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„Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant“ – ein wirklicher guter Spruch

Ein wolkenloser, sonniger Tag. Da so etwas in diesem am Ende der Welt und fern ab von allem gelegenen Landstrich so gut wie nie vorkommt, ist es somit eigentlich ein exzeptionell netter Nachmittag. Die Fenster des großen Raumes stehen offen, die Vögel zwitschern, die Blätter der Bäume bewegen sich in einem lauen Lüftchen, ich kann die Sonne und den Himmel sehen. Das Zimmer ist ziemlich leer und angenehm ruhig, bis auf zwei Menschen, die an Schreibtischen sitzen und mich immer mal wieder mustern.

Es wäre also alles ganz in Ordnung; bis auf den Umstand, und, zugegeben, dies verdunkelt diesen Tag ein beträchtliches bisschen, dass ich mit Handschellen an eine Bank gekettet bin wie ein Hund, mich in einer Bull*innenenwache befinde, und die Leute an den Schreibtischen Arschlöcher Cops sind, beschäftigt damit, meine „Daten zu erfassen”, während ich mich langweile. Zum Glück ist eine Uhr nicht weit, sodass ich die Sekunden zählen kann, bis sie mich dann endlich wieder gehen lassen. Meine Wut über die plötzliche Festnahme, die mich noch auf der Fahrt zur Wache vollkommen ausfüllte, ist verraucht. Seit geraumer Zeit versuche ich nun schon aus purer Langeweile irgendwie die Handschellen zu öffnen (auch wenn mir die Nutzlosigkeit dieses Unterfanges inzwischen vollkommen bewusst ist), als ein*e Passant*in Eintritt verlangt.

Nun muss ich sagen, Menschen, die freiwillig Bull*innenwachen aufsuchen sind mir seit jeher suspekt. Genauer gesagt, ich mag sie nicht. Noch genauer gesagt, empfinde ich so ein subtiles Hassgefühl gegen jede*n, die*der glaubt, die „Hilfe” einer Polizei in Anspruch nehmen zu wollen. Momentan habe ich ja nicht sonderlich viel zu tun, sodass ich sogar kurz so etwas wie Dankbarkeit für die Abwechslung empfinde. Eines der Arschlöcher bemüht sich auch schon zum Eingang, um die Person in einem Nebenzimmer zu empfangen. Weil die Tür halb offen steht, kann ich alles mithören.

Ich finde es immer wieder krass mitzuerleben, mit welcher Diskrepanz Cops Leute behandlen; zu welcher Scheinheiligkeit sie fähig sind. Arschloch 1 war sich, zusammen mit Arschloch 2, gerade noch in brutalen Gewaltfantasien ergangen, was sie mit mir anstellen würden, sollte es mir tatsächlich gelingen, aus den Handschellen zu schlüpfen. Innerhalb von wenigen Sekunden legt er den Schalter um: „Was können wir für Sie tun?”, säuselt er dem Menschen entgegen, der vor ihm steht, aller Ansicht nach aufgeregt, in so was Tollem wie einer Bull*innenwache zu stehen. Nun, es stellt sich heraus, er will eine „Meldung machen”. An einer Straßenecke sei ihm gerade versucht worden, Drogen zu verkaufen. Arschloch 1 zeigt sich sehr interessiert, fragt, ob die besagte Person noch immer dort sei. (Ja). Mit der Aufforderung, sich wieder zurück an die Straßenecke zu begeben, und einer Streife, die eilends hinzubeordert werden soll, diese Person zu zeigen, läuft der Mensch freudig von dannen.

Und ich wollte und konnte es irgendwie nicht glauben. Ja, klar wusste ich vorher schon theoretisch, dass es solche Leute gibt. Nur war es mir bisher so abstrakt, so unvorstellbar vorgekommen, sodass ich trotzdem weiterhin geglaubt habe, dass Leute, die eine Anzeige erstatten gehen, weil der Impfpass des Hundes geklaut wurde, das Ende der Fahnenstange sind. Die Wut, die ich erloschen geglaubt habe, lodert wieder auf, stärker als je zuvor. Wie kann mensch auf solch eine Idee kommen, erfüllt von einer ominösen “Bürgerpflicht”, eifrigst andere zu denunzieren?! Ist doch scheißegal, wenn da wer Drogen verkauft, du musst sie ja nicht kaufen, wenn du nicht willst!! Aber nein, der*die brave Bürger*in rennt zu den Cops! SAG MAL, GEHTS NOCH??? WAS IST EIGENTLICH LOS MIT DIR??

