Category Archives: Nachrichten aus aller Welt

In der Kategorie Nachrichten aus aller Welt berichten wir über ausgewählte Ereignisse mit anarchistischem Bezug weltweit. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem deutschsprachigen Raum.

Krawalle in Stuttgarter Innenstadt

Rund 500 Menschen haben vergangenes Wochenende in Folge einer Bullenkontrolle in der Stuttgarter Innenstadt nicht länger passiv zugesehen. Sie entschieden sich die Bullen anzugreifen, die Innenstadt zu demolieren und insgesamt neun Läden zu plündern.

Auf in den Medien kursierenden Videos ist unter anderem zu sehen, wie ein Cop, der eine Person gewaltsam mit seinem gesamten Körpergewicht im Halsbereich zu Boden drückt das bekommt, was jeder Cop verdient: Ein*e nahestehende*r couragierte*r Beobachter*in zögert nicht lange, nimmt kurz Anlauf und tritt dem Drecksbullen mit voller Wucht ins (leider behelmte) Gesicht [1]. Insgesamt seien übrigens 19 Bullen bei den Krawallen verletzt worden.

Bullen und Medien sind bislang ratlos, warum es zu dieser Randale kommen konnte. Sie sprechen von „unpolitischen Krawallen“ aus der Party-Szene.

Damit sind sie womöglich näher an der Wahrheit dran, als sie selbst zu erkennen vermögen: Die Menschen haben einfach genug davon, von den Cops auf Schritt und Tritt schikaniert zu werden. Da braucht es keinen politischen Anlass aufzubegehren und sowieso keine politische Vereinnahmung.

Auf dass die unpolitische Gewalt gegen Cops in Zukunft noch häufiger hochkocht und überschäumt. Vielleicht demnächst ja auch einmal in München?

 

[1] Anzusehen ist das Ganze hier: https://www.tagesschau.de/inland/stuttgart-ausschreitungen-105.html (ab min. 00:00:35)

[Berlin] return to sender: Das Feuer ihrer Kriege

In den Gefahrengebieten Berlins betreibt die Polizei eine aggressive Raumnahme indem sie Nachbarschaften in Friedrichshain und Neukölln belagert oder öffentliche Plätze und Parks in Kreuzberg besetzt. Menschenjäger sind im Einsatz gegen Jugendliche, gegen MigrantInnen, gegen Ausgestoßene. Nebenbei bereiten sie Räumungen von besetzten Orten vor. Den Aufrufen zu dezentralen Aktionen folgend, sind wir in Marzahn fündig geworden und haben in der Nacht zum 27. Mai einen LKW des Kriegsprofiteurs DB Schenker mit einfachen Mitteln angegriffen.

Im Schatten der Pandemie und der damit verbundenen medialen Aufmerksamkeit verrichten die NATO Armeen täglich ihr blutiges Handwerk auf den großen und kleinen Schlachtfeldern der Erde.
So auch in Rojava. Vor einer Woche wurde gemeldet, dass der türkische Staat seine Angriffe auf Nordsyrien fortsetzt. In der Ortschaft Şiyûx westlich von Kobanê sind zwei Zivilist*innen durch Artilleriebeschuss verletzt worden. Das Gebiet im Westen von Kobanê wird seit vier Tagen von der türkischen Besatzungszone um Dscharablus aus unter Artilleriefeuer gesetzt. Im Westen von Ain Issa haben Artillerieangriffe auf die Verbindungsstraße M4 und die Dörfer Hoşan und Xalidiyê stattgefunden. Durch den Beschuss sind Felder in der Region in Brand geraten. Über Ain Issa kreisen Kampfjets. In den Dörfern Cirin, Qeter und Kulik in der Region um Girê Spî (Tal Abyad) haben die türkisch-dschihadistischen Besatzungstruppen Felder angezündet.

Im militärisch-zivilen Komplex soll es als Entscheidungshilfe für die Vernünftigen in der Konzernführung dienen: brennende Lastwagen als Grund die Logistik für die NATO-Streitkräfte einzustellen und den Fuhrpark aus Berlin abzuziehen. Berlin ist eine gefährliche Stadt für DB Schenker und andere Firmen. Durch die polizeiliche Überschwemmung einiger Gebiete ist die Wirtschaft unseren Angriffen in anderen Bezirken schutzlos ausgeliefert.
Den Verantwortlichen im Senat rufen dezentrale Konzepte autonomer Gruppen in Erinnerung: Wer auch immer den Räumungsbefehl für die Liebig34 unterzeichnet, begeht damit politischen Selbstmord. Sei es durch erfolglose Belagerung bestimmter Kieze oder die ewig gleiche Hetze gegen den inneren Feind; die Akteure der Stadt als Ziel können uns nicht entkommen.

