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„Die Uniform ist in der Corona-Krise mitunter zur Zielscheibe geworden“

Die meisten jungen Menschen seien sehr verantwortungsbewusst. Doch es gebe eine Minderheit von Gewaltbereiten oder gar Straftätern, die sich unter die Feiernden mischten. Gepaart mit Alkohol, dem Schutz der Dunkelheit und der Menschenmenge könne eine gefährliche Dynamik entstehen. „Jeder hat eine Flasche in der Hand, mit der man auch Unsinn machen kann“, sagt Holthusen.

„Expertin erklärt: Warum ein Party-Verbot in München nicht sinnvoll ist“. Abendzeitung, 25.06.21

„Die Polizei. Dein Freund und Helfer.“ „Polizist = Mensch“. Und nun: „Ich bin nicht dein Feind.“ Die Kampagnen zur Aufpolierung des Images der Polizei, sie klingen immer kläglicher. Kein Wunder, denn nach über einem Jahr Corona-Schikanen hat die Fassade des „freundlichen Polizisten, der alten Damen über die Straße hilft“ starke Risse bekommen und mehr als die üblichen Verdächtigen mit den Methoden der Polizeiarbeit in Berührung gebracht. Eine Spaltung hat sich in der Bevölkerung vollzogen, einmal in die Hilfscops, die vereinsamt und eifersüchtig hinter ihren Vorhängen auf die Menschen starren, die immer noch Freude am Leben haben und diese sofort an die Cops versnitchen, und in diejenigen, die das letzte Jahr immer wieder und in absurdesten Situationen von diesen schikaniert wurden und deren Hass auf die Cops im letzten Jahr kräftig geschürt worden ist. „Die Uniform ist in der Corona-Krise mitunter zur Zielscheibe geworden“, konstatiert Peter Pytlik von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) besorgt.

Dazu passend gab das Polizeipräsidium München eine äußert zufrieden stellende Bilanz heraus, die für das Jahr 2020 den höchsten Wert von Fällen von Gewalt gegen die Schweine in München seit zehn Jahren feststellte. Mehr als 460 Cops wurden letztes Jahr in München verletzt, drei von ihnen sogar schwer. Etwas mehr als ein Drittel der registrierten Fälle sind außerdem Beleidigungen (beispielsweise so etwas wie „Bullenschweine“, „All Cops are Bastards“, „Hurensöhne“ usw.), die beiden anderen ungefähren Drittel entfallen auf tätliche Angriffe und Widerstand. Nun wissen wir ja allzu gut, dass Widerstandsdelikte sehr oft Fälle sind, wie jene, wo man beim durch den Bullen verursachten Fall, etwa durch die „Geleitung zu Boden mithilfe der Hand im Gesicht“, aus ihrem Griff rutscht. Und dass eine Verletzung auch ist, wenn ihnen nach dem Einsatz der kleine Finger weh tut oder ihnen ein Kollege auf den Fuß getreten ist. Trotzdem eine zufriedenstellende Bilanz, die ja immer Luft nach oben hat.

Ja, was ist denn los in München, einige fürchten schon um den guten Ruf der Isarmetropole als „sicherste Stadt Deutschlands“. „Zu späterer Stunde fühlt man sich derzeit auch am Odeonsplatz nicht mehr sicher. Das ist traurig!“, bedauert das SPD-Opfer Florian Post, dessen Konterfei gerade etliche Wahlplakate in München ziert und der getrost eins auf die Fresse verdient. Wenn der Staat sein Gewaltmonopol nämlich nicht endlich durchsetze, sei seine Stadt „nicht mehr das München, das wir wollen!“ Für ihn vielleicht. Dabei ist er sich nicht zu schade gegen „junge Männer mit Migrationshintergrund“ zu hetzen und entsprechende „Beweisfotos“ zu veröffentlichen. Ihm hätte ein Schwein bestätigt, dass bestimmte Gruppen „null Respekt vor uniformierten Einsatzkräften“ hätten. Dem kann ich tatsächlich zustimmen, möchte aber ergänzen, dass, wenn auch diesen bestimmten Gruppen, von denen hier die Rede ist, dieser Respekt vollkommen zu Recht sicherlich auch vor der „Krise“ vollkommen fehlte, sich der Radius derer, die die Cops als das betrachten, was sie sind, nämlich als widerliche Klosteinlutscher, die es aus unseren Leben zu vertreiben gilt, deutlich vergrößert hat. Wer an der Isar, im Englischen Garten oder an sonstigen beliebten öffentlichen Plätzen insbesondere in den letzten Monaten chillt, der fühlt den allgegenwärtigen Hass auf die Cops, und Beleidigungen gegen die Schweine gehören zum guten Ton.

„Warum?“, fragt ein Schwein, das am 08. Mai Teil des Einsatzes war, der im Englischen Garten von rund 50 Flaschen beworfen wurde und wo 19 Bullen verletzt worden sind. Nicht mit Plastikflaschen übrigens, sondern mit Bier-, Wein- und Sektflaschen, wie er sich bemüßigt fühlt zu betonen. „Warum machen die das?“ „Fassungslos“ sei er über diese Gewalt. Neulich sei auch ein Jungbulle auf dem Weg in die Arbeit einfach unvermittelt mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden. „Einfach so.“

Am 22. Mai dann fliegt am Baldeplatz zwar keine Flasche in Richtung der Schweine und ihres Fahrzeugs, dafür aber gleich ein ganzer Verkehrspfosten, nachdem sich „zahlreiche Feiernde“ mit einer Person solidarisierten, die von den Cops schikaniert wurde. Am 28. Mai fliegt in der Innenstadt dan  wieder eine Flasche, diesmal auf einen Streifenwagen, danach hätten einige „aggressives Verhalten“ an den Tag gelegt. Am 29. Mai kommt es in München wieder zu „Übergriffen gegen die Polizisten“. Am Professor-Huber-Platz schlägt jemand bei einer Kontrolle unvermittelt einem Beamten ins Gesicht. Bei der Festnahme danach beleidigt er die Schweine auch noch massiv und wird „unter Schmerzen“ (wo die herkommen, ist in der Presse natürlich keine Erwähnung wert) ins Krankenhaus gefahren. Kurz darauf ein ähnlicher Vorfall, immer noch am Professor-Huber-Platz, wo die Schweine mit einer Glasflasche beworfen werden, die leider ihr Ziel verfehlt und wo sie leider auch den Werfer busten. Am 19. Juni werden am Professor-Huber-Platz Cops erneut mit Glasflaschen beworfen. „Flaschenwürfe gegen Polizeikräfte kennen wir so in München nicht“, erklärte ein Sprecher der Schweine. Wie schön, dass sich das endlich ändert!

Schweinehirt Joachim Herrmann findet das Ganze natürlich überhaupt nicht lustig und schimpft darüber, dass „in vielen Elternhäusern […] nicht mehr richtig erzogen“ wird. Offenbar sehnt er die gulten alten Zeiten zurück, als die Prügelstrafe noch zum guten Ton gehörte, in der Familie wie in der Schule, denn auch jene sei nicht in der Lage die mangelnde Erziehung zuhause zu „ersetzen“. Seine Lösung: Führerscheine wegnehmen. Eine seltsam anmutende Forderung, insbesondere da es sich laut eigener Darstellung überwiegend um Jugendliche handele. „Geld- und sogar Bewährungsstrafen tun den meisten nicht weh“, ist die arrogante und weltfremde Haltung des Oberschweins. Lieber will er die Menschen „in ihrem Lebensalltag treffen“.

