks abgefackelt. Gegen 03:00 Uhr morgens schlug ein Rauchmelder, der am Funkmast angebracht war, Alarm. Zahlreiche Feuerwehrkräfte rückten zum Brandherd aus und brachten auch gleich die Bullen mit, die mit 20 Streifenfahrzeugen und einem Hubschrauber die Gegend auf der Suche nach den Brandstifter*innen absuchte. Zu unserer Freude ohne auch nur den geringsten Erfolg.

Auch wenn die Feuerwehrkräfte gemeinsam mit Techniker*innen vom BR und Vodafone ihr Bestes gaben, um das Feuer in über 30 Metern Höhe zu löschen und Funkmast und darauf befindliche Technik zu retten, waren die Kabelstränge am Ende vollständig verkohlt und der Funkturm musste vom Betrieb genommen werden. Über den Zustand der Sendeanlagen ist bislang nichts bekannt, Störungen habe es laut BR lediglich beim Empfang von DAB im Norden Münchens gegeben.

Brenn, Funkmast, brenn! – Eine kleine (unvollständige) Chronik

Viel Hoffnung setzen Technofaschist*innen und sonstige Verfechter*innen des sogenannten „Fortschritts“ auf die Digitalisierung, damit Menschen die Maßnahmen akzeptieren, die ihnen im Zuge der „Coronakrise“ auferlegt wurden, denn digital sei doch genauso gut wie das echte Leben. Zum massiven Ausbau des digitalen Angebots gehört auch die Errichtung tausender neuer Mobilfunkmasten, die mit dem neuen Mobilfunkstandard 5G die digitale Welt revolutionieren sollen und die feuchten Träume einer vernetzten, smarten und vollständig kontrollierbaren Welt wahr werden lassen sollen. Doch wo Funkmasten errichtet werden, finden sich auch immer Leute, die nur darauf warten sie wieder abzufackeln. Und so breitet sich gerade wie ein Lauffeuer in vielen Ländern der Widerstand gegen die neuen 5G-Masten ebenso wie gegen andere Phallussymbole der Techherrschaft aus. Als „Verschwörungstheoretiker*innen“ werden diese Widerständler*innen verschrieen, und auch wenn einige wohl wilde Theorien bezüglich 5G haben, so ist ein wärmendes Feuerchen gegen die kalte Techwelt doch nie verkehrt. Hier eine kleine unvollständige Chronik:

Belgien

  • In Pelt brannte spät am Abend des 18. April eine Antenne des Anbieters Telenet in Pelt, kleine Gemeinde in Limburg einige Kilometer von der niederländischen Grenze entfernt. Dass es sich um einen mutwilligen Akt handle scheint unbezweifelbar, denn der Zaun, der den Mast beschützte, wurde aufgeschnitten und Reste eines Brandbeschleunigers seien aufgefunden worden. In Reaktion auf diesen Anschlag wurde die Webseite, auf der öffentlich zugänglich der genaue Standort jedes Funkmastes verzeichnet war, mit einem passwortgesicherten Login versehen.

Chile

  • In den frühen Morgenstunden des 27. März erschütterten starke Explosionen die Gemeinde Contulmo, welche sich in der Provinz von Arauco in Wallmapu [1] befindet. Anonyme Hände platzierten Sprengstoff am Fuß einer Telekommunikationsantenne, welche daraufhin in die Luft flog und lautstark in einen zweiten Funkturm krachte, der teilweise beschädigt wurde. Der Angriff ereignete sich entlang der Strecke p-80r, die die Gemeinde Contulmo mit Purén verbindet. Vor allem im Sektor Pata de Gallinas sind fast alle Telekommunikationsnetze betroffen. Auf derselben Strecke, ein Stück weiter entfernt, waren drei Bäume gefällt worden, um den schnellen Zugang der Polizei zu verhindern, inmitten der nationalen Ausgangssperre, die auf die Corona-Situation und das Fortschreiten der sozialen Kontrolle folgte. Zum Ort des Geschehens eilten schliesslich die GOPE, Labocar und OS-9 herbei. [2][1] Gebiet im Süden Chiles, bekannt für den anhaltenden Konflikt der Mapuche (Indigene) mit dem chilenischen Staat
    [2] GOPE ist eine Spezialeinheit der Polizei, Labocar ist die
    Spurensicherung und OS-9 ist zuständig für die Ermittlungen.