Dafür müssen sich die Kräfte, die eine grundsätzliche Veränderung wollen, nicht unbedingt neu orientieren und international neu aufstellen, wie es die Vulkangruppe shut down the power in ihrer Erklärung zum Angriff auf das Heinrich-Hertz-Institut fordert. Mehr Konsequenz und Ausdauer in der Umsetzung bisheriger Strategien kann auch etwas bewirken.

Kriegsprofiteure sabotieren bis sie sich aus der Aggression gegen Rojava zurückziehen!

Alles dezentral angreifen bis der offizielle Verzicht auf den Räumungsterror gegen Mietwohnungen, besetzte Räume und die Liebig34 verkündet wird!

Quelle: https://de.indymedia.org/node/84837

[Minneapolis, USA] Riots und Plünderungen nach Ermordung von George Floyd

Nachdem in Minneapolis George Floyd von Cops auf der Straße liegend und vor laufenden Kameras ermordet wurde, brachen in der Nacht auf Donnerstag heftige Riots in der Stadt aus. Es kam zu Straßenschlachten mit den Cops, Plünderungen und brennenden Barrikaden. Zahlreiche Autos gingen in Flammen auf und Geschäfte und Behördengebäude wurden zum Teil in Schutt und Asche gelegt.

Auch das Polizeigebäude von Minneapolis sei von wütenden Menschen gestürmt worden, die darin mehrere Brände entfacht haben.

Im Verlauf der Proteste wurde eine Person mit einer Schussverletzung aufgefunden und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

US-Präsident Donald Trump drohte den Plündernden Menschen unterdessen damit, dass er auf sie schießen lassen werde und die Regierung entsandte die Nationalgarde nach Minneapolis. Unterdessen brachen auch in Denver, New York, LA und anderen Städten der USA Riots aus.

[Libanon] Chronik der Revolte gegen die durch Corona noch weiter verschärfte Wirtschaftskrise

Bericht vom 28.04. – Die Revolte ist stärker als ihre Ausgangssperre

Im Libanon, auch wenn die Quarantänebestimmungen [confinement], die am 14. März eingerichtet worden waren, diesen Montag ihr Ende nahmen, sind die Maßnahmen der „Entquarantänisierung“ [dé-confinement] nicht weniger drastisch, insbesondere mit der Einrichtung einer Ausgangssperre. Dies konnte dennoch nicht verhindern, dass sich die Straßen entflammten (insbesondere die Banken). Am Abend des Montags, den 27. April in Tripolis, im Norden des Landes, haben tausende Personen den Quarantänebestimmungen und der Ausgangssperre getrotzt, indem sie auf die Straße gingen, um zahlreiche Banken anzuzünden und sich den bewaffneten Milizen des Staates zu stellen. Mindestens ein Militärfahrzeug brannte durch den Wurf eines Molotowcocktails ab. Die Repression durch die Armee ist  heftig: 40 Personen mussten ins Krankenhaus und ein junger 26-jähriger Mann starb, nachdem er während Auseinandersetzungen mit den Militärs durch eine Kugel verletzt worden war.

Männer, Frauen und Kinder marschierten in den Straßen und schrien „Revolution! Revolution!“. Die Protestierenden wurden in dem Moment von der Armee zurückgedrängt, als sie zum Haus eines Parlamentariers wollten, demgegenüber sie feindlich sind. Einige haben Steine geworfen, die Armee antwortete mit Schüssen in die Luft, um die Menge in der Zone rund um den Al-Nour-Platz zu zerstreuen. Unter anderen wurden ein Jeep der Armee und mehrere Bankfilialen durch den Wurf von Molotow-Cocktails in Brand gesetzt.

Am selben Abend wurden die Räume der Zentralbank in Sidon (im Süden) Ziel von Stein- und Böllerwürfen, wie die nationale Informationsagentur berichtete. In derselben Stadt war bereits am Samstag abend ein Sprengsatz gegen eine Bank geworfen worden.