Dabei beschränkt sich dieser neue Ungehorsam und Bullenhass nicht auf München. In ganz Bayern (und natürlich auch Deutschland) ist es am Brodeln und junge Menschen lassen es sich nicht nehmen draußen gemeinsam zu feiern, Spaß zu haben und den Cops ihre Verachtung zu zeigen, wenn diese kommen um das Ganze aufzulösen.  Am 12.06. etwa greifen in Nürnberg Menschen die Cops an. „Als eine 19-Jährige ihre Personalien abgeben sollte, habe sie einen Polizisten ins Gesicht geschlagen und ihn gewürgt, so die Mitteilung.“ Und erst letztes Wochenende, in der Nacht auf Sonntag fliegen in Augsburg rund 200 Gegenstände auf die Cops, darunter zahlreiche Glasflaschen, nachdem diese versucht haben eine EM-Party mit rund 1400 Personen zu räumen. Sprechchöre mit Beleidigungen gegen die Schweine erklingen, ein Schwein wird bei dem Versuch, jemanden brutal zu Boden zu bringen, ins Gesicht getreten. Bilanz: 15 Schweine leicht verletzt. Ein Augenzeuge berichtet: „Die hatten Spaß dabei, alles zu bewerfen, was Blaulicht hat, das war ein Mob, die wollten Randale, die haben das provoziert“. Erstaunt zeigte er sich, dass auch viele „junge Frauen“ dabei gewesen seien, und der größte Schock: Es seien keine Flüchtlinge gewesen, „das waren weiße, gut deutsch sprechende Bürger.“ Ja, wie kann man sich das nur erklären?

Die Augsburger Politik ist natürlich schockiert. „Auf diesen Übergriff werden wir entschieden und abgestimmt antworten, ohne Freiheiten der friedlichen Bevölkerung zu sehr einzuschränken„, verkündet Ordnungsreferent Pintsch entrüstet. Wie schön, sie wollen die „Freiheiten“ nur ein bisschen einschränken, das ist ja milde, in Corona-Zeiten ist man ja inzwischen alles gewöhnt. Doch die Geister scheiden sich beim Umgang mit dieser rebellischen Jugend: Party-, Glasflaschen-, Alkohol- und Verweilverbote? Clubs wieder aufmachen? Führerscheine wegnehmen? Als Kommune mit den Jugendlichen zusammen nach Orten zum Feiern suchen? Eine Frage aber eint all jene, die sich nun um den „richtigen Umgang“ streiten: Wie kann man das rebellische Potenzial der Menschen, ihren Unmut wegen der Maßnahmen, ihren Hass auf die Bullen in friedliche Bahnen lenken? Wie verhindert man Krawalle und Angriffe auf die Cops?

Lächerliche Mitleidskampagnen, mit denen bereits seit Jahren Cops als „auch nur Menschen, die helfen wollen“ und als „Opfer von Gewalt“ stilisiert werden, die „fassungslos“ darüber seien, wie sie behandelt werden, wo sie einem doch nur helfen, können wohl bei jenen, die mit den Cops bereits zu tun hatten,  nur Fremdscham und Lachkrämpfe auslösen. Eine weitere Strategie: mediale Kampagnen gegen das „krawallorientierte Eventpublikum“ und die Darstellung, dass es überhaupt keinen Grund dafür geben könne, sich gegen die Cops zur Wehr setzen zu wollen, dass es nur einige durchgedrehte „Kriminelle“ seien, die andere zu unbedachten Handlungen verführen würden. Eine alte Strategie des „Crowd Control“: trenne die Unruhestifter von denen, die sich dann mit diesen solidarisieren könnten. Diffamiere die Menschen, die anfangen sich zur Wehr zu setzen und versuche sie so von den anderen zu trennen. Sprich ihnen ihre Handlungsfähigkeit und ihre Menschlichkeit, ihre Urteilsfähigkeit und ihre geistige Gesundheit ab. Frage „Warum?“ und höre dir keine Antwort an.

Doch alle diejenigen, die sich gegen die Cops zur Wehr setzen, wissen ganz genau warum. Weil die Cops diejenigen sind, die sie schikanieren, die sie verprügeln und einsperren, die pyhsische Gewalt, Waffen und ein riesiges technologisches Arsenal einsetzen, um das durchzusetzen, was die Politiker entscheiden.

Einige scharfe Analysen haben diese Leute, die in den Medien „aufschreien“, aber manchmal dann doch zu bieten: „Es gibt vereinzelte Polizeigegner, ja sogar Polizeihasser. Das sind aber für mich auch Demokratiegegner, die ganz bewusst versuchen, uns als Polizei zu diskreditieren.“ Es ist zwar nicht nötig die Polizei zu diskreditieren, das macht sie schon ganz von selbst, sobald Menschen mit ihrem repressiven Apparat in Berührung kommen. Dass es unter den Polizeihassern Demokratiegegner gibt, dem stimme ich allerdings zu. Das ist auch logisch. Denn Polizeiarbeit bedeutet, Menschen zu einem bestimmten Verhalten zwingen zu wollen, ihnen ihre Freiheit zu nehmen und sie nach einem bestimmten Bild zu formen, und auch eine Demokratie hat dieses Ziel, denn auch eine Demokratie herrscht, schränkt mich in meiner Freiheit ein, will mich dazu bringen nach einer gewissen Norm zu leben. Cops sind diejenigen, die egal welche Herrschaft, auch die demokratische, faktisch durchsetzen, die einem ganz konkret die Freiheiten, die einem überhaupt noch zugestanden werden, wegnehmen, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält. Die dazu beitragen, dass ein System, das alle Lebewesen ausbeutet, versklavt und tötet und diesen Planeten zugrunde richtet, aufrecht erhalten werden kann. Braucht es wirklich mehr Gründe, um „sogar Glasflaschen“ auf die Cops zu werfen? Ich denke nicht.

[Grünheide, Berlin] Brandanschlag auf Stromversorgung der Tesla-Baustelle

In Grünheide bei Berlin plant der E-Auto-Konzern Tesla die Errichtung einer „Giga-Fabrik“. In der Nacht auf den 26. Mai 2021 wurde dort an sechs überirdisch verlegten Hochspannungsleitungen ein Brand gelegt, der einen Stromausfall auf der Baustelle und somit eine Unterbrechung des Baus zur Folge hatte, auch wenn Medien und Tesla behaupten, dass es diesen nicht gegeben hätte.

