Archiv der Kategorie: Kurznachricht

E-Autos gehen weiterhin munter in Flammen auf

Bei diesen E-Autos, da weiß man ja nie. Da kommt es in den letzten beiden Monaten in München und Umgebung neben einem bereits berichteten Fall noch zwei weitere Male zu e-Fahrzeugbränden.

Der erste ereignete sich im Olympiadorf, Anfang Juli. Ein E-Transporter brennt, ein danebenstehender Opel gleich mit. Der Besitzer, der sich von seinen Enkel nicht vorwerfen lassen will, dass er nichts gegen den Klimawandel getan hätte, weshalb er bereits vor einigen Jahren sich dieses E-Auto gekauft hatte, ist überzeugt: „Das war Brandstiftung“, denn: irgendwer werfe auch schon seit längerem Zeug aus dem Haus, etwa eine Kartoffel oder Eier, diesmal müsste diese Person wohl mit Grillanzündern um sich geworfen haben! Offenbar brannte der Transporter an jenem denkwürdigen Tag sogar zweimal: das erste Mal konnte der Brand noch rechtzeitig gelöscht werden, das zweite Mal war ein Totalschaden. Ob jemand die Heuchelei des Besitzers wohl nicht mehr ertragen hat?

Der zweite e-Fahrzeugbrand dann in Eching, Ende August, vormittags: Auf dem Dach eines Parkdecks auf dem BMW-Betriebsgelände brennt ein elektrisches BMW-Entwicklungsfahrzeug. Um das Auto löschen zu können, war es nötig es mithilfe eines speziellen Krans vom Dach in eine Löschgrube zu heben. Hat sich das Auto aus Scham über seinen Daseinszweck vielleicht selbst zerstört? Man weiß es nicht!

E-Auto samt Ladesäule abgebrannt

Ein rund 120.000 Euro teurer, nagelneuer Audi e-tron GT brannte Ende Juli in München samt Ladestation der Stadtwerke München ab. Gegen 2:11 Uhr endete der Ladevorgang, fünf Minuten später rückte die Feuerwehr aus – und kam zu spät. Das E-Auto eines Münchner Architekten brannte vollständig aus.

Ob es sich um Brandstiftung handelt, oder ob sich das E-Auto spontan selbst entzündet hat, oder ob die Ladesäule für den Brand verantwortlich ist, ist Presseberichten zufolge unklar.

So oder so: Für mehr spontane „Selbst“entzündungen von Bonzen- und E-Autos in München und überall!

Drei Porsche abgebrannt

In der Nacht auf Freitag, den 06. August 2021 brannten unter einem Carport in München-Thalkirchen insgesamt drei dort abgestellte Porsche vollständig aus, nachdem sie vermutlich in Brand gesteckt worden sind.

Weil eines der Autos ein seltenes Sammlerexemplar, ein Porsche 918 Spyder, war, beläuft sich der Gesamtschaden auf rund zwei Millionen Euro. Die Porsche gehörten alle einem Geschäftsmann aus München.

600 Meter Förderband in Kiesgrube gehen in Flammen auf

Rund eine Woche lang stoppte der Kiesabbau im Forst Kasten, nachdem bei einem Feuer rund 600 Meter des zum Kiestransport genutzten Förderbands zerstört wurden. Eine Million Euro Sachschaden soll zudem durch das Feuer entstanden sein. Längst ist der Schaden nicht wieder repariert. Zum Kiestransport in das mehrere Kilometer entfernte Kieswerk müssen nun zehn Lastwagen eingesetzt werden, bis das Förderband wieder erneuert ist, womit in frühestens zwei Monaten gerechnet wird.

Das zerstörerische Feuer brach in der Nacht auf Dienstag, den 3. August aus. Als die Feuerwehr gegen 04:30 Uhr alarmiert wurde, konnte sie nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Auf einer Länge von rund 600 Metern stand das Förderband in Flammen, die starke Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten. Sie dauerten mehr als 5 Stunden an, auch weil es in einer Kiesgrube nicht so einfach ist, an Löschwasser zu kommen.