Die letzten Tage hatte es tagsüber mehrere Demonstrationen gegeben, insbesondere durch Autokolonnen in der Hauptstadt, trotz der Quarantänebestimmungen, die am 14. März durch die Autoritäten ins Lebens gerufen worden waren, die auch eine nächtliche Ausgangssperre etablierten.

Am Abend des 26. April wurden mehrere libanesische Banken in Tripolis und Mina (im Norden) durch Unbekannte angegriffen. Diese Angriffe bildeten die Fortsetzung von ähnlichen Ereignissen in Tyr und Saïda im südlichen Libanon, im Laufe des Wochenendes, während der Libanon mit seiner schlimmsten Wirtschafts- und Finanzkrise seit 30 Jahren konfrontiert ist. Des Nachts hat ein Gruppe Personen die Fassade der Bank Byblos in Mina angegriffen, ehe sie die Flucht ergriff. Im Zentrum von Tripolis, sind es die Filialen der BLOM Bank und der BBAC, die Ziel von Molotow-Cocktails wurden, die Männer, die Schutzmasken trugen, warfen. […]

„Die Politiker lenken unsere Aufmerksamkeit mit dem Coronavirus ab, um weiter stehlen zu können“, skandierten am 16. April Demonstrierende, ehe sie von den Streitkräften der Armee niedergeprügelt wurden.

Der Libanon hatte am 17. Oktober 2019 eine große Bewegung der Revolte erlebt, bei der der Al-Nour-Platz in Tripolis während langer Monate das Nervenzentrum der Revolution vom 17. Oktober gewesen war: an bestimmten Tagen waren Hunderttausende im ganzen Land auf die Straße gegangen, um ihre Wut herauszuschreien und danach zu handeln. Die Banken wurden regelmäßig Ziel, von der Straße der Komplizenschaft mit der politischen Macht beschuldigt und beschuldigt zur ungebremsten öffentlichen Verschuldung und dem Staatsbankrott beigetragen zu haben. Seit Monaten grassiert eine sehr schwere Wirtschaftskrise im Libanon, die durch die Coronapandemie und die Präventionsmaßnahmen, die darauf folgten, noch verschlimmert wurde.

Circa 45 % der Bevölkerung lebt laut offiziellen Schätzungen inzwischen unter der Armutsgrenze. 2020 sollte die Wirtschaft laut internationalem Währungsfond eine massive Schrumpfung von 12 % erleben. Der Libanon erfährt auch eine Abwertung seiner nationalen Währung im Vergleich zum Dollar, was eine heftige Inflation zur Folge hatte.

Der Coronavirus ist die geringste aller Sorgen der Libanes*innen, die verhungern. Die Gesamtanzahl an Personen, die sich seit dem 21. Februar am Virus angesteckt haben, beläuft sich auf 672. Und bisher gab es 21 Tote.

[Überwiegend vom „L’Orient-Le Jour“ vom 28.04.2020 übernommen, mit einigen Ergänzungen von Démesure.]

Aus dem Französischen übersetzt von Sans Attendre Demain.

Bericht vom 29.04. – Hin zu einer Ansteckung der Revolte? (28. April 2020, aktualisiert)

Diesen Dienstag, den 29. April, haben sich die Meutereien am zweiten Tag in Folge in Tripolis fortgesetzt. Am Vorabend hat die Nachricht vom Tod eines Demonstranten, Fawaz Fouad Samman, der am Vorabend von Kugeln während Auseinandersetzungen mit der Armee getötet wurde, die Feuer der Revolte in mehreren Städten geschürt, insbesondere im Süden des Landes, wie in Beyruth und in Saïda. Diese neue Nacht der Zusammenstöße soll 81 Verwundete unter den Sicherheitskräften (51 Militärs allein schon in Tripolis verwundet, darunter 6 Offiziere) verursacht haben. Um die zwanzig Personen wurden in Tripolis verhaftet.