In einem sehr ausführlichen Bekenntnis zu diesem Angriff heißt es:

[…] Tesla ist weder grün, ökologisch noch sozial. Tesla ist ein Konzern, der weltweit Raubbau betreibt, Lebensgrundlagen zerstört sowie koloniale Ausbeutungsverhältnisse nutzt und herstellt. Unser Feuer steht gegen die Lüge vom grünen Automobil. Ziel war die Sabotage der Baustelle der Tesla-Giga-Factory. Die Ideologie des grenzenlosen technologischen Fortschritts und der globalen Zerstörung der Erde kommen nicht durch schöne Worte zum Ende. […]

Die Notwendigkeit die Technologie zu zerstören

Viele Gefährten bleiben perplex gegenüber einer Perspektive, die auf der Notwendigkeit basiert, die Technologie vollständig zu zerstören und rational weigern sie sich, sie zu akzeptieren, da sie es für vernünftiger und realistischer halten, sich nur das Problem zu stellen, die sogenannten harten Technologien zu zerstören, besser bekannt als Todesproduktionen (Atomkraft, Waffen aller Art, Asbest, usw.) und hingegen alle anderen, die als sanft betrachtet werden (Elektronik, Mikroelektronik, Informatik, etc.) zu bewahren, da sie diese als sozial nützlich betrachten und somit denken, davon in Zukunft einen revolutionären Gebrauch machen zu können. Sprich, als könnten diese letzteren im Gegensatz zu den ersteren von der Machtlogik, die sie produziert und entwickelt hat, völlig entkoppelt werden.

Diese Gefährten nehmen somit, gegenüber der Wissenschaft, die klassische aufklärerisch-positivistische Haltung ein, die sich auf die angebliche Neutralität der vom technisch-wissenschaftlichen Wissen produzierten Instrumente stützt, weshalb sie nur die schlechte soziale Verwendung kritisieren, die die Macht von diesen Technologien macht, die einzig zu Zwecken der totalen Herrschaft über die Gesellschaft eingesetzt werden.

Wir aber denken, dass die Instrumente, die von der Macht kreiert wurden, unabhängig von den scheinbaren Vorteilen, die sie der Gesellschaft manchmal erbringen mögen, einzig und alleine der Logik gehorchen können, die sie kreiert hat, und somit, ungeachtet davon wer sie einsetzt, gänzlich der Erreichung ihrer Zwecke dienlich sind.

Wir sind gegen jene, die immer alles zu rechtfertigen versuchen, indem sie sagen, dass es hinter allem, was dieses Todessystem produziert, einen Rest von Gutem gibt, der es verdient, vor der Zerstörung bewahrt zu werden. Außerdem sind wir der Ansicht, dass es in der Flut von Gewissheiten und Gemeinplätzen, die sich in Umlauf befinden, hilfreich ist, Zweifel zu erwecken. In den Fragen, die wir behandeln, sind wir stets bestrebt, eine Gesamtansicht zu haben, die Raum für eine kritische Unbestimmtheit lässt. Dadurch gehen wir gewisse Risiken ein, da wir uns heftigen Kritiken aussetzen, falls wir Fehler begehen. Denn, wer sich in eine andere Richtung aufstellt als jene, die üblicherweise angenommen wird, gilt oft als Krimineller, als Provokateur oder, im besten Falle, als verantwortungslose Person und riskiert somit die Lynchung von Seiten der guten zahmen Denker, die unsere Bewegung versperren. Diese lassen es sich nie entgehen, die Gefährten zu warnen, mit denen wir in Kontakt treten. Es gilt also ein gewisser intellektueller Terrorismus, der nicht nur von jenen kreiert wurde, die herrschen, sondern auch von jenen, die Opfer ihrer Vorurteile und ihrer persönlichen Fantasiegebilde sind, während man sich doch vielmehr mit konkreten Taten, statt mit Worten, von der Herrschaft befreien sollte.

Wer auf die unbestreitbare Notwendigkeit der heutigen Technologie hinweist, sind die Bosse, die Regierenden und die massenhafte Schar von Handlangern. Sie alle haben zweifellos gute Gründe, um dies zu tun. Die Gefährten hingegen müssten ebensogute Gründe haben, um solchen Hinweisen stets zu misstrauen. Das Tragische ist, dass wir zwischen der Macht und jenen, die sie bekämpfen, oft einer bemerkenswerten Übereinstimmung in den Ansichten beiwohnen.

Das gesamte Gepäck an Basistechnologien, das heute in allen Bereichen des sozialen Lebens angewandt wird, stammt aus der militärischen Forschung. Ihr ziviler Gebrauch gehorcht dieser Logik viel mehr, als wir unmittelbar verstehen können. Tatsächlich war alles, das uns gelang hervorzuheben, die Umsetzung eines präzisen und wissenschaftlichen hierarchischen autoritären Projekts in der Organisationsweise, während es wichtiger gewesen wäre, die unbewussten Mechanismen zu verstehen, die es der Macht auf Massenebene gestatten, die unmittelbare anfängliche Zurückweisung von Seiten der Leute zu überwinden, um schließlich eine regelrechte Unterstützung zu erlangen.

Das kybernetische Kommando wird von wenigen angefochten, ja die allgemeine Tendenz besteht darin, es unweigerlich zu akzeptieren. Etwas, das dazu veranlasst, es als unentbehrlich und somit als sozial nützlich zu betrachten.

Wer auf die Gründe für eine totale Zerstörung der vom Kapital produzierten, technologischen Apparate hinweist, wird als ein Unvernünftiger und Unverantwortlicher betrachtet, der die Zivilisation in die Steinzeit zurückbefördern will.

Aber wenn wir darüber nachdenken, werden wir uns der Unfundiertheit dieser Behauptungen bewusst, die jenen in die Hände spielen, die die Herrschaftslogiken verfechten. Die heutige Technologie ist in Wirklichkeit das praktische Resultat aus einer Form von Erkenntnis, die im Verlaufe der industriellen Entwicklung der Produktionsprozesse des Kapitals heranreifte. Sie besteht nicht aus einem Gepäck an Praktiken, die in neutraler Form auf die Gesellschaftsstruktur angewandt werden, denn das, was sie motiviert, ist schließlich die Machtlosigkeit von jenen, die die Entwicklung der Gesellschaft unterstützen. Die Sorge darum, einige Technologien gegenüber anderen zu bewahren wird zu einer klaren Art und Weise, um den Prozess zur totalen Zerstörung der ganzen Produktionsordnung der Herrschaft zu behindern. Zudem veranlasst sie dazu, unserer revolutionären Aktion schon von jetzt an Grenzen zu setzen, abgesehen von der Tatsache, ein zwielichtiges soziales Verhältnis zu den Strukturen der Herrschaft zu unterhalten.

Diejenigen, die, obwohl sie behaupten, Revolutionäre zu sein, die Notwendigkeit verfechten, einen Teil der vom Kapital produzierten Technologie zu bewahren, sehen also nicht, dass sie in dieser Position den erklärten Reformisten die Hand reichen, die, viel kohärenter, eine ständige Umänderung aller Organismen der Macht verfechten, sodass sich das System stets den neuen Erfordernissen der Herrschaft und den Veränderungen der Gesellschaft dienlich und getreu erweist.

Unser radikales und totales Projekt zur Zerstörung der Technologie wird sich zweifellos in den revolutionären Prozess einbetten müssen, doch es bekundet schon von jetzt an die positive Tatsache, dem Verlauf von diesem revolutionären Prozess weder a priori irgendwelche Grenzen zu setzen, noch ihn innerhalb von unseren gegenwärtig begrenzten Erkenntnissen mit einer Hypothek zu belasten.

