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[Cayenne (Guyana)] Rektorat und Forstamt unter Feuer der Aufständischen

Serienbrandstiftungen in Cayenne, eine weitere Nacht städtischer Gewalttaten
Französisch-Guyana, 11. September 2021

Die Nacht ist in den Straßen des Stadtzentrums und im Bereich von Baduel erneut unruhig gewesen. Mehrere Personengruppen, überwiegend Jugendliche, haben Brände gelegt und Barrikaden errichtet um sich gegen Ordnungskräfte zur Wehr zu setzen.

Das Viertel wurde an fast allen seinen Abzweigungen mit den anliegenden Straßen angezündet und fand sich diese Nacht im Belagerungszustand wieder. Wie am Vortag wurde das städtische Mobiliar ebenfalls zur Zielscheibe. „Es ist mindestens drei Jahre her, dass ich hier sowas erlebt habe“, bezeugt Mariana, die seit fast zwanzig Jahren in diesem Viertel lebt.

Die zweite Nacht in Folge haben sich mehrere Jugendgruppen im Stadtzentrum von Cayenne und im Bereich von Banduel unter dem Zeichen erneuter Gewaltausbrüche verteilt. Zahlreiche Mülltonnen- und sonstige Brände wurden zwischen 00h30 und 3h30 in der Früh gelegt. Mehrere Teile von Banduel waren mehrere Stunden lang nicht passierbar. Wie auch immer das zusammenhängt, gab es auf dem Parkplatz des Rektorats [wahrscheinlich eine Art Bildungsministerium in Guyana] einen Großbrand. Fünf Fahrzeuge wurden dort abgefackelt, nachdem Personen sich mit Gewalt Zugang verschafften. Der Zaun ist stark beschädigt.

„Es gibt keine Forderungen, die mit der Brandstiftung an den Fahrzeugen gestellt wurden, wir können uns also nur überlegen, ob es mit den Forderungen bezüglich des Schulanfangs zu tun hat, aber wir müssen vorsichtig bleiben“, erklärt der Oberstaatsanwalt Samuel Finielz. die Kriminalpolizei wurde mit den Ermittlungen zu den Motiven hinsichtlich dieses bewussten Aktes beauftragt.

Einige Kilometer weiter sind die Büros des ONF [Forstamt], Route de Montabo, ebenfalls in dieser Nacht den Flammen zum Opfer gefallen. Auf den ersten Blick scheint der Brand im Inneren begonnen zu haben und hat das Dach eines der Gebäude des Forstamtes stark beschädigt.

Quelle: Sans Nom

Boris, wir denken an dich!

Seit Anfang August liegt Boris mit schweren Brandverletzungen im Krankenhaus, noch immer ist unklar, ob er überleben wird. In Frankreich und anderswo gab es seit seiner Inhaftierung und insbesondere seit dem Brand in seiner Zelle einige Angriffe, die mit den Gedanken bei Boris seinen Kampf fortführen.

16. Juni

„Wir haben in der Nacht vom 16. auf den 17. Juni [in Toulouse] drei Fahrzeuge mithilfe von Anzündern, die wir unter die Vorderreifen oder auf den Hinterreifen unter die Tanköffnung gelegt haben, angezündet, ein E-Auto von Tesla, einen Lieferwagen von Socorep und einen Lieferwagen von Scolopec.

– Den Tesla, weil das, was ihn zusammensetzt,  aus den schlimmsten Extraktionsbedingungen von seltenen Erden, von Kunststoffen, von Metall stammt und weil er mit Strom angetrieben wird, der auch mithilfe der Extraktion von Uran produziert wird. Dieser Extraktivismus hält zahlreiche Orten und Personen unter westliche neokoloniale Abhängigkeit, während er gleichzeitig die Umwelt zerstört… Das ist der Grund, aus dem uns der mit grünem Lack überstrichene Kapitalismus anekelt, weil er wie der Rest von der Ausbeutung der Welt zu wirtschaftlichen Zwecken abhängt und weil seine Produktion überhaupt nicht recyclebar ist.

– Den Socorep-Lieferwagen, weil Socorep ein Großbau-Unternehmen ist, das zur Ausbreitung der Städte und der Zivilisation beiträgt, auch wenn 40 000 Wohnungen in Toulouse leerstehen (um nur von Wohnungen zu sprechen) für so viele Personen auf der Straße und für abgeschobene Menschen in ihr Herkunftsland.

– Den Scolopec-Lieferwagen, weil dieses Unternehmen Telekommunikationsnetzwerke errichtet, insbesondere 5G, was zur Abhängigkeit von der Technologie und der Gesellschaft des Spektakels, die so viele Menschen einlullt, beiträgt. Außerdem wird diese Technologie immer mehr Alltagsgegenstände miteinander verbinden und eine größere Überwachung der Bevölkerung und der Ströme ermöglichen, wenn sie aufrecht erhalten wird.

Wir wollen dieser wuchernden Zivilisation ein Ende setzen.
Auf dass diese Flammen sich ausbreiten mögen und unsere Anarchie dazu!

Solidarität mit B., der für die Brandstiftungen an Funkmasten angeklagt ist.“

15. Juli

„In der Nacht vom 15. auf den 16. Juli haben wir einen Transporter mit Hebebühne von Scopelec im Quartier des Eaux Claires in Grenoble angezündet.

Ein kleiner Schlag gegen dieses Unternehmen, das Teil daran hat, durch die Installation von Telekommunikationsnetzen (Glasfaser, 5G, etc.) die technologische Kontrolle auszuweiten. Die Etablierung eines Gesundheitspasses ist ein Stein mehr in der Errichtung „intelligenter Städte“, von Überwachung und Tracking.

Solidarität mit Boris, der für die Brandstiftung an zwei Funkmasten eingesperrt ist!