In Tripolis, der zweitgrößten Stadt des Landes, hatten sich mehrere Tausend Menschen auf den Al-Nour-Platz eingefunden, unter dem Slogan „Das wird verheerend sein“, Anspielung auf die Natur der Demonstration: hunderte junge Leute haben die Straßen verbarrikadiert, zahlreiche Banken geplündert und angezündet (insbesondere die der libano-französischen Bank), Pflastersteine aus den Gehsteige gerissen, um sie auf die Militärs zu werfen und zwei Militärfahrzeuge abgefackelt. Sie sind mithilfe von Tränengas und Gummikugeln auseinandergetrieben worden. Die Soldat*innen haben ebenfalls die Verfolgung einiger Individuen aufgenommen, die mehrere Fahrzeuge der Armee beschädigt haben. Diese Unruhen haben direkt nach der Beerdigung des jungen Familienvaters stattgefunden, die am frühen Nachmittag organisiert worden war, inmitten einer angespannten Menge, die gekommen war, um ihm die letzte Ehre zu erweisen trotz der Bedrohung durch den Coronavirus. Auf dem Bahsas-Platz wurden zwei Soldaten durch Steinwürfe verletzt und ein Militärfahrzeug ist beschädigt worden.

Bevor die Spannung auf dem Al-Nour-Platz stieg, hatten Demonstrant*innen Steine auf die Residenz des ehemaligen Premierministers Nagib Mikati à Mina geworfen. Die Armee und die Sicherheitskräfte, groß eingesetzt, setzten massiv Gas ein, um die Demonstrierenden zu vertreiben. Daraufhin zerschlugen Protestierende die Fassaden von Bankfilialen in der Nähe.

„Ich will meine Stimme gegen den Hunger, die Armut, die Inflation und die Ungerechtigkeit erheben“, rief ein 41-jähriger Demonstrant aus, Khaled. Dieser Ersatzteilverkäufer für Motorräder sagt, dass er nicht mehr in der Lage sei, die Bedürfnisse seiner drei Kinder zu befriedigen, seit er seine Arbeit verloren hat, innerhalb einer Situation, die mit der Pandemie immer schlimmer geworden ist.

Am anderen Ende des Landes, in Saïda (Süden) fand eine Versammlung vor dem Sitz der Bank des Libanons (BDL) statt, wo ein bisschen später Demonstrant*innen erst Böller, dann circa ein Dutzend Molotow-Cocktails in Richtung des Gebäudes warfen, was mehrere kleine Brände verursachte und die Armee auf den Plan rief. Nach der Intervention der Armee zum Schutz der BDL verteilten sich die Meuternden im Stadtzentrum und zerstörten die Fassaden von mindestens einem Dutzend Banken. Um die fünfzehn Fahrkartenautomaten wurden ebenfalls zerstört. Auch in Beyruth kam es zu Demonstrationen, die in Steinwürfen gegen die BDL endeten.

Seit Beginn der Quarantänemaßnahmen trifft die Misere mit voller Wucht die libanesische Bevölkerung. Das Land erlebt eine noch nie dagewesene Steigerung der Inflation in wenigen Wochen (+ 150 %). Der Wirtschaftsminister Raoul Nehmé meldete eine allgemeine Preiserhöhung um 55 %, ohne zu präzisieren, in Bezug auf welche Periode diese stattfinde.

[Zusammengesetzt aus Meldungen der libanesischen und französischen Presseagenturen, 28. und 29.04.20]

Quelle: Sans Attendre Demain, stellenweise gekürzt

Bericht vom 30.04. – Die Bewegung der Revolte setzt sich fort

Am dritten Tag in Folge sind tausende Menschen in mehreren Städten im Libanon gegen die Verantwortlichen der immer weiter wachsenden Misere (Banken, Politiker,…) auf die Straße gegangen, obwohl die Lockerung der Quarantänemaßnahmen ab Montag eingeleitet worden war. Im Gegensatz zum Vortag kam es ein bisschen überall mit Einbruch der Nacht zu Demonstrationen und Meutereien, so wie in Tripolis.

In Tripolis, Epizentrum der Bewegung, stellten sich hunderte Demonstrant*innen dem Militär am Mina-Kreisverkehr. Des Weiteren blockierten sie die Straße, die zum Al-Nour-Platz führt, mit brennenden Reifen und forderten die Freilassung von Menschen, die am Vortag verhaftet worden waren (ungefähr zwanzig Personen).

Die Armee von ihrer Seite aus berichtet, dass 23 Soldaten während der Zusammenstöße in Tripolis (Norden) und Saïda (Süden) verletzt worden sind, darunter einer, dem mehrere Finger amputiert werden mussten.

