Tag Archives: Angriff

[Hamburg] Feuer für Telekom. Grüße in die Knäste und ins Exil

Wir denken an euch.

Die, die ihr alles zurücklassen musstet um euch den Krallen des Staates zu entziehen. Wir denken an die Angst die ihr gehabt haben musstet, als euch klar wurde, dass etwas schief ging und ihre Spürnasen euch auf dem Fersen sind. An die Bauchschmerzen und den rasenden Puls, als ihr mit oder ohne gepackte Sachen euer vertrautes Umfeld und Zuhause hinter euch lassen musstet, um unfreiwillig in eine ungewisse Zukunft zu flüchten. An die gebrochenen Herzen, die ihr und eure Liebsten, Familien und Freund*innen in euch tragt.
Und auch an euch: die, die gekriegt wurden. Die, die Welt nur noch aus dem Blick durch Gitterstäbe in den grau ummauerten Hof betrachten können. Deren Leben aus dem Schlüsselklackern der widerlichen Schließerinnen und ihrer bürokratischen Kälte besteht. Wo der Kontakt mit euren Liebsten zeitlich begrenzt und immer unter den Augen der Feinde der Freiheit stattfindet.
Ihr und eure Geschichte seid bei uns, wenn wir handeln.
Wenn Mensch sich die Welt und ihre sichtbaren und unsichtbaren Zwänge ansieht fällt es schwer sich der Ohnmacht zu entziehen. Die Hoffnungslosigkeit an den bestehenden Verhältnissen zu rütteln, geschweige denn sie zu ändern, wirkt zu oft unendlich schwer. Doch wer es schafft sich ihrer scheinbaren Übermacht zu entziehen und einen Schritt in Richtung Angriff macht, wird merken, dass der Mensch nur ein Gefühl von Freiheit spüren kann in dem der Mensch das zerstört was Freiheit raubt.

Und so waren wir letzte Nacht für einen kurzen Moment frei, als das Feuerzeug den Brandsatz entzündete und ein Fahrzeug der Telekom in Wandsbek dem Feuer überlassen wurde. Die Beweggründe, weshalb wir uns für die Deutsche Telekom als Angriffsziel entschieden, haben Gefährt*innen aus Berlin sehr gut ausgearbeitet.

„Neue Technologien und der damit einhergehende digitale Zugriff auf unser Leben ermöglichen neue und subtilere Techniken des Regierens. Die abertausenden von Daten, die täglich produziert werden, sollen das Handeln berechen- und steuerbar werden lassen. Mit Predictive Policing, dem vorausschauenden Bullen, wurde ein Werkzeug geschaffen, das Menschen nach Stereotypen einsortiert und sich so die Täter*innen der Zukunft schafft. Eingebettet sind solche Technologien in die Umstrukturierung der Städte zur Smart City, an dessen Umsetzung Unternehmen wie die Deutsche Telekom mit 5G Infrastrukturprojekten oder smarten Verkehrssystemen, Laternen, Müllmanagement uvm. Fortwährendarbeiten. Dies aber keineswegs, um ein besseres Leben für Alle zu ermöglichen, sondern um die totalitäre Idee einer umfassenden Kontrolle der Stadt und ihrer Bevölkerung durchpraktische Lösungen zu ermöglichen“.

Die Zeit im Nacken mit Schweißperlen auf der Stirn hetzten wir durch die Stadt, um uns der Geschichte zu entziehen, die die Klandestinen und Gefangenen ereilt hat.

Es gibt zu viele Fälle von herrschaftlicher Gewalt, die uns fassungslos machen. Es sind jene Geschichten, die uns das Blut in den Adern kochen lässt und uns zum handeln zwingt.
Da ist zum einen ein junger Man der in Hamburg vor 2 Tagen mehrere E-Scooter zerstört hat in dem er sie von Brücken oder Treppen hinunter warf oder sie in Brand gesetzt hat. Ein E-Scooter ist lediglich ein nerviges, umweltverschmutzendes Ding, dass zur Smartifizierung dieser Welt beiträgt. Ein Gegenstand, mehr nicht. Doch ein Haftrichter in Hamburg sah das offenbar anders und steckt den zerstörungswütigen Menschen in U-Haft. Mit welch einer perversen Leichtigkeit jemand, der nur, weil er die Macht dazu hat, einen anderen Menschen einsperren lässt.
Ein anderer Tag in Berlin: Die Berliner Bullen werden zu einem Einsatz am Boxhagener Platz in Friedrichshein gerufen. Sie stürmen eine Wohnung. Ein Bulle schießt. Maria ist tot. Ein Mensch ist getötet worden! Das ist eine unfassbare Tragödie. Etwas das niemals passieren darf. Doch die Mächtigen entscheiden das Maria verwirrt, auf Drogen oder am Besten beides zusammen war, was ihren Tot rechtfertigt. Denn das Leben oder die Freiheit eines Bullen zählt im Zweifel immer mehr. Diese zwei Geschichten sind nur ein Bruchteil dessen, was ihre herrschaftliche Gewalt täglich anrichtet. Um ihre Herrschaft zu sichern wird völlig selbstverständlich eingesperrt und getötet.