P.S.: Der Regen löscht das Feuer nicht.“

 

18. August

„In den Höhen der Peripherie von Nancy hat an diesem 18. August eine 5G-Antenne gebrannt. Weder Atomkraft noch 5G! wurde auf eine Wand der Einfassung getaggt, die Menschen vom Zutritt abhalten sollte.

Eine Antwort unter anderen gegen die Hartnäckigkeit der Regierung, mit Gewalt ihr Projekt der Digitalisierung der Welt durchzusetzen. Dieses Jahr wird auch entscheidend für das Atommüll-Endlagerprojekt in Bure sein, das sich auch trotz des lokalen und weiter entfernten Widerstands, der seit Jahren aufrechterhalten wird, auferlegt. Die Atomkraft und 5G sind die Pfeiler einer tödlichen Industrie.

Solidarität mit allen in Folge dieser Kämpfe angeklagten Personen!

Erleuchtete Jogger und Joggerinnen“

21. August

„Gestern abend wollten wir Boris, anarchistischer Gefährte, der wegen eines Feuer in seiner Zelle im Gefängnis von Nancy-Maxéville im Koma liegt, eine solidarische Botschaft schicken.

In Montreuil schreitet die Gentrifizierung mit Riesenschritten voran, mit neuen Wohngebäuden, die dank des Ausbaus der U-Bahn für eine betuchtere Bevölkerung bestimmt sind. Wir sind keine Bewunderer der Elendsbehausungen der Armen und der Viertel, die vom Schwarzhandel zermürbt sind, eine einfache Form des Kapitalismus, wenn auch illegal. Aber das Labyrinth aus Gassen zwischen den kleinen, selbstgebauten Häusern hat seinen Charme und erlaubt den Menschen, die dort leben, andere Beziehungen zu bilden, weniger vom Geld bestimmt sind. Auch eine andere Beziehung zum Staat. Die verwinkelten Gassen machen die Videoüberwachung, die auch in Montreuil zunimmt (wie überall in Paris), weniger effizient.

In diesem Kontext ist die Werbung in wichtiger Vektor, um die kapitalistischen und autoritären Werte dieser Gesellschaft durchzusetzen: Eigentum, Konsum, Arbeit, „Erfolg“, Konformismus. Diese Ideen haben die Vorstellungskraft von fast allen kolonisiert, inklusive der ärmsten und marginalisiertesten sozialen Schichten. Dieser Konformismus des Denkens verhindert sich etwas anderes vorzustellen, ein anderes Leben. Wie soll man mit Menschen über Revolution sprechen, die nur von Reichtum, Familie, flüchtigen Gadgets träumen, die das gelebte Leben ausfüllen?

Deshalb dachten wir, dass ein Kastenwagen von JC Decaux [Werbeunternehmen] ein gutes Ziel wäre. Der, der in der Rue Ernest Savart geparkt war, wurde also den Flammen übergeben. Das gleiche Schicksal ereilte etwas weiter unten in der Rue Victor Beausse ein Kleintransporter von Enedis [Stromunternehmen] (nicht nötig, die in diesem am meisten nuklearisierten Land der Welt vorzustellen).

Nur Mut Boris!
Erhobenen Hauptes, mit feurigem Herzen!
Lang lebe die Anarchie!

21. August

In der Nacht vom 21. auf den 22. August haben wir in Paris einen Transporter von Eiffage [Knastbauer] in Brand gesetzt. Das Gefängnis zerstört Leben, drinnen und auch nach der Entlassung. Es schwebt auch wie eine Drohung über den Personen außerhalb. Eine Drohung gegen jene, die sich gegen diese Ordnung der Dinge auflehnen. Es ist das letzte Bollwerk dieser Welt gegen jene, die aus Notwendigkeit oder aus einer Entscheidung heraus diese bekämpfen.

Wir haben leider nicht die Kraft um das zu tun, was getan werden müsste, nämlich diese Betonmonster bis zum letzten in Trümmern zu hinterlassen. Wir weigern uns trotzdem aufzugeben, weil es durch den Kampf in der unterlegenen Position selbst ist, dass wir ein bisschen erblicken können, was wir wollen: Freiheit und das Ende der Ausbeutung.

Wir greifen also unter anderen die Unternehmen an, die sich durch das Bauen von Gefängnissen oder durch ihre Verwaltung bereichern. Wie Eiffage!

Solidarität mit Boris“

30. August

„Die kapitalistische Wirtschaft braucht es der Gesellschaft Sicherheit zu verkaufen, einer elendigen, schlafenden Gesellschaft. Die kapitalistische Maschine, ihre uniformierten Schergen und die Scheiße, die sie umgibt, existiert, um Menschen dazu zu bringen Befehlen zu gehorchen und dann zu scheißen und Plastikzeug wie Handys zu kaufen. Natürlich bringt eine Wirtschaftskrise keine Repression, aber Immigranten, Viren, Feuer und Dissidenten schon. Regierungen werden alles nutzen um die Überwachung der Massen zu vergrößern, Angst zu schüren, Langeweile über Bildschirme, folge einfach den Apps und du bist sicher.

Einige gehorchen Befehlen natürlich nicht, sondern positionieren sich bewusst auf der anderen Seite und leisten Widerstand gegen die leere kapitalistische Realität. Einige führen den Kampf in den Zellen der Tyrannei fort. Für sich und für uns. Lasst uns die Feuer von den Wäldern in die Städte tragen. Lasst die Aristokraten, die Sicherheitskräfte und ihre Herren jeden Preis für die Katastrophen zahlen. Am Montag, den 30. August, haben wir ein Fahrzeug des ELTA-Kuriers [griechische Post] in Vyronas in Gmittou [in Griechenland] abgefackelt.