In vielen Städten protestierten Menschen, zündeten Bankfilialen an, warfen Böller und Molotow-Cocktails auf die Armee. „Wir haben die Monopole und die Diebstähle durch die Geschäftsleute satt“, skandierten Demonstrant*innen in Beyruth.

Die Bewegung der Revolte, die seit mehreren Monaten in mehreren Regionen am Köcheln ist, ist aufs schönste in diesen letzten Tagen vor dem Lockern der Quarantänemaßnahmen seit letztem Montag wieder aufgeflammt.

[Via L’Orient-Le Jour aus Meldungen der iranischen Presseagenturen, 29. und 30.04.2020]

Quelle: Sans Attendre Demain, stark gekürzt

 

[Berlin-Friedrichshain] Bullen im Viertel angegriffen

Am 28. April kam es in Berlin-Friedrichshain zu mehreren Angriffen auf die Cops, die dort mit erhöhter Präsenz durch das Viertel patroullierten. Eine patroullierende Streife wurde aus einem Hinterhalt mit Steinen angegriffen und in der Nähe der Rigaer 94/Liebig 34 mussten mehrere Staatsschutzbullen rennend das Viertel verlassen, als sie mit Farbbeuteln und etwas, das sie als Knoblauchcreme identifiziert haben wollen, beworfen wurden.

Quelle(n): de.indymedia.org, de.indymedia.org

[Bielefeld, Deutschland] Drei Fahrzeuge des Ordnungsamtes abgefackelt

In der Nacht auf den 17. April 2020 wurden in Bielefeld drei Fahrzeuge des dortigen Ordnungsamtes in Brand gesteckt. Zwei von ihnen brannten vollständig aus, ein drittes konnte von der Feuerwehr noch rechtzeitig gelöscht werden. Es blieb aber dennoch ein Schaden.

Die Fahrzeuge waren vor dem Sitz des Ordnungsamtes am Ravensburg-Park abgestellt. Der Gesamtschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.

via Sans Attendre Demain / Anarchists Worldwide

[La Spezia (Italien)] Die Technikpolizei verliert eine neue Rundfunkantenne – 6. April 2020

Montag 6. April: bei Dämmerung wurde in der Pianazze-Gegend von La Spezia (Ligurien) eine Mobilfunkantenne angezündet. Sie beherbergte Equipment für GSM, UMTS und LTE, 2G, 3G und 4G der Anbieter Telecom und WindTre, bevor sie zu Asche reduziert wurde. Das Feuer verschlang auch Equipment welches in einem anliegenden Gebäude gelagert war.

Wenn die Zeitungen eifrig auf Anti-5G-Enthusiasten pochte, welche für diesen anonymen Angriff verantwortlich seien und sich beeilten dazu ein Video zu übermitteln (zuvor beschuldigten die Journolizisten meistens die Anarchisten, eine Frage der Präfekturmode), so gibt es doch offensichtlich genügend andere Gründe als Verschwörungsgerüchte, dazu,
so eine gewöhnliche Antenne wie diese anzugehen.

Noch vielmehr in diesen Zeiten der erweiterten technologischen Pandemie.

https://demesure.noblogs.org/archives/1078 / https://actforfree.nostate.net/?p=37161

[Limassol (Zypern)] Die Feuerepidemie gegen Rundfunkantennen verbreitet sich wild

Abend, Samstag, 11. April. Unbekannte legen Feuer an einer Mobiltelephon-Antenne in Limassol, die zweite Stadt von Zypern, und die Polizei kam unmittelbar zur Schlussfolgerung, dass dies Oponennten gegen das 5G-Netzwerk gewesen sein müssen, dabei ausführend das dessen Installation auf der Insel noch nicht vollendet wurde.