Frankreich

  • In der Nacht vom 09. auf den 10. April wurden auf dem Mont-Poupet, in der Umgebung von Salins-les-Bains (Jura), zwei Mobilfunkmasten, die im Abstand von nur wenigen dutzend Metern aufgestellt waren, angezündet. Sie wurden unter anderen von Orange und SFR genutzt. Die Telefon- und Internetverbindungen waren mehrere Tage lang in mehreren Gemeiden unterbrochen. Außerdem mussten über 50 Meter Kabel an acht Antennen ersetzt werden. „Diese Zerstörung erinnert an die drei Antennen in Au Belu in Aiglepierre. Diese Brandstiftung hatte vom 07. auf den 08. April 2019 stattgefunden, gegen 2 Uhr 30, fast genau vor einem Jahr. Kurz davor, im Februar 2019, wurden innerhalb weniger Wochen mehrere Mobilfunkmasten um Besançon herum angezündet“, erzählt der Staatsanwalt vom Jura.
  • Am Wochenende vom 11. und 12. April wurden die Aufbauten des Telefonanbieters Orange, die auf der Höhe des Kreisverkehrs auf der Straße von Rochelongue aufgebaut sind, Opfer von Vandalismus: Brandstiftungsversuch, abgerissene Türen, abgerissene ADSL-Regler und in einem Radius von 500 m um diese Vermittlungsstelle massig durchgeschnittene Kabel führten dazu, dass die 257 Kund*innen dieser Vermittlungsstelle keinen Zugang zu Internet und Telefon hatten, egal, welchen Anbieter sie nutzten. Die Dauer der Reparatur der Schäden wurde auf circa zwei Wochen geschätzt.
  • „In Zeiten der Ausgangsbeschränkungen haben einige nicht mehr genug zu essen. Dieses insbesondere durch die Schließung zahlreicher Gastronomiebetriebe. Aber um ihren quälenden Hunger zu befriedigen haben unsere Nagetierfreunde, die mit den entwickelsten Geruchssinn unter den Spezies besitzen, die diesen Planeten bevölkern, ein ebenso köstliches wie im Überfluss vorhandenes Mahl gefunden. […] In Poitiers, in der Vienne, haben unsere Feinschmecker [die schwarze Ratte], in der Nacht vom 11. auf den 12. April, sich ein Festmahl gegönnt, das sich unter dem Beton zwischen dem Rathaus und der Mediathek befand. Aber was befindet sich nur wenige Meter unter unseren Füßen, das die Nager für ihren wahren Wert schätzen? Glasfaserkabel, deren Umhüllungen reich an Stärke sind. Diese könnten nebenbei eine ihrer Lieblingsmahlzeiten in den kommenden Jahren werden, so wie diese sich überall ausbreiten. Ihre Mahlzeit entsprach nicht dem Geschmack der Herrschaft, denn sie unterbrach mehrere Server, die in der Nähe eingerichtet waren.“
  • In der Nacht vom 14. auf den 15. April wurde erneut im Jura ein Funkmast des Anbieters Orange, der oberhalb des kleinen Dorfes Ruines, in Foncine-le-Haut, angebracht war, angezündet. Nicht weniger als 1500 Telefonlinien wurden dadurch für rund ein Dutzend Tage unterbrochen. Es sind insbesondere die Energiezufuhr und die Koxialkabel durch das Feuer zerstört worden. Es kam außerdem zu Batteriediebstahl und Diebstahl von Material des Mastes, das zur Verbreitung des Mobilfunknetzes (2G, 3G, 4G) dient, in Foncine-le-Haut, aber auch in Foncine-le-Bas, les Planches-en-Montagne, als auch in Chaux des Crotenay. Laut dem Anbieter Orange kommt es „seit mehreren Wochen, und zwar überall, zu zahlreichen Akten des Vandalismus gegen Infrastrukturen von Orange.“
  • In der Nacht vom 23. auf den 24. April wurde in Belfort ein Lieferwagen einer Firma, die Glasfaserkabel verlegt, den Flammen übergeben. Die Gesamtheit des Materials und der Werkzeuge, die sich im Inneren des Wagens befanden, wurden karbonisiert.
  • Am 26. April wird ein Funkmast von Orange in Plaintel an den Côtes d’Armor angezündet und wird dabei erheblich beschädigt. 1000 bis 2000 Bewohner*innen von Plaintel und Quintin sind von Einschränkungen des Netzes betroffen.
  • In der Nacht vom 29. auf den 30. April wurde eine Antenne des Anbieters Free in Provins, auf Höhe von Anney-le-Vieux in der Haute-Savoie angezündet. Brennende Reifen seien an den Fuß des Mastes geworfen worden.
  • In Douai (Norden) wurde in der Nacht vom 02. auf den 03. Mai eine Antenne von Orange angezündet. Die Schäden sind groß.
  • „Um es einfach zu halten: dieses neue Level an Kontrolle hat in uns noch mehr die Wut geweckt und uns Lust gegeben zu handeln. Nichts zu tun bedeutete in unseren Augen, es zu akzeptieren. Wie immer, dass die Kontrolle so gut funktioniert, liegt auch daran, dass die Leute, gut in ihrer virtuellen Blase eingerichtet, sie unterwürfig akzeptieren, um sich weiter unterhalten zu lassen und telezuarbeiten. Aber das ist mehr als je die Nabelschnur, die sie mit diesem bemitleidenswerten Leben verbindet. Das ist der Grund dafür, dass wir einen Mobilfunkmast in der Nacht vom 05. auf den 06. Mai in Toulouse, auf der Ostseite des Pont de l’Embouchure angezündet haben. Es war einfacher, als wir es uns vorgestellt hatten. Offensichtlich sind wir nicht die einzigen, die vor Wut kochen und wir freuen uns darüber. Totale Feindschaft gegenüber der Zivilisation und den Scheißhaufen, die sie errichten.“
  • Auch in Oriol-en-Royans (Drôme), Saint-Marcellin (Isère), Chatte (Isère) und Estrablin wurden Mobilfunkmasten angezündet.