EINE KLEINE SOLIDARITÄTSBOTSCHAFT UND UNTERSTÜTZUNG FÜR DIMITRIS HATZIVASSILIADIS

FÜR DEN ANARCHISTEN BORIS DER NACH EINEM BRAND IN SEINER ZELLE IM KOMA LIEGT

Anarchisten“

4. September

„Während ich im unteren Montreuil in der Nähe von der Nummer 4 der Rue Dolorès spazieren ging, konnte ich feststellen, dass die Fassade von Egis umdekoriert worden war. Zusätzlich zu zahlreichen Tags kann man auf den oberen Etagen Farbflecken erkennen.

„Solidarität mit den Eingesperrten / Stirb Egis Stirb Knast / Antennen, Gitterstäbe, Nieder mit dieser Gefängniswelt / Egis baut Gefängnisse / Solidarität / Egis stirb / Wir wollen nicht in euren Knästen vermodern / Feuer den Knästen / Aufstand, er lebe hoch! / 3G, 4G, 5G, Antennen brennt / Stirb Knast / Solidarität mit Boris / Flucht / Es lebe das Feuer / Konstrukteur der Gefängnisstadt / Egis Kollaborateure“

Egis ist tatsächlich als Ingenieursfirma bekannt, die insbesondere Vorstudien zur Errichtung eines neuen Knastes im Département Seine-Saint-Denis, neben dem Knast von Villepinte, erstellt; Boris ist ein anarchistischer Gefährte, der heute aufgrund eines Brandes seiner Zelle im Koma liegt. Er ist für die Brandstiftung an zwei Funkmasten während des ersten Lockdowns inhaftiert.

Hier haben wir mal eine bunte Fassadenneugestaltung, die eine schöne Abwechslung zum Grau der Gefängnisstadt ist!“

5. September

„In Solidarität mit Boris, der seit einem Feuer in seiner Zelle seit inzwischen einem Monat im Koma liegt, wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Fahrzeug von Orange [frz. Mobilfunkanbieter] vor den Büroräumen von Orange im Zentrum von Grenoble  angezündet.

Warum Orange? Einfach weil wir den Bericht über den Prozess von Boris gelesen haben und wir gesehen haben, dass Orange über seine Anwältin versucht hat unseren Gefährten so weit wie möglich in die Scheiße zu reiten. Natürlich sind die Richter, Staatsanwälte und Schließer ebenso verantwortlich für seine Lage, aber wir hatten Lust eine Kampagne gegen Orange zu starten, da Orange ein bisschen überall in unserer Greifweite liegt: zerstochene Reifen, eingeworfene Schaufenster der Stores, Tags, verbrannte Karren, verbrannte Masten, etc., für jeden Geschmack ist etwas dabei, derjenigen, die Lust haben an dieser kleinen Kampagne teilzuhaben, um zu zeigen, dass wir Boris nicht vergessen und dass wir an ihn denken, erhobenen Hauptes und mit feurigem Herzen!

Wir nutzen dieses kleine Communiqué um an der Debatte um anarchistische Solidarität teilzunehmen. Für uns sollte sich diese Solidarität nicht auf die Repression beschränken, und in all diesen Situationen scheint es uns wichtig, dass die Anarchisten sich gegenseitig unterstützen um zu zeigen, dass Affinität nicht nur ein sinnentleertes Wort ist. Insbesondere seit dem Beginn der Corona-Krise, die zahlreiche Anarchisten extrem isoliert hat. Wir wollten auch sagen, dass Solidarität nicht nur Angriff ist, dass es jede Menge Arten und Weisen gibt, seine Solidarität mit den Anarchisten um uns herum auszudrücken.

Wir nutzen es auch um lauthals das stachlige Problem auszudrücken, dass in diesen letzten Jahren unsere Angriffsziele auch diejenigen der Faschos/Verschwörungstheoretiker sind. Von Masten (erinnern wir uns, dass von quasi allen Prozessen wegen Funkmastbränden in Frankreich Boris der einzige gewesen ist, der keine Verschwörungstheorien ausgedrückt hat) bis hin zu Impfzentren. Was sagt das über den aktuellen Anarchismus? Und wie das angehen, sodass man die anarchistischen Akte nicht mit Akten von Verschwörungstheoretikern verwechseln kann und warum ist das wichtig? Dass die Linken seit Wochen Hand in Hand mit Faschos/Verschwörungstheoretikern auf die Straße gehen, sollte uns eine Warnung vor der Gefahr der Idee eines gemeinsamen Kampfes sein, die dazu führt, dass es uns egal ist, mit wem wir kämpfen, solange man die gleiche Praxis und das gleiche Ziel hat. Man vergisst, dass die Menschen, deren Handlungen man bejubelt, oder mit denen man demonstriert, Positionen haben, die hinsichtlich quasi allem mit den unseren in Widerspruch stehen, und dass wir in anderen Kontexten ihr Angriffsziel sein werden.

Viel Kraft und Mut für Boris und seine Lieben!

Einige solidarische Widerborste

6. September

„Nicht einfach, eine schmutzige Domäne zu finden, in der Vinci nicht mitmischt. Von Katar bis Chile, von Frankreich bis Russland, dieses Industrieprunkstück exportiert seine Infrastrukturen in die ganze Welt. Zerstörung des Lebendigen, Ausbeutung und Einsperrung von Menschen sind natürlich auf dem Programm. Deshalb wird das Nutzfahrzeug von Vinci, das wir vor einigen Tagen in Ivry angezündet haben, Vinci nicht davon abhalten weiter seine Knäste zu bauen.

Wir hoffen nur, dass, außer dass uns dieser Moment gut getan hat, es dazu beiträgt die Wütenden von überall daran zu erinnern, dass sie nicht alleine sind und dass die Flamme der Revolte nicht erloschen ist. Was das betrifft, haben wir uns nicht davon abhalten können, während wir unser Freudenfeuer entfachten, an unseren Freund Boris zu denken, der immer noch im Krankenhaus liegt.

Feuer den Knästen und jenen, die sie bauen!

