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Corona-Diagnose per DNA-Analyse

Nein, wir stimmen nicht mit ein in den Chor der Panik-Pandemisten. Wir glauben auch nicht, dass das Corona-Virus einem geheimen Labor entstammt und freigesetzt wurde, um zugunsten eines weltwirtschaftlichen Schocks die ökonomischen Koordinaten neu setzen und die globalen Beziehungen neu ordnen zu könnnen.

Aber: Wir sehen deutliche Anzeichen für eine Nutzung der Panikstimmung zugunsten neuer Programme der Verhaltenslenkung in krisenhaften Ausnahmezuständen. Wann sonst lassen sich nahezu widerspruchsfrei ganze Regionen abriegeln? Es ist definitiv noch zu früh, die Akzeptanzbedingungen globaler Bevölkerungskontrolle zu analysieren. Wir wollen jedoch warnen vor der Möglichkeit von Massen-DNA-Screenings und Positionsdatenauswertungen im großen Stil.

In China entscheidet derzeit in mehr als 200 Städten die Bezahl-App des Finanzdienstleisters „Ant Financial“ (eine Tochter von Alibaba – früher AliPay) bei Polizeikontrollen und im Supermarkt, wer im öffentlichen Raum unterwegs sein darf und wer nicht. Ein persönlicher QR-Code in grün auf dem eigenen Smartphone bedeutet freies Passieren und Bezahlen. Färbt sich der eigene QR-Code dieser App gelb oder rot, muss sich die betreffende Person umgehend bei den Behörden melden und 7 bzw. 14 Tage in häusliche Quarantäne. Die App des Zahlungsdienstleisters ermittelt die „soziale Corona-Virus-Last“ (in nicht nachvollziehbarer Weise) per künstlicher Intelligenz aus den individuellen Positionsdaten der Vergangenheit, aus den persönlichen Kontakten sowie aus weiteren Aspekten des Sozialverhaltens.

In Deutschland wurde ein ähnlich anmutender Vorstoß des Robert-Koch-Institus vom 5. März 2020, eine permanente Funkzellenauswertung heranzuziehen, um zu ermitteln, wer mit wem Corona-relevanten Kontakt gehabt haben könnte, zunächst zurück gewiesen. Das Bundesinnenministerium ließ verlauten, dass aus Funkzellendaten keine echten Kontakte abzulesen seien – „GPS-Daten erscheinen dazu geeigneter“. Die Kassenärztliche Vereinigung KBV teilte mit: „Der massive Eingriff in Persönlichkeitsrechte erscheint im Falle von Corona nicht gerechtfertigt. (…) Über solche Maßnahmen könnte man allenfalls nachdenken, falls es sich um eine in der Regel schwer oder tödlich verlaufende Erkrankung wie zum Beispiel Ebola handeln würde.“ Beide Reaktionen (6.3.2020) klingen nicht nach einer finalen Absage an einen derartigen Datenwunsch.

Entscheidender für viele Aktivist*innen könnte ein anderer Aspekt des Corona-basierten Bevölkerungsmanagements sein. Derzeit gibt es (noch) keinen Corona-Virustest auf Antikörper. Daher kann nicht einfach eine Antikörper-Konzentration im Blut ermittelt werden, die Aufschluss darüber gibt, ob ein Mensch infiziert ist. Stattdessen werden zwei Abstriche im Rachen- / Nasenraum genommen und zur DNA-Analyse mittels Polymerase Chain Reaction (PCR) gegeben. Die Proben sollen gemäß Vorgabe des Robert-Koch-Instituts bei entsprechendem Verdacht auch auf andere in Frage kommende Erreger von Atemwegserkrankungen untersucht werden. Die vom Patienten gewonnenen DNA-Proben sollen zentral asserviert werden(!), um im Zweifelsfall weitere Untersuchungen zu ermöglichen. Nach den Leitlinien des Robert-Koch-Instituts werden auch negative Testergebnisse asserviert (da ein negativer Test eine Infektion nicht ausschließen kann). Derzeit wird die Untersuchung in Deuschland von der Berliner Charité koordiniert (Labor Berlin – Charité Vivantes GmbH). In Zukunft sollen viele Landes-Labore diese Diagnostik etablieren. Folgende Institute bieten den PCR-Test zur Diagnose von Corona-Viren mittlerweile an (aktualisierte Liste unter: https://www.g-f-v.org/node/1233)

Kurzum: Wer (derzeit) auf Corona-Viren getestet wird, dessen DNA-Probe wird asserviert, auch wenn das Labor sich zunächst nur für die Viren-DNA darin interessiert.