Großbritannien

  • Großbritannien gilt als der Startpunkt für die Angriffe auf (5G-)Mobilfunk-Masten. Anfang April gab es die ersten Vorfälle, mittlerweile wurden wohl insgesamt 77 Masten angezündet – die Mehrheit davon unterstützte übrigens dabei kein 5G, was aber die Medien, Regierungsbeauftrage und „Expert*innen“ nicht davon abhält zu verbreiten, dass ausschließlich die Theorie, 5G verursache Corona, Grundlage dafür sei, dass Menschen Mobilfunkmasten abfackeln würden. Allein am Osterwochenende wurden im ganzen Land zwanzig Masten Opfer der Flammen. Inzwischen hätte sich das Tempo der Angriffe verlangsamt, sagte eine Sprecherin von Mobile UK, sie würden nicht mehr täglich stattfinden. Des Weiteren soll es 40 Vorfälle gegeben haben, in denen Menschen Mitarbeiter*innen von Mobile UK entweder physisch oder verbal angegriffen hätten.

Italien

  • Am 10. oder am 22. April (die Pressesprecher*innen der Präfektur konnten sich da nicht einigen!) gingen mehrere 3G- und 4G-Antennen von WindTre und Iliad bei Maddaloni in Flammen auf. Ein Teil der Bewohner*innen haben mitten in der Ausgangssperre weder Internet noch Telefon. Aber was interessiert eine*n das richtige Datum, wenn das Ergebnis doch da ist, klar und deutlich wie verglühte Kabel und Apparate. Wer weiß, ob nicht einige Einwohner*innen nicht wieder angefangen haben – durch die Umstände dazu gezwungen – wieder miteinander zu sprechen und sich in die Augen zu sehen? Wie es inzwischen in gewissen Ländern Usus geworden ist, haben sich die Aasgeier und die Papageien des Staates auf die These von verschwörungstheoretischen 5G-Opponent*innen gestürzt, auch wenn dieser Angriff anonym verübt wurde und es viele andere Gründe dafür gibt, um sich solcher technologischer Strukturen anzunehmen. Dieser Apparat trägt zur Entfremdung und zur Versorgung dieser techno-wissenschaftlichen Welt bei, die unser Leben entleert und die Ausübung von Herrschaft mithilfe der Kontrolle perfektioniert. Gegen jeden Virus, inklusive dem der technologischen Pandemie, das Feuer ist auf jeden Fall ein gutes Heilmittel. Auf zum Nächsten!
  • In der Nacht vom 29. April wird eine Antenne von Wind in Rom in der Nähe des Tiburtina-Bahnhofs angezündet. „Solidarität mit den Gefangenen, die kämpfen. Wir fühlen uns dem anarchistischen Gefangenen Davide Delogu nahe, der im Hungerstreik ist. Gegen den Staat und seine Maßnahmen. Gegen die Technologien der Kontrolle. Handeln ist immer möglich.“

Kanada