Da Prävention besser ist als Heilung, wie man in den Covid-19-Zeiten sagt, könnte das Feuer eine Frage der präventiven Behandlung bezüglich des Masten sein? Oder ziemlich einfach, dass es genügend andere Gründe gibt auf solche Telekommunikationsstrukturen loszugehen, und das Gerücht über den Zusammenhang von 5G und covid nichts damit zu tun hat. Eins ist sicher, Feuer ist ein gutes Heilmittel gegen alle Viren, die nächste technologische Pandemie eingeschlossen!

https://demesure.noblogs.org/archives/1394 / https://actforfree.nostate.net/?p=37165

[Gradisca d’Isonzo] Revolte im Abschiebeknast von Gradisca d’Isonzo

Letzte Nacht, am 29.03.2020, machten Gefangene im Abschiebeknast von Gradisca, die seit einigen Tagen in Hungerstreik getreten waren, ihren Ärger und ihre Verzweiflung hörbar, indem sie wieder Feuer in den Zellen anzündeten.

Die Polizei griff mit militärischer Unterstützung ein, um den Protest zu unterdrücken und die Feuerwehr eilte herbei, um um 21 Uhr, 22 Uhr, Mitternacht und 2 Uhr morgens die Flammen zu löschen. Möbel, Matratzen und Plastikoberlichter brannten und einige Zellen wurden beschädigt. Vorgestern hatte eine Person, die positiv auf den Coronavirus getestet und laut den Behörden zum Knast in Cremona gebracht und dort isoliert worden war, eine Verschlechterung ihres Zustands mit hohem Fieber erlitten und war in ein Krankenhaus in Cattinara gebracht worden.

Nach dem, was wir wissen, wurden einige Wachen auch unter Quarantäne gesetzt, ansonsten ist allerdings nichts für die anderen Gefangenen im Abschiebeknast unternommen worden.

Übersetzung des englischen Textes bei Act for Freedom Now!

[Brüssel/Anderlecht] Riots nach der Ermordung eines 19-Jährigen durch Cops

Am 11.04.2020 kam es zu Krawallen durch wütende Jugendliche aus der Anderlecht-Gegend der belgischen Hauptstadt Brüssel, sie attackierten Bullenkarren und schleuderten Wurfgeschosse auf die Cops, wobei ein Cop verletzt wurde und ein anderer zusammengeschlagen wurde. Die Unruhen wurden dadurch ausgelöst, dass eine Bullenpatrouille einen 19-Jährigen auf einem Roller verfolgte, der sich geweigert hatte für eine Ausgangssperrenkontrolle stehen zu bleiben. Er stieß mit einer entgegenkommenden Bullenkarre zusammen und starb noch vor Ort. Hunderte wütender Jügendliche aus der Gegend nahmen sich nach einem Aufruf in den sozialen Medien sofort die Straße und griffen die Cops an, die ankamen, um die Cops zu verstärken, die an der Tötung beteiligt gewesen waren. Mehrere Bullenkarren wurden in Brand gesetzt, ein Jugendlicher befreite eine Pistole aus einem Fahrzeug und schoss damit in die Luft, während er davon rannte.

Der lokale Jugendliche wurde Adil getauft und bereits jetzt führen die Medien den schmutzigen Job des Staates aus, imdem sie zu Ruhe aufrufen und seine Familie als Waffe benutzen, um den Ärger über den Mord an einem lokalen Jugendlichen und gegen die Ausgangssperre zu unterdrücken. Weiterhin haben die Cops ihre Präsenz in der Gegend heute (am Sonntag) verstärkt, sogar mit einem Wasserwerfer, weil sie befürchten, dass es zu weiteren Ausschreitungen kommen könnte. Belgien steht seit vier Wochen unter Ausgangssperre und versucht so, die Verbreitung der Corona-Epidemie einzudämmen.

Das ist ein klares Zeichen für kommende Ausschreitungen und Aufstände, das jetzt in der Festung Europa angekommen ist, nach anderen Ausbrüchen der Rebellion in anderen Teilen der Welt, wir sind uns bewusst, dass der Abschaum von Medien klar versucht, im Einklang mit den Autoritäten, jeden Ausbruch der Rebellion gegen die Coronavirus-Ausgangssperren zu unterdrücken*. Es ist nur ein kurzer Augenblick, ehe der globale Backlash ausbricht.

Erst Wuhan, jetzt Brüssel, Aufstand überall!

*Ausschreitungen brachen in Bristol, China und Palästina aus, sogar Telefonmasten brannten auf der Gefängnisinsel UK, parallel mit dem Bericht von Überfällen auf Supermärkte im Süden Italiens in Reaktion auf die „Lockdown-Maßnahmen“ (Ausgangssperre!)

Übersetzung des englischen Textes von Act for Freedom Now!