Umso mehr Aufmerksamkeit haben eben jene Geschichten verdient ,die sich ihrer Gewalt entziehen und zurückschlagen. Ob am 25.1. in Connewitz oder immer mal wieder am Friedrichsheiner Dorfplatz. Auch die Geschichten im Hambi sprechen eine freiheitliche Sprache. Genauso wie die wöchentlich splitternden und feurigen Nächte im deutschsprachigem Raum. Auch die weltweit aktuellen Revolten wie in Chile, Iran oder die immer wieder aufflammenden Tage in Frankreich geben Anlass zur Hoffnung.

Wir schicken revoltierende Grüße an die FAZ und viel Kraft an das anarchafemenistische Projekt L34 in Berlin.

Liebe und Hoffnung in die Knäste und die Klandestinität.

Freiheit für die drei von der Parkbank.

Anarchie

Quelle: Indymedia

[Leipzig] Hör mal wer da hämmert

In der Nacht auf den 23. Januar 2020 haben einige Personen mehrere Scheiben einer Bull*innenwache im Westen der Stadt (Weißenfelser Straße) eingehämmert.

„Wir taten dies aus Solidarität mit den Leuten, die seit Silvester in U-haft sitzen. Außerdem wollten wir dem Hungerstreik von Néstro durch eine subversive Aktion außerhalb der Mauern Aufmerksamkeit verleihen. Nach der Blamage der Bullen zu Silvester wird der Staat versuchen an den Gefangenen ein Exempel zu statuieren. Deshalb ist es an uns, die kalten Nächte zu nutzen um ihnen Gehör zu verschaffen.

Erfreulicherweise ist Néstro inzwischen draussen, die anderen beiden sitzen aber noch.

Freiheit für die Gefangenen vom Kreuz,
Freiheit für die drei von der Parkbank,
Freiheit für alle Gefangenen!

Für die Anarchie!“

[Tübingen] Bitumen für die Polizei

In Tübingen gab es in der Nacht auf den 23.01.2020 einen hässlichen Anstrich für die lokale Bull*innenstation in der Südstadt mit Bitumen.

Die Angreifer*innen richteten sich damit nicht nur gegen das neue Polizeigesetz für Baden-Württemberg sondern auch gegen die Polizei selbst. Außerdem grüßen sie die Drei von der Parkbank.

[Berlin] Keine Freunde, keine Helfer: GdP besucht

Die GdP [Gewerkschaft der Polizei] liefert mehr als genug gute Gründe für einen Besuch. Deswegen haben wir den Schweinen diese Nacht [vom 14. auf den 15. Januar] in der Tiefgarage der GdP (Kurfürstenstraße 112, Berlin-Tiergarten) ihr Auto mit ihren Propagandamaterialien demoliert. Dazu haben wir die Karre tiefergelegt, die Scheiben des Autos eingeschlagen und den Innenraum mit stinkender Flüssigkeit und einem Feuerlöscher aufgefüllt. Ihre politische Einflussnahme zielt zu guten Teilen darauf ab, oft unter Rückgriff auf stumpfen Rassismus, die Schläger in Uniform zu Opfern zu erklären und einen reaktionären law-and-order Diskurs zu befördern. […] Zusammengefasst ist die GdP genau das, was von einer Organisation zu erwarten ist, die sich fast ausschließlich aus Polizist*innen zusammensetzt: ein von Nazis durchsetzter, rassistischer Scheißverein.

