Tag Archives: Hamburg

[Hamburg] Platte Reifen für zwei Streifenwagen

Als die Cops am 24. Juli 2020 zur Sternschanze ausrückten und dort ihre Wagen unbeobachtet stehen ließen, nutzte(n) ein oder mehrere Angreifer*in(nen) diese Gelegenheit und zerstach(en) je einen Hinterreifen von zwei Streifenwägen und zertrümmerte(n) außerdem eines der Blaulichter.

Das war dann das vorläufige Ende der nächtlichen Streifenfahrt. Die beiden Wägen mussten abgeschleppt werden.

[Hamburg] Kaputte Scheiben bei Telio

„In der Nacht auf den 17.8.20 hat es bei Telio in der Holstenstraße 205 gescheppert.

Telio ist der Monopolanbieter in der Gefängnistelefonie und präsentiert sich auch selbst gerne als den europaweiten Marktführer. Dank dieser Stellung kann Telio Preise festlegen, die man durchaus als Wucher verbuchen kann. Vor 2014 berechnete Telio in der JVA Burg für Ortsgespräche 0,10€, für Ferngespräche 0,20€, für Gespräche ins Mobilfunknetz 0,70€ und für Auslandsgespräche bis zu 2,60€/Minute. Von dem wenigen Geld, was den Gefangenen zur Verfügung steht, streicht Telio einen beträchtlichen Anteil ein, bereichert sich also auf Kosten der Gefangenen, die offensichtlich keine andere Wahl haben, als telio zu nutzen. Das betrifft auch die Angehörigen, Freund*innen und Unterstützer*innen von Gefangenen, die oft deren Telio-Konten aufladen und dafür auch noch eine Gebühr zahlen müssen.

Komplizenhafte Grüße an die 3 von der Parkbank und alle rebellischen Gefangenen.“

[Hamburg] Feuer für Telekom. Grüße in die Knäste und ins Exil

Wir denken an euch.

Die, die ihr alles zurücklassen musstet um euch den Krallen des Staates zu entziehen. Wir denken an die Angst die ihr gehabt haben musstet, als euch klar wurde, dass etwas schief ging und ihre Spürnasen euch auf dem Fersen sind. An die Bauchschmerzen und den rasenden Puls, als ihr mit oder ohne gepackte Sachen euer vertrautes Umfeld und Zuhause hinter euch lassen musstet, um unfreiwillig in eine ungewisse Zukunft zu flüchten. An die gebrochenen Herzen, die ihr und eure Liebsten, Familien und Freund*innen in euch tragt.
Und auch an euch: die, die gekriegt wurden. Die, die Welt nur noch aus dem Blick durch Gitterstäbe in den grau ummauerten Hof betrachten können. Deren Leben aus dem Schlüsselklackern der widerlichen Schließerinnen und ihrer bürokratischen Kälte besteht. Wo der Kontakt mit euren Liebsten zeitlich begrenzt und immer unter den Augen der Feinde der Freiheit stattfindet.
Ihr und eure Geschichte seid bei uns, wenn wir handeln.
Wenn Mensch sich die Welt und ihre sichtbaren und unsichtbaren Zwänge ansieht fällt es schwer sich der Ohnmacht zu entziehen. Die Hoffnungslosigkeit an den bestehenden Verhältnissen zu rütteln, geschweige denn sie zu ändern, wirkt zu oft unendlich schwer. Doch wer es schafft sich ihrer scheinbaren Übermacht zu entziehen und einen Schritt in Richtung Angriff macht, wird merken, dass der Mensch nur ein Gefühl von Freiheit spüren kann in dem der Mensch das zerstört was Freiheit raubt.

Und so waren wir letzte Nacht für einen kurzen Moment frei, als das Feuerzeug den Brandsatz entzündete und ein Fahrzeug der Telekom in Wandsbek dem Feuer überlassen wurde. Die Beweggründe, weshalb wir uns für die Deutsche Telekom als Angriffsziel entschieden, haben Gefährt*innen aus Berlin sehr gut ausgearbeitet.