Später habe ich dann in einem anderen Kontext von einer Gefährtin den Satz „Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant” gehört und sah sofort wieder diesen beglückten Menschen von der Wache vor mir. Seitdem begleitet dieser Ausspruch mich. Ja, schon während der sogenannten Coronamaßnahmen hat es mich unglaublich wütend gemacht, zu lesen, dass Menschen andere Leute, die noch nicht vor Angst gelähmt waren und sich nicht einsperren lassen wollten, froh und fröhlich und in dem Gewissen „nur das Richtige zu tun”, anzeigen. Es nun aber hautnah mitzuerleben, das war doch noch was anderes und hat meiner Wut noch einmal ordentlich Zündkraft verliehen.

WAS ist denn bitte los mich euch?! Wie kommt ihr auf den absurden und skurrilen Gedanken, andere Menschen bei den Bullen anzuschwärzen? Ich finde keine Worte für den Hass, den ich dafür empfinde. Und ich verstehe es auch nicht. Euer „Gewissen” würde es von euch „verlangen”, anderen Leuten Repression, Folter, manchmal Mord, kurzum, den Bull*innen
auszuliefern? Das will nicht in meinen Kopf. Ich hasse euch dafür. Andere Menschen den Cops auf dem Silbertablett zu servieren, und sich dann noch darüber zu freuen, eine „ gute Tat” vollbracht zu haben… Löst eure Konflikte gefälligst selbst!! Hau den Leuten in die Fresse, wenn sie dich ärgern. Oder halt auch nicht! Verschwöre dich mit deine Freund*innen! Plant zusammen, was ihr tun wollt. Rede. Räche. Prügel. Ignoriere. Mir egal. ABER. RUF. NICHT. DIE. BULLEN.

„Ich habe doch nur meine Bürgerpflicht erfüllt!” Mensch findet diesen Satz in allen möglichen Ausführungen, Sorten und Geschmacksrichtungen. Am schönsten ist es, wenn er garniert wird mit einem „eigentlich will ich das ja nicht, aber…!” Er wird dann von Lehrer*innen benutzt: „Kind, mir bleibt leider gar nichts anderes übrig, als deinen Eltern zu sagen, dass du gespickt hast!”, von Kolleg*innen: „mir sind die Hände gebunden, ich muss der Chefin sagen, dass du immer zu spät kommst,” und, mein persönlicher Favorit, auch von Bull*innen: „Wenn du dich wehrst,
müssen wir eine Widerstandsanzeige schreiben, und das wollen wir nicht!”

Es ist der schlimmste Satz, den es für mich gibt. Denn du hast immer, immer, immer eine Wahl – wenn du nicht denunzieren willst, dann tue es nicht. Schluss. Aber dieses höhere-Moral-anrufen, dieses, ich muss es für das größere Wohl von ja, wem eigentlich? tun, das ist extrem scheiße. Es gibt keine höhere Moral. Es gibt kein Universalrecht, keine Bürgerpflicht, es gibt keine göttlichen Gesetze, wenn es du es nicht willst; es gibt nur dich und das, was du willst. Wenn du denunzieren willst (wofür ich dir ordentlich in die Fresse hauen werde) dann tue es wenigstens, weil du es willst, und schieb nicht irgendwas vor. Das ist einfach nur pathetisch und absolut zum Kotzen. Klar will dein*e Lehrer*in dich anschwärzen. Klar will dein*e Kolleg*in dich verpetzen, und KLAR wollen die Bullen dich anzeigen! Dieses sich Ducken hinter vermeintlichen moralischen Überlegenheitsgründen, hinter “Recht und Ordnung”, ist für mich das Schlimmste, was es gibt.

Die Person von der Bullenwache? Sie hätte sich auf ne Parkbank setzen und die Sonne genießen können. Mit Freund*innen eine Runde spazieren gehen, den Wolken zusehen oder Eis essen. Aber für was entschied sie sich, ihre Zeit auszugeben? Für in eine Bull*innenenwache gehen und Leute anschwärzen. Wegen Recht und Ordnung. Ich merke, dass ich schreie, dass ich auf die Tastatur haue vor Wut. Und dass ich Leute, die so etwas tun, so tief dafür verabscheue und so verachte, dass ich keine Worte
übrig habe, es zu beschreiben.

