Tag Archives: Berlin

Angriffe auf die technologische Herrschaft

20.11. Provinz von Verona (Italien) Vier Funkmasten (Mobilfunk-, Rundfunk-, Fernsehen) werden mit Farbe attackiert.
30.11. Montreal Island (Kanada) Mehrere autonome Gruppen unterbrechen den Schienenverkehr in der Gegend von Montreal Island. Es werden „Jumper“-Kabel verwendet, die das Signal geben, dass gerade ein Güterzug vorbeifährt, wodurch das Schienennetz an mehreren Schlüsselverbindungen gestört wird. „Arterien, die den Fluss des Kapitals durch den Kontinent ermöglichen, Wege zum Transport von Bitumen und anderen Produkten der Ressourcenausbeutung, Kolonisierung und des Todes. Schienen sind schon immer das Instrument kolonialer Expansion gewesen.“
04.12. British Columbia (Kanada) Sabotage eines Strommastes durch das Lockern einiger Bolzen und das Durchtrennen eines Abspannseils, die Stromlinie dient u. a. auch dazu eine im Bau befindlichen Anlage von LNG Canada (Verflüssigung von Erdgas) mit Strom zu versorgen.
15.12. Narasapura (Indien) Ein Aufstand erschüttert die Wistron IPhone-Fabrik in Narasapura. Fast 2000 Arbeiter*innen begehren dagegen auf nicht den vereinbarten Lohn ausgezahlt bekommen zu haben. Arbeiter*innen legen Feuer, beschädigen Maschinen, werfen Fenster ein und Autos auf dem Parkplatz um. Autos werden angezündet und tausende IPhones entwendet. Der Aufstand zwingt die Fabrik dazu zwei Wochen lang ihre Produktion einzustellen.
31.12. Berlin Während eines nächtlichen Spaziergangs wird ein E-Scooter angezündet und die Fassade des Berliner Firmengebäudes des Software-Konzerns SAP mithilfe von Hammerschlägen zertrümmert.
04.01. Saint-Pierre-la-Palud (Frankreich) Ein Funkmast wird angezündet. Ironischerweise wird durch diesen Brandanschlag das Alarmsystem der lokalen Feuerwehr in acht Kasernen gestört. Die Polizei erklärt, dass das Kabel zwischen dem Mast und der technischen Basisstation Feuer gefangen hätte.

Sylvester in Corona-Zeiten – einige Schlaglichter

Berlin

„Eigentlich zog ich den Silvesterabend los, um dieses FCK 2020 nicht auch noch in der von Staat und Bullen angeordneten „Wohnhaft“ verbringen zu müssen. Also rechtzeitig auf zum Kotti zur nächsten „Böller Verbotszone“ Hermannplatz. Erwartet habe ich großartig nichts. Rund um den Kotti haben sich jede Menge Bullen positioniert, Lautsprecher- und Kamerawagen in Position, Hubschrauber in der Luft. Es ist weniger los als an anderen Silvester Nächten, dennoch ist der Kiez nicht wie im ersten Lockdown so erschreckend tot, Menschen sind draußen unterwegs, es böllert, Raketen fliegen. Kurz vor Mitternacht rumst es richtig Kottbusser Damm, Wannen rauschen hektisch heran, plötzlich viel Bewegung im Kiez, der showdown beginnt. Behelmte Bullen versuchen in die Sanderstraße einzudringen und stoßen auf massive Gegenwehr: Böller, Raketen, Flaschen, Steine fliegen, sie ziehen sich zurück, gehen nicht weiter gegen die Menschen in der Straße vor. Knapp eine Stunde prasselt ein mächtiges lautes Feuerwerk, Versuche sich der Ungehorsamen zu bemächtigen werden erfolgreich abgewehrt, hier und da sah man in der Dunkelheit auch mal einen Mollie fliegen. Anwohner*innen kommen vermehrt aus den Häusern, klatschen Beifall, genießen das Feuerwerk, genießen diesen Moment. So plötzlich wie es begann, war es dann auch wieder schlagartig vorbei.“