  • In der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai wurde ein Telekommunikationsturm, der mit 3G und 4G ausgestattet war, in Laval, im Norden von Montréal angezündet. Dabei wurden nicht nur die Verbindungen unterbrochen, das Feuer hat auch die Struktur schwer beschädigt, die insbesondere von Rogers und Telus genutzt wird. Das Feuer wurde gegen 2 Uhr morgens gelegt, an diesem Telefonmast, der sich im Gewerbegebiet im Westsektor von Chomedy befindet. Die Ermittler*innen vermuten, dass die Brandstifter*innen Brandbeschleuniger am Fuß des Turm verwendet haben, damit die Flammen anschließend entlang der Kabel nach oben wandern. Der Schaden wird auf mindestens eine Million Dollar geschätzt. Der Zustand des Turm ist so miserabel, dass er droht einzustürzen, was die Ermittlungen verkompliziert. Laut einer anderen Quelle soll das Feuer an der Spitze des Mastes, der um die zwanzig Meter hoch sein soll, gelegt worden sein. Übrigens hat das Unternehmen TELUS diesen Akt des Vandalismus verurteilt: „Wenn Leute an Telekommunikationsstrukturen Feuer legen, gefährden sie das Leben der Kanadier, die diese nutzen, um mit ihrer Arbeit, der Schule, in der medizinischen Hilfe, mit den Regierungsbehörden und ihren Nächsten in Verbindung zu bleiben„, schrieb das Unternehmen in einer Stellungnahme.

Niederlande

  • In der Nacht vom 03. auf den 04. Mai wurden zwei Telekommunikationsmasten in La Haye angezündet. Die erste Sabotage wurde an einem Mast in der Nähe von De Huihof gegen 1 Uhr 30 verübt, der ausschließlich für den Notruf und die Staatssicherheit genutzt wurde (insbesondere für Polizei und Armee), denn er war Teil des Netzes C2000. Die Verbindungen wurden unterbrochen und sie mussten auf andere Antennen umgeleitet werden. Eine halbe Stunde später wurde ein weiterer Mast in Brand gesetzt, nicht weit von Laan van Pont, der noch viel gravierendere Schäden verursachte. Es handelte sich um eine Antenne eines privaten Anbieters und war mit der 5G-Technologie ausgestattet. Außerdem erwähnen die Bull*innen noch einen weiteren Brand an einer Antenne am Vorabend, ohne aber mehr Details zu nennen. In einer Stellungnahme distanzierte sich die Organisation „Stop5GNL“ von diesen Sabotagen und bekräftigte ausschließlich legale Wege beschreiten zu wollen. In der Nacht vom 29. auf den 30. April war bereits ein Mast in Standdaarbuiten (Noord-Brabant) angezündet worden. Am vorigen Wochenende (25. auf 26. April) wurde eine Antenne im Waldgebiet in der Nähe von Swifterband in Flevoland Ziel eines Feuerangriffs, ebenso wie eine andere in Waddinxveen. Insgesamt sind mehr als zwanzig Mobilfunkmasten seit Anfang April in den Niederlanden das Ziel von Angriffen geworden, wovon eine in Dronten vollständig zerstört wurde. Bisher sind drei Personen in den Niederlanden mit dem Verdacht auf Brandstiftung an diversen Masten verhaftet worden. Der Koordinator für die Sicherheit und den antiterroristischen Kampf zog die Alarmglocke bezüglich der radikalen Opposition, die gerade dabei ist das Land zu erfassen. Er fürchtet sich insbesondere vor der Vervielfältigung von „extremistischen Protesten gegen die Ankunft von 5G“ und erinnerte an die Gefahr für den Staat und seine Behörden, wenn das Mobilfunk- und das Internetnetz gekappt würden.