„Neue Technologien und der damit einhergehende digitale Zugriff auf unser Leben ermöglichen neue und subtilere Techniken des Regierens. Die abertausenden von Daten, die täglich produziert werden, sollen das Handeln berechen- und steuerbar werden lassen. Mit Predictive Policing, dem vorausschauenden Bullen, wurde ein Werkzeug geschaffen, das Menschen nach Stereotypen einsortiert und sich so die Täter*innen der Zukunft schafft. Eingebettet sind solche Technologien in die Umstrukturierung der Städte zur Smart City, an dessen Umsetzung Unternehmen wie die Deutsche Telekom mit 5G Infrastrukturprojekten oder smarten Verkehrssystemen, Laternen, Müllmanagement uvm. Fortwährendarbeiten. Dies aber keineswegs, um ein besseres Leben für Alle zu ermöglichen, sondern um die totalitäre Idee einer umfassenden Kontrolle der Stadt und ihrer Bevölkerung durchpraktische Lösungen zu ermöglichen“.

Die Zeit im Nacken mit Schweißperlen auf der Stirn hetzten wir durch die Stadt, um uns der Geschichte zu entziehen, die die Klandestinen und Gefangenen ereilt hat.

Es gibt zu viele Fälle von herrschaftlicher Gewalt, die uns fassungslos machen. Es sind jene Geschichten, die uns das Blut in den Adern kochen lässt und uns zum handeln zwingt.
Da ist zum einen ein junger Man der in Hamburg vor 2 Tagen mehrere E-Scooter zerstört hat in dem er sie von Brücken oder Treppen hinunter warf oder sie in Brand gesetzt hat. Ein E-Scooter ist lediglich ein nerviges, umweltverschmutzendes Ding, dass zur Smartifizierung dieser Welt beiträgt. Ein Gegenstand, mehr nicht. Doch ein Haftrichter in Hamburg sah das offenbar anders und steckt den zerstörungswütigen Menschen in U-Haft. Mit welch einer perversen Leichtigkeit jemand, der nur, weil er die Macht dazu hat, einen anderen Menschen einsperren lässt.
Ein anderer Tag in Berlin: Die Berliner Bullen werden zu einem Einsatz am Boxhagener Platz in Friedrichshein gerufen. Sie stürmen eine Wohnung. Ein Bulle schießt. Maria ist tot. Ein Mensch ist getötet worden! Das ist eine unfassbare Tragödie. Etwas das niemals passieren darf. Doch die Mächtigen entscheiden das Maria verwirrt, auf Drogen oder am Besten beides zusammen war, was ihren Tot rechtfertigt. Denn das Leben oder die Freiheit eines Bullen zählt im Zweifel immer mehr. Diese zwei Geschichten sind nur ein Bruchteil dessen, was ihre herrschaftliche Gewalt täglich anrichtet. Um ihre Herrschaft zu sichern wird völlig selbstverständlich eingesperrt und getötet.

Umso mehr Aufmerksamkeit haben eben jene Geschichten verdient ,die sich ihrer Gewalt entziehen und zurückschlagen. Ob am 25.1. in Connewitz oder immer mal wieder am Friedrichsheiner Dorfplatz. Auch die Geschichten im Hambi sprechen eine freiheitliche Sprache. Genauso wie die wöchentlich splitternden und feurigen Nächte im deutschsprachigem Raum. Auch die weltweit aktuellen Revolten wie in Chile, Iran oder die immer wieder aufflammenden Tage in Frankreich geben Anlass zur Hoffnung.

Wir schicken revoltierende Grüße an die FAZ und viel Kraft an das anarchafemenistische Projekt L34 in Berlin.

Liebe und Hoffnung in die Knäste und die Klandestinität.

Freiheit für die drei von der Parkbank.