Wien

Nachdem es zu etlichen Sachbeschädigungen durch pyrotechnische Gegenstände in der Gegend um den Reumannplatz gekommen war, rückte die Polizei zu einem Großeinsatz aus. Der Mob beschoss Beamte mit Raketen bzw. Böllern, es kam zu neun vorübergehenden Festnahmen. Die Randalierer schlugen u. a. eine Auslagenscheibe eines Juweliers, eines Bäckers und Eissalons ein. Auch etliche Mülltonnen, Zeitungsständer, Auslagenscheiben, Bänke, Kaugummiautomaten sowie Fensterscheiben durch pyrotechnische Gegenstände zerstört wurden. Weiters wurde ein Christbaum in Benzin getränkt.

Lieuron (Bretagne, Frankreich)

In Lieuron ist eine illegale Techno-Party eskaliert. 2500 Menschen hatten sich Donnerstagabend dort zur Silvester-Party getroffen. Als die Polizei anrückte, um die Party aufzulösen, drehten die Feiernden durch. Die Feiernden warfen Steine und Flaschen auf Beamte, einige Sicherheitskräfte wurden verletzt. Ein Polizeiauto wurde in Brand gesetzt, drei weitere schwer beschädigt. Die Polizei zog sich zurück – und die Raver feierten den ganzen Freitag hindurch weiter. Erst am Samstagmorgen endete die Party.

[Berlin] Eurovia-Vinci Bagger angezündet

„Wir haben in der Nacht auf Sonntag, den 9. August, in der Alexandrinenstraße in Berlin-Mitte einen Bagger des französischen Baugiganten Eurovia-Vinci in Brand gesetzt. Dieser Konzern verdient sein Geld unter anderem mit dem Geschäft der Einsperrung in Form von Knastbauprojekten, der Errichtung von Internierungslagern für Geflüchtete oder Grenzsicherungsanlagen. Aber auch bei Infrastrukturprojekten wie Autobahnen oder Flughäfen gehört Eurovia-Vinci zu den großen Playern und profitiert von der massiven Zerstörung des Planeten und der Umwandlung unserer Umwelt in die Ödnis einer Betonwüste.

Ein geeignetes Ziel also, um unserer Wut über die bestehenden Verhältnisse und aktuell über die Räumung von kollektiven, selbstorganisierten Räumen wie dem Syndikat letzten Freitag, Ausdruck zu verleihen. Dieser Angriff soll aber auch als Geste der Solidarität mit den Gefangenen und im Speziellen mit den Angeklagten im Parkbank-Verfahren in Hamburg verstanden werden. Auch wenn es in letzter Zeit etwas ruhiger darum wurde, vergessen haben wir euch sicher nicht! Feurige Grüße und ganz viel Kraft!“

[Berlin] Dussmann-Firmenwagen abgefackelt

„In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (13./14.8.) haben wir auf einem Norma-Parkplatz in Pankow eine Karre von Dussmann angesteckt, in der Hoffnung zumindest ein schickeres Auto daneben noch mitnehmen zu können. Das es jetzt insgesamt (uneinstimmige Berichterstattung) 6 oder 7 geworden sind ist umso schöner.

Als Sicherheitsfirma hat Dussmann nicht nur dieses mal eindeutig versagt. Aber auch der solidarischen Nachbarschaft gilt unser Dankeschön, da sie in schwüler Hitze und wahrscheinlich trotz der ersten Nach-Sommerferien-Woche so tiefenentspannt war, dass sie das Feuer erstmal brennen lies. Den Freitag konnte der Dussmann-Schalk dann auch gleich wieder liegen bleiben, anstatt seiner gewohnt schäbigen Tätigkeit nachzugehen.