Damit wollen wir es vermeiden, dem Vorurteil zu verfallen, dass es, um die Probleme einer zeitgenössischen sozialen Revolution zu lösen, genügt, vom Gepäck der gegenwärtig erworbenen Kenntnisse Gebrauch zu machen. Wir sind gegen jene, die eine solche beruhigende Gewissheit äußern, während sie die gegenwärtigen Erkenntnisse für endgültig halten.

So wie die Dinge heute liegen, sind die sogenannten Wissenschaftler, welche die künstliche Intelligenz oder, genereller, die Anwendung der gegenwärtigen Technologien auf andere Wissensbereiche erforschen, in Wirklichkeit Arbeiter der Wissenschaft. Sie besitzen neine äußerst hohe Spezialisierung in einem bestimmten wissenschaftlichen Bereich, aber der größte Teil von ihnen hat keine Ahnung, was in den anderen Forschungssektoren geschieht, geschweige denn von der sozialen Realität, die oft völlig an ihnen vorbei geht, während sie im aseptischen und gedämpften Klima ihrer Labore leben.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Gedankengänge dieser Arbeiter der Wissenschaft den Maschinen, die sie entwerfen, sehr ähnlich sind, angesichts der Tatsache, dass sie die binäre Logik anwenden und wesentlich unfähig sind, außerhalb von diesem Schema zu denken. Es handelt sich nicht um kreative Überlegungen, sie können in keinem Bereich des Wissens irgendeine Entwicklung des Denkens herbeiführen. Nur unsere Unwissenheit lässt sie uns als Superhirne betrachten. Ein Punkt, der vertieft werden müsste, um uns darüber bewusst zu werden, dass sie die neue Zwischenklasse bilden, die von der technologischen Revolution hervorgebracht wurde.

Unser Drängen nach einer Erkenntniszurückweisung des gesamten technologischen Gepäcks ist eine konkrete Art und Weise, sich das Problem zu stellen, die Produktionsentwicklung des Kapitals zu behindern.

Unsere Suche nach einer radikalen sozialen Veränderung brachte uns über die Tatsache zum Nachdenken, dass der Mensch, auch im wissenschaftlichen Bereich, die größten Entdeckungen eben in dem Moment machte, als sich das Autoritätsprinzip in der bestehenden Gesellschaft als abwesend oder auf allen Ebenen wankend erwies, wie es am Anfang von diesem Jahrhundert der Fall war. Man kann nicht nur im Bezug auf eine bestimmte soziale Struktur, die man nicht akzeptiert, Revolutionäre sein, man muss es in allen Bereichen sein, einschließlich dem wissenschaftlichen, da die Aufgabe, die man erfüllen will, die der radikalen Zerstörung der herrschenden Ordnung ist, die ihre Wurzeln überall hat und folglich überall angegriffen werden muss.

Die einzige Haltung, die gegenüber den Bossen der Wissenschaft eingenommen werden kann, besteht darin, vorausblickend zu erkennen, was sie hinter den harmlosesten und humanitärsten Dingen verbergen, die sie dem großen Publikum von Laien, das sich darauf beschränkt staunend zuzuhören, von Zeit zu Zeit präsentieren.

Dem kommt unserer Meinung nach eine große Wichtigkeit zu, denn zumeist sind wir es gewohnt, nur die augenscheinlichsten und oberflächlichsten Dinge wahrzunehmen, die uns umgeben. Die Bosse, die Regierenden und ihre Handlanger kümmern sich viel darum, uns gewisse Dinge vor Augen zu führen, soviel wie ausreicht, um unsere natürlich Neugierde zu erhaschen, womit sie uns dazu verleiten, auf all die Dinge zu schauen, denen in Wirklichkeit keine konkrete Wichtigkeit zukommt. So lassen sie uns von den wichtigeren Dingen absehen, die schließlich in unserem Unwissen, auf unserer Haut, realisiert werden.

Wir dürfen die Intelligenz des Feindes nicht unterschätzen, ansonsten werden wir darin enden, bitteren Enttäuschungen entgegenzugehen, wie dies in einer nicht so fernen Vergangenheit der Fall war. Das Ziel von jenen, die herrschen, ist es, alle Mittel anzuwenden, welche die gegenwärtige wissenschaftliche Erkenntnis bietet, gewiss nicht, um die Leiden der Menschheit zu beseitigen oder zu lindern, sondern um dafür zu sorgen, dass sie weiterhin den gegenwärtigen Herrschaftsverhältnissen unterliegt, die hin und wieder etwas verändert werden. Das Kapital und der Staat sehen sich zu dieser ständigen Veränderung eben aufgrund der Kämpfe gezwungen, welche die Proletarier tagtäglich gegen sie behaupten. Dennoch, trotz der großen Ressourcen, die in diesem Angriff gegen die Proletarier jeden Tag aufgewendet werden, wird die Angelegenheit immer schwieriger und problematischer, denn im Grunde bedarf es von jenen, die revoltieren, nicht viel, um die ganzen Projekte einer schmerzlosen Verwaltung der Herrschaft über den Haufen zu werden.

Die Revolutionäre gehen von diesem kaum merklichen Vorteil beim Angreifen des Kapitals und des Staates aus, wenn sie denn einmal die Absicht bekunden, sie radikal zerstören zu wollen, auf den Grundlagen eines allumfassenden sozialen Kampfes, der, von Natur aus, keine Grenzen anerkennt und weder danach strebt, noch gewillt ist, dem Feind irgendeine Waffenruhe zu gewähren. Hierin liegen die revolutionären Gründe dafür, wieso der gesamte technologische Apparat, unabhängig von dem Gebrauch, den viele in Zukunft davon zu machen gedenken, zerstört werden muss. Dies alles um zu verhindern, dass der revolutionäre soziale Kampf in die Falle gerät, die von den Radikal-Reformisten aufgestellt wurde, die aus der partiellen Zerstörung der Herrschaftsstrukturen den Ausgangspunkt der Umstrukturierung machten.

Wir sind also gegen jene, die die politische Kritik verfechten, auch im Bereich der Wissenschaft, da diese Kritik stets versucht, die Gründe für eine radikale Opposition auf eine bloße Detailfrage betreffend bestimmter operativen Entscheidungen zu reduzieren. Indem sie dies tun, suchen die Verfechter der politischen Kritik nach einer Beilegung und einer Einigung mit dem Klassenfeind, der sich intelligenterweise bereit zeigt, seine Position formell etwas abzuändern und zwar mit dem Ziel rund um die bedrohten Institutionen eine neue und rationalere Zustimmung wiederaufzubauen.

Kein Fetisch darf sich in unseren Köpfen einnisten. Wenn wir die Kraft hatten, uns tausend Ketten zu bauen, dann können wir auch jene haben, sie zu durchbrechen. Es hängt von uns ab, und von der Überzeugung, die wir haben werden, um konsequent über die Schranken der Vorurteile und der Tabus, die auf allen Ebenen aufgestellt wurden, hinauszugehen.

Die proletarische Selbstemanzipationsbewegung steht am Anfang von dieser faszinierenden Suche nach totaler Freiheit, und die revolutionären Anarchisten sind aufgerufen dieser Suche ihren qualitativen Beitrag zu erbringen.

