[Lecce, Italien] Eine geringe Aufmerksamkeit

Ist es, welche die Untersuchenden des unerwarteten Feuers bei Parsec 3.26, am 27. April, am Rande von Lecce während dem kompletten lockdown, hatten. Und da Finimondo einen Text veröffentlichte [siehe hier] welcher das Geschehene nicht verdammte oder davon empört war, ganz im Gegenteil, und da die Betreiber von Finimondo nicht weit vom Hauptquartier dieses Unternehmens, dessen gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Existenzgrund die Verkörperung von Big Brother ist, leben, kannst du wetten das 1 + 1 +…

Deshalb wurden wir heute, 27. Juli, frühmorgens aus dem Bett gerissen. Nein, es war nicht der Wecker, es waren die Digos [politische Polizei]. Sie kamen um eine Durchsuchung durchzuführen und um einem von uns einen Dursuchungsbefehl zu geben. Sie verdächtigen ihn, dass er derjenige war, der „einen Petrol beinhaltenden Topf und zwei Campinggaskartuschen“ in der Nähe des Technologiebullenunternehmens in Salento hinterlassen hatte. Die Durchsuchung, speziell nach Computerequipment (welches erlaube „den eigentlichen Zweck der Tat“ zu verstehen) und Kleidung (komischerweise von vielfarbiger angezogen, schwarz muss wohl aus der Mode sein), hatte einen positiven Ausgang. Nein, was sagen wir, positiv ist zu wenig, wir würden so weit gehen zu sagen: sehr positiv. Tatsächlich scheint es, dass sie Spuren vom Finimondotext, welcher die Fantasie der Staatsanwaltschaft so stark befeuerte, auf dem vom Verdächtigten benutzten Computer fanden (was sie nicht sagen?). Ausserdem wurden zwei Campinggaskartuschen beschlagnahmt (oh, wirklich?). Schliesslich – du wirst es nicht glauben! – fanden sie sogar Töpfe in seiner Küche (ernsthaft?). Die haben sie nicht beschlagnahm, nur fotographiert, als unvergängliche Beweislast. Wie wir es angenommen haben, 1 + 1 +…

Wer weiss ob das für das brainstorming der Staatsanwaltschaft von Lecce, in Gestalt von Guglielmo Cataldi und Giovanna Cannarile, genügt, um zur Aktion überzugehen. So wie die Zeiten nunmal sind, würde das nicht überraschen. Nur die nahe Zukunft wird es zeigen. Und dann, diese Parsec 3.26… mit all ihren Mitteln und Technik… zumindest ein schönes klares Bild des Schädels, des Schädelknochens, oder des Hodensacks des gutmeinenden Brandstifters… all ihre Algorithmen, für was? Um ein paar Digos-Agenten auszusenden um Fotos von ein paar Töpfen zu machen? Verrückte Sache.

Naja, wir werden morgen darüber nachdenken. Jetzt schlafen wir weiter…

[27/7/20] Übersetzt von finimondo.org.