Mit diesem Angriff beteiligen wir uns an der zuvor ausgestellten Rechnung für das Syndikat! In Solidarität mit allen bedrohten Projekten in und außerhalb Berlins!“

[Berlin] return to sender: Das Feuer ihrer Kriege

In den Gefahrengebieten Berlins betreibt die Polizei eine aggressive Raumnahme indem sie Nachbarschaften in Friedrichshain und Neukölln belagert oder öffentliche Plätze und Parks in Kreuzberg besetzt. Menschenjäger sind im Einsatz gegen Jugendliche, gegen MigrantInnen, gegen Ausgestoßene. Nebenbei bereiten sie Räumungen von besetzten Orten vor. Den Aufrufen zu dezentralen Aktionen folgend, sind wir in Marzahn fündig geworden und haben in der Nacht zum 27. Mai einen LKW des Kriegsprofiteurs DB Schenker mit einfachen Mitteln angegriffen.

Im Schatten der Pandemie und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit verrichten die NATO Armeen täglich ihr blutiges Handwerk auf den großen und kleinen Schlachtfeldern der Erde.
So auch in Rojava. Vor einer Woche wurde gemeldet, dass der türkische Staat seine Angriffe auf Nordsyrien fortsetzt. In der Ortschaft Şiyûx westlich von Kobanê sind zwei Zivilist*innen durch Artilleriebeschuss verletzt worden. Das Gebiet im Westen von Kobanê wird seit vier Tagen von der türkischen Besatzungszone um Dscharablus aus unter Artilleriefeuer gesetzt. Im Westen von Ain Issa haben Artillerieangriffe auf die Verbindungsstraße M4 und die Dörfer Hoşan und Xalidiyê stattgefunden. Durch den Beschuss sind Felder in der Region in Brand geraten. Über Ain Issa kreisen Kampfjets. In den Dörfern Cirin, Qeter und Kulik in der Region um Girê Spî (Tal Abyad) haben die türkisch-dschihadistischen Besatzungstruppen Felder angezündet.

Im militärisch-zivilen Komplex soll es als Entscheidungshilfe für die Vernünftigen in der Konzernführung dienen: brennende Lastwagen als Grund die Logistik für die NATO-Streitkräfte einzustellen und den Fuhrpark aus Berlin abzuziehen. Berlin ist eine gefährliche Stadt für DB Schenker und andere Firmen. Durch die polizeiliche Überschwemmung einiger Gebiete ist die Wirtschaft unseren Angriffen in anderen Bezirken schutzlos ausgeliefert.
Den Verantwortlichen im Senat rufen dezentrale Konzepte autonomer Gruppen in Erinnerung: Wer auch immer den Räumungsbefehl für die Liebig34 unterzeichnet, begeht damit politischen Selbstmord. Sei es durch erfolglose Belagerung bestimmter Kieze oder die ewig gleiche Hetze gegen den inneren Feind; die Akteure der Stadt als Ziel können uns nicht entkommen.

Dafür müssen sich die Kräfte, die eine grundsätzliche Veränderung wollen, nicht unbedingt neu orientieren und international neu aufstellen, wie es die Vulkangruppe shut down the power in ihrer Erklärung zum Angriff auf das Heinrich-Hertz-Institut fordert. Mehr Konsequenz und Ausdauer in der Umsetzung bisheriger Strategien kann auch etwas bewirken.

Kriegsprofiteure sabotieren bis sie sich aus der Aggression gegen Rojava zurückziehen!

Alles dezentral angreifen bis der offizielle Verzicht auf den Räumungsterror gegen Mietwohnungen, besetzte Räume und die Liebig34 verkündet wird!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/84837

[Berlin-Friedrichshain] Bullen im Viertel angegriffen

Am 28. April kam es in Berlin-Friedrichshain zu mehreren Angriffen auf die Cops, die dort mit erhöhter Präsenz durch das Viertel patroullierten. Eine patroullierende Streife wurde aus einem Hinterhalt mit Steinen angegriffen und in der Nähe der Rigaer 94/Liebig 34 mussten mehrere Staatsschutzbullen rennend das Viertel verlassen, als sie mit Farbbeuteln und etwas, das sie als Knoblauchcreme identifiziert haben wollen, beworfen wurden.