 

Quelle: Sans Nom, Dark Nights

[Altena] Drei Streifenwagen abgefackelt

In Altena, im Märkischen Kreis, wurden am Freitag und Samstag, den 30. und 31. Juli 2021 insgesamt drei Bullenwägen abgefackelt. Nachdem am Freitag Mittag bereits zwei in einer Tiefgarage abgestellte Polizeifahrzeuge angezündet worden waren, brannte am Samstagvormittag ein vor der Wache abgestelltes Bullenfahrzeug. Die Fahrzeuge wurden zwar recht schnell gelöscht, sind aber den veröffentlichten Bildern nach ein Totalschaden und somit aus dem Polizeidienst ausgeschieden.

[Wien] Warum Elektroauto Ladestationen zerstören?

Die Autoindustrie befindet sich durch die Klimakrise leider nicht im Zusammenbruch, sondern nutzt die Situation für eine umfangreiche Greenwashing-Kampagne, bei der das Elektroauto im Mittelpunkt steht. Das Elektroauto wird als umweltfreundliches Fortbewegungsmittel ohne Abgase präsentiert. Die Herstellung und der Betrieb von E-Autos produziert jedoch viele Schadstoffe, nur versteckter. Der Staat unterstützt diese Entwicklung durch Förderungen und den Ausbau von Ladeinfrastruktur.

Bei der Herstellung von Elektroautos fallen mehr Schadstoffe an als bei der Produktion von herkömmlichen Autos mit fossilen Treibstoffen. Einer der zentralen Elemente für das Elektroauto ist die aus Lithium bestehende Batterie, dessen Abbau zu einer massiven Wasserverschmutzung führt. Große Vorkommen von Lithium in Ländern wie Chile lassen den Kampf der Autoindustrie um diesen Rohstoff zu einem kolonialen Ausbeutungskampf von oben werden.

Strom als ressourcenschonenden Treibstoff zu vermarkten ist Teil des Grünen Kapitalismus. Der rasante Anstieg des Energieverbrauch und die damit einhergehenden umweltschädlichen Eingriffe werden ausgeblendet. Der Anstieg des Energieverbrauchs führt unweigerlich zum Anstieg der Umweltzerstörungen durch Atommüll, Flußaufstauungen, Abholzungen, Abgase, Lärm, …

Das Elektroauto ist ein weiteres umweltzerstörendes Fahrzeug, dass der globalen Flotte hinzugefügt wird. Das E-Auto wird die Umweltkatastrophe nicht aufhalten, es ist Teil davon.
Das Auto als Lösung für die Mobilität von Menschen, als patriachales Statussymbol und als Symbol einer trügerischen Freiheit ist insgesamt Scheisse und muss als Solches zerstört werden!

Um die flächendeckende Einführung der Elektro-Mobilität zu bewerkstelligen ist die Sicherstellung der dezentralen Ladeinfrastruktur zu gewährleisten – hier haben wir einen wunden Punkt zum Angriff erkannt.

Um die Verbreitung der Elektroautos zu bekämpfen wurde in Wien mit der Zerstörung von Ladestationen an verschiedenen Orten begonnen.

Quelle: Indymedia

[Montreal, Canada] Zwei schwere Maschinen auf dem Grundstück von Ray-Mont Logistics abgefackelt

Mr. Raymond,

wir haben jüngst erfahren, dass Sie sich für eine Subvention der Regierung von Quebec in Höhe von 580.000 Dollar qualifiziert haben, für Ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Herzlichen Glückwunsch! Wir haben uns gedacht, dass auch wir unseren Beitrag leisten sollten. Also haben wir entschieden Ihnen die Last Ihrer schweren Maschinen in Brand zu stecken, indem wir zwei Ihrer teuren Spielzeuge angesteckt haben. In der Nacht vom 25. auf den 26. August haben wir unter den verschlafenen Augen des Nachtwärters einen Bagger und einen Bulldozer abgefackelt.

Es ist Zeit für Sie, die Pappelbäume und Fische in Ruhe zu lassen. Nehmen Sie sich ein wenig Zeit für sich, in einer Berghütte oder am Meer. Vielleicht wird ein Spaziergang im Wald Ihnen dämmern lassen, dass es keine Ähnlichkeit mit dem Leben in Ihrem Beton gibt.

Offensichtlich ist ein unermüdliches Arbeitstier wie Sie eines sind, von dem Verlust einiger Maschinen nicht besonders beeinträchtigt. Wir stellen fest, dass die Arbeit trotzdem weitergeht. Sie machen einen Fehler. Der Bau muss sofort stoppen und wir werden uns dieser Aufgabe mit allen Mitteln widmen, was immer es kosten möge. Möge dies als eine Einladung zu einem heißen Herbst verstanden werden.

Bis bald.

Besorgte Bürger*innen

Drei Porsche abgebrannt

In der Nacht auf Freitag, den 06. August 2021 brannten unter einem Carport in München-Thalkirchen insgesamt drei dort abgestellte Porsche vollständig aus, nachdem sie vermutlich in Brand gesteckt worden sind.

Weil eines der Autos ein seltenes Sammlerexemplar, ein Porsche 918 Spyder, war, beläuft sich der Gesamtschaden auf rund zwei Millionen Euro. Die Porsche gehörten alle einem Geschäftsmann aus München.

[Gap, Frankreich] Zum Angriff auf ein Impfzentrum in Gap

Gap. Stadtzentrum. Die Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2021. Einige Individuen brechen die Hintertür eines Veranstaltungssaals auf, die in ein Impfzentrum verwandelt worden ist. Die Tür gibt leicht nach, einige Individuen finden sich in einem langen Gang wieder. Er verläuft links von einigen Räumen, in die er jeweils führt. Eine Tür auf der Rechten ist nicht verschlossen, sie führt in einen großen Saal, in dem höchstwahrscheinlich die Impfungen stattfinden. Hastig werden mit dem dort befindlichen Mobiliar Haufen gebaut. Fläschchen mit hydroalkoholischem Gel wird mit dem Benzin ausgeschüttet. Eine Bewegung mit dem Feuerzeug, alles entflammt sich und die Silhouetten verschwinden in der Nacht. Das Ganze hat nur einige Minuten gedauert, genug um einen guten Teil des Gebäudes zu zerstören.