Das sollten Aktivist*innen berücksichtigen, die sich bemühen ihre DNA nirgendwo zu hinterlassen.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html

[Palermo] Palermo in sanfter, eiserner Kontrolle

In den Medien sieht man wie die Müllabfuhr (RAP) mit Lastwägen durch die Strassen fährt um mit irgendeiner Art Sprühnebel die Strassen “reinigt”, Strassen in denen letztlich Müll ohne Ende liegt. Videos von der Sprühreinigung des Gerichtsgebäudes, Angestellte in weissen Schutzanzügen, die zu einem verzerrten Sicherheitsgefühl beitragen sollen, oder die Zuseher mulmig machen. Das ist Ansichtssache. Dazu beitragen den Ernst der Lage zu verinnerlichen. Es werden Meldungen ausgesandt über verschiedenste Kanäle, an denen die Bürger dazu aufgerufen werden andere Bürger bei sogenannten “grünen Telefonnummern” (Gratisservicenummern) zu melden, wenn man von diesen weiss dass sie aus roten Zonen geflüchtet kamen, bevor auch Sizilien zur Roten Zone, Teil der nunmehr ganz Italien überspannenden sogenannten “Schutzzone”, wurde. Lautsprecherwagen fahren durch die verschiedenen Klein-, und Vorstädte, welche den Bürgern mitteilen, dass sie nur in Notfällen auf die Strasse gehen sollen. Notfälle seien dabei in den Supermarkt zu gehen bzw. in die Apotheke. Man muss aber dabei immer ein vorgedrucktes Formular dabei haben, das man selbst auszufüllen hat, auf dem der Grund des Ausgangs stehen muss. Wenn man in eine Polizeikontrolle gerät, von denen es jeden Tag mehr gibt, hat man diesen Zettel vorzuweisen, es reicht nicht einfach zu sagen man gehe in den Supermarkt. Das Formular, wenn auch selbst auszufüllen ist von grosser Wichtigkeit, trägt dazu bei sich Teil von allem zu machen. Für den kontrollierenden Polizisten ist an der rechten unteren Ecke vorgesehen dieses zu unterschreiben, gegenüberliegend von der eigenen Unterschrift. Ein Akt der Gemeinsamkeit zwischen Bürger und Wachorgan. Die Intimität dieses Aktes scheint so wichtig, wie das Spektakel der Hygiene, welches uns vor die Augen geführt wird. Der heutige gemeinsame Feind ist unsichtbar, es ist ein unsichtbarer Virus. Es macht den gemeinsamen Feind der Kommunisten, Juden, Muslime, Neger, Ausländer, Minderheiten obsolet. Man wird zusammengeführt, egal von welcher politischen Ecke man kommt, man muss als Gemeinschaft zusammenhalten gegen den scheinbar unbesiegbaren Feind der Unsichtbarkeit. Nur gemeinsam können wir es schaffen, diesen zu besiegen, natürlich aber unter der Führung der Regierung und mit den neuen, immer dichter werdenden Dekreten. Ein Test nach dem anderen wird auf die Bevölkerung losgelassen, um zu sehen, wie diese reagiert. Bisher gibt es eine grosse Gemeinsamkeit im Wunsch diesen Feind zu besiegen. Wenig Ungehorsam. Mittlerweile gibt es einige Anzeigen. Wer ohne Formular draussen “erwischt” wird, dem droht eine Strafe von etwa 210€ oder 3 Monate Gefängnis. Dabei hiess es am Anfang, Spaziergänge seien erlaubt. Irgendwann ging diese Information anscheinend verloren. Je nach individuellem Gutdünken des jeweiligen Bürgermeisters wird das “Coprifuoco” (Ausganssperre), zum Coprifuoco; ohne Anführungszeichen. Nur dass es diesmal keine Ausgangssperre nur für die Abendstunden gilt. Sie ist total. Sie gilt 24 Stunden für die nächsten Wochen, wie lange diese “nächsten Wochen” sich hinstrecken werden ist ungewiss. Wenn man sich vor den Fernseher setzt wird man regelrecht von Benimm-, und Verhaltensregeln bombardiert, soziales Verhalten einschränken, keine Begrüssungswangenküsse, keine Handschläge, 1 Meter Distanz zu allen Zeiten einhalten, kein Kontakt von Kindern mit Alten, denn auch die Kinder werden zur Gefahr in diesem Szenario, sie könnten die Alten anstecken. Viele Leute freuen sich darüber etwas “Urlaub” zu haben, zumindest sagen sie sich das so. Die Kritikfähigkeit ist am Nullpunkt angelangt. Während diese Nachrichten über die Bildschirme flimmern frage ich mich wo denn die Nachrichten über die Militär”übungen” sind, von denen so offensichtlich nicht gesprochen wird in den öffentlich-rechtlichen Medien, dass man direkt darauf gestossen wird, dass es einen Zusammenhang zwischen all dieser unsichtbaren Gefahr und dem unsichtbar Machen der zig – tausenden amerikanischen Truppen, die vor einigen Tagen in Europa gelandet sind um sich am nunmehr unsichtbaren NATO – Spektakel zu beteiligen, welche durch ganz Europa fahren müssen um zu ihren Zielpunkten zu gelangen. Wenn alle in ihren Häusern sind, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel nicht mehr fahren, weil sie mittlerweile defacto eingestellt sind in der Millionenstadt von Palermo, dann gibt es auch niemanden welcher diese monströsen Gefährte mehr sieht und sich darum aufregen könnte. Aber es gibt noch viel mehr Vorteile dieser unsichtbaren Drohung; die Durchsetzung des eigenen Heims als Arbeitsstätte, die totale Akzeptanz des Internets und der neuen Technologien als Freund und Helfer in der “Not”.

Dieser Bericht wurde ursprünglich am 13. März auf dem Blog Ausnahmezustand 2020 veröffentlicht.