Tag Archives: Besetzung

[Athen] Matrozou 45 und Panetoliou 21 wieder besetzt

Die Wiederaneignung der Matrozou 45 und der Panetoliou 21 [am 11. Januar] ist ein Akt gegen die Angst, die die staatliche Repression geschürt hat. Es ist ein Zeichen des Widerstands und ein sich formierender Schrei nach Eskalation. […] Lassen wir nicht zu, dass unsere Leben geräumt werden. […] Lasst uns gegen die Scherg*innen des Staates Widerstand leisten. Lasst uns die Kämpfe gegen die Ausbeutung der Arbeitskraft intensivieren. Lasst uns insgesamt den Kampf um Überleben und Freiheit aufnehmen. Der Kampf ist weder legal noch illegal.

Zusammen mit dutzenden anarchistischen/antisozialen Gefährt*innen holen wir uns das Zuhause der Community zurück, um die Wohnbedürfnisse zu befriedigen, die ohne diese Besetzungen nicht möglich gewesen wären, um Solidaritätsstrukturen erneut zu bilden und um freie Beziehungen ohne Hierarchien wieder führen zu können […]

Die Besetzer*innen werden vom gesamten Staatsapparat angegriffen, nicht nur durch die „rechte Regierung“. […] Ob links oder rechts, so ein ungerechtes und widersprüchliches System kann nicht ohne Repression überleben, und Repression wird es immer geben und wir müssen da durch, um zu bekommen, was wir brauchen.

Die Besetzung aller benötigten Ressourcen, Produktivkräft, Orte und schlussendlich unserer eigenen Leben ist die Einbahnstraße für die Kämpfe der Unterdrückten und Ausgebeuteten, und unsere kleinen Besetzungen lassen diese glückliche Zukunft erahnen.

Die Besetzungsgemeinschaft von Koukaki

Quelle: AMW

[A 49] Dannröder Wald besetzt

Am Montag, 30.09. wurden Bäume in einem alten, intakten Mischwald besetzt, um den Ausbau der A49 zu verhindern. Viele Bäume im Dannenröder Forst wurden von einigen Menschen so präpariert, dass Motorsägen daran beim Einsatz kaputt gehen werden. Dafür wurden Fremdkörper auf eine Art und Weise im inneren der Bäume versenkt, sodass die Bäume davon keinen Schaden tragen, Kettensägen aber schon.

Quelle: Indymedia und der Blog der Besetzer*innen

[Berlin] Hausbesetzung endet mit U-Haft – Solidarität mit Primbo

Im Rahmen der „Tu mal wat“-Tage in Berlin haben Menschen das Haus in der Landsberger Allee 54 besetzt, ein Villa-artiges Gebäude auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei, das seit sieben Jahren leersteht. Am selben Abend noch wurde die Besetzung von der Polizei mithilfe von Schmerzgriffen und Schlägen brutal geräumt. Bei der Räumung gab es mehrere Verletzte, unter anderem eine gebrochene Rippe durch die Misshandlungen der Polizei. Ein*e Besetzer*in, Primbo, die*der Personalien verweigert, befindet sich jetzt in der JVA Berlin-Lichtenberg in U-Haft. „Deswegen haben wir als FLINT* Gruppe das angrenzende Amtsgericht in der letzten Nacht mit einem Farbfeuerlöscher und Dosen verschönert. Denn Knäste und Gerichte arbeiten Hand in Hand und sind Angriffs- und Kritikgegenstand unserer Praxis. „Free Primbo“ hinterließen wir an der Wand und schicken damit Grüße in den Knast!“

Quelle: Indymedia und noch mal Indymedia

[Athen] Staat startet Kampf gegen Exarchia

Im linksalternativen Athener Stadtviertel Exarchia wurden am Montag, den 26.08. vier Hausbesetzungen geräumt, zwei, die von Refugees und anderen Migrant*innen bewohnt waren und zwei anarchistische Squats. 134 Menschen wurden in Asyllager verschleppt, mehrere Menschen wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Ihnen soll demnächst der Prozess gemacht werden. Am Folgetag wurde ein weiterer Squat durchsucht, Obdachlose wurden vertrieben. Vermutlich waren diese Repressalien erst der Anfang einer Repressionswelle gegen Anarchist*innen, Migrant*innen und sonstige unerwünschte Teile der Gesellschaft. Als unmittelbare Reaktion auf den staatlichen Angriff wurden am 27. August in der Nacht die Polizeieinheiten, die vor den geräumten Häusern stationiert worden sind, mit Molotow-Cocktails und Steinen angegriffen. Außerdem sind für die nächsten Wochenenden Proteste in mehreren griechischen Städten angekündigt. Auch hier in Deutschland wird zu Solidaritätsaktionen aufgerufen.