Quelle: Indymedia

[Berlin] Project Immobilien Showroom jetzt hübscher

In der malmöer strasse 28 im prenzlauer berg plant die bundesweit agierende immobiliengruppe „PROJECT“ ein mehrere dutzend millionen euro teures haus mit eigentumswohnungen hinzubauen, und wir haben beschlossen dass wir das nicht wollen. In der nacht zum 5.1. haben wir also mit hämmern und reichlich farbe dort den showroom eingedellt und besudelt. Natürlich richtet sich diese aktion nicht ausschliesslich gegen PROJECT, sie soll sichtbares zeichen eines widerstands gegen allseits voranschreitende pläne für eine „stadt der reichen“ sein. Es wird ein heisses jahr 2020, viele abwehrkämpfe stehen an und viele angriffe werden wir führen müssen! In diesem sinne, liebste grüsse an die genoss*innen die auf parkbänken sassen, an die bedrohten projekte in unserer stadt und anderswo, an die, die auch einem kontrolleurs-schwein mal eine mitgeben (geht zu den prozessen!)

Quelle: Chronik

[Berlin] Jobcenter Wedding entglast

Wir haben in der Nacht vom 31.12. zum 01.01.2020 dem Jobcenter Berlin Wedding in der Müllerstraße 16 einen Besuch abgestattet.

Dabei wurde die zum Max-Josef-Metzger-Platz gelegene Fensterfront mit Pflastersteinen eingedeckt.

Solidarische und kämpferische Grüße gehen raus an die drei schlummernden Vulkane (Interim Nr.809 S.37) und an die drei von der Parkbank!

Quelle: Indymedia

[Hamburg] Hurra, Hurra, das Arbeitsamt brennt!

In der Nacht zum 1.1. sind wir ohne Termin zur Agentur für Arbeit in Altona-Nord in der Kieler Straße gekommen. Statt uns artig eine Nummer zu ziehen und uns von Mitarbeiter*innen und Struktur des Hauses schikanieren zu lassen, haben wir mit Hämmern einige Scheiben des Jobcenters zerstört und – um sicher zu gehen, dass der Betrieb möglichst lange gestört wird – Brandsätze reingeworfen.

Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit sind Teil des selben Apparates, der Menschen nach ökonomischer Verwertbarkeit einteilt. Im Jobcenter werden jene sanktioniert, die nicht in ein System von Arbeitszwang und Ausbeutung passen können oder wollen. Durch das Vorenthalten von Leistungen und permanenten Druck auf die Bezieher*innen, sollen Menschen nicht nur dazu gebracht werden, jede noch so unappetitliche Arbeit anzunehmen. Es soll gleichzeitig eine Linie gezogen werden. Eine Linie, die aufzeigt, wer normal ist und wer nicht. Wer dazu gehört und wer nicht.

Dabei richten sich Agentur für Arbeit und Jobcenter nicht nur an die Bezieher*innen. Sie richten sich eben auch an die Arbeitenden, in dem sie als Damoklesschwert der Arbeitslosigkeit aufzeigen, mit welcher Behandlung sie zu rechnen haben, wenn sie den „Spielregeln“ der Arbeitswelt nicht gehorchen.

Wir blicken auf ein bewegtes Jahr 2019 zurück. Mit dem Angriff auf die Agentur für Arbeit starten wir das Jahr 2020 wie das letzte beendet wurde: Wütend und kämpferisch.

In der Hoffnung dass das Feuer im Arbeitsamt bis über die Mauern des Knast am Holstenglacis zu sehen war, schicken wir solidarische Grüße an die 3 von der Parkbank. Ihr Prozess beginnt am 8.1.2020 um 13Uhr im Gericht am Holstenglacis. Kommt vorbei und zeigt euch solidarisch.

Freiheit für alle Gefangenen!
Für die soziale Revolte!
Für ein kämpferisches 2020!

Quelle: Indymedia

Kabelbrand an der Leinthalerbrücke

In der Nacht auf Donnerstag, den 19.12.2019 steckten Unbekannte mehrere Kabelstränge an der Leinthalerbrücke in Brand, die entlang der Brücke über die Isar geleitet werden. Laut Cops entstand dabei ein Schaden von mehreren zehntausenden Euro. Es handelte sich wohl um Glasfaser-Fernleitungen, die mittels Benzin in Brand gesetzt worden waren. Der Brand konnte frühzeitig gelöscht werden, sodass es laut Press zu keinen bedeutenden Störungen der Kommuniktaion in München kam. Bereits im März hatte es einen Brandanschlag auf Vodafone-Kabel an der John-F.-Kennedy-Brücke gegeben. Auch damals behauptete Vodafone, dass es keine Ausfälle gegeben habe, der Sachschaden lag damals bei 100.000 Euro.