Wilde Fahrradhorden gegen die Ausgangsbeschränkungen

Seit den geltenden Ausgangsbeschränkungen Ende März wurden in verschiedenen Stadtteilen Münchens mehrmals wilde Züge Radfahrer*innen gesichtet, die sich nicht an die Vorgaben zur Isolation und Kontrolle des Staates hielten.

Die bunten Horden durchbrachen die kollektive Schweigsamkeit mit Musik und lautem Rumgegröle und provozierten allerhand Reaktionen: Zumeist positive von Lächeln bis Zugejubel, aber auch schockierte Blicke und Fassungslosigkeit.

Spuren wurden in Form von Flugzetteln hinterlassen mit Sprüchen gegen die Ausgangsbeschränkungen, den Staat und die Autoritäten, wie „Der Staat probiert gerade wie weit er gehen kann. Tun wir dasselbe“, „Unser Zuhause ist die Rebellion“ oder „Jeder Kuss ein Verbrechen, jede Umarmung eine Verschwörung“.

Da sie unerwartet auftauchten, ständig in Bewegung blieben und sich je nach Bedarf auflösen konnten, kam es nie zu Problemen mit den Cops. Es gibt also genug Lücken der Unkontrollierbarkeit, die auch tagsüber mit mehreren Menschen ausgenutzt werden können.

Quelle: de.indymedia.org