Letztlich handelt es sich um einen ziemlich symbolischen Akt, weil ein anderes Zentrum tagsüber geöffnet wurde, und so weit man in der Presse lesen konnte, hatte der Angriff von derselben Sorte in Nyons einige Wochen früher nur eine leichte Verspätung der Öffnungszeit zur Folge, die schnell wieder aufgeholt wurde. Ein gutes Beispiel, das zeigt, wie wichtig es ist, das Herz des Monsters ausfindig zu machen anstatt seine Tentakeln anzugreifen, aber sei’s drum.

Auch wenn uns überaus bewusst war, dass dieser Akt hauptsächlich symbolisch sein würde, wollten wir auch, dass er eine Debatte auslöst. Wir wundern uns seither über die Stille auf den anarchistischen Blogs und Zeitungen über diese Nacht und die davor (plus die aus der jüngsten Vergangenheit, da sich seit der Verkündung zur Erweiterung des „Pass Sanitaire“ [„Gesundheitspass“ in Frankreich, dessen Besitz den Zugang zu Restaurants, den Besuch im Krankenhaus usw. erlaubt] die Akte zur Zerstörung von Impfzentren vervielfachen, die nicht alle von Zeichen begleitet werden, die denken lassen, dass sie aus reaktionären Kreisen kommen oder von der extremen Rechten).

Sollte es wirklich unvorstellbar sein, dass Anarchisten Corona-Impfzentren angreifen könnten? Liegt das daran, dass man nicht das Risiko auf sich nehmen will mit nicht sehr feinen bis hin zu wirklich problematischen Kritiken, die mit Beginn der Pandemie an Stärke gewonnen haben, in einen Topf geworfen zu werden? Ist es, weil Leute nichts von diesen Angriffen mitbekommen haben, oder dass das Ziel wenig geeignet erscheint? Und doch, im Schatten des „Pass Sanitaire“ und zu dem Zeitpunkt, an dem der zuerst widerspenstige Teil der Bevölkerung nun doch nachgibt (und ihre Schulter den Impfhelfern präsentiert), angesichts des Drucks, den die Regierung ausübt und weil es sich als unmöglich herausstellen wird ohne diese Impfung weiterhin ein „normales“ Leben zu führen, scheint es für diejenigen, die sich weigern, den Gang dieser Welt zu akzeptieren, umso logischer, den sauberen Ablauf der Impfkampagne zu sabotieren. Schade, dass diese Akte nicht das Echo erfahren haben, das sie verdient haben. Deswegen also dieser Text, der hofft das Schweigen zu durchbrechen, einige Punkte klar zu machen und der Debatte Raum zu geben.

Wenn mich die Vorstellung glücklich macht, dass Impfzentren das Ziel von Angriffen werden, dann liegt das nicht daran, dass ich denke, dass der CIA davon profitiert um die Bevölkerung zu verchippen, oder dass der Coronavirus nicht existiert. Auch nicht weil ich denke, dass die Menschheit verschwinden sollte und dass der Virus ein gerechter Angriff des Planeten gegen seine Parasiten ist, auch wenn diese Geschichte mich zum Lächeln bringt. Sondern weil, da ich Corona als eine „logische“ Konsequenz unserer zusammengepferchten und globalisierten sozialen Organisation verstehe, ich gegen die Fähigkeit der techno-industriellen Welt alles zu opfern, um weiterhin existieren zu können, kämpfen will. Auch weil ich gerne hätte, dass „man“ akzeptiert, dass man krank wird, auch todkrank, auch wenn ich selbstverständlich an Corona Verstorbene sehr bedaure; so wie ich die Toten bedaure, die auf dem Altar des techno-wissenschaftlichen Fortschritts geopfert wurden, die menschlichen und nicht-menschlichen Tiere, die als Versuchstiere dienen, den Krieg um die Rohstoffe, die diese Megamaschine verschlingt und ohne die es weder wissenschaftliche Forschung noch Impfstoff gibt.

Es interessiert mich nicht, Teil dieses menschlichen Viehbestands zu sein, das man zwingt um jeden Preis gesund zu sein, damit er produzieren und konsumieren kann. Es interessiert mich vielmehr, dass man Behandlungsformen wieder findet, die nicht darin bestehen alles um einen herum zu zerstören.

Die Auswahl des Angriffsziels entspricht, so viel ist sicher, nicht dem Konsens. Die Medizin anzugreifen, die sich mit sogenannten „vitalen“ Fragen befasst, ist weder harmlos noch eine Entscheidung, die man auf die leichte Schulter nehmen kann. Aber lassen wir uns in die Falle locken, die die Verantwortlichkeiten umdreht, nach der es unsere Angriffe sind, die dem allgemeinen Wohlbefinden schaden? Muss man erneut wiederholen, dass es vor allem diese ganze techno-industrielle Welt ist, die verstümmelt, vergiftet und uns anschließend gewaltsam mit ihren Medikamenten verwalten will? Sie an ihrer Wurzel anzugreifen ist immer noch genauso notwendig, und wenn der Abhängigkeitsgrad von dieser Welt derart ist, dass unsere Handlungen Leben gefährden können (oder sie es zumindest scheinbar tun), dann bedeutet das, dass die Zeit eilt, und dass wir schwere Entscheidungen treffen müssen. Wir können nicht warten, dass alle aus ihrer Autonomie heraus Umgänge gefunden haben, um das anzugreifen, welches eben diese Autonomie in immer weitere Ferne rückt.
Auch wenn ich damit Orakel spielen mag, würde ich sagen, dass diese Abhängigkeit sich nur verschärfen kann. Aber was werden wir dann machen, arme revoltierende Seelen, wenn die Erpressung derart sein wird, dass wir nicht einmal mehr den kleinen Finger heben können werden ohne dabei zu riskieren, das Leben von Menschen zu gefährden? Stimmen, nicht immer so weit entfernt, erheben sich bereits jetzt, um über die Gefahren zu reden, die mit dem Angriff auf Funkmasten verbunden sind. Strafverfahren sind eingeleitet worden wegen Todesfällen, die sich in den paar Stunden ereigneten, in denen Orange [französischer Mobilfunkanbieter] nicht in der Lage gewesen ist ein Netz für die Notrufnummern herzustellen. Der Moment scheint nah, an dem der Angriff auf die Telekommunikation als eine Gefährdung des Lebens anderer betrachtet wird, genauso schlimm, wie wenn man jemanden von einer Brücke hängt und droht ihn fallenzulassen.