Quelle: ABC Jena

[Berlin] ASW Bürogebäude von FLINT-Aktionsgruppe angegriffen

In der Nacht vom 16. zum 17. Juli wurde das Bürogebäude der Aachener Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft (ASW) in Berlin-Wedding von einer FLINT-Aktionsgruppe erneut angegriffen. Die ASW hatte ein nach 8 Jahren Leerstand besetztes Haus in der Großbeerenstraße 17a räumen lassen. Damit protestierten die Angreifer*innen dagegen, dass insbesondere auch Freiräume vom sexistischen Normalzustand bedroht seien, wie das anarcha-queerfeministische Hausprojekt Liebig34, das von Räumung bedroht ist. Die Angreifer*innen sehen „keine andere Lösung, als den militanten, feministischen Widerstand.“

[bure] Lejuc-Wald wiederbesetzt

Am 18. Juli haben Menschen zum wiederholten Mal den in Frankreich gelegenen Lejuc-Wald in der Nähe des Dorfes Bure besetzt. Sie drücken damit ihre Feindschaft gegen ein Atommüll-Endlager-Projekt aus, dem der Wald weichen soll. Um dies zu erreichen, mussten erst einmal die Schweine vertrieben werden, die seit der letzten Räumung der Waldbesetzung im Februar 2018 den Wald bewacht hatten. Nun rufen die Besetzer*innen dazu auf, in den Lejuc-Wald zu kommen, um gemeinsam mit ihnen die Besetzung zu verteidigen. Aktuelle und mehr Infos über die Besetzung findet ihr hier.

[Morschenich] Haus in abrissbedrohtem Dorf wiederholt besetzt

Letzte Woche wurde ein Haus in der Oberstraße 13 in Morschenich innerhalb weniger Tage zweimal besetzt und zweimal brutal geräumt. Dabei wurde das Haus insgesamt bereits zum dritten Mal besetzt, das erste Mal im April. Morschenich ist ein Dorf, das dem RWE-Tagebau, das auch den Hambacher Forst immer mehr auf dem Gewissen hat, weichen soll und dessen Bewohner*innen seit 2015 umgesiedelt werden.

[Bern] Räumung des besetzten Fabrikool

In Bern wurde am Mittwoch, den 15. Mai, das Fabrikool geräumt. Das Fabrikool war ein nach 15 Jahren Leerstand vor zwei Jahren besetztes Haus, das dann einen Gebrauchsleihvertrag bekommen hatte. Dieser war Anfang Mai wieder gekündigt worden, um einem Luxusinvestor Platz zu machen, sodass das Fabrikool ab diesem Zeitpunkt wieder als besetzt galt, letzten Mittwoch kam es zur Räumung. Am Freitag, den 17. Mai kam es dann zu einer wütenden Demo durch Bern, in der sich auch sehr viele Anwohner*innen mit der Besetzung solidarisierten, denn das Haus war ein Freiraum gewesen, den sie aktiv mitgestalten konnten. Am Samstag, den 18. Mai kam es um die Reitschule herum unter anderem in Solidarität mit der Räumung des Fabrikool zu „offensiven Aktionen“ gegen die Bullerei mit brennenden Barrikaden und Steinwürfen, die die Bullenschweine mehrmals zum Rückzug zwangen. „So verzweifelt der Staat auch versucht uns zu unterdrücken und uns zu zerschlagen, manifestiert sich der Widerstand gegen die jüngste Repression auf verschiedene Arten und Wege. Heute war es mit Steinen und brennenden Barrikaden […]  demnächst können es neue Besetzungen sein.“