Die Bullen gehen mittlerweile von Brandstiftung aus. Unmittelbar an die Kiesgrube angrenzend, in der sich der Brand ereignete, befindet sich der „Forst Kasten“, um dessen geplante Rodung sich bereits in der Vergangenheit Protest in Form von Baumbesetzungen und Kundgebungen geregt hatte. Und auch sonst genießt das Unternehmen „Glück“, das die Kiesgrube betreibt, keinen sonderlich guten Ruf in der Nachbarschaft. Kein Wunder, zerstört es doch seit Jahren schon die angrenzenden Waldflächen. Einige der selbsternannten Sprecher*innen des jüngsten Protestcamps im Forst Kasten distanzieren sich übrigens von dem Brand in der Kiesgrube, der im Gegensatz zu dem von ihnen veranstalteten politischen (Wahl-)Spektakel (bei dem auch Politiker gern gesehene Gäste waren und einer Vereinnahmung durch diese nur dann entgegengetreten wurde, wenn sie der falschen Partei angehörten), den Kiesabbau und damit die ökologische Zerstörung für eine Zeit lang zu stoppen vermochte. Sie betonen, dass sie nur „friedlichen“ Protest anzuzetteln beabsichtigen würden. Manchmal jedoch, da läuft die Wut der Menschen aus dem Ruder und lässt sich von irgendwelchen Bewegungsstrateg*innen, die ausschließlich ein Interesse daran haben, das Bestehende zu erhalten, nicht länger auf die ritualisierten, ebenso wie in aller Regel nutzlos bleibenden Formen des Protestes einengen.

Auf dass sich die Wut der Menschen mehr noch auf unkontrollierte Weise Bahn brechen möge und sich in unintegrierbaren und unvereinnahmbaren Angriffen gegen das Bestehende äußere!

Brand an Mobilfunkmast in Germering

In der Nacht auf Samstag, den 14. August 2021 schmorte an der Lindauer Autobahn bei Germering ein Glasfaserkabel eines Mobilfunkmasts in Folge eines Brandes durch. Obwohl der Leitstelle des zuständigen Mobilfunkanbieters bereits gegen 2 Uhr eine entsprechende Meldung vorlag, tauchte der Techniker dort erst gegen 6 Uhr auf und konnte nur noch einen Sachschaden in Höhe von mindestens 20.000 Euro feststellen. Zusätzlich fiel der örtliche Mobilfunk mindestens bis zur anschließenden Reperatur aus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Kabelbrand an S-Bahngleisen vorzeitig gelöscht

Es blieb wohl bei einem Sachschaden im mittleren dreistelligen Bereich. Auch weil ein S-Bahnfahrer, der gegen 1:10 Uhr am Dienstag, den 13. Juli ca. 80 Zentimeter hohe Flammen im Bereich der Gleise der S7-Strecke in Obergiesing bemerkte, beschloss das Feuer mit einem Feuerlöscher selbst zu bekämpfen. Gebrannt hatten Signalkabel, die hinzugerufenen Bullen fanden Brandbeschleuniger. Gesperrt wurde die Strecke zwischen Giesing und Perlach am frühen Dienstagmorgen dann aber doch noch. Wegen Ermittlungen, so heißt es in der Presse.

Kabelbrand an Baustelle führt zu Stromausfall im Münchner Osten

Gegen 03:50 Uhr brannte in der Nacht auf Freitag, den 21. Mai 2021 in einer Baugrube in der Grafingerstraße ein Kabel, das offenbar weite Teile der Stadtteile Ramersdorf, Haidhausen und Berg am Laim mit Energie versorgte.

Bei 20.000 Haushalten, sowie auf den Straßen im betroffenen Gebiet gingen in der Folge die Lichter aus. Stark beeinträchtigt war auch der Tramverkehr, da vom Tram-Betriebshof in Steinhausen, der ebenfalls vom Stromausfall betroffen war, ein Teil der Trams jeden Morgen in das Tramnetz ausrückt.

Zudem fiel laut Presseinformationen eine in der Nähe des Ostbahnhofs befindliche Betriebsstelle des Internetanbieters Vodafone aus. Zahlreiche Vodafone-Kund*innen, die zwar noch Strom hatten, hatten dadurch keinen Zugang zum Internet.

Angriff auf Rohde & Schwarz / Stadtwerke München

Kriegsproduzenten den Saft abdrehen!
Energieversorgern in den Arsch treten!

Wir haben am 21.5.21 das Strom- und Glasfasernetz der Stadtrwerke im Münchner Osten angegriffen.

Das primäre Ziel dieser Aktion war der Rüstungskonzern Rhode & Schwarz am Münchner Ostbahnhof, dem wir erfreulicherweise für mindestens 24 Stunden den Saft abdrehen konnten. R & S ist eins von vielen Unternehmen, die mit Waffenproduktion, Krieg und Tod ihre Profite machen und ihren Beitrag leisten, dass Deutschland seit vielen Jahren unter den Top 5 der globalen Rüstungsexporteuren rangiert.