Anarchie

Quelle: Indymedia

[Hamburg] Knastprofiteure angegriffen. car2go und DriveNow Flotte sabotiert

In den letzten Nächten (17. + 18.12.) wurden in verschiedenen Stadtteilen Hamburgs Autos von car2go und DriveNow beschädigt. Es wurden Reifen zerstochen, Fenster eingeschlagen und sie wurden mit Farbe beschmiert.

SHARE NOW heißt das neue Carsharing-Unternehmen, das car2go und DriveNow unter einem Dach vereint. Durch den Zusammenschluss der beiden Dienste wird SHARE NOW zum weltweit führenden Anbieter im free-floating Carsharing. In 30 Metropolen in Europa und Nordamerika steht eine Flotte von mehr als 20.000 Fahrzeugen zur Verfügung.“

SHARE NOW ist eine Tochterfirma der BMW Group und der Daimler AG, die beide vom Knast profitieren indem sie eingesperrte Menschen für sich arbeiten lassen. Knast dient nicht nur der Einschüchterung und des Wegsperrens von in der Gesellschaft unerwünschten Menschen. Schon lange ist des Knastsystem für viele Unternehmen ein profitables Geschäft. Für Gefangene gibt es z.B. keinen Mindestlohn, also sehen große Firmen wie Daimler und BMW billige Arbeitskräfte in ihnen. Supermärkte wie Edeka und Telefonanbieter wie Telio können ihre Waren dank der Monopolstellung in den jeweiligen Knästen zu völlig überteuerten Preisen anbieten. Außerdem gibt es natürlich noch die Baufirmen und Architekt*innen, die Sicherheitsfirmen und Hersteller von Sicherheitstechnik sowie viele weitere, die Profite aus dem Knast ziehen.

Wenn wir den Knast zerstören wollen und die Gefangenen befreien wollen, ist es leider nicht so einfach die Mauern zu sprengen oder nieder zu brennen. Was wir aber können ist diejenigen Firmen und Personen anzugreifen, die dafür sorgen, dass das Knastsystem funktioniert und die von ihm profitieren. Dies ist eine praktische Art, Solidarität mit den Gefangenen zu zeigen. Außerdem ist es ein Vorschlag, gegen Knäste und die Gesellschaft die sie benötigt zu kämpfen. Es ist auch ein Akt der Selbstermächtigung, die Regeln zu missachten, die durch Repressionsorgane wie den Knast beschützt werden und sich im Umkehrschluss nicht permanent von der Bedrohung des Knastes einschüchtern zu lassen. Wenn wir unsere Handlungen durch die Angst vorm Gefängnis einschränken lassen merken wir, dass der Knast in unserem Kopf wirkt. Wenn wir trotzdem die Gesetze brechen verliert der Knast ein wenig an Wirkung.

Nicht nur der Knast trägt dazu bei, dass es für den Staat möglich ist, seine Bevölkerung zu unterdrücken. Auch die Stadt an sich ist darauf ausgelegt Menschen zu kontrollieren. Dies wird in einem sich beschleunigenden Prozess und besonders durch Technologien optimiert. Das Ziel ist ein Freiluftknast aka. Smart City, in dem jeder Winkel der Stadt abgefilmt und jeder Schritt der Bewohner*innen überwacht ist. Besonders gut funktioniert diese Strategie, weil die Menschen freiwillig mitmachen und sich als Versuchskaninchen bereitwillig die Apps auf dem Smartphone installieren. Sie vernetzen sich so mit den Smart City Projekten und liefern Daten, mit denen sie die Fremdkontrolle über ihr eigenes Leben erheblich erleichtern. Zu den Projekten der Smart City gehört unter Anderen die Shared Mobility, bei denen Menschen von einem Fahrzeug ins Nächste switchen können und dabei Daten wie z.B. wann sie sich wo aufhalten, durch ihre Apps gebündelt, den Konzernen wie Daimler und BMW liefern. Diese sind führende Akteur*innen und Profiteur*innen der Smart City, unter anderem mit ihren neuen Angeboten, die sich unter dem Namen YOU NOW bündeln. Dazu gehören die Apps REACH NOW, mit der verschiedene Verkehrsmittel kombiniert werden können; PARK NOW ist ein smartes Koordinierungssystem für Parkplätze in der Stadt; CHARGE NOW, zum Aufladen des Elektroautos;FREE NOW, fürs bargeldlose Taxi Fahren und SHARE NOW mit der du dich bei Leihautos registrieren kannst. So smartifizieren Daimler und BMW mit ihren neuen Diensten nicht nur verschiedene Bereiche des Verkehrs in der Stadt sondern bekommen auch Unmengen an Daten von ihren Kund*innen.