Die soziale Selbstbefreiung von allen und jedem lässt sich nicht improvisieren. Sie ist die dornige Frucht von tausenden in diese Richtung gemachten Anstrengungen und Fehlern.

Die wahren Ökologisten sind die Zerstörer der Technologie, denn sie werfen jenseits der sozialen Konventionen, die von allen akzeptiert werden, Zweifel auf, während sie die Bequemlichkeit und die Ruhe gefährden, zu der die Resignierten gelangt sind, neue Fragen kreieren, anstatt sich damit zufriedenzugeben, Lösungen zu akzeptieren und auf neue Horizonte von wirklicher Freiheit hinweisen, anstatt die Hölle des Überlebens, das alle in die Mangel nimmt, über sich ergehen zu lassen.

Die vorliegende Arbeit soll ein bescheidener Beitrag in diese Richtung sein, überzeugt davon, dass die soziale Revolution, die Anarchie, nicht so weit entfernte Träume sind, sondern hier, in der Gegenwart, realisiert werden können. Wir müssen jedoch die Kraft dazu haben, die Unordnung unserer Träume in die Praxis umzusetzen, während wir das, was in der Realität geschieht, mit anderen Augen als üblich betrachten, stets bereit zu kämpfen und nie passiv mit Resignation über uns ergehen zu lassen.

Die Borniertheit, stets bereit zu sein, wieder von Neuem zu beginnen, liegt in den Gründen von dem, der nie aufgehört hat, dies zu tun, nicht einmal in den dunkelsten Momenten, im Bewusstsein, dass man ohne zu realisierende Träume oder zu beschreitende existenzielle Abenteuer, ob alleine oder gemeinsam mit anderen, nicht leben, sondern nur vor sich hin vegetieren kann.

Die mittelmäßigen Menschen haben sich nie etwas zu fragen, wie sie sich nie etwas zu sagen haben, abgesehen von dem, was die Banalitäten eines im Supermarkt des Elends spendierten Lebens sind, das ans Überleben festnagelt. Ihr stilles Leben an der Wärme der vier heimischen Mauern ist im Grunde das gemächlichste und sicherste aller Gefängnisse.

Aus Pierleone Porcu. Reise ins Auge des Sturms.

[Wien] Wo die Awaremacht für Recht und Ordnung sorgt …

Nachdem es am Donaukanal und am Karlsplatz in Wien wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen ist, setzt die Stadt Wien auf eine neue Strategie. Kurzerhand rekrutierte sie eine andere Art von Bullen: Ein Awarenessteam.

Wir haben uns als Stadt dazu entschieden, mit dem Einsatz der Awareness-Teams im öffentlichen Raum bei Konfliktsituationen deeskalierend zu wirken. Denn klar ist, solange die Nachtgastronomie nicht wieder öffnet – ohne Sperrstunde und ohne fixe Zuteilung der Sitzplätze – nutzen junge Menschen vermehrt den öffentlichen Raum, um zu tanzen und zu feiern.

Und feiern, das weiß schließlich jede*r Besucher*in eines linken Kulturzentrums, lässt es sich noch immer am Besten mit einem Awarenessteam. Denn während die waffentragende Polizei zwar mit ihrem Blaulicht wenigstens für die geeignete Clubatmosphäre zu sorgen vermag,  …  nun … fragt man sich, welchen Beitrag ein Awarenessteam zu einer gelungenen Party leisten kann? Fragen wir es doch selbst:

Wir haben ein sehr gutes erstes Wochenende hinter uns und haben von unseren Gesprächspartnerinnen und -partnern viele positive Rückmeldungen zu unserer Arbeit bekommen. Der grundsätzliche Tenor in den Gesprächen war, dass solche Eskalationen wie am Wochenende davor zu vermeiden sind.

Achso? Ein Befriedungskomitee also, das die Menschen davon abhält, auf die klassischeren Bullenschweine loszugehen?

Eingeschritten wird nach Einschätzung des Teams zum Beispiel bei grober Verschmutzung, Lärmbelästigung, Diskriminierung oder Gewaltausschreitungen. Dabei tausche man sich eng mit anderen Organisationen wie Streetworker sowie mit der Polizei aus. Ab nächstem Wochenende werden die Teams zudem mit erkennbaren Lastenfahrrädern unterwegs sein und je nach Situation auch Warnwesten tragen, um sichtbarer zu sein.

Dass Awarenessteams neben dem Angebot, eine Anlaufstelle für Personen zu bieten, die aufgrund des übergriffigen oder diskriminierenden Verhaltens anderer Unterstützung benötigen, häufig sittenpolizeiliche Aufgaben übernehmen, ist eine ebenso oft geäußerte, wie von Seiten der Verfechter*innen einer solchen Institution als „antifeministisch“ und „privilegiert“ zurückgewiesene Kritik und wenn solche Dynamiken von Awarenessteams dann doch einmal nicht mehr zu leugnen sind, so heißt es, dies seien Ausnahmen. Dabei wird innerhalb der Awarenesssekten und ihrer Tempel, den sogenannten Safe Spaces, schon seit langem rege diskutiert, wie auch eine Zusammenarbeit mit der Polizei zu gestalten wäre, wenn sich das etwa eine betroffene Person wünsche. Keine*r, die*der die von führenden Awarenesspriester*innen verbreiteten Materialien [1] der letzten Jahre gelesen hat, sollte überrascht darüber sein, dass einer dort beobachtbaren Aufweichung des Grundsatzes, nicht mit den Bullen zusammenzuarbeiten nun die offene Zusammenarbeit mit den Bullen, als Bullen logisch folgt, ebenso wie die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen im Sinne der (Aufstandsbekämpfungs-)Interessen des Staates die logische Fortsetzung einer Tendenz ist, sich seine Awareness-Arbeit nicht nur vom Staat finanzieren und vergüten zu lassen, sondern diese Förderung auch auf seinen Materialien zu vermerken [2]. Und wundert es eine*n da überhaupt noch, dass das in Wien bestellte Awarenessteam AwA_wien „einschreiten“ soll, wenn „grobe Verschmutzung, Lärmbelästigung […] oder Gewaltausschreitungen“ vorliegen? Sprich: Statt einer Anlaufstelle vielmehr klassische sittenpolizeiliche Aufgaben übernehmen soll?