Außerdem war die Aktion ein Angriff auf die politisch Veantwortlichen in München und Bayern, die den Gongschlag nicht hören wollen.

Es ist unsere Antwort auf den jämmerlichen Stadtratsbeschluss, den Forst Kasten abzuholzen um dort Kies zu fördern. Die Stadtwerke München betreiben weiterhin ein Kohlekraftwerk in Bogenhausen und den Atommeiler Isar 2. Deshalb werden wir auch in Zukunft ihre Infrastruktur angreifen.

Es gibt keine Lösung innerhalb des kapitalistischen Sytems.

Kein Friede mit der Rüstungsindustrie
Keine Ruhe für die Klimakiller
IAA angreifen

Quelle: Indymedia

Was Corona nicht schafft, das schafft ein Flaschenhagel – 19 Bullen verletzt

Der folgende Text wurde in München als Flyer verteilt. Wir dokumentieren ihn hier aus aktuellem Anlass.

Wo immer in München derzeit die uniformierten Schlägertrupps auftauchen, schlägt ihnen der geballte Hass der Menschen entgegen. Wenigstens beleidigt werden die Cops allerorts, der*die eine oder andere greift sie auch einmal kurzerhand an. Eine Bullenkontrolle an der Isar, am Balde- oder Gärtnerplatz, im Englischen Garten, am Wedekindplatz oder anderswo, wo sich diejenigen versammeln, die wenigstens ein Minimum an Leben haben wollen und nicht bloß vor ihren Bildschirmen vegetieren – sie ist nicht länger etwas, das den anderen passiert, nichts wo man lieber abgewandten Blickes vorbei geht, nichts, das man aus irgendeinem in der Schule vermittelten Reflexes für „schon irgendwie angebracht“ zu halten geneigt ist. Nein, eine Bullenkontrolle ist für all diejenigen, die weiter rausgehen, klarer als das erkenntlich, was sie schon immer war: Eine Demonstration der Macht des Staates gegenüber seinen Bürgern, eine Provokation, die einem förmlich ins Gesicht schreit: „STEHENBLEIBEN, POLIZEI“, „DIE AUSWEISE BITTE“ oder „SIE BEFINDEN SICH NUN IN POLIZEILICHEM GEWAHRSAM“, eine Provokation die ebenso Einschüchtern soll, wie sie diejenigen, die sich nicht einschüchtern lassen (wollen) mit aller Gewalt zu brechen versucht.

Wer angesichts dieses immer offener zutagetretenden Charakters der Polizei und des ganzen Hasses, den sie endlich auch in München beinahe überall dort auf sich zieht, wo sie auftaucht, ernsthaft verwundert darüber ist, dass sich, wie vergangenes Wochenende im Englischen Garten, spontan auch einmal hunderte Personen gegen die Polizei verbünden und diese dann einen Vorgeschmack dessen erlebt, was ihr in Zukunft noch blühen wird, der muss irgendwo zwischen den eigenen vier Wänden den letzten Rest von Verstand verloren haben. Jaja, die Presse. Von Süddeutscher Zeitung bis hin zur BILD will uns das obrigkeitshörige Journalistentum aus dem Homeoffice die Welt erklären, geht aber nicht einmal mehr in seiner Freizeit vor die eigene Türe. Dass eine faktisch seit Monaten gleichgeschaltete Presse ohnehin bei den Bullen abschreibt ist dabei wenig verwunderlich. Vielmehr überrascht es ein wenig, dass diese Gleichschaltung so total zu sein scheint, die Gehirnwäsche so tief sitzt, dass man sich selbst die banalsten Dinge nicht mehr erklären kann.

Stattdessen muss der Presse ein von der Polizei gezielt aufgebautes und altbekanntes Konstrukt zur Delegitimierung der Angriffe auf die Bullenschweine herhalten. Anlass des Einsatzes sei nämlich eine Schlägerei gewesen, die laut Bullen und Presse entstanden sei, weil eine Person eine andere begrabscht hätte. Folglich, so behauptet die Bullenpresse und allen voran der politische Oberbulle Joachim Herrmann, hätten sich diejenigen, die die gegen diese Schlägerei einschreitenden Bullen angegriffen hätten, mit einem „möglichen Sexualstraftäter“ solidarisiert. Nun spricht ja ohnehin nichts dagegen, auch eine Person, die andere begrabscht einerseits gegen die Bullen zu verteidigen und andererseits möglicherweise ebenfalls zusammenzuschlagen, was ja selbst der Beschreibung in der Bullenpresse nach ungefähr so passiert sein muss, allerdings ist es selbstverständlich eine allzu lächerlich Propaganda zu behaupten, ein Angriff auf die Bullen käme einer Solidarisierung mit irgendeiner Übergriffshandlung gleich. Denn auch wenn das Journalistenpack nicht differenzieren kann zwischen Flaschenwürfen auf Bullen und Leuten, die herumlaufen und andere Leute begrabschen, ist der Unterschied doch allzu offensichtlich, als dass ich ihn hier irgendjemandem erklären müsste. Herrmann, der von seiner Hofpresse ausführlich zu der Eskalation interviewt wurde, macht indem er die Schlägerei nach diesem Übergriff und den Bulleneinsatz gegen deren Teilnehmer als Versuch „die Streithähne zu trennen“ beschreibt, ohnehin klar, dass es – wie jeder weiß – sowieso niemals um irgendetwas dergleichen ging, sondern dass dieser Einsatz nichts als die übliche Schikane und Einmischung der Polizei darstellte.

