Category Archives: Kurznachricht

Vier Schweine leicht verletzt

Am Freitag, den 18.09., wurden in der Klenzestraße mehreren Autos die Spiegel abgetreten. Eine Snitch – möge sie dafür so richtig auf die Fresse kriegen – verständigte daraufhin die Schweine, die daraufhin versuchten drei in der Nähe befindliche Personen zu schikanieren. Diese reagierten allerdings erfreulicherweise äußerst aggressiv, eine Person versuchte zu fliehen und wehrte sich erheblich, als die Cops sie trotzdem erwischten, wodurch vier Schweine (leider nur) „leicht verletzt wurden“. Die eine Begleitperson bedachte die Schweine daraufhin „mit abwertenden Äußerungen“ – die leider im Bullenbericht nicht genauer spezifiziert werden, aber man kann an dieser Stelle ja seiner Fantasie freien Lauf lassen, mir würde da spontan „Hackfressen“, „Dünnschissgurgler“, „Klosteinlutscher“, „Scheißhausfliegen“, „Abwasserschlürfer“ und „Drecksarschlöcher“ in den Sinn kommen – und versuchte die andere Person zu befreien. Natürlich wurden daraufhin alle drei festgenommen, auf die Wache gebracht und nach erledigter „Bearbeitung“ wieder entlassen. Hoffen wir, dass bei der nächsten Schikaneaktion die Cops nicht nur „leichte“ Verletzungen davontragen…

Brandlegung an Müllcontainern und ein beschädigter E-Scooter

Die Bullenpresse berichtet, dass in der Nacht auf Samstag, den 09. August 2020 zwei Müllcontainer in der Fasanerie von Jugendlichen in Brand gesteckt wurden. Zuvor hatten diese den Cops zufolge auch einen der ewig-nervenden E-Scooter beschädigt. Leider wurde die Gruppe in der Nähe des Brandherdes von Cops aufgegriffen.

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich auch nach dem Anzünden von Müllcontainern zügig vom Ort des Geschehens zu entfernen, auch wenn der Anblick dieses städtischen Lagerfeuers zweifelslos anziehend wirkt.

Bullenkarre trifft Bullenhass

Am vergangenen Samstag, den 25. Juli,wurde eine Bullenkarre Opfer eines Tritts gegen die Heckstoßstange, welche daraufhin zerbrach. Aufgrund eines in der Nähe befindlichen Hobbycops wurde kurze Zeit später eine Person in Gewahrsam genommen. Bei Durchsicht ihres Handys wurde ein Foto festgestellt, auf dem sie vor derselben Karre mit ausgestrecktem Mittelfinger posierte.

Viele Bullenkarren stehen immer wieder spontan unbewacht irgendwo herum. Ein kleiner ebenso spontaner Tritt, für den es weder Vorbereitung noch Material braucht, kann bereits mehrere hundert Euro Schaden verursachen und für einen kleinen Moment den Hass etwas lindern. Und falls wieder ein Hobbycop in der Nähe steht… kann ein weiterer kleiner Tritt bestimmt auch nicht schaden!

Brennende Mülltonnen und Angriff auf Immobilienbüro

Bereits am vergangenen Wochenende, in der Nacht auf Sonntag, den 26. Juli, zündeten Personen in Haidhausen zwei Mülltonnen an und smashten die Scheiben eines nahe gelegenen Immobilienbüros. Laut den Schweinen verursachten die Personen dabei mehrere tausend Euro Sachschaden. Tja, die Wut auf Immobilienbüros wird wohl jeder*m verständlich sein, die*der schon mal versucht hat in München eine Bleibe zu finden…

Streifenwagen mit Farbe bespritzt

Als Cops am Montagabend (20. Juli 2020) gegen 21 Uhr ihren Streifenwagen am Mariahilfplatz abstellten, und unbeobachtet zurückließen, machte(n) sich dies eine oder mehrere Personen zunutze und besudelte(n) den Streifenwagen auf der „gesamten linken Seite“ mit weißem Lack. So harmlos das Ganze auch aussieht, so folgenreich war das Ganze wohl: „Da auch die Seitenfenster davon betroffen sind, kann das Fahrzeug nicht mehr eingesetzt werden bis die Schmiererei von einem Fachbetrieb entfernt wird.“ schreiben die Cops in ihrem Pressebericht. Hoffentlich wird’s teuer!

Polizei nutzt Gästelisten von Restaurants und Co. für Ermittlungen

Es ist keine Überraschung, aber dennoch gut, sich nochmal vor Augen zu halten: Wer derzeit in ein Restaurant, einen Biergarten, eine Bar, ein Kino, usw. geht und dabei seinen*ihren Namen dort angibt, sollte sich klarmachen, dass diese Informationen jederzeit nach Belieben von den Bullen verwendet werden können.