Ich schweife ab, versuche aber dadurch den Kritiken zuvorzukommen, die sicherlich nach Erscheinen dieses Communiqués aufkommen werden. Auch weil ich mir erhoffe zur Reflexion über unsere Handlungsspielräume einzuladen, wie sehr sie sich verkleinern, und wie sehr wir sie uns selbst verkleinern angesichts von Entscheidungen, die immer schwerere Konsequenzen haben. Verhindern wir, dass wir unsere Radikalität (im ursprünglichen Sinne dieses Wortes, das An-die-Wurzel-gehen) in unseren Diskussionen und Handlungen verlieren, unter dem Vorwand, dass diese Welt, die wir zerstören wollen, überlebensnotwendig für einen Großteil der westlichen Bevölkerung geworden sei.

Wir sind verantwortlich für unsere Handlungen, aber nicht schuld an ihren Konsequenzen.

Diese techno-industrielle Welt zu zerstören bedeutet auch, zynischerweise, zu akzeptieren, dass wir die Leben riskieren (einschließlich unseres eigenen), die davon abhängen. Ich fürchte, dass es keine „sanfte Methode“ gibt um aus dieser Hölle rauszukommen. Der Befund kann endgültig erscheinen, aber es ist auch noch Zeit, und zwar gleichzeitig, unsere Netzwerke, unsere Methoden, unsere Fähigkeiten, unsere Formen der gegenseitigen Hilfe und des Heilens und Umsorgens zu verbessern, damit ein soziales System anzugreifen nicht bedeuten muss, auch alle Individuen anzugreifen, die mit Gewalt in seinem Inneren gehalten werden.

Auf dass die Corona-Toten uns nicht erblinden lassen im Hinblick auf den Horror von allem anderen.
Auf dass die Erpressung des Staates nicht unsere Entschlossenheit schwächt, und die Größe der Aufgabe nicht zu Resignation führt, sondern ein ununterdrückbares Verlangen zu handeln hervorruft.

Mehr als je, an jene, die angreifen UND keine ebenso faule Welt wie die vorherige schaffen wollen, auch wenn sie weniger technologisch sein mag. An alle anderen, dass sie wissen, dass ich keinen gemeinsamen Kampf mit Patrioten und Reaktionären führe, auch wenn wir manchmal offensichtlich die gleichen Angriffsziele haben.

Ein Gruß an Boris und an die anderen für ihre Liebe zur Freiheit Eingekerkerten.

Quelle: Indymedia Bruxsel, 29. Juli 2021, übersetzt aus dem Französischen.

600 Meter Förderband in Kiesgrube gehen in Flammen auf

Rund eine Woche lang stoppte der Kiesabbau im Forst Kasten, nachdem bei einem Feuer rund 600 Meter des zum Kiestransport genutzten Förderbands zerstört wurden. Eine Million Euro Sachschaden soll zudem durch das Feuer entstanden sein. Längst ist der Schaden nicht wieder repariert. Zum Kiestransport in das mehrere Kilometer entfernte Kieswerk müssen nun zehn Lastwagen eingesetzt werden, bis das Förderband wieder erneuert ist, womit in frühestens zwei Monaten gerechnet wird.

Das zerstörerische Feuer brach in der Nacht auf Dienstag, den 3. August aus. Als die Feuerwehr gegen 04:30 Uhr alarmiert wurde, konnte sie nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Auf einer Länge von rund 600 Metern stand das Förderband in Flammen, die starke Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten. Sie dauerten mehr als 5 Stunden an, auch weil es in einer Kiesgrube nicht so einfach ist, an Löschwasser zu kommen.

Die Bullen gehen mittlerweile von Brandstiftung aus. Unmittelbar an die Kiesgrube angrenzend, in der sich der Brand ereignete, befindet sich der „Forst Kasten“, um dessen geplante Rodung sich bereits in der Vergangenheit Protest in Form von Baumbesetzungen und Kundgebungen geregt hatte. Und auch sonst genießt das Unternehmen „Glück“, das die Kiesgrube betreibt, keinen sonderlich guten Ruf in der Nachbarschaft. Kein Wunder, zerstört es doch seit Jahren schon die angrenzenden Waldflächen. Einige der selbsternannten Sprecher*innen des jüngsten Protestcamps im Forst Kasten distanzieren sich übrigens von dem Brand in der Kiesgrube, der im Gegensatz zu dem von ihnen veranstalteten politischen (Wahl-)Spektakel (bei dem auch Politiker gern gesehene Gäste waren und einer Vereinnahmung durch diese nur dann entgegengetreten wurde, wenn sie der falschen Partei angehörten), den Kiesabbau und damit die ökologische Zerstörung für eine Zeit lang zu stoppen vermochte. Sie betonen, dass sie nur „friedlichen“ Protest anzuzetteln beabsichtigen würden. Manchmal jedoch, da läuft die Wut der Menschen aus dem Ruder und lässt sich von irgendwelchen Bewegungsstrateg*innen, die ausschließlich ein Interesse daran haben, das Bestehende zu erhalten, nicht länger auf die ritualisierten, ebenso wie in aller Regel nutzlos bleibenden Formen des Protestes einengen.