Auseinandersetzungen, die in der Vergangenheit mit Awarenessteams stattgefunden haben, haben sich ja meist selbst dann gewaltsamer Mittel nicht bedient, wenn selbst die autoritärsten Dinge von einem Awarenessteam umgesetzt wurden. Vielleicht weil man irgendwie dann doch noch einen Unterschied gemacht hat zwischen einer Möchtegern-Awareness-Polizei und den echten Cops. Dieser Unterschied jedoch: Im Falle des AwA_wien existiert er wohl nicht länger. Und so denke ich, dass ich hier guten Gewissens mit einem Bildzitat aus der zu diesem Thema mehr als lesenswerten Broschüre „I survived Awareness“, bestellbar beim Maschinenstürmer Distro, enden kann:


[1] Etwa das von awareness.ch verbreitete „Merkblatt zur Awareness-Arbeit an Events“, in dem es zu „Betroffene Person möchte, dass die Polizei gerufen wird“, heißt: „→ erklären, dass die Polizei nicht viel helfen wird. Es kann auch schlimmer, traumatischer werden. Ausser wenn ein Übergriff beweisbar ist. Wir müssen ihr klar machen, dass das auftreten der Polizei eine chaotische Situation auslösen kann resp. wird. Wir können jedoch anbieten, die Person zum nächsten Posten zu begleiten.“ oder auch in den ebenfalls von awareness.ch verbreiteten „9 Prinzipien wie du eine*n Überlebende*n sexualisierter Gewalt unterstützen kannst“: „Möchte [die Person], dass die Polizei gerufen wird? Diese Entscheidungen sind besonders schwierig, also brauchst du als Unterstützer*in* Geduld. Hilf der betroffenen Person, Entscheidungen zu treffen. Krankenhäuser und Polizei können traumatisierende und unsichere Orte darstellen, insbesondere für People of Colour oder Transmenschen. Du als Unterstützer*in* solltest der betroffenen Person helfen, sich der Folgen einer solchen Entscheidung klar zu werden. Die betroffene Person hat aber immer das letzte Wort in einer solchen Abwägung, auch wenn du nicht mit ihrer Wahl einverstanden bist.

[2] So beispielsweise die vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ und dem „Amt für Migration und Integration Freiburg“ finanzierte Broschüre „Awareness … in Theorie und Praxis“ des A-Teams Freiburg, in der im Übrigen auch die Zusammenarbeit mit der Polizei zumindest nicht vollkommen ablehnend diskutiert wird.

[Kanada] Mindestens acht Kirchen abgefackelt

In zahlreichen Regionen Kanadas, insbesondere auf indigenen Territorien, sind innerhalb weniger Tage mindestens acht katholische Kirchen abgefackelt worden. Dies steht im Zusammenhang mit der erneuten Endeckung hunderter Kindergräber auf dem Gelände ehemaliger Residential Schools. Zwischen 1874 und 1990 wurden insgesamt rund 150.000 Kinder von ihren indigenen Eltern getrennt und in diese kirchlichen Heime deportiert, um sie dort zwangsweise zu missionieren. In diesen Heimen wurden sie gezwungen, ihre eigene Sprache und ihre Kultur zu vergessen, Folter, Gewalt und sexueller Missbrauch waren an der Tagesordnung. Auch Berichte von in diesen Anstalten ermordeten Kindern dringen immer wieder ans Tageslicht. Bei bisherigen Suchen auf den Geländen dieser ehemaligen Umerziehungsanstalten wurden bisher mindestens 3200 Kinderleichen gefunden.

Während führende Vertreter*innen der Versammlung der First Nations versuchen, die Brandstiftungen an Kirchen dadurch zu unterbinden, dass sie diese Akte des Angriffs verurteilen, sprechen weiße Politiker*innen von einem „Angriff auf die kanadischen Werte“. Nun, man kann überzeugt sein, dass es genau das ist. Ein Angriff auf die Werte eines genozidalen, katholischen Kolonialstaates.

Die einzige Kirche, die erleuchtet, ist die die brennt!

[Crest und Eurre, Frankreich] Kabelbrände blockieren TGV

Die Hochgeschwindigkeitslinie ist in der Drôme unterbrochen, wegen mehreren Brandstiftungen in der Nacht von Donnerstag, den 24. Juni auf Freitag, den 25. Juni, gegen 3 Uhr morgens in Crest.  Strom-, Signal- und Glasfaserkabel wurde an vier verschiedenen Orten in einem Bereich von 100 m² angezündet. Die Schäden sind groß, 50 Spezialisten der SNCF [entspricht der DB in Deutschland] sind zur Reparatur vor Ort. Die Schadenshöhe ist von der SNCF noch nicht beziffert worden.

Die Reparaturen werden andauern, der Verkehr könne am Samstag gegen 16 Uhr wieder seinen Normalbetrieb aufnehmen, eine Schätzung der SNCF, nichts ist in diesem Stadium sicher. Die Züge verkehren, sind jedoch gezwungen über die klassische Linie zu fahren. Das bedeutet, das kein Zug vom Bahnhof Valence TGV [der Schnellzugbahnhof] starten oder ihn anfahren kann. Die Züge müssen über Valence Ville [den normalen Bahnhof] fahren. Die Linie Paris-Marseille, die sehr frequentiert ist, ist besonders betroffen.

Alle TGV [entspricht dem ICE in Deutschland] und die TER [Regionalzüge]  sind auf derselben Linien vereint, weshalb es zu Staus kommt. Der SNCF zufolge haben alle Züge am Freitag rund eine Stunde Verspätung. Die SNCF hat Anzeige erstattet. Die Ermittlungsgruppe von Grenoble ist zusammen mit der Recherchebrigade von Crest mit den Ermittlungen beauftragt. Im Dezember 2019 gab es bereits einen ähnlichen Brandstiftungsfall, mit derselben Methode. Auch da waren die Züge gestoppt worden.

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„An diesem Freitag, den 25. Juni, gegen 03h30 in der Früh wurden vier Signalkabelschächte im Süden von Valence, die an der Hochgeschwindigkeitslinie Méditerranée angesiedelt waren, angezündet“, berichtete die SNCF in einer Erklärung.
„Ein Sabotageakt wurde auf die Hochgeschwindigkeitslinie auf Höhe von Eurre in der Drôme verübt, unterirdisch verlegte Elektrokabel wurden entlang der Schienen angezündet und die Stromversorgung und die Signale unterbrochen“, hat die Präfektur von ihrer Seite aus präzisiert.
Auf den Fotos, die am Ort der Zerstörung gemacht wurden, kann man verkohlte Kabel erkennen. Die SNCF erklärte, dass es sich um einen großen Schaden handele. […]

Ein Verantwortlicher brachte heute morgen alles auf den Punkt. „Seit gestern (Freitag), 4 Uhr morgens, haben wir mehr als 50 spezialisierte Mitarbeiter der SNCF mobilisiert. Es sind besondere Reparaturen, die gemacht werden mussten“, erklärte an diesem Samstag Morgen Alexandre Bertholet, der Verantwortliche der Hochgeschwindigkeitslinie Marseille-Valence, „wir mussten mehr als 20 Kabel ersetzen. Mehr als 1000 Meter Kabel wurden erneuert.“
Über den Austausch dieser 20 betroffenen Kabel hinaus mussten außerdem Überprüfungen vorgenommen werden. „Wir mussten Ressourcen mobilisieren, um diese Bauarbeiten durchzuführen, aber auch um zu überprüfen, ob alles funktioniert um sichergehen zu können, dass wir diesen Morgen (Samstag) den Verkehr in normaler Geschwindigkeit und in voller Sicherheit wiederaufnehmen können.“

Zusammenschnitt aus mehreren Pressartikeln, übernommen von Attaque

[Cham, Schweiz] Internet und Fernsehen gehen am frühen Morgen aus

Ein Brand wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag, den 27. Juli, gegen 00h30 in einer Kanalisation in Cham (Kanton Zug) entdeckt, die Telekommunikationskabel beherbergt. Ein Teil der Bevölkerung in dieser Region hat weder Fernsehen noch Internet noch Telefon mehr, allerdings noch Mobilfunk.

