[Cayenne (Guyana)] Rektorat und Forstamt unter Feuer der Aufständischen

Serienbrandstiftungen in Cayenne, eine weitere Nacht städtischer Gewalttaten
Französisch-Guyana, 11. September 2021

Die Nacht ist in den Straßen des Stadtzentrums und im Bereich von Baduel erneut unruhig gewesen. Mehrere Personengruppen, überwiegend Jugendliche, haben Brände gelegt und Barrikaden errichtet um sich gegen Ordnungskräfte zur Wehr zu setzen.

Das Viertel wurde an fast allen seinen Abzweigungen mit den anliegenden Straßen angezündet und fand sich diese Nacht im Belagerungszustand wieder. Wie am Vortag wurde das städtische Mobiliar ebenfalls zur Zielscheibe. „Es ist mindestens drei Jahre her, dass ich hier sowas erlebt habe“, bezeugt Mariana, die seit fast zwanzig Jahren in diesem Viertel lebt.

Die zweite Nacht in Folge haben sich mehrere Jugendgruppen im Stadtzentrum von Cayenne und im Bereich von Banduel unter dem Zeichen erneuter Gewaltausbrüche verteilt. Zahlreiche Mülltonnen- und sonstige Brände wurden zwischen 00h30 und 3h30 in der Früh gelegt. Mehrere Teile von Banduel waren mehrere Stunden lang nicht passierbar. Wie auch immer das zusammenhängt, gab es auf dem Parkplatz des Rektorats [wahrscheinlich eine Art Bildungsministerium in Guyana] einen Großbrand. Fünf Fahrzeuge wurden dort abgefackelt, nachdem Personen sich mit Gewalt Zugang verschafften. Der Zaun ist stark beschädigt.

„Es gibt keine Forderungen, die mit der Brandstiftung an den Fahrzeugen gestellt wurden, wir können uns also nur überlegen, ob es mit den Forderungen bezüglich des Schulanfangs zu tun hat, aber wir müssen vorsichtig bleiben“, erklärt der Oberstaatsanwalt Samuel Finielz. die Kriminalpolizei wurde mit den Ermittlungen zu den Motiven hinsichtlich dieses bewussten Aktes beauftragt.

Einige Kilometer weiter sind die Büros des ONF [Forstamt], Route de Montabo, ebenfalls in dieser Nacht den Flammen zum Opfer gefallen. Auf den ersten Blick scheint der Brand im Inneren begonnen zu haben und hat das Dach eines der Gebäude des Forstamtes stark beschädigt.

Quelle: Sans Nom

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