[Hamburg] Platte Reifen für zwei Streifenwagen

Als die Cops am 24. Juli 2020 zur Sternschanze ausrückten und dort ihre Wagen unbeobachtet stehen ließen, nutzte(n) ein oder mehrere Angreifer*in(nen) diese Gelegenheit und zerstach(en) je einen Hinterreifen von zwei Streifenwägen und zertrümmerte(n) außerdem eines der Blaulichter.

Das war dann das vorläufige Ende der nächtlichen Streifenfahrt. Die beiden Wägen mussten abgeschleppt werden.

[Hannover] Bullenwache angegriffen

In der Nacht vom 26.07 haben wir die Bullenwache in Hannover Davenstedt angegriffen. Wir haben ihre Scheiben eingeschlagen und ihre Fassade mit Bitumen beschmiert.

Diese Tat soll dem Hass und der Verachtung Ausdruck verleihen, die wir für die Polizei empfinden.

Grund dafür sind nicht nur die rassistischen Morde (Oury Jalloh, Halim Dener, Yaya Jabbi, Aman Alizada…), Grund dafür sind nicht nur die rechten Netwerke, wie sie bspw. als NSU 2.0 innerhalb der hessischen Polizei sichtbar werden, Grund dafür sind nicht nur Racial Profiling oder die alltäglichen Schikanen gegenüber Wohnungslosen oder Menschen, die irgendwie aus dem Raster fallen.
Grund dafür ist, dass die Polizei ganz einfach ihre Arbeit tut: Gesetze durchsetzen, die die Welt der Herrschaft stützen. Sei es in der Verteidigung von Eigentum oder in der Ausführung rassistischer Gesetze. Die Gewalt, die die Bullen dabei anwenden wird nicht einmal formal verschleiert. Sie haben das Gewaltmonopol in einem Staat, der auf patriarchalen Prinzipien beruht, kapitalistische Ausbeutung stützt und koloniale Kontinuitäten fortführt.

Wir wollen ein freies Leben für alle! Ein Leben ohne Staat, Sexismus, Kapitalismus und Rassismus. Ein Leben ohne die Zerstörung der Natur und ohne Knäste und Bullen.

Wir freuen uns, dass die rebellische Gefangene Hülya wieder aus dem Knast ist und sind mit unseren Gedanken bei den Gefährt*innen von der Parkbank, von denen zwei seit mittlerweile über einem Jahr in U-Haft sitzen. Den drei wird die Planung militanter Aktionen im Kontext von Gentrifizierung vorgeworfen. Liebste Grüße und eine feste Umarmung.

Glück und Freiheit für alle!

[Bremen] Farbe gegen Polizeiwache

Wir haben in der Nacht auf den 03.08.20 die Bullenwache in Gröpelingen mit Farbe besucht. Wir wollen mit dieser Aktion ein kleines Zeichen im Kampf gegen Rassismus und Polizeigewalt hinzufügen.

Wir haben die Wache deswegen ausgewählt, weil die Menschen im Stadtteil gerade auch während Corona in besonderem Maße von den täglichen Schikanen und dem Drangsalieren durch Cops und Ordnungsamt betroffen sind. Ob Stuttgart, Frankfurt oder Bremen – Gründe und Anlässe sich gegen die Schweine zur Wehr zu setzten gibt es genug. All Cops Are Targets!

[Lecce, Italien] Eine geringe Aufmerksamkeit

Ist es, welche die Untersuchenden des unerwarteten Feuers bei Parsec 3.26, am 27. April, am Rande von Lecce während dem kompletten lockdown, hatten. Und da Finimondo einen Text veröffentlichte [siehe hier] welcher das Geschehene nicht verdammte oder davon empört war, ganz im Gegenteil, und da die Betreiber von Finimondo nicht weit vom Hauptquartier dieses Unternehmens, dessen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Existenzgrund die Verkörperung von Big Brother ist, leben, kannst du wetten das 1 + 1 +…