Die Ursache für den Brand ist unbekannt. Niemand wurde verletzt, erklärte am Sonntag die Kantonspolizei. Die Reparaturarbeiten werden viel Zeit brauchen. Die Schäden sind bedeutend, präzisiert sie in einer Erklärung. Trotz der schnellen Intervention der Feuerwehr sind zahlreiche Leitungen vollständig zerstört. In einigen Teilen der Region Cham-Ost sind das Festnetz, das Internet und das Fernsehen also unterbrochen. Das Mobilfunknetz hingegen wurde von der Unterbrechung nicht berührt.

Quelle: Sans Nom

Was ist da los im Forst Kasten und Who the Fuck sind Tarek Luft und Ingo Blechschmidt?

[Der folgende Text wurde als Teil eines Flyers im Umfeld der Waldbesetzung im Forst Kasten bei München verteilt.]

HomeOffice und Fernstudium in entspannter Waldbesetzungsatmosphäre? Der feuchte Traum des Tech-Yuppie-Google-Hipsters ebenso wie der einer anderen Ausprägung der Techokraten-Ideologie, der der Freie-Software-„Hacker“-Weltenbummler-Hippies, die auf ihren Rucksacktourismus-Reisen um den Globus ihre Heimat finden, wo immer es WLAN gibt. Die „Waldbesetzung“ im Forst Kasten vermag diese Träume zu erfüllen. Seit dem 30. Mai um 21:51 locken die Besetzer*innen eben jene Rucksacktouristen, die das Klima sozialer – oder auch nur linker – Protestbewegungen ebenso konsumieren wie indigene Kulturen und unberührte Naturlandschaften, in die außer ihnen und ihresgleichen bisher nur ihre Internetanbindung vorgedrungen zu sein scheint. Auf der Webseite „Kasti bleibt“ der „Waldbesetzung“ wird seitdem vermeldet: „Ab jetzt ist der Kasti vorlesungs-/Home-Office-safe: Wir haben Strom und unlimitiertes WLAN.

Diese Meldung, sie wäre ja bloß eine Belanglosigkeit über die man einfach hinweggehen könnte, die man entweder als „schlechten Witz“ beiseitelegen oder aber als eine pragmatische Lösung für ein weitverbreitetes Suchtverhalten abtun könnte, während man ansonsten jene Anstrengungen zu würdigen in der Lage wäre, die die Waldbesetzer*innen im Forst Kasten unternehmen, um sich von einer Welt der Technologie, der Abhängigkeit und der Ausbeutung zu befreien; wäre da nicht dieses Unbehagen, das eine*n überkommt, wenn man sich all das, was in den letzten Wochen sonst so von den Besetzer*innen vermeldet wurde, zu Gemüte führt. Aber warum diese offensichtliche Kritik von außen – denn ja, für innere Einblicke scheinen mir zumindest bei dem, was von den Besetzer*innen nach außen dringt, sämtliche Grundvoraussetzungen zu fehlen –, warum diese „Besetzung“ nicht einfach ignorieren? Vielleicht weil ich den Eindruck habe, dass nicht alle, die sich in irgendeiner Form mit dem Forst Kasten und den darum stattfindenden Kämpfen verbunden fühlen, einverstanden sind mit der Vereinnahmung dieser Kämpfe durch jene „Waldbesetzer*innen“ , die Strom und WLAN in den Wald bringen und bereitwillig mit der Presse plaudern, und weil ich das Gefühl habe, dass eine daraus resultierende Frustration und möglicherweise zukünftige Resignation nur dadurch vermieden werden kann, dass sämtlichen Formen von Politiker*innen, Opportunist*innen und Rekuperateur*innen von Beginn an der Kampf angesagt wird. Wenn ich im folgenden also von der „Waldbesetzung“ im Forst Kasten spreche, so meine ich damit eben jenes öffentliche Auftreten, wie es in den Medien, von einschlägigen Politsekten im Internet und auf der Webseite „Kasti bleibt“ vermittelt wird. Mir ist dabei durchaus bewusst, dass nicht alle, die sich in Vergangenheit und Gegenwart an dieser Besetzung beteiligt haben, Teil dieses Auftretens sind, allerdings sind mir zumindest auch keine Abgrenzungen davon bekannt.

Nachdem vor einigen Wochen im Münchner Osten der Strom nach einer Sabotage von zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer Baustelle offenliegenden Mittelspannungsleitungen ausfiel, tauchte ein Bekenner*innenschreiben im Internet auf, das erklärte, dass dieser Angriff den Stadtwerken München und dem Rüstungskonzern Rohde und Schwarz gegolten habe, aber zugleich auch eine Antwort auf den Stadtratsbeschluss sei, den Forst Kasten für den Abbau von Kies zu roden (nachzulesen hier).  Und wie das eben so ist, machten sich sensationsgeile Journalist*innen daraufhin auf, die Besetzer*innen des Forst Kastens aufzusuchen, um von ihnen ein Statement zu dieser Sabotage einzuholen. Vielleicht waren die Journalisten enttäuscht, nachdem sie dort eintrafen, vielleicht bekamen sie, was sie wollten, das liegt im Auge des Betrachters, jedenfalls konnte man am nächsten Tag in den Zeitungen nicht nur persönliche Statements von Tarek Luft und Ingo Blechschmidt dazu lesen, was sie als „Waldbesetzer*innen“ von derlei Sabotagen hielten, sondern obendrein auch noch Spekulationen darüber wer, bzw. vielmehr wer nicht hinter diesen Sabotagen stecken könnte [1]. Die Bullen wird es gefreut haben. Ich werde mich an derlei Spekulationen, wie sie nur von Bullen und ihren Freunden angestellt werden, nicht beteiligen. Fest steht jedoch: Wenn auf solche Statements, die im Namen der gesamten „Waldbesetzung“ in der Presse verbreitet werden, die Verantwortlichen von anderen Waldbesetzer*innen nicht für ihre Snitch-Mentalität zusammengeschlagen werden oder – die Variante der pazifistischeren Bullenfeind*innen – wenigstens heftig konfrontiert werden, dann müssen Außenstehende davon ausgehen, dass eine solche Mentalität offenbar begrüßt wird.

Und weiter: Wenn ebenfalls dazu in der Presse abgedruckte Statements wie „Unsere wertvollste Ressource in diesem Kampf ist, dass die Anwohner hinter uns stehen. Aktionen wie diese rücken uns nur in ein schlechtes Licht. Das ist Mist.“ (Tarek Luft) im persönlichen Gespräch mehr oder weniger bestätigt zu werden scheinen, wie man hört, dann ist es nicht nur verwunderlich, dass gleichzeitig von den Besetzer*innen in der Presse mit „Zuständen wie im Hambacher oder Dannenröder Forst“ gedroht wird, die sich bekanntermaßen nicht dadurch auszeichnen, dass irgendwelche Politclowns auf Bäume steigen, sich vom SEK wieder runter holen lassen und dabei Kum ba yah singen, sondern zugleich muss diese Farce dann auch als eine Rekuperation jener radikalen Ideen, die zum Angriff drängen, verstanden werden, die hier in übelster Absicht in eine bloße politische Drohung verwandelt werden, ganz so als würden irgendwelche Bewegungsstrateg*innen wie sich vielleicht Tarek Luft oder Ingo Blechschmitt verstehen, jene Angriffe freigeben, die danach trachten die Herrschaft zu zerstören, anstatt sie im Sinne des grünen Kapitals und seiner – durchaus auch klimaaktivistischen – Tech-Hipster zu optimieren.

