Chaotische Zustände beim „1000-Kreuze-(M)arsch“

Am letzten Samstag, den 11. Mai, wurden die Bullenschweine des USK und der Bereitschaftspolizei erheblich ins Schwitzen gebracht. Denn zusätzlich zu circa 100 braven Fundiarschlöchern, die mit Gebeten und unterwürfigen Gesängen bereits Gehör- und Sehsinn im Übermaß strapazierten, brachten um die 300 Gegendemonstrant*innen Unordnung in die ruhigen Bahnen dieser Stadt, Chaos, ja geradezu Anarchie. Denn sie ließen sich nicht kontrollieren, sondern waren in der Nähe der Fundistrecke ständig präsent und auf Provokation, Protest und Blockaden aus. Da die Bullen mit solch einer Dynamik wohl nicht gerechnet hatten und entsprechend zu wenige waren, kompensierten sie diesen Nachteil mit Gewalt und fackelten nicht lange, Menschen umzuschubsen, wegzuhauen und Schlagstöcke einzusetzen. Trotz dieser Machtdemonstration kam es zu einer unbegleiteten und unangezeigten Sponti durch die Innenstadt und auf Höhe des Hauses der Kunst gelang eine Blockade an einer durch eine Baustelle günstig gelegenen Engstelle von circa 20 Personen, die den Marsch zumindest vorübergehend stoppen konnte. Außerdem ließen es sich die Menschen nicht nehmen, die Bullenschweine und die Fundis mit Beleidigungen und provokanten Parolen zu überschütten und ständig eine bedrohliche Präsenz aufrechzuerhalten. Auf der Luitpoldbrücke, an der die Christusspeichellecker*innen immer Rosen ins Wasser werfen, gelang es zwei Personen auch fast, die Rosen samt Kinderwagen, in dem diese sich befanden, in die Isar zu befödern. Der Angriff der Bullenschweine auf die dort befindliche Kundgebung, die mehreren Personen leichte Verletzungen zufügte, stachelte den Widerstandsgeist der protestierenden Menschen weiter an und bis zum Schluss blieb der Gegenprotest unkontrolliert und bedrohlich. Befriedigend war gegen Ende insbesondere die Erschöpfung der Bullen zu registrieren, die sie nicht mehr zu verbergen vermochten. So schleppten sich mehrere nur noch humpelnd durch die Gegend, als würde all der Hass gegen sie sie doch irgendwann zu Boden ziehen. Durch den Einsatz so vieler Menschen in unkontrollierbarer und unvorhersehbarer Weise, ermöglichten sich mehrere Räume, die Interventionen möglich machten, die teilweise auch genutzt wurden. Lasst uns den Schwung, die Dynamik aus dieser Erfahrung mitnehmen und beim nächsten Mal mehr in Militanz und Chaos umwandeln!