Deshalb wurden wir heute, 27. Juli, frühmorgens aus dem Bett gerissen. Nein, es war nicht der Wecker, es waren die Digos [politische Polizei]. Sie kamen um eine Durchsuchung durchzuführen und um einem von uns einen Dursuchungsbefehl zu geben. Sie verdächtigen ihn, dass er derjenige war, der „einen Petrol beinhaltenden Topf und zwei Campinggaskartuschen“ in der Nähe des Technologiebullenunternehmens in Salento hinterlassen hatte. Die Durchsuchung, speziell nach Computerequipment (welches erlaube „den eigentlichen Zweck der Tat“ zu verstehen) und Kleidung (komischerweise von vielfarbiger angezogen, schwarz muss wohl aus der Mode sein), hatte einen positiven Ausgang. Nein, was sagen wir, positiv ist zu wenig, wir würden so weit gehen zu sagen: sehr positiv. Tatsächlich scheint es, dass sie Spuren vom Finimondotext, welcher die Fantasie der Staatsanwaltschaft so stark befeuerte, auf dem vom Verdächtigten benutzten Computer fanden (was sie nicht sagen?). Ausserdem wurden zwei Campinggaskartuschen beschlagnahmt (oh, wirklich?). Schliesslich – du wirst es nicht glauben! – fanden sie sogar Töpfe in seiner Küche (ernsthaft?). Die haben sie nicht beschlagnahm, nur fotographiert, als unvergängliche Beweislast. Wie wir es angenommen haben, 1 + 1 +…

Wer weiss ob das für das brainstorming der Staatsanwaltschaft von Lecce, in Gestalt von Guglielmo Cataldi und Giovanna Cannarile, genügt, um zur Aktion überzugehen. So wie die Zeiten nunmal sind, würde das nicht überraschen. Nur die nahe Zukunft wird es zeigen. Und dann, diese Parsec 3.26… mit all ihren Mitteln und Technik… zumindest ein schönes klares Bild des Schädels, des Schädelknochens, oder des Hodensacks des gutmeinenden Brandstifters… all ihre Algorithmen, für was? Um ein paar Digos-Agenten auszusenden um Fotos von ein paar Töpfen zu machen? Verrückte Sache.

Naja, wir werden morgen darüber nachdenken. Jetzt schlafen wir weiter…

[27/7/20] Übersetzt von finimondo.org.

[Lecce, Italien] Ein wunderbarer Gedanke

Ein Ereignis der lokalen Neuigkeiten. Wir wissen nicht wann, wir wissen nicht wer, wir wissen nicht warum, wir wissen nur wo. Und das allein ist genug um dein Herz zu öffnen, selbst wenn das, was passierte nicht sehr erfolgreich gewesen zu sein scheint. Aber, wie es wohlbekannt ist, bei einigen Dingen ist es der Gedanke der zählt.

Ein Gedanke wie jener, den jemand an der Umschliessungsmauer eines Unternehmens in der Peripherie von Lecce hinterlassen hat. Es war kein Manifest, keine Schrift, nein, es war ein mit Benzin gefüllter Topf mit zwei daran befestigten Gaskartuschen, ausgerüstet mit einem rudimentären, möglicherweise defekten Zünder. Es gab eine grosse Flamme, aber keine Explosion. Die lokalen Medien haben keine Ahnung wann es passierte. Hm… zwischen dem Freitagabend, 24. April und dem Montagmorgen, 27.? Sie sagen nicht einmal wer es gewesen sein könnte oder aus welchem Grund. Eine Drohgebärde oder Vergeltung seitens eines kriminellen oder verstörten Elements? Andererseits waren sie sehr präzise darüber, wo es sich abspielte: in der via del Platano 7, im Castromediano Distrikt, Sitz von Parsec 3.26.

Aber worin ist es involviert, Parsec 3.26? Es ist ein Computerunternehmen das sich in digitaler Technologie für die lokalen Autoritäten spezialisiert. Zum Beispiel hat es die Software, welche von der Polizei und den Banken für Gesichtserkennung jener, welche von Überwachungskameras gefilmt werden benutzt wird, gemacht. Ist das alles? Könnte es ins Visier genommen worden sein, weil es, wie man beim durch die Seite klicken erfahren kann, es mit hässlicher techno-anglo-schwachsinniger Sprache erklärt, dass seine „Leidenschaft E-Governement ist»?