Denn auch wenn seitens des Staates stets versichert wurde, dass eine solche Verwendung nur zum Zwecke der Nachverfolgung von Coronainfektionen dienen soll (was ja schon schlimm genug ist), bilden dieses Daten schließlich sehr gut ab, wer sich wann in welchem Bereich der Stadt aufhgehalten hat. Das ist freilich auch den Bullen klar und so griff alleine die Münchner Polizei bislang mindestens drei Mal auf diese Daten zu, um Verdächtige in irgendwelchen Fällen zu ermitteln. Also schön immer nur (wechselnde) falsche Namen angeben oder lieber gleich einen großen Bogen um alle Kneipen machen, die sich durch diese Listen als Ermittlungsgehilfen der Cops andienen.

Und wieder brennt ein Mobilfunkmast

Diesmal in Neuperlach am Theodor-Heuss-Platz. In der Nacht auf Mittwoch, den 08. Juli 2020 war dort ein Knall zu hören und ein im Vollbrand stehender Mobilfunkmast zu bewundern. Der Schaden liegt laut Cops bei rund einer Million Euro!

In den letzten Monaten brannten in München vermehrt Funkmasten, zuletzt Ende Mai auf dem Gelände des Bayerischen Rundfunks. Auch hier war Brandstiftung die Ursache für den Brand.

Die durch zahlreiche Funkmasten im Stadtgebiet aufgespannten Funknetze für mobiles Internet, Telefonie, aber auch polizeilichen, militärischen und geheimdienstlichen Rundfunk, bilden in gewisser Hinsicht zusammen mit dem Glasfasernetzes das Nervensystem einer zunehmend überwachteren und kontrollierteren »Smart City«. Wenn alle Gegenstände in der Stadt Augen und Ohren haben und intelligent auf ihre Umgebung, d.h. vor allem passierende Menschen, reagieren, ist es möglich, die urbane Umgebung vollständig zu kontrollieren. Das liegt längst nicht mehr nur im Interesse von Staat und Polizei, sondern ist vor allem Teil einer weltweiten Technologisierung, in der das (menschliche) Individuum zunehmend mehr bloß als Teil einer gigantischen vernetzten Maschine gesehen wird. Tech-Konzerne wie Google, Tesla, Amazon, usw. treiben diese Vorstellung massiv mit voran. Die ersten Resultate sind dabei längst auf unseren Straßen sichtbar: smarte Paketboxen, E-Scooter, smarte Straßenlaternen, Überwachungskameras und Menschen, die die Welt bloß noch durch den Bildschirm ihrer Smartphones wahrnehmen …

Dass wir all das nicht einfach hinnehmen müssen, das zeigt dieser Angriff ebenso wie frühere Angriffe auf Glasfaserkabel oder Funkmasten. Einen Funkmasten abzufackeln ist dabei oft einfacher als gedacht. Ein paar Benzingetränkte Stofffetzen und etwas Gummi wie ein Reifen als weiteres Brennmaterial, ein Funke und dann auf und davon in die durch den Feuerschein erhellte Nacht.

Wer Bulle spielt …

… muss eben auch den Hass ertragen, der einer*einem dabei entgegenschlägt. Das musste vergangenen Freitag, den 26. Juni 2020, auch eine Filmproduktionsfirma lernen. Ein Mitarbeiter hatte ein als Polizeifahrzeug präpariertes Fahrzeug über Nacht in Haidhausen abgestellt und siehe da, als er es am folgenden Tag wieder abholen wollte, prangten in schwarz die bekannten Lettern „A.C.A.B.“ auf der Beifahrer*innenseite des Fahrzeugs.

Der Schaden beläuft sich laut herbeigerufenen, echten Cops auf rund 2.000 Euro, auch wenn mensch sich fragt, welcher Schaden? Ein Film mit einem mit „A.C.A.B.“ verzierten Polizeiwagen dürfte derzeit doch gleich viel besser beim Publikum ankommen, oder nicht?

Cops kriegen vermehrt auf die Fresse

In den letzten Tagen waren die Schweine vermehrt mit „renitenten“ (Zitat aus dem Polizeipressebericht) Menschen konfrontiert, die keinen Bock hatten, sich von ihnen schikanieren zu lassen. Am Montag, den 15. Juni, musste eine Bullin um ihre Waffe kämpfen, die die kontrollierte Person versuchte an sich zu nehmen, am 22. Juni kassierte ein Bullenarschloch eine Faust ins Gesicht und musste danach ins Krankenhaus. Ebenfalls am 22. Juni erhielt eine Bullin einen kräftigen Tritt ans Knie und den Unterschenkel, der sie laut Bullen „schwer verletzte“. Am 23. Juni wurde ein Hobbycop in einem Lebensmittelladen von einer Person, die sich einfach nahm worauf sie Bock hatte, geschlagen und gebissen, hinzugerufene Bull*innen versuchte sie zu treten und zu beißen, ein Arschloch wurde angespuckt. Am 24. Juni wurden Bull*innenschweine, die versuchten eine Person dazu zu zwingen einen Mundschutz zu tragen, mit Schlägen und Tritten traktiert, beleidigt und angespuckt. Vier Cops wurden dabei leicht verletzt.