USA

  • „Ein neuer Maitag, ein neuer Funkturm in Flammen. Ein kleiner Akt in den frühen Morgenstunden, jedoch eine Eskalation jenseits der Norm. Und wir wollen nie zur „Normalität“ zurückkehren. Wir kennen den Unterschied zwischen 4G und 5G nicht. Alles, was wir wissen, ist, dass wir nichts davon wollen. Die Nähe des Turms zu einem Bahnhof, dem Büro eines Pharmaunternehmens und anderen Militär-/Söldnerunternehmen im Philadelphia Navy Yard hatte zum Ziel, ihre Operationen zu stören, egal wie klein die Auswirkungen auch sein mögen. Es soll auch eine Erinnerung sein, dass niemand unerreichbar ist, wenn du die entsprechende Entschlossenheit hast. Und dieser Akt speziell war relativ einfach. Die erste Flamme war eine warme Umarmung für den Gefährten Badger, vermeintlich auf der Flucht nach einer Serie von ähnlichen Vorfällen in Bristol. Bleib frei! Der anschließende Rauch ein Signal an die Gefährt*innen, die in Italien der Scripta Manent Verfolgung ausgesetzt sind… wir stehen an eurer Seite! Für Freiheit, für Anarchie!“ Bristling Badger Brigade

Auch in Zypern und Irland kam es zu Angriffen auf Mobilfunkmasten (aus Zeitgründen hier leider nur am Rand erwähnt).

Quellen: Sans Attendre Demain, Attaque, 325, Noticias de la Guerra Social, diverse bürgerliche Medien.

Flammende Spaziergänge entlang der Bahngleise…

Dank Kontakten zu Mitarbeitern der Deutschen Bahn habe ich erfahren, dass die Polizei und die Presse zwei Ereignisse in München verharmlost haben. Am Freitag, den 17. April wurden Kabel entlang der Schienen in Allach und Johanneskirchen angezündet. Diese Streckenabschnitte werden für den Nah- und den Fernverkehr verwendet, ebenso wie für Warenverkehr. An den betroffenen Stellen waren nicht nur Signalkabel verlegt, sondern auch, wie es häufig der Fall ist, Glasfaserkabel. Meistens findet man diese Kabel unter Betonplatten entlang der Bahngleise, diejenigen mit Glasfasern sind mit kleinen Wellen markiert. Diese Brände haben mehrere Tage lang Verspätungen bei der Deutschen Bahn verursacht, weil sie gezwungen war ihre Züge umzuleiten. Man kennt die Konsequenzen bezüglich der Glasfaserkabel nicht, weil die Medien sie verheimlicht haben.

Rückübersetzung ins Deutsche aus dem Französischen. Offenbar wurde dieser Artikel auf Indymedia veröffentlicht, jedoch relativ zeitnah wieder gelöscht.

Quelle: Sans Attendre Demain

[Bielefeld, Deutschland] Drei Fahrzeuge des Ordnungsamtes abgefackelt

In der Nacht auf den 17. April 2020 wurden in Bielefeld drei Fahrzeuge des dortigen Ordnungsamtes in Brand gesteckt. Zwei von ihnen brannten vollständig aus, ein drittes konnte von der Feuerwehr noch rechtzeitig gelöscht werden. Es blieb aber dennoch ein Schaden.

Die Fahrzeuge waren vor dem Sitz des Ordnungsamtes am Ravensburg-Park abgestellt. Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.

via Sans Attendre Demain / Anarchists Worldwide