Vor dem Hintergrund derlei Äußerungen vermag es kaum mehr zu überraschen, dass die „Waldbesetzung“ im Forst Kasten ganz offensichtlich nicht den Wald– zumindest nicht als solchen – verteidigen möchte, sondern vielmehr aktiv an seiner Kolonisierung teilhat, wenn sie dort eine Strom- und WLAN-Versorgung aufbaut. Dabei ist ein Wald, der zum kybernetischen Naherholungsgebiet umfunktioniert wurde, in dem all die smarten Gadgets seiner Besucher*innen weiter ihren Dienst verrichten, mitnichten besser, als die durch den Extraktivismus des Kiesabbaus hinterlassene und renaturierte Wüste, auch wenn das vielleicht die neueste Vision der grünen Kapitalist*innen ebenso wie die irgendwelcher sozialistischen Bevölkerungsmanager*innen – zumindest hier in der westlichen Welt – sein mag. Weder der kybernetisierte Wald, in dem WLAN-Hotspots und 5G-Funkzellen in jedem zehnten Baumwipfel versteckt sind und vermeintliche Waldbesetzer*innen Tag für Tag die Farce eines Klimaprotests inszenieren, indem sie heute auf diesen und morgen auf jenen Baum klettern und dabei proaktiv jene Videomaterialien produzieren (der bereits erwähnte Ingo Blechschmidt hält etwa die Bildrechte einer BR-Meldung über einen SEK-Räumungseinsatz im Forst Kasten), die später in der Presse ausgestrahlt werden, um die Menschen sowohl zu unterhalten, als auch dadurch zu befrieden, dass der vermeintliche demokratische Handlungsspielraum gönnerhaft um jene, die Grenzen des legalen einstweilen überschreitenden, Formen des Protests, die jedoch niemals eine ernsthafte Bedrohung für die Herrschenden darstellen werden, erweitert werden und diese zuweilen sogar als radikaler Widerstand verherrlicht werden, noch die dystopische Wüstenlandschaft von der Renaturierung dienenden Pflanzenkulturen sind Orte, in denen das Leben gedeihen kann. Beides sind technologisch-wissenschaftlich kontrollierte Territorien, in denen ausschließlich jene Formen von künstlich geschaffenem, manipuliertem und unterworfenem Leben gedeihen, die den Interessen von Kapital, Technokraten und Zivilisation dienlich sind, während alle anderen Lebensformen hemmungslos ausgerottet werden. So lassen sich beispielsweise rund um die Waldbesetzung des Forst Kastens, sowie auch anderswo in Bayerns Wäldern bereits nanotechnologische Fallen für Borkenkäfer beobachten, die dieses ausschließlich für die Bewirtschaftung des Waldes schädliche Insekt auslöschen sollen, während in den Akademien längst daran geforscht wird, den Wald vollends zu kybernetisieren und Wachstum, Nährstoff- und Wasserzufuhr, Schädlingsbekämpfung, teils auch bestimmte Wachstumsformen, sowie die Artenvielfalt von Flora und Fauna mithilfe von tausenden Sensoren im Boden, an den Bäumen, verchippten Tieren, usw. nicht nur zu messen, sondern auch zu kontrollieren. Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass derartige Experimente, wie sie an Pflanzen und Tieren durchgeführt und gesellschaftlich entstigmatisiert werden, meist mit dem ultimativen Ziel einer Übertragung auf den Menschen stattfinden und hier die Herrschaftsmethoden der Zukunft erforscht werden.

Jene Politclowns der Besetzung des Forst Kastens, derer (realen und erfundenen) Namen und (maskierter) Gesichter sich die Presse gemeinsam mit denen der noch viel clowneskeren Politprofis von den GRÜNEN bedient, die sich ebenfalls um den Forst Kasten hervortun wollen, während sie anderswo Waldrodungen für den Bau von Windkraftwerken befürworten, sie machen deutlich, dass sie auf Seiten derer stehen, denen es nicht um die Verteidigung der Wälder und der Natur geht, sondern auf Seiten jener, die Wälder und Natur vor ihren eigenen, technologischen Karren spannen wollen: Auf Seiten des grünen Flügels des Kapitals und derjenigen sozialistischen Autoritären, die die Wälder vielleicht als Kurorte für die in der restlichen Zeit in den „selbstverwalteten“ Fabriken ausgebeuteten Arbeiter*innen erhalten wollen. Auf Seiten der Apologet*innen des Fortschritts, die mit ihren wissenschaftlich-technologischen Analysen, Prognosen und angeblichen Errungenschaften die Wälder durch eine totalitäre technokratische Kontrollpolitik bewahren wollen, wie sie zum Beispiel im Pariser Abkommen, dessen Einhaltung von den „Waldbesetzer*innen“ eingefordert wird, festgehalten ist. Wer hätte gedacht, dass das WEF und gewisse antikapitalistische, sozialistische Freund*innen totalitärer Regime einmal in ihrer Essenz so sehr das Gleiche wollen könnten: Weltweite Kontrolle, etabliert unter dem Vorwand der Rettung vor der Klimakatastrophe und sogar mit den sich bis ins Detail gleichenden Parolen von globaler Gerechtigkeit und Chancengleichheit?

Dabei stellt sich eigentlich nur noch die Frage, ob beides auch gleichermaßen ernst gemeint ist …

Ein zorniger Waldgeist

[1] Ich zitiere aus der TZ: „„Ich habe von der Sache auch erst aus der Presse erfahren“, sagt Tarek Luft, einer der Verantworlichen des Wald-Camps. Er kann sich nicht vorstellen, dass jemand von den Waldbesetzern mit dem Anschlag zu tun hatte.“ Oder ein anderer prominenter Sprecher der „Waldbesetzung“, der anscheinend im Pluralis Majestatis zu sprechen gewöhnt ist: „Ingo Blechschmidt (32), einer der Baumbesetzer im Forst Kasten, distanziert sich gegenüber der tz von dem Anschlag: „Unsere Symbolsprache sind Baumhäuser. Wir protestieren friedlich, mit Stromausfällen haben wir nichts am Hut.“

[Berlin] Mehrere Fahrzeuge der in der Rigaer 94 beauftragten Brandschutzprüfer abgefackelt

Am 14. Juni, noch bevor eine Brandschutzprüfung in der Rigaer 94 unter Polizeischutz durchgesetzt werden soll, erleidet die Kompetenz der dazu beauftragten Firma einen Imageverlust. In Berlin Marzahn brannten gegen 14:25 Uhr  insgesamt sieben Fahrzeuge der Firma aus, die auf einem Parkplatz der Firma abgestellt waren. Nicht gerade die beste Imagekampagne für eine Firma, die anderswo Leute mit der Einhaltung von Brandschutzbestimmungen gängeln will …