Quelle(n): de.indymedia.org, de.indymedia.org

[Berlin] Streifenwagen mit Steinen angegriffen

In der Nacht auf Sonntag, den 02.02.2020 nahm eine Streifenfahrt eines Bullen durch Kreuzberg ein bitteres Ende: Wütende Angreifer*innen nahmen für den Mord an Maria und weitere kurz zurückliegende Angriffe Rache an den Cops und zerstörten Front- und Seitenscheiben des Streifenwagens, indem sie ihn mit einem Steinhagel eindeckten.

„[…] In einem könnt ihr euch sicher sein; dass wir immer Momente schaffen in dem das Kräfteverhältniss zu unseren Gunsten ausfällt und diese zu nutzen wissen.“

[Berlin] Auto von Bullin abgefackelt

In der Nacht auf den 31. Januar 2020 wurde in Berlin das Auto einer Bullin abgefackelt. Gegen 05.40 Uhr war in Berlin-Treptow ein Knall zu hören, dann stand ein Auto in Flammen und brannte vollständig aus, bevor es von der Feuerwehr gelöscht wurde. Das Auto gehörte offenbar einer Bullin, der Ehefrau eines CDU-Poilitikers, der den Anschlag gegenüber der Presse auf sich bezieht.

Natürlich gibt es genug gute Gründe das Auto eines*einer Politiker*in anzuzünden, aber wer sich wie es dieser CDU-Politiker von sich behauptet, mit der „Linksextremen-Szene“ befasst, die*der sollte vielleicht wissen, dass es mindestens genausoviele gute Gründe gibt, das Auto einer Bullin anzuzünden. Also lieber CDU-Macker, dräng dich nicht so in den Vordergrund, mit ein wenig Geduld brennt dein Auto vielleicht auch noch.

[Berlin] Keine Freunde, keine Helfer: GdP besucht

Die GdP [Gewerkschaft der Polizei] liefert mehr als genug gute Gründe für einen Besuch. Deswegen haben wir den Schweinen diese Nacht [vom 14. auf den 15. Januar] in der Tiefgarage der GdP (Kurfürstenstraße 112, Berlin-Tiergarten) ihr Auto mit ihren Propagandamaterialien demoliert. Dazu haben wir die Karre tiefergelegt, die Scheiben des Autos eingeschlagen und den Innenraum mit stinkender Flüssigkeit und einem Feuerlöscher aufgefüllt. Ihre politische Einflussnahme zielt zu guten Teilen darauf ab, oft unter Rückgriff auf stumpfen Rassismus, die Schläger in Uniform zu Opfern zu erklären und einen reaktionären law-and-order Diskurs zu befördern. […] Zusammengefasst ist die GdP genau das, was von einer Organisation zu erwarten ist, die sich fast ausschließlich aus Polizist*innen zusammensetzt: ein von Nazis durchsetzter, rassistischer Scheißverein.

Quelle: Indymedia

[Berlin] Gefängnis-Basar mit Farbe angegriffen

Am 23.11. fand in Berlin ein Weihnachtsbasar der JVA Tegel statt, auf dem im Gefängnis hergestellte Sachen verkauft wurden. Vermummte auf Fahrrädern griffen diesen mit mit rosa Lack gefüllten Christbaumkugeln an. „Diesen Basar griffen wir mit Farbkugeln an, um den laufenden Knastbetrieb wenigstens kurz zu stören und um den Justizschweinen, Verkäufer*innen und Unternehmen vor Ort zu zeigen, was wir von ihnen halten. Unter Zwang, schlechten Arbeitsbedingungen, einem Stundenlohn von einem bis zwei Euro und unter absoluter Kontrolle müssen Gefangene auch in Berliner Knästen für Unternehmen, die Knäste und Berliner Behörden produzieren. […] Wir senden kämpferische Grüße an alle Gefangenen und wünschen uns mehr Remmi Demmi gegen Knäste! Justizschweine, Bullen und Profiteure müssen angegriffen werden, denn sie werden Knasttore nicht auf unsere Bitte öffnen oder die Zwangsarbeit einstellen. Sie sind und bleiben unsere Feinde beim Kampf um eine befreite Gesellschaft.“

Quelle: Chronik