In den Visionen der Technologiekonzerne gibt es nur noch selbstfahrende Autos die alle „geshared“ werden. Selbstfahrend bedeutet ihre Umgebung permanent abfilmend und geshared heißt mit allen Nutzer*innen verbunden und noch mehr Verfügbarkeit über die eigenen Daten. Die eigentlichen Absichten der Smart City, mehr Kontrolle und Profit werden immer wieder mit grünen lügen verschleiert. Spätestens seit dem die Fridays For Future Bewegung existiert, ist Greenwashing die effektivste und beliebteste Marketing Strategie. Wir befürworten es, wenn Menschen sich im Freund*innenkreis oder in einer Nachbar*innenschaft zusammen tun um Autos zu teilen. Smart City Projekten muss aber weiterhin der Kampf angesagt werden.

Denn in so einer Stadt wäre ein Knast immer weniger nötig, um uns den Freiheiten die wir noch haben zu berauben. Es wäre immer schwieriger die uns auferlegten Regeln zu übertreten. Lasst es uns nicht soweit kommen lassen. Lasst uns das System, welches (Freiluft-) Knäste benötigt angreifen und überwinden!

Solidarität mit den dreien von der Parkbank!
Feuer allen Knästen – Freiheit für alle Gefangenen!
Smart City angreifen!

Hier ist eine Liste von weiteren Knastprofiteur*innen, am besten nur mit dem TOR Browser aufrufen:
https://ggboberlin.blackblogs.org/clickandact/profiteurinnen/

Quelle: Indymedia

[Hamburg] Freudenfeuer an Spie-Fahrzeug

In Hamburg haben Menschen in der Nacht zum 04. September ein Fahrzeug des Knastprofiteurs Spie in Hamburg-Wandsbeck mittels Feuer zerstört. „Diese kleine Geste der Solidarität geht an die 3 von der Parkbank, an die Menschen, die Exarchia gegen den Angriff der Bullen verteidigen und an Alle, welche die erwartenden Räumungen in Berlin zum Desaster für die dortige Regierung machen wollen.“

Quelle: Indymedia

[Hamburg] Gefährt*innen festgenommen

In der Nacht auf den 8.7.2019 wurden drei Personen festgenommen und daraufhin mehrere Wohnungen durchsucht. Nach der Haftprüfung sitzen nun zwei in U-Haft, die dritte Person kam gegen Auflagen raus. Ihnen wird laut Presse die Vorbereitung einer Brandstiftung im Zusammenhang mit dem Jahrestag der Krawalle gegen den G20-Gipfel 2017 in Hamburg vorgeworfen.

Wenn ihr ihnen schreiben wollt, schickt die Briefe an:

Libertäres Zentrum
Karolinenstraße 42 (Hinterhaus)
20357 Hamburg
Stichwort „Die Drei von der Parkbank“

Quelle: indymedia

[Hamburg] Hausbesetzung als Startschuss

Am 04. Mai haben einige Menschen während des Mietenmoves in Hamburg ein Gebäude in der Speicherstadt besetzt. Leider wurden sie inzwischen bereits wieder geräumt. Offenbar war diese Hausbesetzung erst der Anfang: „Die Hausbesetzungsbewegung meldet sich zurück. […] In den nächsten Monaten werden viele weitere Besetzungen folgen. […] Willkommen zum Sommer der Besetzungen.“