Auf dass sich die Wut der Menschen mehr noch auf unkontrollierte Weise Bahn brechen möge und sich in unintegrierbaren und unvereinnahmbaren Angriffen gegen das Bestehende äußere!

Brand an Mobilfunkmast in Germering

In der Nacht auf Samstag, den 14. August 2021 schmorte an der Lindauer Autobahn bei Germering ein Glasfaserkabel eines Mobilfunkmasts in Folge eines Brandes durch. Obwohl der Leitstelle des zuständigen Mobilfunkanbieters bereits gegen 2 Uhr eine entsprechende Meldung vorlag, tauchte der Techniker dort erst gegen 6 Uhr auf und konnte nur noch einen Sachschaden in Höhe von mindestens 20.000 Euro feststellen. Zusätzlich fiel der örtliche Mobilfunk mindestens bis zur anschließenden Reperatur aus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Brûle, antenne, brûle! – une petite chronique (non-exhaustive)

Traduction (avec quelques petits changements) de Brenn, Funkmast, brenn! – Eine kleine (unvollständige) Chronik paru dans la brochure Brûler les foyers du virus technologique.


Les techno-fascistes et autres partisan.e.s du soi-disant « progrès » placent beaucoup d’espoir en la numérisation pour que les gens acceptent les mesures qui leur ont été imposées au cours de la « crise du coronavirus », car le numérique serait tout aussi bon que la vie réelle.

L’expansion massive de l’offre numérique comprend la construction de milliers de nouvelles antennes-relais censées révolutionner l’univers numérique avec la toute nouvelle 5G et permettre de réaliser les fantasmes d’un monde connecté, smart et totalement contrôlable. Mais là où s’érigent ces antennes se trouvent toujours des personnes qui attendent justement de pouvoir les incendier à nouveau. Ainsi, l’opposition contre les nouvelles antennes 5G de même que contre tout autre symbole phallique de la domination technologique se répand comme une traînée de poudre. Ces rebelles sont qualifié.e.s de « complotistes », et bien que certain.e.s puissent avoir quelques théories barrées, quelques feux brûlants contre le monde froid de la technologie ne font jamais de mal. Voici une petite chronique non-exhaustive, établie à partir des sites demesure.noblogs.orgsansattendre.noblogs.org et attaque.noblogs.org :

Belgique

– Tard dans la soirée du 18 avril, une antenne de l’opérateur Telenet est brûlée à Pelt, petite commune dans la province du Limbourg, située à quelques kilomètres de la frontière avec les Pays-Bas. Un acte délibéré ne semble guère faire de doute car le grillage protégeant le mât a été découpé et des restes de produit accélérant ont été retrouvés. En réaction à cette attaque, l’accès au site internet donnant l’emplacement précis de chaque antenne sur le territoire belge a été verrouillé par un mot de passe.

Chili

– A l’aube du 27 mars, de fortes explosions ont secoué la commune de Contulmo, ville située dans la province d’Arauco au sud du pays [en région Mapuche]. Des mains anonymes ont placé des explosifs au pied d’une antenne de télécommunication, ce qui l’a totalement détruit. Le souffle de l’explosion a également endommagé une deuxième antenne dressée à quelques mètres.

France

– Le 3 avril, à Mandres-en-Barrois (Meuse), une antenne-relais de Bouygues est sabotée, privant de mobile les habitant.e.s des environs.

– Dans la nuit du 9 au 10 avril, dans le secteur de Salins-les-Bains (Jura), deux antennes-relais situées à seulement quelques mètres de distance sont incendiées sur le Mont Poupet. Elles étaient notamment utilisées par Orange et SFR. La téléphonie mobile et internet ont été interrompus pendant plusieurs jours dans diverses communes. Par ailleurs, il a fallu remplacer 8 câbles de plus de 50 mètres de longueur. « Cette destruction rappelle celle des trois relais situés au lieu-dit ‘Au Belu’ à Aiglepierre. L’incendie volontaire avait eu lieu dans la nuit du 7 au 8 avril 2019, vers 2h30 du matin, il y a quasiment un an jour pour jour. En février 2019, peu avant, plusieurs pylônes de téléphonie mobile avaient été incendiés en quelques semaines autour de Besançon », détaille le procureur du Jura.

– Le 13 avril en fin de journée, quelque part entre les départements du Gard et de la Lozère, un câble de fibre optique est sectionné le long d’une voie ferrée, coupant net le réseau internet et téléphone à plus de 23 300 clients, dont plus de 900 entreprises et 400 professionnels, pendant au moins 12 heures. Selon les décomptes précis de l’opérateur, 24 140 clients n’ont pas pu se connecter à la 3G, 12 260 à la 2G.

– Dans la nuit du 14 au 15 avril, une antenne de l’opérateur Orange est de nouveau incendiée dans le Jura, au lieu-dit « des Ruines » à Foncine-le-Haut. Au moins 1 500 lignes téléphoniques sont coupées pendant au moins dix jours. Ce sont principalement les boîtiers d’alimentation et les câbles coaxiaux qui sont détruits par le feu. D’après l’opérateur, « depuis quelques semaines, et dans l’ensemble des régions, de nombreux actes de vandalismes ont été recensés contre des infrastructures Orange. ».

– Dans la nuit du 23 au 24 avril à Belfort, un utilitaire d’une entreprise qui installe la fibre optique est livré aux flammes. Tout le matériel et les outils qui se trouvaient dans le coffre du véhicule sont carbonisés.