Vielleicht weil es „begonnen hat eine Abteilung genannt Reco 3.26 gestartet hat, aktiv in der Produktion von Softwaresystem im Feld von smart recognition… in der Erforschung von biometrischen System und dem Gebrauch von interdisziplinären Teams mit Ingenieuren und Wissenschaftlern… Die Sektoren in denen es aktuell diese Techonolgie einführt sind Transport, Finanz, Sicherheit (öffentlich und privat). Sein Wachstum ist hauptsächlich von Sicherheitsinitiativen der Regierung gefördert. Unternehmen welche zu Sektoren wie Einzelhandel und Bankwesen gehören übernehmen Gesichtserkennungssysteme um Kunden zu identifizieren und ihr Verhalten zu überwachen. Heute stellen die Lösungen welche von Parsec 3.26 angeboten werden den Stand der Kunst der Erkennungstechnologien für öffentliche Sicherheit in Italien dar. Das Unternehmen zeichnet sich sogar dafür aus, dass es die Lösung der biometrischen Erkennung, welche heute vom Innenministerium benutzt wird, erschaffen hat – die zentrale kriminalpolizeiliche Direktion innerhalb des SARI-Systems“?

Ist es möglich, dass irgendwer dieser „ausgezeichneten“ Gesellschaft feindlich gesinnt ist, weil sie dem Staat hilft seine Gefängnisse zu füllen und den Banken ihre Safes zu bewachen? Wer könnte sowas denken!

Hier lässt uns die Tatsache, dass in Zeiten der Einsperrung, von Checkpoints, Selbstzertifizierungen, tracking, Überwachung mit Drohnen und so weiter… – Sachen, welche die Schwächlinge totalitärer Regimes der Vergangenheit beschämt dastehen lassen – jemand so einen Gedanken hatte, kurz bevor, während oder nach der Feier der Befreiung vom Nazifaschismus, sprachlos. Vielleicht war es nur eine Flamme, aber wie viel glänzendes Licht mitten in der Dunkelheit des heutigen freiwilligen Gehorsams.

Licht der Rache, Licht der Würde, Licht der Freiheit.

[28/4/20] Übersetzt von finimondo.org.

Brandlegung an Müllcontainern und ein beschädigter E-Scooter

Die Bullenpresse berichtet, dass in der Nacht auf Samstag, den 09. August 2020 zwei Müllcontainer in der Fasanerie von Jugendlichen in Brand gesteckt wurden. Zuvor hatten diese den Cops zufolge auch einen der ewig-nervenden E-Scooter beschädigt. Leider wurde die Gruppe in der Nähe des Brandherdes von Cops aufgegriffen.

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, sich auch nach dem Anzünden von Müllcontainern zügig vom Ort des Geschehens zu entfernen, auch wenn der Anblick dieses städtischen Lagerfeuers zweifelslos anziehend wirkt.

[Berlin] Eurovia-Vinci Bagger angezündet

„Wir haben in der Nacht auf Sonntag, den 9. August, in der Alexandrinenstraße in Berlin-Mitte einen Bagger des französischen Baugiganten Eurovia-Vinci in Brand gesetzt. Dieser Konzern verdient sein Geld unter anderem mit dem Geschäft der Einsperrung in Form von Knastbauprojekten, der Errichtung von Internierungslagern für Geflüchtete oder Grenzsicherungsanlagen. Aber auch bei Infrastrukturprojekten wie Autobahnen oder Flughäfen gehört Eurovia-Vinci zu den großen Playern und profitiert von der massiven Zerstörung des Planeten und der Umwandlung unserer Umwelt in die Ödnis einer Betonwüste.

Ein geeignetes Ziel also, um unserer Wut über die bestehenden Verhältnisse und aktuell über die Räumung von kollektiven, selbstorganisierten Räumen wie dem Syndikat letzten Freitag, Ausdruck zu verleihen. Dieser Angriff soll aber auch als Geste der Solidarität mit den Gefangenen und im Speziellen mit den Angeklagten im Parkbank-Verfahren in Hamburg verstanden werden. Auch wenn es in letzter Zeit etwas ruhiger darum wurde, vergessen haben wir euch sicher nicht! Feurige Grüße und ganz viel Kraft!“