Also warum sich überhaupt weiter mit diesem Narrativ der Bullenpresse befassen, wo es doch ohnehin höchstens bei den seit Monaten daheimgebliebenen nicht sofort Gelächter auslöst. Werfen wir doch lieber einen Blick auf die Situation: Während es vergangenes Wochenende in ganz München brodelte, verloren die Cops im Englischen Garten die Kontrolle und kassierten nicht nur die Schmach der Niederlage, sondern immerhin auch ein paar pochende Prellungen. Bei aller nun angekündigten und teilweise bereits etablierten technologischen Aufrüstung mit Videoüberwachungsfahrzeugen und behelmten Hundertschaften am Monopteros ist klar, dass selbst mit dem martialischsten Aufgebot die Kontrolle über die Stadt für die Cops nicht zu gewinnen sein wird – nicht wenn wir uns zur Wehr setzen. Die Wut kann sich jederzeit und überall entladen, wo eine zahlenmäßig unterlegene Patrouille an Cops in eines der tausenden Wespennester sticht, oder wo sich Menschen dazu entscheiden, ihrer Wut von sich aus Ausdruck zu verleihen. Der Staat hat offenbar beschlossen, die Zähne zu zeigen, es ist nun an uns, für den nötigen Zahnausfall zu sorgen, es ist an uns, die zahllosen Gelegenheiten, die sich jeden Tag bieten, zu nutzen, um zurückzuschlagen, es ist an uns, den Albtraum der sozialen Kontrolle zu sabotieren und zu zerschlagen.

Gegen jede Bevormundung,
Gegen alle Bullen,
Für einen heißen Sommer.

Warum der Königsmord kein Thema von gestern ist …

Es ist ja schon eine ganze Weile her, dass das Haupt der Statue von König Ludwig II an der Corneliusbrücke abgetrennt wurde und sein Leib für den Krieg eingeschmolzen wurde. Seitdem thronte das Haupt des Monarchen dort auf einer Säule. Am Wochenende des 09. bis 11. April jedoch waren die Fans des Königs in Aufruhr. Es war verschwunden, das kostbare Haupt des Königs. Waren es Kunstdiebe? Oder Edelmetallsammler? Als man den Kopf nebenan inmitten der Isar findet, verschiebt sich der Verdacht: Vandalen? „War es gezielte Königs-Schändung?“ fragt die Presse.

Vielleicht. Es wäre zumindest erfreulich. Unterdessen hat die Feuerwehr das Haupt des Königs vom Grund der Isar wieder an die Oberfläche getaucht und der Polizei übergeben, die diese Frage nun ermitteln will. Mit Unterstützung eines eher seltsamen Hobbydetektivs, der sogar eine Belohnung von 2000 Euro ausgelobt hat, für Hinweise die zur Ergreifung der Königsschänder*innen führen. Dabei ist es ja eine Sache, eine persönliche Obsession für den berühmten bayerischen „Märchenkönig“ zu haben und die Corneliusbrücke zukünftig zusätzlich zum königlichen Haupt noch mit einem königlichen Leib verunstalten zu wollen, aber eine ganz andere, eine Belohnung auszusetzen, für die Ergreifung von Tätern! Zumindest braucht man sich bei letzterem nicht wundern, wenn man dann den wohlverdienten Hass derer abbekommt, die weder für die Statuen irgendwelcher Herrscher*innen etwas übrig haben, noch es schätzen, wenn deren Bonzen-Mäzene ihnen die Bullen auf den Hals hetzen.

Ach ja, eines noch: Ob schwul oder nicht, für einen König – egal ob lebendig oder als Statue – gibt es nur einen einzigen angemessenen Ort: Ertränkt in der Isar.