– Le 26 avril à Plaintel (Côtes-d’Armor), une antenne-relais d’Orange est en grande partie détruite par un incendie. Entre 1 000 et 2 000 lignes de téléphone portable sont coupées dans les environs.

– Dans la nuit du 29 au 30 avril, à Annecy (Haute-Savoie), une antenne de l’opérateur Free est incendiée. Des pneus enflammés auraient été jetés au pied du mât.

– Entre le 30 avril et le 1er mai, à Saint-Marcellin (Isère), le local technique d’une antenne-relais de l’opérateur Orange est détruit par le feu. Dans les semaines précédentes, deux autres antennes ont été sabotées dans le département, l’une à Estrablin (13 avril) et l’autre de l’opérateur SFR à Chatte (29 mars).

– Le 3 mai vers 2h, deux relais téléphoniques sont incendiés au-dessus de la vallée de l’Ouvèze, entre le Pouzin et Privas, en Ardèche. « Contre la société de contrôle et la dictature sanitaire […] Alors quoi : arrêter de vivre ? Plutôt mourir ! »

– Dans la nuit du 5 au 6 mai à Toulouse, une antenne-relais est incendiée côté est, sur le Pont de l’Embouchure. Les incendiaires affirment : « C’était plus simple qu’on l’imaginait. Visiblement on n’est pas les seules personnes à bouillir de rage et on s’en réjouit. » Vers 2h, à Oriol-en-Royans dans la Drôme, c’est un relais TDF, géré notamment par SFR et Bouygues Telecom, qui est parti en fumée. Les dégâts matériels sont très importants. 19 000 clients des deux opérateurs sont privés de téléphone mobile.

– Lors du week-end (9-10 mai) à Brest (Finistère), une antenne-relais en construction, située près du port de plaisance et d’Océanopolis, est complètement détruite, « carbonisée par les flammes ».

– Le 12 mai à Alby-sur-Chéran (Haute-Savoie), le relais TDF situé route des Chavonnets est volontairement détruit par le feu vers 23h30. « (…) l’antenne relais et le chalet abritant à son pied les raccordements de diffusion télé et d’opérateurs téléphoniques a été totalement dévastée. L’infrastructure est hors service, impactant lourdement les communications radios et les diffusions de la TNT sur le secteur, ainsi que la couverture très haut débit mobile et de la fibre optique. »

Grande-Bretagne

– La Grande-Bretagne est vue comme le point de départ des attaques contre les antennes-relais (5G et autres). Début avril, les premiers incidents ont eu lieu et c’est un total de 77 pylônes qui ont entre-temps été incendiés – la majorité d’entre eux n’étaient pas équipés de 5G, ce qui n’a pourtant pas empêché les médias, mandataires du gouvernement et « experts » de répandre que les incendies d’antennes-relais seraient exclusivement liés à la théorie selon laquelle la 5G provoquerait le coronavirus. En l’espace du seul week-end de Pâques, 20 antennes ont été la cible des flammes dans tout le pays. Par ailleurs, il y aurait eu 40 incidents répertoriés au cours desquels des individus auraient agressé, physiquement et verbalement, des employé.e.s de Mobile UK.

Italie

– Le 6 avril à La Spezia (Ligurie), une antenne de téléphonie mobile est brûlée. Elle hébergeait entre autres des équipements GSM, 3G et 4G des opérateurs Telecom et WindTre, avant d’être réduite en cendres. Le feu a également touché les équipements enfermés dans le bâtiment adjacent.

– Le 10 ou 22 avril, à Maddaloni, ville située en banlieue de Caserte (Campanie), une partie des habitants est privée d’internet et de téléphone en plein confinement. Plusieurs antennes-relais 3G et 4G des réseaux WindTre et Iliad sont parties en fumée sur les hauteurs de Montedecoro.

– Dans la nuit du 29 avril à Rome, les câbles d’une antenne Wind sont incendiés près de la gare Tiburtina. « Solidarité avec les prisonniers et les prisonnières en lutte. Proximité avec le prisonnier anarchiste Davide Delogu en grève de la faim. Contre l’État et ses mesures. Contre les technologies de contrôle. Agir est toujours possible ».

Canada

– Le 1er mai vers 2h, une antenne-relais située dans une zone commerciale du secteur ouest de Chomedey est livrée aux flammes, coupant les communications mobiles à plusieurs milliers de clients des opérateurs Rogers et Telus. Les dégâts sont importants (au moins 1 million de dollars, soit environ 650 000 euros).

– Le 4 mai, deux antennes sont incendiées dans les Laurentides, à Prevost et à Piedmont.

– Le 5 mai vers 3h30, à Laval, un pylône est brûlé dans la zone industrielle de Fabreville.

– Au total, 7 pylônes de télécommunication ont été endommagés par le feu en quelques jours.

Pays-Bas

– Le 4 mai à La Haye, deux antennes-relais sont incendiées entre 1h30 et 2h, dont l’une est utilisée par des services de sécurité (flics, militaires et pompiers). Lors de la semaine précédente, trois autres relais avaient subi le même sort. En tout, depuis début avril, ce sont plus d’une vingtaine d’antennes-relais qui ont été sabotées par le feu partout dans le pays.

Etats-Unis

Le 1er mai à Philadelphie, une antenne-relais est incendiée. La ‘Bristling Badger Brigade’ a revendiqué l’attaque en solidarité avec l’anarchiste Badger, actuellement en cavale depuis son inculpation pour des attaques similaires, à Bristol : « nous ne voulons plus jamais revenir à la „normalité“. Nous ne connaissons pas la différence entre la 4G et la 5G. Tout ce que nous savons, c’est que nous ne voulons aucune des deux […] La fumée qui s’ensuivit est un signal pour les compagnon-e-s qui subissent la persécution du procès Scripta Manent en Italie… Nous sommes à vos côtés ! Pour la liberté, pour l’anarchie ! »