Punk im Haus der Kunst

Das Haus der Kunst in München versteht sich ja selbst als ein Ort, an dem zeitgenössischer Kunst ein Raum jenseits „geografischer, konzeptioneller und kultureller“ Grenzen geboten wird. Am Sonntag, den 28.04. fand dort eine Ausstellung der ganz besonderen Art statt: Eine Punkband nahm sich den Raum und performte dort drei ihrer Stücke. Dazu verteilten die Aktivist*innen Flyer, auf denen sie nicht nur die einseitige Förderung kultureller Prestigeprojekte zulasten kaum geförderter unkommerzieller Kunst und Kultur kritisierten, sondern auch die in München voranschreitende Gentrifizierung und ihre Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt kritisierten.

Während die Punk-Performance von rund 40 Personen verfolgt wurde, die schließlich begeistert – oder wenigstens brav – applaudierten, fand ein Teil des Personals diese nicht abgesprochene Performance wohl konzeptionell anstößig. Ein Sicherheitsdienst-Mitarbeiter wurde gar übergriffig gegenüber einem der Bandmitglieder. Auf diese Art und Weise wurde er unfreiwillig Teil der Performance und machte allen Anwesenden klar, wie Recht die Aktivist*innen mit ihrer Raumnahme hatten.

Die folgenden Flyer wurden von den Aktivist*innen im Rahmen ihrer Punk-Performance verteilt: