Hände hoch und Hände weg von unseren Gefährten!

Wenn uns die notwendigen Mittel zum leben und kämpfen fehlen, gibt es nur wenige Möglichkeiten darauf zu reagieren. Wir werden dazu erzogen, das Gesetz zu achten und den Zufall der Geburt als Schicksal an zu erkennen und uns ihm zu unterwerfen. Das heißt: eine zur Verfügung stehende Option ist das Abfinden mit der Scheiße in die wir geboren werden und die die ältere Generation uns vorbereitet hat. Dieses Abfinden ist auch Teil der zweiten Möglichkeit, nämlich des verbitterten und Arbeitens und Erringens von kleinen materiellen Verbesserungen, die die schönen Früchte unseres Strebens/Sterbens sein sollen. Ein Leben für die Arbeit.
Die dritte Möglichkeit – und das ist die einzige tatsächliche Entscheidung, die wir hier treffen können, weil alles andere uns regelrecht nur zustößt – ist die Enteignung. Also der Diebstahl, der Raub, das Besetzen und Schwänzen, die Weigerung und das aktive Aufbegehren gegen die Erwartungen und Gesetzmäßigkeiten wie ein Leben im Idealfall auszusehen hat.

Zum leben und kämpfen benötigen anarchistische Projekte und Anarchisten Geld und die naheliegenste Art sich dieses Geld zu besorgen ist, diejenigen zu überfallen, die es haben und mitverantwortlich für die Misere sind, in der alle Ausgebeuteten und Entrechteten stecken.

Am Mittwoch den 12.06.2019 wurden in Thessaloniki (Griechenland) drei Anarchist/Innen verhaftet, als sie nach einem Überfall auf einen Geldtransporter in ihr Fluchtauto stiegen. Die Geschichte der Banken und des Geldes sind voll von gewaltsamen Brüchen und Versuchen, sich an denen vorbei, die von unserem Elend profitieren, sich die Mittel anzueigenen, die die Ausgebeuteten wie wir benötigen. Nicht selten waren es auch Anarchisten und Anarchistinnen, die solche Schritte unternahmen. Selbst in jüngster Zeit – und das sind nur die Beispiele von denen wir wissen – gab es leider immer wieder Verhaftete und vom Staat Entführte, für die Banken keine heiligen Tempel sind, sondern Orte, die danach rufen entweiht zu werden. Hier gehen Grüße und Kraft an Lisa, die gerade eine lange Haftstrafe, wegen einem Bankraub in Aachen absitzen muss.

Kraft und Solidarität an die in Thessaloniki Verhafteten. Freiheit für Dimitra, Giannis, Kostas!

Und eine dicke Umarmung an den Anarchisten, der es diesen Monat geschafft hat aus einem Gefängnis in Griechenland zu fliehen. Auf dass sie ihn nie wieder in ihre Klauen kriegen.

Überfallen wir das Bestehende! Freiheit für Alle!